Bier ABC

Bier kommt bei den Deutschen gerne auf den Tisch
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06.11.2017

Die Welt der Biere

Wir erklären Ihnen die Fachbegriffe der Braukünstler

Genuss nach Feierabend
Für die einen ein Genuss nach Feierabend, für die anderen ist es die erste Wahl beim Treffen mit Freunden: Bier kommt bei den Deutschen oft auf den Tisch. Kein Wunder, dass das Hopfengetränk das beliebteste alkoholische Getränk der Deutschen und daher auch schon lange der Verkaufsschlager in der Gastronomie ist. Die Vielfalt ist mittlerweile riesig, denn nicht mehr nur das klassische Bier wird gerne geordert, sondern auch ausgefallene Craft-Bier-Sorten. Damit Sie beim Plausch mit den Gästen mit Fachbegriffen punkten, haben wir die wichtigsten gesammelt. Prost!
Es gibt die verschiedensten Biersorten

A wie Alkoholfreies Bier

Wer glaubt, alkoholfreies Bier wäre komplett ohne Alkohol, der liegt falsch: Ganze 0,5 % Alkohol dürfen laut Gesetzgeber pro Getränk vorhanden sein.

B wie Bierarten

Bei der Produktion von Bier wird zwischen obergärigen und untergärigen Sorten unterschieden. Bei obergärigen Bieren – also Weißbier, Kölsch oder Alt – setzt sich die Hefe nach der Gärung an der Oberfläche ab. Pilsner, Export und Roggenbier gehören zu den untergärigen Bieren und setzen die Hefe während des Gärungsprozesses am Boden ab.

C wie Craft-Beer

Craft-Beer ist handwerklich hergestelltes Bier und derzeit ein absoluter Trend. Vorwiegend in kleinen Manufakturbetrieben hergestellt, werden ausschließlich die besten Zutaten eingesetzt, damit das Bier etwas ganz Besonderes wird …

D wie Dry Beer

Dieses Bier hat einen herb-würzigen Geschmack, der sich schnell wieder verflüchtigt. Gerne wird es zum Essen gereicht, denn diese Sorte beeinflusst den Geschmack der Speisen nicht. Meistens mit 5% Alkohol versetzt, ist das Bier sehr bekömmlich.

Hopfen ist einer der Hauptbestandteile von Bier

E wie Export

Dieses Bier ist nah verwandt mit dem Pils: das Export Bier. Als es noch keine Kühlmöglichkeiten gab, war dieses Bier aufgrund seiner langen Haltbarkeit die erste Wahl für den Export in andere Länder – daher auch der Name.

F wie Fassbier

Für einen großen Ausschank ideal: Fast ein Viertel des produzierten Bieres wird in Fässern abgefüllt. Kein Wunder, dass sie fast auf jeder Party eingesetzt werden: Die Mehrwegfässer enthalten meistens 30 oder 50 Liter des Gerstensafts und bescheren so vielen Gästen ein frisch gezapftes Bier. 

G wie Gärung

Beim Gärungsprozess verwandelt die enthaltende Hefe den Malzzucker in Alkohol und Kohlensäure.

H wie Hopfen

Hopfen verleiht dem Bier nicht nur seinen bitteren Geschmack, sondern sorgt auch für eine längere Haltbarkeit. Aber auch für die Festigkeit der Schaumkrone ist der Hopfen zuständig.

J wie Jahrgangsbier

Genau wie Weine können auch Biere von Jahrgang zu Jahrgang unterschiedlich schmecken. Das liegt meistens an witterungsbedingten Schwankungen der Rohstoffqualitäten und kann durch Rezepturanpassungen nicht ausgeglichen werden.

Bei Bierproben werden 3 bis 6 verschiedene Sorten vorgestellt

L wie Lagerbier

Helles Märzenbier, Pilsner Bier, Export, Schwarzbier und Bockbier gehören alle zu den Lagerbieren. Sie haben eine hellgelbe bis tiefdunkle Färbung. Geschmacklich überzeugen sie mit leichten und milden Aromen.

M wie Maische

Eine Maische ist eine Mischung aus Malz-Schrot und Wasser. Beim Bierbrauen wird sie im nächsten Schritt erhitzt, sodass die Stärke in Maltose umgewandelt werden kann.

P wie Probe

Bei einer Bierprobe werden meistens 3 bis 6 verschiedene Sorten vorgeführt. Dabei reichen schon 3 Schlucke, um den Charakter des Bieres zu erkennen. Am besten können sich die Aromen der Biere bei 12–15 °C entfalten – nehmen Sie das Bier also eine halbe Stunde vor Beginn der Verkostung aus der Kühlung.

Weizenbier erfreut sich großer Beliebtheit

R wie Rezenz

Rezenz ist das "Prickeln" des Bieres beim Trinken. Außerdem vermittelt sie einen frischen Geschmack und sorgt dafür, dass das Bier nicht schal schmeckt.

S wie Scotch Ale

Scotch Ale ist eine Version des Pale Ale und ein obergäriges Starkbier. Diesen schottischen Bierstamm gibt es in den Ausprägungen Light, Heavy, Export und Strong. Der Geschmack ist wuchtig, würzig und meist salzig süß. Die Farbe dieses Bieres ist meistens dunkel.

W wie Weizenbier

Die Herstellung von Weizenbier erfolgt – statt mit Gerstenmalz – mit Weizenmalz. Das Bier ist auch unter dem Namen "Weißes" und "Weiße" bekannt. Unterschieden werden 2 Arten: Kristallweizen und Hefeweizen. Der Kristallweizen wird, bevor er abgefüllt wird, von allen Schwebstoffen und Hefen mit Hilfe einer Filterung geklärt. Hefeweizen gärt in der Flasche und enthält daher alle natürlichen Hefen, wodurch er vollmundiger schmeckt.

Z wie Zwickelbier

Dieses ungefilterte naturtrübe Bier besitzt einen sehr geringen Kohlensäuregehalt. Es hat eine geringe Haltbarkeit und sollte daher frisch serviert werden. Das Zwickelbier ist ein erfrischendes, sehr verträgliches und würzig-süffiges Bier.  Aufgrund der vielen enthaltenden Nährstoffe wird dieses Bier auch gerne "flüssiges Brot" genannt.