Lebensmittel-Infos 

Es gibt Reis, Baby!

Kleines Korn ganz groß

Reis ist ein Grundnahrungsmittel
Reis ist sprichwörtlich in aller Munde: Die Hälfte der Bevölkerung ernährt sich fast täglich von dem vielseitigen Korn. Allein in Asien gilt Reis als Grundnahrungsmittel. Die Auswahl ist dabei grenzenlos, denn weltweit tummeln sich über 8.000 verschiedene Reiskorn-Sorten. Dass wir hier nicht alle vorstellen können, liegt daher auf der Hand. Doch die wichtigsten setzen wir für euch gern in Szene ...

Es kommt auf die Länge an! Denn das körnige Getreide wird generell in 2 große Kategorien eingeteilt: in Lang- und Rundkornreis. Ob als Beilage oder Hauptzutat, ob gekocht oder gebraten – jedes Körnchen hat dabei seine eigene Aufgabe. Denn durch die Form weist der Reis verschiedene Kocheigenschaften auf und wird daher für unterschiedliche Gerichte verwendet. 

Langkornreis

Weiß, locker und körnig – der Langkornreis wird von uns Deutschen am liebsten verspeist. Er zeichnet sich, wie der Name schon vermuten lässt, durch sein langes Korn aus. Denn mindestens 6 mm misst der leckere Favorit und hat eine schmale Figur. Seine berühmten Vertreter: der Basmati- und Jasminreis. 

Basmati-Reis

Basmati Reis

Mmmh, wie das duftet! Der Basmati Reis besticht durch sein herrlich blumiges Aroma, das besonders orientalischen Gerichten das gewisse Etwas verleiht. Somit ist "Der Duftende" in der indischen Küche nicht mehr wegzudenken. Vor allem fruchtige oder pikante Currys profitieren von seinem unvergleichlichen Geschmack. 

Der Basmati Reis gilt als edelste Reissorte. Die derzeit besten Anbaugebiete liegen in den Regionen um den Fuß des Himalaya im Kaschmirtal. Aus den klaren, mineralreichen Flüssen und Seen am Fuße des Hochgebirges bezieht die Pflanze ihre wichtigen Nährstoffe. Die reine Höhenluft sowie das Klima tun ihr Übriges für das einzigartige, typische Aroma.

Jasmin-Reis

Jasmin Reis

Die Asiaten schwören auf diesen besonderen Duftreis. Gegart erinnert sein Aroma an herrlich duftende Jasminblüten – daher auch sein Name. Da der Jasmin Reis nach dem Kochen eine leicht klebrige Konsistenz hat, wird er gern in der Thai-Küche verwendet. Als Beilage zu Fleisch-, Fisch- und Gemüsegerichten eignet er sich aufgrund seines leichten Eigengeschmacks besonders gut. Und auch Salaten und Süßspeisen verleiht er eine leicht aromatische Note.

Hauptsächlich wird der Jasmin Reis im Norden Thailands angebaut, denn das regenreiche Klima bietet eine perfekte Umgebung für die kleinen weißen Körner. Aber auch Italien, Vietnam und Kambodscha gelten als Anbaugebiete.

Der Patna Reis ist sehr lang und dünn

Patna Reis

Der Patna Reis ist der wohl bekannteste Langkornreis, der durch seinen milden Geschmack sehr vielseitig einsetzbar ist. Ob türkisch, asiatisch oder europäisch, ob süß-sauer, pikant oder süß – dieses weiße Körnchen ist für jeden Spaß zu haben. Im Vergleich zu den anderen Reissorten ist der Patna Reis sehr lang, dünn und durchsichtig. Charakteristisch ist seine relativ harte Körnung. 

Wildreis

Wildreis

Der Wildreis ist das Stiefkind unter den Reissorten. Denn streng genommen zählt das delikate Korn zur gleichen Getreideart, ist aber nicht mit der Kulturpflanze Oryza sativa verwandt. Wildreis ist eine wildwachsende Wasserpflanze, die an den Ufern der kanadischen und nordamerikanischen Seen zu finden ist. Durch seinen nussigen Geschmack und sein kräftiges Aroma passt der Wildreis perfekt zu intensiven Fleisch- und Fischgerichten. Als Eyecatcher werden die dunklen Körner meist mit einer anderen Reissorten gemischt. 

Rundkornreis

Zur 2. großen Familie der Reissorten gehört der Rundkornreis. Seine Körner sind kürzer – maximal 5 mm – und werden beim Kochen relativ weich. Der rundliche Körper des Rundkornreis enthält mehr Stärke als sein langer Bruder und wird dadurch beim Kochen recht klebrig. 

Sie Sorte Koshihikari eignet sich für Sushi

Sushi Reis

Maki, Nigiri, Inside-Out-Rolle – Sushi ist Trend! Doch die leckeren Happen stehen und fallen mit dem richtigen Reis. Fluffig klebrig, kleinkörnig und etwas süßlich muss er sein. Und gut zu verarbeiten. Besonders geeignet sind die Sorten Sasanishiki, Koshihikari und Hitomebore. Sie werden größtenteils in Japan und Korea angebaut, ein Teil auch in den USA. Um den perfekten Sushi Reis zu erhalten, muss er unbedingt vorher gewaschen werden. Erst so wird die überflüssige Stärke abgewaschen und der Reis bekommt die perfekte Klebeeigenschaft.

Schlotziges Risotto bekommt man mit der richtigen Reissorte

Risotto Reis

Ein Risotto muss "schlotzig" sein. Am besten schön cremig, aber mit Biss. Wichtig also bei der Reis-Wahl: ein sehr stärkehaltiges Korn, das beim Kochen seine klebrige Eigenschaft entfaltet. Dafür eignen sich am besten die Sorten Arborio, Carnaroli und Vialone. Sie werden beim Kochen schön sämig, weisen aber trotzdem eine bissfeste Konsistenz auf.

Für Milchreis wird Rundkornreis verwendet

Milchreis

Bei dieser süßen Nascherei werden Kindheitserinnerungen geweckt! Milchreis tut der Seele gut und ist mit wenigen Handgriffen ruck, zuck gekocht. Doch auch hier kommt es auf die richtige Reissorte an. Ein stärkehaltiger Rundkornreis muss her, damit das köstliche Finale herrlich sämig wird. Besonders eignen sich die Sorten Arborio oder Carnaroli.