11.12.2018

Das ist bitter ...

... und schmeckt darum umso besser!

Frau trinkt etwas Bitteres, das ihr offensichtlich nicht schmeckt Ein bitterer Geschmack ist gewöhnungsbedürftig – kann ein Gericht oder Getränk aber auch bereichern!
Beim Gedanken an etwas Bitteres verziehen die meisten unwillkürlich das Gesicht. Bitter ist der Geschmack für Fortgeschrittene. Man mag ihn nicht auf Anhieb, schon gar nicht als Kind. Etwas Bitteres bedeutet eigentlich nichts Gutes, denn pflanzliche Gifte schmecken bitter. Wohl darum hat der Mensch im Laufe der Jahrhunderte einiges dafür getan, Bitterstoffe aus Lebensmitteln herauszuzüchten: Rucola, Chicorée, Grapefruits oder Kumquats schmecken heutzutage gar nicht mehr so streng. Schade eigentlich, denn gerade im Zusammenhang mit den anderen Geschmacksrichtungen setzt eine bittere Zutat besondere Akzente und verleiht Gerichten das gewisse Etwas!

Bittere Lebensmittel sind zudem richtig gesund: Sie fördern die Verdauung und können den Appetit anregen. Zum Glück liegen sie seit einiger Zeit im Trend; denken Sie nur an den Rucola, der gerne auf die fertige Pizza gestreut wird oder den Aperol-Spritz, der Gäste im Sommer erfrischt!

Bittere Gewürze wie Safran, Lorbeer, Kurkuma oder Kreuzkümmel bringen feinherben Geschmack ins Essen. Und: In Kombination mit etwas Süßem ist etwas Bitteres einfach unschlagbar! Zucker erweckt den Geschmack in Pomeranzen oder bitterem Kakao, umgekehrt wird Süßes mit einer bitteren Note kontrastreich. Mit süß sind dabei nicht nur Zucker und Honig gemeint – auch Reis, Kartoffeln, Butter und Sahne sowie viele Obst- und Gemüsesorten besitzen ebenfalls eine süße Geschmacksnote und vertragen einen bitteren Akzent durch Gewürze.

Kräuter weisen besonders im getrockneten Zustand einen herben oder bitteren Geschmack auf. Bitterherbe Salate werden etwas milder, wenn Sie Honig ins Dressing geben. Beim Chicorée hilft es, den bitteren Strunk herauszuschneiden, Radicchio schmeckt köstlich in Kombination mit mild-süßer Avocado. Auch Gurke und Kohl verdanken ihren leicht herben Geschmack pflanzlichen Bitterstoffen.

Feinbitteres macht sich auch als Aperitif gut: Die Schale von Bitterorangen gehört zu den Zutaten im Noilly Prat, und dieser trockene Wermut wird als Aperitif oder im Cocktail, wie dem Martini Dry, sehr geschätzt. Aber er gibt auch geschmortem Hähnchen und zartem Kalb eine besondere Würze. Und in Fischgerichten sorgt ein Schuss Noilly Prat für den richtigen Geschmack!

Sie sehen, mit etwas Bitterem können Sie Ihre Gerichte zu etwas ganz Besonderem machen. Unser Profikoch Daniel Kämmer hat deshalb für Sie bittere Gewürzmischungen kreiert, die sich vielfältig einsetzen lassen ...

Bayerisch Bitter-Gewürz von CHEFS CULINAR Profikoch Daniel Kämmer

Bayerisch Bitter

Damit wird's zünftig! Kümmel, Piment, Wacholder, Senfsaat und Kürbiskerne kombiniert Daniel Kämmer hier mit getrocknetem Beifuß und Liebstöckel. Deftiges Fleisch oder Fischgerichte werden damit zum Gedicht. Wer möchte, mischt die Gewürze mit hellem Bier und legt das Fleisch darin ein.

Indisches Bittergewürz von CHEFS CULINAR Profikoch Daniel Kämmer

Indisches Bittergewürz

Eine farbenfrohe, scharf-bittere Mischung aus Kardamom, Koriander, Fenchel, Zimt, Nelke, Kurkuma und Cayenne-Pfeffer – die wunderbar zu hellem Fleisch, Geflügel, Fisch und Gemüse passt. Je nachdem, ob Sie's für Ihre Gäste schärfer oder milder mögen, können Sie den Anteil von Cayenne variieren.

Andenbitter-Gewürz von CHEFS CULINAR Profikoch Daniel Kämmer

Andenbitter

Kakao und Kaffee treffen hier auf getrockneten Salbei, grünen Pfeffer und frischen Ingwer – eine tolle Kombination für kräftiges Fleisch, Kartoffeln und erdiges Gemüse!

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