Bock auf Wurst?

Geräucherte Wurst ist sehr beliebt
Bratwurstschnecken sind in jeder Jahreszeit beliebt
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08.06.2017

Wurst-Wissen

Alles hat ein Ende nur die Wurst hat zwei

Verschiedenste Wurstsorten werden hergestelt In Deutschland gibt es unglaublich viele verschiedene Wurst-Sorten
Würstchen werden von jedem geliebt – ob köstlich geröstet vom Grill, als knackiger Shootingstar im Brötchen oder als kulinarischer Begleiter zum Weißbier. Mittlerweile gibt es über 1500 Wurstsorten in Deutschland – von Salami bis hin zur Bockwurst. Der Trend zum Selbermachen hält auch hier Einzug. Kein Wunder, denn exklusive Zutaten und selbst kreierte Rezepturen machen den Wurstgenuss unvergesslich …
Man unterscheidet Rohwurst, Kochwurst und Brühwurst Grob wird zwischen Rohwurst, Kochwurst und Brühwurst unterschieden

Experten unterscheiden grob zwischen 3 verschiedenen Sorten: Rohwurst, Kochwurst und Brühwurst.

Rohwürste werden durch pökeln, salzen oder räuchern haltbar gemacht. Sie bestehen aus – wie der Name schon sagt – rohem Rind-, Schweine-, oder Lammfleisch sowie Speck. Fast 500 Sorten gibt es von dieser Wurst – darunter Cervelat-, Katenrauch-, und Mettwurst.

Das Fleisch der Kochwurst wird vorgekocht. Sie bestehen – je nach Herstellungsart – aus Innereien, Blut und Schwarten. Wenn alle Zutaten in den Darm gefüllt worden sind, wird die Wurst noch einmal erhitzt, damit die Bestandteile sich miteinander verbinden. Zu dieser Sorte zählen unter anderem Blutwurst, Leberwurst und Schinkensülze.

Zur Brühwurst gehören alle Würste, die mit Hilfe von Hitze haltbar gemacht werden. Das heißt: Alle Zutaten werden roh in den Darm gefüllt und später gebrüht, gesiedet, gebraten oder gebacken. Die Brühwurst ist mit fast 800 Sorten vertreten und damit auch am meisten verbreitetet. Verwendet werden Rind-, Schweine- oder Lammfleisch. Wiener Würstchen, Bockwurst, Lyoner, Bierwurst und Bierschinken werden nach diesem Verfahren hergestellt.

Deutschlands Würstchen-Welt

Jede Wurst schmeckt anders. Wir zeigen Ihnen, was die verschiedenen Klassiker unterscheidet.

Frankfurter Würstchen Jeder kennt sie, jeder liebt sie: Frankfurter Würstchen

Frankfurter Würstchen

Einfach ein Verkaufsschlager: Frankfurter Würstchen. Doch seit wann es diese bekannte Wurst gibt, ist bis heute ungeklärt. Man vermutet, dass das erste Rezept dieses Klassikers Mitte des 18. Jahrhunderts geschrieben wurde. Hergestellt wird sie bis heute aus Schweinefleisch und Speck, alles umhüllt mit Schafsdarm. Ihr Name ist geographisch geschützt – das heißt: Frankfurter Würstchen werden immer in Frankfurt hergestellt, Würstchen Frankfurter Art jedoch nicht.

Weißwurst Werden von den Bayern geliebt: Weißwürste

Weißwurst

Der Liebling der Bayern besteht traditionell aus Kalbsfleisch. Gelegentlich enthält sie aber auch Schweinefleisch. Abgefüllt wird sie im Schweinedarm, der jedoch nicht verzehrt wird. Bei der Herstellung wird kein Nitritpökelsalz hinzu gegeben, welches bei anderen Würsten für die Farbe verantwortlich ist. Da es nicht vorhanden ist, hat diese Wurst ihre charakteristische weiße Farbe. Übrigens: Die Weißwurst zuzeln die Bayern sogar schon zum Frühstück.

Nürnberger Rostbratwurst Klein, aber fein: Nürnberger Rostbratwürstchen

Nürnberger Rostbratwurst

Die Nürnberger Bratwurst besteht aus Schweinefleisch. Die gewisse Note erhält sie durch Gewürze wie Majoran und Piment. Um die Geschichte dieser legendären Wurst kursieren viele Vermutungen, doch keine ist bisher bestätigt. Eine davon besagt, dass ihre Größe auf ein Schlüsselloch zugeschnitten ist, damit die Insassen des Stadtgefängnisses diese Wurst als Mahl verspeisen konnten …

Do-it-yourself-Würste

Selbstgemachte Würstchen liegen derzeit total im Trend. Kein Wunder: Außergewöhnliche Zutaten machen Sie zum Star auf jedem Teller. Wir zeigen Ihnen, wie Sie eine Grillwurst selbst herstellen können:

In den meisten Fällen wird Schweinefleisch, Rindfleisch und Speck verwendet. Aber auch Kalb, Geflügel, Wild oder Lamm eignen sich hervorragend. Stücke von Schulter, Nacken, Bauch und Hinterschinken werden dabei bevorzugt. Sie können sich merken: Je besser die Qualität des Fleisches ist, desto besser auch die Wurst.

Bei den Zutaten können Sie Ihre eigenen Geschmacksschwerpunkte setzen. Klassiker wie Salz, Pfeffer, Muskat, Piment munden vielen Gästen. Chili und Paprika setzen scharfe Akzente und mit Knoblauch, Kümmel & Co. bekommt Ihr Würstchen das gewisse Etwas.

Step 1

Fleisch mit restlichen Zutaten vermengen Kräftig vermengen!

Das Fleisch und alle anderen Zutaten klein schneiden und miteinander vermengen.

Step 2

Durch den Fleischwolf drehen Ab durch den Fleischwolf.

Die entstandene Fleisch-Mischung durch den Fleischwolf drehen.

Danach heißt es: Ärmel hoch! Kneten Sie die Masse solange durch, bis eine homogene, geschmeidige Masse entsteht.

Step 3

Darm verknoten Den Darm auf den Wurster stülpen ...

Jetzt den Wurster vorbereiten: Gewässerten Darm über das Füllrohr stülpen und am Ende zuknoten.

Step 4

Wurst drehen ... und die Masse hinein füllen.

Nun ist Teamwork angesagt: Eine Person befüllt den Fleischwolf und die andere Person dreht die Wurst – je nach Belieben – ab. Achten Sie darauf, dass Sie nicht zu viel Masse in den Darm geben, da er sonst platzen könnte.

Step 5

Grillwurst ist fertig Fertig für den Rost!

Jetzt ist es soweit: Die von Ihnen hergestellte Wurst – egal ob Grillwurst, Bratwurstschnecke oder Bratwurst – ist bereit, um sich auf dem Rost zu einem wahren Gaumenschmaus zu verwandeln ...

Hausgemachte Chorizo

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