Feuer und Flamme

Endlich wieder Grillen
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09.05.2017

Jetzt wird angefeuert!

Bühne frei für Smoker, Gasgrill & Co.

Grillen ist auch für Veganer und Vegetarier ein Genuss Auch Vegetarier kommen beim Grillen auf ihre Kosten
Sommerzeit ist Grillzeit: Jetzt legen Gastronomen, Caterer, Küchenleiter & Co. köstliches Grillgut auf den Rost. Und das nicht ohne Grund: Groß und Klein, Jung und Alt lieben Grill-Buffets. Heutzutage werden nicht mehr nur Klassiker wie saftiges Fleisch oder knackige Würstchen gegrillt, auch für Veganer und Vegetarier gibt’s eine immer größere Auswahl. Damit Sie bei Feinschmeckern nachhaltig in Erinnerung bleiben, ist ein guter Grill unerlässlich. Wir haben für Sie ein paar Fakten über die verschiedenen Grillsorten zusammengestellt.

Smoker

Smoker-Grill Der Smoker brät Fleisch perfekt

Meat and more

Optisch eine Lokomotive, im Inneren eine Genussmaschine: Der Smoker begeistert Köche und Grill-Fans. Die Hitze entsteht in der Side-Fire-Box: Direkt neben der Garkammer des Grills ist ein kleiner Würfel angebracht, in dem mit Holz oder Kohle ein Feuer entfacht wird. Die Hitze aus dieser Box wird in die Garkammer geleitet, um dort köstliche Grillspeisen zu rösten. Dadurch, dass die Hitze erst in die Garkammer geleitet werden muss, gart der Smoker besonders schonend, zugleich aber auch gleichmäßig. So erhalten Steak & Co. die perfekte Konsistenz, sie werden von innen und von außen herrlich saftig. Der Deckel des Smokers wird beim Garvorgang geschlossen; nur so gelangt die Hitze zum Grillgut. Durch einen Schornstein steigt der Rauch in die Luft.

Für große Fleischstücke ist der Smoker perfekt, herkömmliche Grillsorten haben damit oft Probleme. Oftmals punktet der Smoker mit einer großen Garkammer: So können Sie große Gruppen kinderleicht beköstigen. Das Einsatzgebiet des Smokers ist übrigens nicht nur auf das Garen von Fleisch beschränkt, auch Fisch und Pizza bekommen mit diesem Grill das gewisse Etwas.

Holzkohlegrill

Der Klassiker ist der Holzkohlegrill Den Holzkohlegril entwickelt viel Rauch und braucht lange, um warm zu werden

Kohle Klassiker

Gut Ding will Weile haben: Treu nach diesem Motto lässt der Kohlegrill auf sich warten, bis er die perfekte Temperatur erreicht hat. Doch das Ergebnis kann sich sehen lassen: Das Grillgut erhält ein herrliches Raucharoma – ein charakteristisches Merkmal für Fans der Freiluft-Küche.

Klassische Räucherfische, wie Forelle oder Lachs, bekommen auf dem Holzkohlegrill eine besondere Note, wenn Sie Rosmarinzweige oder Wacholderbeeren zusammen mit dem Fisch auf den Rost legen. Sie haben keinen Grillkorb zur Hand? Ein Bananenblatt als Schutzhülle tut’s auch. Dafür das Blatt vorher 5 Minuten in kochendes Wasser legen und den Fisch anschließend in das Blatt eingebettet auf dem Grill rösten. 

Bei der Grillkohle gibt es bedeutende Unterschiede: Kleine Kohlestückchen eignen sich prima für kurze Grillperioden, da sie nach ca. 15 Minuten verglüht sind. Faustgroße Holzstücke oder Briketts heizen 2–3 Stunden – perfekt für Ihr Grillbuffet.

Gasgrill

Der schnelle Gasgrill Brät ohne Rauchentwicklung: der Gasgrill

Einfach mal Gas geben

Ein unkomplizierter Helfer: Der Gasgrill ist schnell einsatzbereit und lässt sich einfach anzünden. Dazu entwickelt er kaum Rauch, keinen Ruß und somit auch keinen damit verbundenen Geruch. Durch Temperaturregler können Sie die Hitze individuell auf das Grillgut anpassen.

Der Gasgrill zieht die Power aus einer Gasflasche, die in den meisten Fällen genügend Energie für mehrere Grillbuffets hat. So können Sie viele Gäste bewirten, da keine Pausen nötig sind, um Brennstoff nachzulegen. Übrigens: Auch Burger-Pattys sind nicht nur was für den Holzkohlegrill – auch auf dem Gasgrill können sie ansprechend zubereitet werden. Dafür vorher ein Gitternetz in das Fleisch schneiden und bei 260–300 °C und geschlossenem Deckel saftig rösten.

Pelletgrill

Pelletgrill von Traeger Punktet mit einer gleichmäßigen Hitzeverteilung: der Pelletgrill

Setzt Rauchzeichen

Optisch ist der Pelletgrill der Zwillingsbruder des Gasgrills. Während des Grillens entwickelt er jedoch Rauch – das Grillgut erhält sein charakteristisches Raucharoma. Ein kleiner Schornstein sorgt bei den meisten Modellen für die richtige Rauchrichtung. Die Bedienung funktioniert genauso wie beim Gasgrill: einschalten, aufheizen, loslegen.

Der Pelletgrill punktet mit einer gleichmäßigen Hitzeverteilung und lässt sich leicht reinigen. Wichtig ist, dass ausschließlich Holzpellets verwendet werden, nicht aber Pellets aus Getreidemühlenabfällen. Nur so erhalten die Speisen das gewünschte Aroma. Haben Sie schon mal eine Pizza vom Grill serviert? Durch die regulierbaren Temperaturen und den verschließbaren Deckel eignet sich der Pelletgrill dafür prima.

Azubi-Wissen to go

Im Fachjargon wird zwischen direktem und indirektem Grillen unterschieden. Beim direkten Grillen schmort das Grillgut über der glühenden Kohle. Dadurch ist es sehr starker Hitze ausgesetzt und vor allem Fleisch-Stücke erhalten eine wunderbar krosse Kruste. Wenn Grillfett an die Kohlen gelangt, können jedoch Flammen entstehen.

Beim indirekten Grillen haben die Speisen – wie der Name schon verrät – keinen direkten Kontakt zur Wärmequelle. Das heißt: Die Kohlen werden so angeordnet, dass sie nicht unter dem Rost liegen. Dadurch wirkt auf das Grillgut keine direkte Hitze ein. Während dieses Vorgangs wird der Deckel des Grills geschlossen, damit Fleisch oder Fisch von allen Seiten Hitze erhält. Ständiges Wenden ist dann nicht mehr nötig.