22.01.2019

Heimische Pflänzchen

Entdecken Sie aromatische Gewürzkräuter, die um die Ecke wachsen

Werfen Sie einen Blick auf die Kräuter in Ihrer Region Werfen Sie einen Blick auf die Kräuter in Ihrer Region
Ob Curry, Nelken oder Kurkuma – Gewürze oder Kräuter müssen nicht aus exotischen Ländern stammen. Auch bei uns gibt es eine Vielzahl an aromatischen Pflanzen, mit denen sich vorzüglich würzen lässt. Welche dafür infrage kommen? Vorhang auf für unsere würzigen Schätzchen aus der Natur, denen wir auf jeden Fall mehr Beachtung schenken sollten. Denn das Gute liegt oft so nah ...

Waldmeister – für süße Speisen oder Getränke

Aus Waldmeister lassen sich köstliche Bowlen zaubern Aus Waldmeister lassen sich köstliche Bowlen zaubern

Waldmeister, auch Leberkraut genannt, ist ein herbes Kraut, das einen leicht süßlichen Geschmack aufweist. Mit Zucker und Wasser aufgekocht, lässt sich ein köstlicher Sirup herstellen, der sich für Cocktails, Tee, Wein, Bowlen oder Schorlen eignet. 

Gut zu wissen: Da Waldmeister Cumarin enthält, das in größeren Mengen gesundheitsschädlich ist, sollte das Kraut wohldosiert eingesetzt werden.  

Bärlauch – für scharfe Speisen

Das Zwiebelgewächs ist eine wahre Bereicherung in der Küche Das Zwiebelgewächs ist eine wahre Bereicherung in der Küche

Wer von der Hexenzwiebel oder dem Zigeunerlauch spricht, meint Bärlauch. Das Gewächs ist Heil- und Gewürzkraut zugleich. Denn durch das enthaltene Salz und dem Vinylsulfid, nicht zuletzt aber durch seine ätherischen Öle, sagt man dem Kraut eine antiseptische Wirkung nach.

In der Küche eignet sich der Waldknoblauch perfekt für Pestos, Saucen, Wildkräutersalate und Aufstriche. Auch in Suppen, z. B. in Form von Bärlauchklößchen, macht der würzige Vertreter eine gute Figur. 

Liebstöckel – für bittere Speisen

Ob Blätter, Samen oder Stiel – Liebstöckl lässt sich komplett verwerten Ob Blätter, Samen oder Stiel – Liebstöckel lässt sich komplett verwerten

Liebstöckel, das sogenannte Maggi-Kraut, besitzt einen leicht scharfen und bitteren Charakter, der zum Würzen deftiger Speisen hervorragend passt. Von diesem Kraut lässt sich von den Blättern über die Triebe bis zum Samen alles verwenden.

Die frischen, jungen Blätter sind für Fisch, Fleisch, aber auch für Suppen, Saucen und Dressings die richtige Wahl, während die jungen Triebe sich als Gemüseeinlage verarbeiten lassen.   

Werden die Stängel kandiert, entsteht ein vorzügliches Aroma, das auch zu Salaten gut passt. Zum Backen von Brot und Gebäck eignen sich die Samen des Liebstöckels.   

Meerrettich – für scharfe Speisen

Scharf, schärfer, Meerrettich – die Wurzel besticht durch ihr intensives Aroma Scharf, schärfer, Meerrettich – die Wurzel besticht durch ihr intensives Aroma

Eines der schärfsten Gewürze ist Meerrettich. Unverarbeitet ist die Wurzel geruchslos, erst durch das Aufschneiden oder beim Zerreiben entfaltet sich das scharfe Aroma. Um nichts von der Schärfe zu verlieren, ist es ratsam, erst kurz vor Ende des Kochens das Gewürz hinzuzugeben, sonst wird der Meerrettich bitter. Einmal aufgeschnitten, das Wurzelstück unbedingt mit Zitronensaft beträufeln, um eine Oxidation zu vermeiden. 

Zu Schinken, Tafelspitz, Roastbeef, Räucherfisch oder Würstchen passt Meerrettich hervorragend. Auch Quark-, Sahne- oder Frischkäsespeisen lassen sich mit der Wurzel aromatisch würzen.    

Weitere heimische Gewürze

  • Beifuss
  • Brunnenkresse
  • Deutscher Estragon
  • Echte Engelwurz
  • Echter Salbei
  • Fenchel
  • Grüne Minze
  • Kümmel
  • Oregano
  • Petersilie
  • Zitronenmelisse