05.03.2019

Komm auf die süße Seite!

Hier gibt's köstliche Alternativen zu herkömmlichem Zucker

Rieselnder Kristallzucker – darauf wollen viele Menschen heutzutage verzichten. CHEFS CULINAR stellt Zuckeralternativen vor. Kristallzucker muss nicht sein – es gibt süße Alternativen, die weniger kalorienreich sind
Die Deutschen mögen es süß: Hierzulande vertilgt jeder etwa 35 kg Zucker im Jahr. Dieser versteckt sich – na klar – in Süßigkeiten. Noch viel mehr schlagen allerdings industriell hergestellte Backwaren, Brotaufstriche, Milchprodukte, Fertiggerichte und Limonaden zu Buche. Lecker, aber in großen Mengen alles andere als gesund. Vielleicht haben Sie also Gäste, die bewusst auf zu viel Zucker verzichten wollen oder müssen? Eine süße Nachspeise kann aber trotzdem auf ihren Tellern landen! Wir verraten, wie Sie Ihre Desserts mit köstlichen Zuckeralternativen richtig lecker zubereiten können.

Zucker versüßt vielen sprichwörtlich den Tag. Doch wer denkt, Desserts, Getränke und kleine Naschereien kommen ohne die weißen Kristalle nicht aus, liegt falsch. Viele natürlich süße Lebensmittel eignen sich als köstliche Alternative. Außerdem bringen sie einen weiteren Vorteil mit: Durch ihre intensiven begleitenden Aromen reichen bereits kleine Mengen dieser Süße aus, um ein gutes Geschmackserlebnis zu erzielen.

Kokosblütenzucker

Kokosblütenzucker klingt exotisch, soll aber eine gute Zuckeralternative für Diabetiker sein Kokosblütenzucker schmeckt nach Karamell und peppt daher vor allem Desserts auf

Der Name verrät die Herkunft: Kokosblütenzucker wird aus Kokosblüten hergestellt. Um den Saft zu gewinnen, werden die Blüten von Hand aufgeschnitten. Der austretende Saft wird aufgekocht und in einem Vakuum-Dampfer zu Kokosblütenkristallen umgewandelt. Ihr Geschmack nach Karamell eignet sich besonders gut für süße Desserts und Getränke. Aber auch im Kaffee, Tee und in herzhaften Gerichten setzt Kokosblütenzucker süße Akzente. Mit viel Kalium, Magnesium, Eisen, Zink, Schwefel und Kupfer empfiehlt er sich als eine mineralstoffreiche Zuckeralternative. Außerdem enthält Kokosblütenzucker weniger Kalorien als normaler Zucker.

Dattelsirup

Aus frischen Datteln lässt sich leicht ein Sirup herstellen, der eine gute Alternative zu herkömmlichen Zucker ist Aus frischen Datteln lässt sich ganz leicht ein Sirup herstellen

Dattelsirup wird bereits seit Jahrhunderten in Nordamerika und im Orient verwendet. Für die Herstellung des Sirups einfach das Fruchtfleisch von ungesüßten Datteln mit Wasser oder Orangensaft mischen. Dann im Mixer so lange zerkleinern, bis sich eine sirupähnliche Konsistenz bildet. Wegen seiner Karamell-Note eignet sich Dattelsirup besonders für Brotaufstriche und Shakes. Aber auch Desserts, Joghurt und Müsli verleiht er eine fruchtig süße Note. Außerdem sagt man ihm eine antibakterielle Wirkung nach.

Melasse

Melasse ist ein praktischer Zuckerersatz mit wenigen Kalorien Melasse entsteht als Abfallprodukt bei der Herstellung von Zucker aus Zuckerrohr

Mit wenigen Kalorien, vielen Nährstoffen und einem niedrigen Preis ist auch Melasse ein praktischer Zuckerersatz. Gewonnen wird der süße Sirup als Nebenprodukt bei der Herstellung von Zucker aus Zuckerrüben oder Zuckerrohr. Er punktet mit seinem wunderbaren Geschmack nach einem Hauch Lakritz. Darüber hinaus liefert der schwarz-braune Sirup verhältnismäßig viel Kalium, Eiweiß, Magnesium und Eisen. So kann er zu einer ausgewogenen Ernährung beitragen.

Yaconpulver

Die Yaconwurzel schmeckt honigsüß, hat aber nur halb so viele Kalorien wie Honig und ist damit ein toller Zuckerersatz. In Südamerika gehört die Yaconwurzel zu den Grundnahrungsmitteln

Bisher ist Yacon als Zuckeralternative hierzulande noch wenig bekannt. In Südamerika wird die Yaconwurzel schon seit Jahrhunderten als Nähr- und Heilpflanze verwendet. Außerdem schmeckt sie wunderbar honigsüß, hat aber nur halb so viele Kalorien! Zur Gewinnung eines Pulvers wird die Yaconwurzel entsaftet und dehydriert – am Ende bleibt lediglich das herrlich süße Pulver übrig. Alle Gerichte, die noch einen süßen Pfiff benötigen, können mir Yaconsirup oder -pulver verfeinert werden. 

Agavendicksaft

Agavendicksaft eignet sich besonders zum Süßen von Getränken und Desserts Agavendicksaft eignet sich perfekt zum Süßen von Getränken und Nachspeisen

Der Agavendicksaft ähnelt von der Konsistenz her dem Honig. Hergestellt wird er aus der Agavenpflanze, die hauptsächlich in Mexiko wächst. Dazu wird der Saft der Agaven eingekocht, bis ein dickflüssiger Sirup entsteht. Der Dicksaft eignet sich hervorragend zum Süßen von Getränken und Desserts. Auch das Frühstücksmüsli oder Joghurtspeisen versüßt er im Handumdrehen. Doch aufgepasst: Er ist deutlich süßer als Zucker! Trotzdem enthält er weniger Kalorien. Ein toller Zuckerersatz!

Rote-Bananen-Pulver

Aus roten Bananen wird das Rote-Bananen-Pulver hergestellt – das eine gute Alternative zu Zucker ist. Aus roten Bananen lässt sich ein Pulver herstellen, das Smoothies ein wunderbares Aroma verleiht

Wie der Name schon sagt, wird das Rote-Bananen-Pulver aus roten Bananen hergestellt. Sie sind deutlich süßer als ihre herkömmlichen gelben Verwandten. Bei der Herstellung wird das Fruchtfleisch zu einem Mus verarbeitet, getrocknet und schließlich gemahlen. Dabei sticht das Pulver vor allem mit seinen vielen Nährstoffen heraus: Vitamine, Ballaststoffe, Betacarotin, Kalium, Eiweiß und Magnesium sind im Rote-Bananen-Pulver zur Genüge vorhanden. Besonders in Desserts macht der herrliche Bananengeschmack einiges her. Aber auch für Smoothies ist das Rote-Bananen-Pulver der optimale Zuckerersatz.