Heilsames Essen

Veganes Ayurveda -Gericht
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04.05.2017

Volle Kraft voraus!

Ernährung nach Ayurveda – der Schlüssel für mehr Vitalität

Die Hauptmahlzeit wird mittags gereicht Bunt und gesund: Bei der Ernährung nach Ayurveda isst das Auge mit
Tschakka! Gesund, vital und mit voller Lebensfreude in den Tag starten – das wünschen sich viele Menschen. Kein Wunder, dass sich Ayurveda-Kuren in europäischen Wellness-Hotels, Kurzentren, Krankenhäusern oder Kliniken immer größerer Beliebtheit erfreuen. Schließlich bleibt aufgrund des stressigen Alltags selten Zeit für Entspannung und eine ausgewogene Ernährung. Aber was bedeutet Ayurveda eigentlich in kulinarischer Hinsicht genau? Und welche Ernährung ist für wen geeignet? Wir haben den heilsamen Trend aus Indien einmal genauer unter die Lupe genommen.
Einklang mit Körper, Geist und Seele Einfach mal abschalten

Das Wissen vom Leben

Körperliche, geistige und seelische Kräfte in Einklang bringen, um ein gesundes, glückliches Leben zu führen – so lautet die Formel der altindischen Medizin Ayurveda. Übersetzt bedeutet die Lebens- und Heilmethode  „Wissen vom Leben“ und wurde bereits vor 3.000 Jahren in Südasien zelebriert. Dabei prägen die drei Doshas Vata, Pitta und Kapha, nicht nur den Charakter des Menschen, sondern auch die körperliche Verfassung.

Ayurveda teilt in 3 Doshas ein Die 3 Doshas und ihre Elemente

Wer bin ich?

Jeder Mensch ist anders, deshalb teilt Ayurveda die Menschen in drei verschiedene Doshas ein, denen jeweils die Elemente Feuer, Wasser, Luft, Raum und Erde zugeordnet sind. Für jedes Temperament sieht Ayurveda eine andere Ernährung vor. Ziel ist es, den Menschen nach seinem jeweiligen Dosha zu ernähren, um den Körper von Giftstoffen zu befreien und Selbstheilungskräfte zu aktivieren.

Die 3 Dosha-Formen

Bei den meisten Menschen setzen sich die Eigenschaften aus 2 bis 3 Doshas zusammen, es gibt also Mischtypen, wie z. B. den Vata-Kapha-Typ oder den Kapha-Pitta-Vata-Typ.

Der unruhige Typ: Das Dosha "Vata" wird den Elementen Luft und Raum zugeschrieben. Es steht in der Lehre von Ayurveda für Lebensenergie und ist für das Nervensystem, die Bewegung, das Herz und die Atmung verantwortlich. Unpassende Nahrung kann „Vata“ negativ beeinflussen; die Folge können Schlafstörungen, Blähungen und Nervosität sein.

Der hitzige Typ: "Pitta" lässt sich den Elementen Feuer und Wasser zuordnen. Alle Funktionen des Stoffwechsels und der Verdauung lassen sich in der Heilmethode auf dieses Dosha zurückführen. Bei einem Ungleichgewicht, kann es zu Verdauungsstörungen oder Entzündungen kommen.   

Der träge Typ: "Kapha" gehört zu den Elementen Wasser und Erde. Nach Ayurveda beeinflusst dieses Dosha die Gelenkigkeit und die Stabilität des Körpers. Befindet sich "Kapha" nicht im Gleichgewicht, können Erkältungen und Fettleibigkeit entstehen. 

Die verschiedenen Ayurveda-Typen In seinen Körper hineinhören – ein guter Weg für ein langes, gesundes Leben

Welche Speisen für welchen Typ?

Zeit für das Mittagessen! Doch was darf bei Vata-, Pitta- oder Kapha-Typen überhaupt auf dem Teller landen? In der Dosha-Küche spielen vegetarische, leicht verdauliche und gekochte Speisen eine zentrale Rolle. Auf tierische Eiweiße sollte möglichst verzichtet werden. Trotzdem kommen Fleischliebhaber nicht zu kurz: Ausnahmen sind nämlich erlaubt, solange es nicht zu viel Fleisch ist. 

Ernährung für Vata

Sie möchten Ihren Gästen Gerichte für den Vata-Typ servieren? Dann sind warme Speisen mit den Geschmacksrichtungen süß, sauer, salzig am besten geeignet. Auf kalte Gerichte mit scharfen, herben und bitteren Lebensmitteln verzichten.

Getreide: Weizen, Reis, gekochte Haferflocken

Bohnen/Dhal: Gelbe Mungbohnen, rote Linsen

Gemüse: Artischocken, Auberginen, Karotten, rote Beete, Sellerie, Spinat, Tomaten

Milchprodukte: Alle Arten, frischer Käse

Gewürze: Ingwer, Cumin, Zimt, Kardamom, Salz, schwarzer Pfeffer, Fenchel, Zitronensaft

Früchte: Avocado, Mango, Melonen, Kiwis, Orangen, Trauben, Kirschen, Rosinen, Datteln

Süßungsmittel: Alle Zuckerrohrprodukte, wenig Honig

Ernährung für Pitta

Bieten Sie Ihren Gästen, die dem Pitta-Typ angehören, süße, bittere und herbe Speisen an. Von scharfen, sauren und salzigen Lebensmitteln ist abzuraten.

Getreide: Weizen, Reis, Hirse, Gerste, Mais, Haferflocken

Bohnen /Dhal: Gelbe Mungbohnen, kleine Nierenbohnen, Sojaprodukte

Gemüse: Artischocken, Spinat, Chicoree, Blumenkohl, grüne Bohnen, Sprossen, Salat, Rettich, Brokkoli, Spargel

Milchprodukte:  Ghee, Milch, Butter, Buttermilch, Lassi, Sahne

Gewürze: Ingwer, Safran, Fenchel, Nelken, Kardamom, Zimt

Früchte: Avocado, Mango, Melonen, Äpfel, Aprikosen, Oliven, Ananas, Grapefruit

Süßungsmittel: Weißer oder halbraffinierter Zucker, etwas Honig

Ernährung für Kapha

Für Gäste mit dem Dosha Kapha, sind scharfe, bittere und herbe Mahlzeiten, die möglichst fettarm und warm sind von Vorteil. Kalte Speisen, die sauer, süß und salzig schmecken, vermeiden.

Getreide: Gerste, Buchweizen, Mais, Weizen, Reis, Roggen, Haferflocken

Bohnen/Dhal: Alles außer Tofu

Gemüse: Kartoffeln, Spargel, Artischocken, Karotten, Kohl, rote Beete, Paprika, Erbsen, Kürbis, Tomaten, Rettich, Auberginen

Milchprodukte: Magermilch, Ghee, Lassi, Buttermilch, Vollmilch

Gewürze: Alles, außer Salz, Pfeffer, Ingwer

Früchte: Trauben, Rosinen, Datteln, Pfirsiche, Äpfel, Guaven, Granatäpfel, Papaya

Süßungsmittel: Honig

Die Ayurveda-Mahlzeiten müssen immer gekocht sein Jede Speise sollte gekocht sein

Darauf kommt es an!

Entspannung wird in der ayurvedischen Ernährungslehre groß geschrieben. Deshalb ist nicht nur wichtig, was auf den Teller kommt, sondern auch wie die Speisen verzehrt werden.

  • Patienten oder Gäste sollten in einer ruhigen und entspannten Atmosphäre die Mahlzeit einnehmen können
  • Kleine Portionen anrichten, der Magen sollte nur zu ¾ Vierteln gefüllt sein
  • Mahlzeiten müssen immer gekocht werden
  • Zwischen den Hauptmahlzeiten sollten 4 bis 5 Stunden liegen
  • Die Hauptmahlzeit gibt es mittags 
Ayurveda-Pfannkuchen aus Reismehl So lecker: der vegane Gewürzpfannkuchen

Die Vielfalt der ayurvedischen Küche

Abwechslungsreich – so lässt sich die Dosha-Küche beschreiben, denn es gibt viele leckere ayurvedische Gerichte. Beliebter Klassiker: Ein veganer Gewürzpfannkuchen, der prima zu Gemüsegerichten passt. Buchweizen- und Kichererbsenmehl sorgen für ein vollmundiges Aroma und garantieren einen glutenfreien Genuss. Und nicht nur das: Die Köstlichkeit aus der Pfanne schont das Verdauungssystem und hilft bei der Entgiftung.

Eine weiteres Highlight auf dem Teller sind ayurvedische Kichererbsen-Taler, da sie als besonders gesund gelten und für ein langes Sättigungsgefühl sorgen. In Kombination mit einem frischen Koriander-Dip schmecken die Taler besonders leicht. Auch ein köstliches Karotten-Gemüse findet bestimmt großen Anklang, enthalten Möhren doch sehr viele Nähr- und Vitalstoffe.  

Je mehr du deinen Körper belebst, desto bewußter wirst du in deinem Inneren.

Aus Indien