21.03.2017

So gut schmeckt Deutschland

Lernen Sie die Spezialitäten unserer Bundesländer kennen

Wir laden ein zum Genießen der deutschen Köstlichkeiten Jedes Bundesland hat eigene Spezialitäten auf den Speisekarten
Wir laden Sie auf eine Reise durch Deutschland ein und zeigen Ihnen die kulinarischen Spezialitäten vom hohen Norden in Schleswig-Holstein bis zum südlichen Bayern. Wir geben Ihnen einige Inspirationen, die typisch für die verschiedenen Regionen sind. Vielleicht möchten Sie Ihre Gäste demnächst ja auch mitnehmen auf ein paar köstliche Ausflüge in andere Bundesländer?

Norddeutschland

Schleswig Holstein hat eine feine Meeresküche Schleswig-Holstein steht für Fischerei, Strand und Dünenrauschen

Das Land zwischen den Meeren

Unsere Reise startet im hohen Norden bei Schleswig-Holstein. Das Land steht für ein einmaliges Farbenspiel der Natur. Auf den Teller kommt bei den Schleswig-Holsteinern gerne Brooken Sööt  – ein Gericht aus Birnen, Bohnen und Speck. Allumfassend charakterisiert sich die Küche der Schleswig-Holsteiner als deftig: Grünkohl mit Kassler, Kochwurst und Schweinebacke oder Saure Rolle stehen dort oft auf den Speisekarten. Natürlich kommen auch die Fischgerichte nicht zu kurz, schließlich wird dort schon lange gefischt. Labskaus, Aalsuppe oder Matjes sind somit sehr beliebt.

Hamburg ist eine Weltstadt mit köstlichen Kreationen Hamburg ist eine Weltstadt mit köstlichen Kreationen

Tor zur Welt

Hamburg: Die Stadt mit dem größten Seehafen Deutschlands. Die Einwohner grüßen einander immer mit einem herzlichen "Moin Moin". Auch in der Küche haben die Hamburger ihre eigene Handschrift: Zum Frühstück wird ein Franzbrötchen serviert. Am Mittagstisch essen die Hamburger gerne Fischgerichte. Matjes, Bismarckheringe und Schollen sind bei den Hamburgern sehr beliebt. Aber auch Ochsenschwanz, ein Teilstück des Hinterviertels vom Rind, servieren sie gerne.

Niedersachsen Die Kartoffel essen die Niedersachsen liebend gern

Zwischen Nordsee und Harz

Wir erreichen Niedersachsen: Dort vertilgen Gäste gerne deftige und schmackhafte Speisen. Als Beilage stehen Kartoffeln in den verschiedensten Varianten zur Auswahl: Von Salz- bis Bratkartoffeln findet sich hier jede Kartoffelversion auf den Speisekarten. Im Winter lieben die Niedersachsen Grünkohl, der dort auch gerne Braunkohl genannt wird. Bei den Fleischsorten zählen Kochwurst, Wild oder Wildgeflügel zu den regionalen Spezialitäten. Besonders beliebt ist die sogenannte Schlachtplatte – ein Fleischgericht, das aus Kesselfleisch und frischer Blut- und Leberwurst besteht.

In Bremen isst man gerne das Bremer Kükenraogut In Bremen wird gerne das Bremer Kükenragout vertilgt

Freie Hansestadt Bremen

Wir setzen unsere Reise fort und erreichen Bremen. Hier zählt das Bremer Kükenragout zu einer Spezialität. Bei diesem Gericht stehen Stubenküken, also Hühner mit einem Gewicht von 200 bis 600 Gramm, Flusskrebsschwänze, Krabben und Rinderzunge auf der Zutatenliste. Aber auch mit dem Pluckten Finken, einem deftigen Bohneneintopf, punkten Sie bei Ihren Bremer Gästen. Zu einer Besonderheit der Bremer Küche gehört Knipp – die 10 cm dicke Wurst wird dort gerne in Scheiben geschnitten verkauft.

Usedom lädt zum Fisch essen ein Fisch finden Sie in Mecklenburg-Vorpommern an jeder Ecke

Die Brücke nach Norden

In der mecklenburgischen Küche ist Fisch der kulinarische Spitzenreiter. Vor allem in den Monaten März und April kommt der Hering in Mecklenburg-Vorpommern auf die Tische – auf den Urlaubsinseln Usedom und Rügen wird sogar jährlich im April zu Heringswochen eingeladen. Serviert wird, was vor der Türe lebt und wächst: Kartoffeln, Kohl, Rüben, Schweinefleisch und Geflügel sind beliebte Komponenten in vielen Gerichten. Ausgefallene Rezeptkreationen wie beispielsweise Grünkohl mit Rosinen sind nur auf den mecklenburgischen Speisekarten zu finden.

Ostdeutschland

Völkerschlachtendenkmal in Leipzig Die Heimat des Dresdener Christstollens verführt mit seinen Köstlichkeiten

Zwischen Tradition und Moderne

Nun erreichen wir Sachsen. Zum Kaffee werden dort gerne Leipziger Lerchen serviert – ein marzipangefülltes Törtchen. In der Weihnachtszeit wirbelt dort der Dresdener Christstollen die Küchen auf. Jeder Sachse isst gerne Pulsnitzer Pfefferkuchen – diese Lebkuchenvariante verspeisen sie auch außerhalb der Weihnachtszeit. Typisch für die sächsische Küche ist auch Leipziger Allerlei: Die simple Gemüsemischung gilt dort als ein Festmahl.

Brandenburg hat viele Seen Das wasserreichste Land: Brandenburg

Land der tausend Seen

Weiter geht’s nach Brandenburg: Teltower Rübchen, Spreewaldgurken und Beelitzer Spargel gehören zu einem Erkennungsmerkmal der Brandenburger Küche. Es ist das wasserreichste Bundesland Deutschlands. Kein Wunder also, dass Flusszander dort gerne den Weg auf den Teller findet. Während der Kohlsaison wird der sogenannte Knieperkohl serviert – eine Mischung aus Weiß-, Grün- und Merkstammkohl sowie Kirsch-und Weinblättern.

Berlin liebt es kulinarisch bodenständig Die Bundeshauptstadt lädt zum Schlemmen ein

Der Pulsschlag der Welt

In Mitten des Bundeslandes Brandenburg liegt der Stadtstaat Berlin. Bodenständige Gerichte, wie Kartoffelsuppe, Kohlrouladen oder Bratkartoffeln lieben die Berliner. Auch Kalbsleber Berliner Art, Falscher Hase oder Berliner Bollenfleisch gehören in die Berliner Küche. In anderen Bundesländern als Berliner, Kreppel oder Krapfen bekannt, in Berlin Pfannkuchen genannt: Das runde Zuckergebäck hat längst den Weg in Deutschlands Bäckereien geschafft, gilt aber trotzdem als Spezialität der Berliner.

Süddeutschland

Willkommen im kulinarischen Schwäbisch Hall Willkommen im kulinarischen Schwabenland

Das Genießerland

Wir kommen in Baden-Württemberg an. Dort wird die Küche sehr von den direkten Nachbarn aus Frankreich beeinflusst: Wein hat daher einen sehr hohen Stellenwert. Aber auch der sogenannte Zibärtle, ein Obstbrand mit Marzipanaroma, wird dort gerne getrunken. Spätzle und Schwarzwälder Schinken sind in Baden-Württemberg zuhause. Aber auch Maultaschen stehen dort oft auf den Speisekarten.

Die bayerische Essenskultur ist weltweit bekannt Das Zuhause des Oktoberfestes: Bayern

Stolze Tradition

Weiter in Richtung Süden kommen wir in die Oktoberfest-Hochburg Bayern. Die Mahlzeiten dieses traditionsreichen Fest prägen auch die bayerische Küche: Über Münchener Weißwürste und Brezel freuen sich die Bayern zu jeder Jahreszeit. Auch Spanferkel genießen sie immer wieder gerne. Das Regionalgericht ist Schweinshaxe mit Knödel.

Mitteldeutschland

Die Wartburg Die Thüringer Rostbratwurst ist jedem bekannt

Wiege der deutschen Kultur

Beim Stichwort Thüringer Küche denken wir sofort an die Thüringer Rostbratwurst. Während der Grillsaison ist sie in ganz Deutschland ein Verkaufsschlager. Die Thüringer Klöße aus Kartoffeln sind bis über die Landesgrenzen hinaus bekannt. Der Schmöllner Mutzbraten, der aus Schweineschulter entsteht und mit Salz, Pfeffer und Majoran gewürzt wird, wird über einem sogenannten Mutzbratenstand im Birkenholzrauch gegart. Auch er zählt zu einer Delikatesse aus Thüringen.

Frankfurt ist die größte Stadt Hessens Ein Erkennungsmerkmal der hessischen Küche ist die Frankfurter Grüne Sauce

Das Land der Kontraste

Jetzt kommen wir in Hessen an. Die Küche dieses Bundeslandes ist geprägt von Würsten. Besonders die Ahle Wurst ist eine Spezialität der hessischen Küche. Hergestellt wird sie aus durchgedrehtem Schweinemuskelfleisch, Schweinespeck und verschiedenen Gewürzen. Aber auch die Frankfurter Grüne Sauce steht für die hessische Küche: Sie wird kalt gerne zu Eiern, Fleisch, kaltem Braten und Kartoffeln serviert.

Die Elbe fließt durch Sachsen-Anhalt Die Elbe fließt quer durch Sachsen-Anhalt

Durchzogen mit dem blauen Band

Unsere Reise geht weiter bis nach Sachsen-Anhalt. Dort gehört der Würchwitzer Milbenkäse zu einer Spezialität. Die beliebteste Beilage sind dort Salzkartoffeln. Das Däg’Ibraod – ein Gericht aus Lammfleisch, Rindfleisch, Zwiebeln und Gewürzen – gehört auf jede Straßenparty in Sachsen-Anhalt. Ein typisch regionales Gericht in Sachsen-Anhalt ist Bötel mit Lehm und Stroh – dabei steht das Erbsenpüree für Lehm und Sauerkraut als Stroh.

Westdeutschland

In Köln trinkt man gerne Kölsch In NRW trinkt man gerne ein Bier

Prost, NRW!

Jetzt reisen wir bis an den westlichen Rand von Deutschland und kommen in Nordrhein-Westfalen an. Aushängeschilder der Küche sind dort Schinken und Fleischgerichte. Besonders über Eintöpfe, wie beispielsweise den Gemüse-Eintopf Blindhuhn, freuen sich die Bewohner von Nordrhein-Westfalen. Rheinischer Sauerbraten ist ein Aushängeschild der nordrhein-westfälischen Küche – zusammen mit Rotkohl und Knödeln verspeisen ihn die Deutschen. Kombiniert mit einem kühlen Bier ist dieses Gericht 100% nordrhein-westfälisch. Als süßes Dessert werden Aachener Printen, Bergische Waffeln, Appeltate oder Westfälische Götterspeise serviert.

Rheinland-Pfalz hat wunderbare Weinberge Rheinland-Pfalz hat wunderbare Weinberge

Weinland Nr. 1

Rheinland-Pfalz hat eines der größten Weinanbaugebiete in Deutschland. Kein Wunder also, das es in fast jedem Restaurant eine ausführliche Weinkarte gibt. Eine beliebte Beilage sind Kartoffeln – egal, ob als sogenanntes Herzdriggerte, ein klassisches Kartoffelkloßgericht, oder Hoorige Knepp, länglich gefüllte Klöße aus Kartoffeln. Zu einer weiteren Spezialität zählt der Pfälzer Saumagen – ein Schwenkbraten, der typisch für Hunsrück ist.

Saarland Zwar ist das Saarland flächenmäßig das kleinste, trotzdem hat es kulinarisch einiges zu bieten

Klein, aber oho

Zuletzt bereisen wir das Saarland. Deftige und raffinierte Gerichte werden dort gerne kombiniert. Kartoffeln – die dort auch gerne Grumbeeren genannt werden – finden oft Platz auf den Tellern. Aber auch die verschiedenen Varianten dieser Knolle, wie beispielsweise die sogenannten Hoorische, längliche Klöße aus Kartoffeln, oder Gefille, gefüllt Kartoffelklöße, verspeisen die Saarländer gerne. Beim Stadtfest gibt es dort Schwenkbraten – ein mariniertes Schweinenackenstück. Auch die Lyoner Ringwurst ist weit über die Grenzen des Saarlands hinaus bekannt.