10.04.2017

Ein fröhliches Osterfest!

Osterbilby, Eierrollen oder Osterweiber – jedes Land feiert anders ...

Osterbilby In Australien gibt's statt Hasen ein Osterbilby – auch aus Schokolade
Klar – in Deutschland versteckt der Osterhase, in diesem Jahr am 16. und 17. April, bunt bemalte Eier und an so manchem Ort lodert ein Osterfeuer. Das weiß jeder. Aber wie wird eigentlich in anderen Ländern das höchste christliche Fest gefeiert?

In Australien ...

... wird der Hase verpönt. Er gilt genauso wie das Kaninchen als Schädling. Darum bringt dort das Osterbilby, ein Beuteltier mit großen Ohren, die Ostereier. Als schokoladige Köstlichkeit kommt das niedliche Tierchen sogar persönlich zu den Kindern.

In Schweden ...

... sollten Sie am Gründonnerstag bereit sein, wenn es an der Tür klingelt: Als Osterweiber verkleidete Kinder ziehen dann nämlich mit Kopftuch, langem Rock und Besen von Haus zu Haus und bitten um Süßigkeiten. Den Osterhasen kennt man hier nicht. Stattdessen versteckt ein Küken am Ostersonntagabend bunte Ostereier. Das können solche sein wie bei uns – oder typisch schwedische aus Pappe, mit Süßem gefüllt.

In den USA ...

..., genauer gesagt auf New Yorks 5th Avenue, gibt's jedes Jahr die "Easter Parade". Kunterbunt gekleidete und mit Blumen geschmückte Menschen ziehen dabei fröhlich durch die Straßen. Im Garten des Weißen Hauses in Washington dürfen Kinder Eier rollen: Beim "Easter Egg Roll" muss ein hartgekochtes Ei so schnell wie möglich den Hügel hinunter.

In Bulgarien ...

... werden Ostereier nicht versteckt, sondern geworfen – und zwar auf Kirchenmauern oder Familienmitglieder. Der Besitzer des Eis, das nicht zerbricht, wird das erfolgreichste Familienmitglied im kommenden Jahr werden, so glaubt man.

In Frankreich ...

... wird es von Gründonnerstag bis Karsamstag still. Dann verstummen im ganzen Land die Glocken – aus Respekt vor dem Tod Jesu. Erst am Ostersonntag läuten die Glocken wieder, und die Menschen feiern die Auferstehung Jesu.

In Polen ...

... geht es vor allem in ländlichen Gegenden am Ostermontag nass her: Mit Hilfe von Wasserpistolen und Eimern bespritzt man sich gegenseitig mit Wasser – "nasser Montag" heißt dieser Tag deshalb auch. Vermutlich geht der Brauch auf den polnischen Herzog Mieszko I. zurück, der sich 966 taufen ließ. Dadurch wurde Polen in die westlich-christliche Gemeinschaft aufgenommen.