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So duftet das Fest!

Glühwein mit Zimtstangen und weiteren Weihnachtsgewürzen
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29.10.2018

Von Anis bis Zimt

Unsere kleine Weihnachts-Gewürzkunde

Weihnachtsgewürze Was wären selbst gebackene Weihnachtsplätzchen ohne Gewürze wie Zimt und Co.?
Mmmh, wie das duftet: Anis, Gewürznelken, Kardamom und Zimt gehören zur Weihnachtszeit wie der Adventskalender ins Kinderzimmer! Sie verleihen süßem Gebäck in dieser besonderen Jahreszeit einfach das gewisse Etwas. Wir zeigen Ihnen heute, welche exotischen Gewürze am besten zu welchen weihnachtlichen Köstlichkeiten passen.

Anis

Anissamen Anissamen: süß-aromatisch bis würzig-herb

Anissamen oder Anispulver machen Spekulatius, Pfeffernüsse und natürlich Anisplätzchen erst zu dem, was sie sind. Das Gewürz duftet und schmeckt nach Lakritz – das kommt vom darin enthaltenen ätherischen Öl Anethol. Je nach Sorte ist Anis süß-aromatisch bis würzig-herb. Übrigens: Auch in der Heilkunde ist Anis beliebt; er wird nicht nur gegen Husten, sondern auch gegen Blähungen eingesetzt, weil er den Magen-Darm-Trakt beruhigt.

Kardamom

Kardamom-Kapseln Kardamom-Kapseln haben auch in der herzhaften Küche einen festen Platz

Die Kardamom-Pflanze stammt ursprünglich aus Indien und ist mit dem Ingwer verwandt. Ihre Samen schmecken sowohl süßlich als auch scharf, werden deshalb auch gerne in der herzhaften Küche eingesetzt. In der Weihnachtsbäckerei dürfen sie aber für Lebkuchen, Spekulatius und im Punschgewürz nicht fehlen! Wussten Sie schon? Die Kapseln um die Kardamom-Samen schützen ihr Aroma. Deshalb sollten Sie die Samen erst kurz vor dem Verwenden aus der Kapsel lösen.

Nelken

Gewürznelken Gewürznelken haben ein intensives Aroma und sollten daher sparsam verwendet werden

Gewürznelken gehören unbedingt in Lebkuchen, Grog und Feuerzangenbowle! Aber Vorsicht, verwenden Sie sie sparsam: Durch den hohen Anteil an ätherischen Ölen haben die getrockneten Blüten des Gewürznelkenbaumes ein intensives, brennend-würziges Aroma. Hochwertige Nelken fühlen sich fettig an. Außerdem tritt Öl aus, wenn man mit dem Fingernagel daraufdrückt.

Piment

Pimentbeeren Geben auch dem Lammcurry oder dem Kalbsrücken eine orientalische Note: Pimentbeeren

Die kugelrunden Beeren des Pimentbaumes werden unreif geerntet und getrocknet. So würzen sie Eintöpfe und Suppen, in der Weihnachtsbäckerei aber vor allem Honig- und Pfefferkuchen. Im Englischen nennt man sie "Allspice", weil sie mehrere Gewürze vereinen: Piment duftet nach Nelken, Muskat und Zimt, schmeckt nach Nelken und Pfeffer. Kolumbus brachte ihn seinerzeit nach Europa, weil er ihn für eine Pfefferart hielt. Daher auch der Name: Kolumbus nannte ihn "Pimenta", spanisch für "Pfeffer".

Vanille

Vanilleschoten Vanille erhält erst nach einem aufwendigen Verfahren ihr Aroma – das erklärt den hohen Preis

Vanilleschoten gehören zu den Orchideen und werden nach der Ernte mehrmals gedämpft und getrocknet – erst dann erhalten sie ihr typisches Aroma. Als eines der wenigen Weihnachtsgewürze hat die Vanille auch im übrigen Jahr ihren festen Platz in der deutschen Küche. Aber zur Weihnachtszeit gehört sie so ziemlich in jedes Kuchen- und Plätzchenrezept, auch Desserts werden mit Vanille zum Gedicht. Dabei wird nur das weiche Mark der Schote herausgekratzt und verwendet. Die eigentliche Schote kann aber zermahlen und mit Zucker vermischt zu Vanillezucker verarbeitet werden. Gut zu wissen: Vanillinzucker ist künstlich aromatisiert und hat mit echter Vanille nichts zu tun.

Zimt

Zimtstangen Zimtstangen gehören zu den ältesten bekannten Gewürzen der Welt

Die Mutter aller Weihnachtsgewürze ist die getrocknete Rinde eines Lorbeergewächses: Zimt schmeckt scharf-würzig, ein wenig herb und gleichzeitig süßlich. Als Stange würzt er Glühwein und Punsch, gemahlen darf er in Zimtsternen natürlich nicht fehlen. Auch zahlreiche andere Leckereien wie Lebkuchen und Spekulatius erhalten erst durch den Zimt ihren typischen Geschmack. Für Diabetiker und Herz-Kreislauf-Patienten sollte er nicht nur in der Weihnachtszeit auf den Teller kommen – er optimiert nämlich den Blutzuckerspiegel und sorgt dafür, dass die Blutfette gesenkt werden.