Aktuelle Finanzhilfen für 2. Lockdown

Stark durch die Krise

Diese Entschädigungs- und Hilfsprogramme greifen jetzt

Das Gastgewerbe gerät in finanzielle Schieflage Durch Corona gerät das Gastgewerbe in finanzielle Schieflage

Nachdem die Gastronomie vom 02. bis zum 30. November erneut die Türen schließen muss, steigt bei vielen gastgewerblichen Unternehmern die Existenzangst. Die derzeit meist gestellte Frage ist: "Wie und ab wann kann ich die versprochenen Entschädigungs- und Hilfsprogramme beantragen und reichen diese aus, um die Coronakrise nachhaltig erfolgreich zu überleben". Welche Wirtschaftshilfen jetzt greifen, haben wir im Nachfolgenden für Sie zusammengefasst.

Die Bundesregierung ergänzt die bestehenden Hilfsprogramme durch zusätzliche außerordentliche Wirtschaftshilfen. Darüber hinaus soll der Schnellkredit der KfW erweitert und auch kleinen Unternehmen zugänglich gemacht werden. Die Überbrückungshilfe soll auch 2021 fortgeführt und nochmals erweitert werden.

All diese umfassenden Maßnahmen sollen dazu beitragen, dass Betroffene trotz aller Härten stark durch die Krise kommen. 

Die versprochenen zusätzlichen Wirtschaftshilfen von bis zu 75,0 % auf den Vorjahresumsatz des Monats November bzw. der jeweiligen Wochenumsätze klingen nach einem sehr guten Entschädigungsansatz bzw. für den ein oder anderen sogar nach einem verlockenden Angebot, höhere Deckungsbeiträge trotz Betriebsschließung zu generieren. 

Inwieweit dies wirklich so ist, steht wie immer in Abhängigkeit zu den Details, welche noch nicht ausgearbeitet sind. Abzuwarten bleibt, wie die 75,0 % definiert und welche Umsätze, Kosten und stattlichen Unterstützungen (z.B. Kurzarbeitergeld und Überbrückungshilfen) gegengerechnet werden.

Fest steht, dass die Umsätze aus dem To-Go-Geschäft nicht gegengerechnet werden. Es ist jedoch davon auszugehen, dass dies bei variablen Kostenanteilen der Fall sein wird. Die Beantragung wird voraussichtlich nur in Zusammenarbeit mit einem Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer möglich sein.

Eine Beantragung wird voraussichtlich nicht vor Anfang nächster Woche möglich sein. Mit ersten Auszahlungen kann somit nicht vor Mitte November gerechnet werden.
 

Außerordentliche Wirtschaftshilfen

Unternehmen mit bis zu 50 Beschäftigten können eine einmalige Kostenpauschale in Höhe von bis zu 75 Prozent ihres Umsatzes von November 2019 erhalten. Die Höhe errechnet sich aus dem durchschnittlichen wöchentlichen Umsatz des Vorjahresmonats, gezahlt wird sie für jede angeordnete Lockdown-Woche. Bei jungen Unternehmen, die nach November 2019 gegründet wurden, gelten die Umsätze von Oktober 2020 als Maßstab. Solo-Selbständige haben das Wahlrecht, als Bezugsrahmen für den Umsatz auch den durchschnittlichen Vorjahresumsatz 2019 zugrunde zu legen. Für größere Unternehmen gelten abweichende Prozentanteile vom Vorjahresumsatz. 

Anderweitige Hilfen für den Zeitraum wie beispielsweise Kurzarbeitergeld oder Überbrückungshilfe werden vom Erstattungsbetrag abgezogen. Mögliche spätere Leistungen aus der Überbrückungshilfe für den Zeitraum werden angerechnet. 

Einen Antrag auf außerordentliche Wirtschaftshilfe können alle Unternehmen, Betriebe und Selbstständige stellen, denen aufgrund staatlicher Anordnung das Geschäft untersagt wird, beziehungsweise aufgrund bereits bestehender Anordnung untersagt ist. Die Auszahlung soll nach vereinfachtem Antrag über die Plattform der Überbrückungshilfe erfolgen. Da die Umsetzung der Einzelheiten einige Zeit in Anspruch nehmen wird, wird die Gewährung von Abschlagszahlungen geprüft.

Kfw-Schnellkredite

Den KfW-Schnellkredit können künftig auch Unternehmen mit bis zu 10 Beschäftigten nutzen. Auf diesem Weg können Unternehmen in geordneten wirtschaftlichen Verhältnissen bei ihrer Hausbank zügig einen Kredit in Höhe von bis zu 300.000 Euro erhalten, abhängig vom Umsatz im Jahr 2019. Eine Kreditrisikoprüfung findet nicht statt, der Bund übernimmt dafür das vollständige Risiko und stellt die Hausbanken von der Haftung frei.

Überbrückungshilfen

Um die Existenz von kleinen und mittelständischen Unternehmen sowie Solo-Selbständigen und Freiberuflern zu sichern, die besonders unter Coronabedingten erheblichen Umsatzausfällen leiden, werden seit Juli 2020 Zuschüsse zu betrieblichen Fixkosten als Überbrückungshilfe geleistet. Diese Hilfen sollen ein weiteres Mal verlängert und ihre Konditionen nochmals verbessert werden.
Es ist zu erwarten, dass einige Wirtschaftsbereiche auch in den kommenden Monaten erhebliche Einschränkungen ihres Geschäftsbetriebes hinnehmen müssen. Dies betrifft z. B. den Bereich der Kultur- und Veranstaltungswirtschaft. Dazu wird das bestehende Instrument der Überbrückungshilfe zu einer Überbrückungshilfe III weiterentwickelt. An den Details arbeiten das Bundesministerium der Finanzen und das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie mit Hochdruck.

In der nachfolgenden Übersicht des Bundesministeriums für Wirtschaft zeigen wir Ihnen die aktuell gültigen Fördermittel auf.

Sobald weitere Details zu den außerordentlichen Wirtschaftshilfen bekannt werden, finden Sie diese auf unserer Homepage.

Coronahilfen-Förderinstrumente

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CHEFS CULINAR steht Ihnen in dieser Zeit mit Rat und Tat zur Seite. Gerne unterstützen wir Sie bei der Krisenbewältigung und erarbeiten gemeinsam mit Ihnen ein erfolgreiches Krisenkonzept. Unsere Berater sind BAFA gelistet. Damit stehen für eine Beratung folgende Fördermittel des Bundes zur Verfügung:

  • Für Jungunternehmen (2 Jahre) 50,0 % bis maximal 2.000,00 € in den alten Bundesländern bzw. 80,0 % bis 3.200,00 € in den neuen Bundesländern bei einer Bemessungsgrundlage von 4.000,00 € Beratungshonorar.
  • Für Bestandsunternehmen (über 2 Jahre) 50,0 % bis maximal 1.500,00 € in den alten Bundesländern bzw. 80,0 % bis 2.400,00 € in den neuen Bundesländern bei einer Bemessungsgrundlage von 3.000,00 € Beratungshonorar.
  • Für Betriebe in Schwierigkeiten 90,0 % bis 2.700,00 € bei einer Bemessungsgrundlage von 3.000,00 € Beratungshonorar.

Für weitere Fragen steht Ihnen unser Beraterteam zur Verfügung.