Außengastronomie

Terrassengeschäft im Winter

So steuern Sie Ihren Betrieb durch die kalte Jahreszeit

Außengastronomie während Corona Jetzt ist es wichtig Ihre Terrasse gut auszustatten

Kaum zu glauben, aber der Sommer hat sich längst verabschiedet und vor der Tür stehen das Herbst-, Winter- und Weihnachtsgeschäft. Da Corona die Branche immer noch fest im Griff hat, wird es Zeit Pläne zu schmieden, wie Ihre Terrasse auch im Winter ein beliebter Treffpunkt für Ihre Gäste bleibt.

Keine Außengastronomie ohne Vorschriften – Bürokratie kennen und bewältigen

Sie möchten Ihren Betrieb um einen Außenbereich ergänzen? Dann müssen Sie sich um eine Erweiterung der bestehenden Gaststättenerlaubnis kümmern. Diese erhalten Sie beim zuständigen Bau- oder Ordnungsamt. Ebenso ist für die Nutzung öffentlicher Flächen, zum Beispiel der Fußgängerzone vor dem Café, das Gaststättengesetz zu beachten. Eine Sondernutzungserlaubnis muss eingeholt werden.

In diesem Zusammenhang sind insbesondere die Regelungen zur Sondernutzung inklusive Sicherheitsgewährleistung und Fluchtwege sowie zum Lärmschutz unter Vorgabe von Grenzwerten und Ruhezeiten zu beachten.

Außerdem finden alle Vorschriften, die für den Innenbereich gelten, im Außenbereich ebenfalls Anwendung. Dazu zählen beispielsweise die Einhaltung des Jugendschutzgesetzes, der Lebensmittelverordnung oder des Arbeitszeitgesetzes.

Zusätzliche Nutzung von Freiflächen

  • Wenn Sie bereits über Freiflächen verfügen, lohnt es sich darüber nachzudenken, dort Pavillons aufzustellen. Diese können dann, je nach Größe und unter Einhaltung der Abstandsregeln, von innen bestuhlt und beheizt werden. Alternativ eignen sich hierfür auch mobile Gewächshäuser. Wichtig: Unbedingt auf einen festen Untergrund, idealerweise aus Holz, achten.
  • Eine weitere Möglichkeit für den Zugewinn von zu bewirtschaftenden Außenplätzen ist das Aufstellen von Carports. Diese können an den Wetterseiten windgeschützt werden und entsprechend je nach Begebenheiten bestuhlt und wärmespendend ausgestattet werden.
  • Alternativ kann auch bei der Stadtverwaltung die Nutzung öffentlicher Flächen angefragt werden.

Tipps für den winterfesten und warmen Außenbereich

Ist es Ihnen gelungen Ihren Betrieb um einen Außenbereich zu erweitern, lohnt es sich anschließend in winterfestes Equipment zu investieren. Dabei sollten neben einem ansehnlichen Design eine gewisse Langlebigkeit, Bequemlichkeit und Wetterresistenz im Vordergrund stehen. Darüber hinaus sind Wärme und ein Schutz vor Regen unerlässlich. Wir haben einige Ideen gesammelt, mit denen Sie Ihren Gästen den Aufenthalt draußen so gemütlich wie möglich machen:

  • Terrasse überdachen
    Wer seine Terrasse im Winter nutzen und dabei nicht von Regen und Schnee durchnässt werden möchte, sollte darüber nachdenken, Terrasse oder Balkon zu überdachen. Das kann eine Baufirma machen – diese hat allerdings ihren Preis. Günstiger ist es stattdessen, selbst Hand anzulegen. Mit ein wenig Geschick und einer guten Anleitung ist das durchaus machbar.
  • Terrasse mit Markise ausstatten
    • Hier wird zwischen Gelenkarmmarkisen, Halbkassettenmarkisen oder Kassettenmarkise unterschieden. Durch die Verwendung zweier Stützen kann die Markise auch als Pergola genutzt werden. Es empfiehlt sich eine Fachberatung hinzuzuziehen, um das passende Produkt zu finden und montieren zu lassen.
    • Alternativ kann die Überdachung mit wetterfesten Großschirmen erzeugt werden. Für beide Varianten ist eine Beheizung integrierbar.
  • Heizpilze (ACHTUNG: Auflagen wegen Klimaschutz – Einsatzerlaubnis je nach Bundesland unterschiedlich)
    Heizpilze bestehen aus einem Standbein und einem wärmespendenden Oberteil in Pilzform. Betrieben werden die Heizpilze mit Hilfe von Propangas, das im Standfuß des Strahlers untergebracht ist. Daher lassen sie sich auch flexibel überall aufstellen. Es ist darauf zu achten, dass die Heizpilze oder Gasheizstrahler auf einem festen Untergrund und mit ausreichend Abstand zu brennbaren Materialien platziert werden. Die Strahler erwärmen nämlich die Umgebungsluft. Wenn die entsprechende Betriebsanleitung beachtet wird, sind Heizpilze sehr sicher.
  • Infrarotheizung
    Die Infrarotheizung wird elektrisch betrieben. Sie können diese Geräte also nur auf Ihrer Terrasse nutzen, wenn für eine ausreichende Stromversorgung gesorgt ist. Die Infrarotheizung überzeugt mit einer sehr angenehmen Wärme. Die Strahler liefern eine direkte Erwärmung des Körpers und haben dabei die gleiche Wirkung wie Sonnenstrahlen. Achten Sie darauf, dass bei der Verlegung der Stromkabel keine Stolperfallen für Gäste und Mitarbeiter entstehen.
  • Feuerschalen
    Bei Feuerschalen wird die Wärme ganz traditionell durch ein offenes Feuer erzeugt. Die Schale besteht in der Regel aus Metall oder Edelstahl und ist dadurch wetterfest. Feuerschalen können draußen stehen gelassen und je nach Bedarf genutzt werden. Da offenes Feuer eine hohe Brandgefahr darstellt, ist auf ausreichenden Brandschutz zu achten, siehe hierzu auch die gesetzlichen Vorgaben. 
  • Kamin
    Er bietet eine dauerhafte Wärmequelle und kann je nach Bauweise auch zum Heizen, Grillen und Brotbacken eingesetzt werden. Sogar Pizza kann mit solch einem Gartenkamin gebacken werden. Befeuert wird der Kamin mit Holz, der wohl preiswertesten Variante.
  • Wolldecken und oder Schaffelle pro Sitzplatz
    Beim Einsatz ist auf eine strikte Umsetzung der Hygienevorschriften und auf Sauberkeit zu achten.
  • Anbieten von Handschuhen, Mützen & Schals
    Ihr Servicepersonal bietet den Gästen aktiv "Winterkleidung" an, die während des Aufenthaltes getragen werden kann. Das Equipment ist entsprechend gebrandet. Es kann von den Gästen käuflich erworben oder als Give away mitgegeben werden. Beim Einsatz ist auf eine strikte Umsetzung der Hygienevorschriften und auf Sauberkeit zu achten. Das Servicepersonal ist damit ebenfalls ausgestattet.