Die wichtigsten Fakten im Überblick

Überbrückungshilfe III – Hilfe in der Krise

Wie Sie die Förderung richtig nutzen

Die verlängerte Überbrückungshilfe III soll Gastronomen helfen Die verlängerte Überbrückungshilfe III soll Gastronomen helfen

Bis auf den möglichen Restart der Außengastronomie wurden von Seiten der Politik noch keine konkreten Perspektiven für eine Wiedereröffnung der Gastronomie und der Freizeithotellerie verabschiedet. Aufgrund der Beschlusslage vom 03. März ist davon auszugehen, dass sich die Wiedereröffnung des Gastgewerbes noch mehrere Wochen hinzieht und eine Wiedereröffnung mit umsatzmindernden und kostenerhöhenden Restriktionen verbunden sein wird. Und genau hier greifen die nochmals verlängerten und deutlich vereinfachten Überbrückungshilfen III. Zum einen können die Umsatzausfälle in der Schließungs- und Wiedereröffnungsphase hierüber kompensiert, zum anderen kostenerhöhende Restriktionen finanziert werden. Die wichtigsten Fakten haben wir nachfolgend für Sie zusammengeführt.

Was ist neu?

  • Fixkostenzuschüsse für Monate mit Umsatzeinbußen von mindestens 30 Prozent zwischen November 2020 und Juni 2021
  • Auch größere Unternehmen bis 750 Millionen Euro Jahresumsatz haben Anspruch
  • Förderhöchstbetrag pro Monat: 1,5 Millionen Euro (bisher 50.000 Euro; Erhöhung auf 3 Millionen Euro für Verbundunternehmen, im Rahmen der Höchstgrenzen der EU-Beihilferegeln).
  • Mehr Fixkosten erstattungsfähig: z. B. auch bauliche Modernisierungs-, Renovierungs- oder Umbaumaßnahmen bis zu 20.000 Euro pro Monat zur Umsetzung von Hygienekonzepten (auch rückwirkend bis März 2020); Investitionen in Digitalisierung (z. B. Aufbau eines Onlineshops, Eintrittskosten bei großen Plattformen) einmalig bis zu 20.000 Euro.
  • Zusatzregelungen für Reisebranche (Provisionen sowie Erstattung von externen Ausfall- und Vorbereitungskosten sowie eine Personalkostenpauschale für bestimmte Reisen rückwirkend ab März bis Dezember 2020), Kultur- und Veranstaltungsbranche (Erstattung von Ausfall- und Vorbereitungskosten rückwirkend ab März bis Dezember 2020), stationären Einzelhandel (Abschreibungskosten verderblicher Ware und Ware für Wintersaison 2020/2021, die wegen des Lockdowns nicht abgesetzt werden konnte; gilt auch für Hersteller und Großhändler verderblicher Waren, für die Gastronomie und Zierpflanzenerzeuger) sowie pyrotechnische Industrie (Transport- und Lagerkosten nach Verkaufsverbot von Silvesterfeuerwerk sowie Förderung von Fixkosten März bis Dezember 2020 bei Umsatzrückgang von mindestens 80 Prozent im Dezember 2020 gegenüber Dezember 2019).

Was und wie wird gefördert?

Mit der Überbrückungshilfe werden betriebliche Fixkosten bezuschusst. Der maximale Förderbetrag wurde auf 1,5 Millionen Euro (weitere Erhöhung auf 3 Millionen Euro für Verbundunternehmen in Vorbereitung) angehoben. Die beihilferechtlichen Grenzen, die derzeit bei 12 Millionen Euro (für alle staatlichen Förderprogramme wie z. B. KfW-Schnellkredit, Soforthilfe, November-/ Dezemberhilfe) liegen, sind zu beachten.

Erstattet werden:
-    bis zu 90 Prozent der förderfähigen Fixkosten bei mehr als 70 Prozent Umsatzeinbruch
-    bis zu 60 Prozent der förderfähigen Fixkosten bei 50 Prozent bis 70 Prozent Umsatzeinbruch
-    bis zu 40 Prozent der förderfähigen Fixkosten bei mindestens 30 Prozent Umsatzeinbruch

Umsatzeinbruch jeweils im Vergleich zum Vergleichsmonat des Jahres 2019. Junge Unternehmen können andere Umsatzzahlen heranziehen (Infos dazu finden Sie in der FAQ-Liste in dre rechten Box).

Beispiel 1: Ein Restaurant ist geschlossen, die Umsatzeinbußen liegen trotz Außerhausverkauf bei über 70 Prozent. Die monatlichen Fixkosten von 10.000 Euro werden zu 90 Prozent erstattet (9.000 Euro). Der Betrieb hat im Juni und Juli 2020 20.000 Euro in Hygienemaßnahmen in Form von Mitarbeiterschulungen und Hygieneartikel investiert – davon werden ebenfalls 90 Prozent erstattet (18.000 Euro).

Wer kann die Förderung beantragen?

Unternehmen, Soloselbständige und Freiberufler bis zu einem Jahresumsatz von 750 Millionen Euro im Jahr 2020 sowie gemeinnützige Unternehmen und Organisationen aus allen Branchen. Voraussetzung sind Corona-bedingte Umsatzeinbrüche von mindestens 30 Prozent in jedem Monat, für den der Fixkostenzuschuss beantragt wird. Maßgeblich für den Vergleich ist der Referenzmonat im Jahr 2019. Für Unternehmen, die zwischen dem 1. Januar 2019 und dem 30. April 2020 gegründet wurden, gelten besondere Vorschriften. Unternehmen, die November- und/ oder Dezemberhilfe erhalten, sind für diese Monate nicht antragsberechtigt.
 

Wie stellen Sie den Antrag?

Der Antrag kann über eine Steuerberaterin oder einen Steuerberater, eine Wirtschaftsprüferin oder einen Wirtschaftsprüfer, eine Rechtsanwältin oder einen Rechtsanwalt sowie über vereidigte Buchprüferinnen und Buchprüfer gestellt werden. Die Kosten werden bezuschusst.

Alle Infos zum Registrierungs- und Anmeldeverfahren für prüfende Dritte finden Sie in der rechten Box.
 

Wie kann ich mich und meine Mitarbeiter zu den besonderen Corona-Anforderungen schulen?

CHEFS CULINAR bietet Präsenztrainings zu den Themen "#Restart: Mit einem abgestimmten Hygienekonzept Gäste begeistern im Restaurant und im Hotel", "#Restart: Meine Verantwortung für mich und mein Team" sowie zum Thema "#Restart: Küchenhygiene" an, die auch online durchgeführt werden können.  

Wie wird eine Abschlagszahlung gezahlt?

Antragsberechtigte, die den Antrag über einen prüfenden Dritten stellen, erhalten eine Abschlagszahlung i.H.v. 50 Prozent der beantragten Förderung (maximal 100.000 Euro pro Monat bzw. insgesamt bis zu 800.000 Euro).

Kann die Überbrückungshilfe III beantragt werden, wenn man vorher schon andere Hilfen erhalten hatte?

Ja. Leistungen aus der Überbrückungshilfe II für November und Dezember 2020 werden angerechnet. Unternehmen, die November-/Dezemberhilfe erhalten, können aber für die Monate November und Dezember 2020 keine Anträge auf Überbrückungshilfe III stellen.

Ihr Partner in Krisenzeiten

CHEFS CULINAR steht Ihnen in dieser Zeit mit Rat und Tat zur Seite. Gerne unterstützen wir Sie bei der Krisenbewältigung und erarbeiten gemeinsam mit Ihnen ein erfolgreiches Krisenkonzept. Unsere Berater sind BAFA gelistet. Damit stehen für eine Beratung folgende Fördermittel des Bundes zur Verfügung:

  • Für Jungunternehmen (2 Jahre) 50,0 % bis maximal 2.000,00 € in den alten Bundesländern bzw. 80,0 % bis 3.200,00 € in den neuen Bundesländern bei einer Bemessungsgrundlage von 4.000,00 € Beratungshonorar.
  • Für Bestandsunternehmen (über 2 Jahre) 50,0 % bis maximal 1.500,00 € in den alten Bundesländern bzw. 80,0 % bis 2.400,00 € in den neuen Bundesländern bei einer Bemessungsgrundlage von 3.000,00 € Beratungshonorar.
  • Für Betriebe in Schwierigkeiten 90,0 % bis 2.700,00 € bei einer Bemessungsgrundlage von 3.000,00 € Beratungshonorar.

Für weitere Fragen steht Ihnen unser Beraterteam zur Verfügung.