Neue Absatzkanäle

Umsatzchance in Zeiten von Corona

So erobern Sie den Delivery- und Take-Away-Markt

dummy Take-away-Lösungen sind jetzt eine zusätzliche Option

Der Restart ist da und schenkt der Gastronomie einen Lichtblick am Horizont in der Corona-Krise. Leider bedeutet er in den wenigsten Fällen, dass Gastronomen zu 100% back to business können – deutliche Umsatzeinbußen werden wohl noch für einen längeren Zeitraum zum Alltag gehören. Das Delivery- und Take-Away-Geschäft bietet hierzu eine gute Möglichkeit, die Umsatzreduktion zu verringern. 

Und das nicht nur im urbanen Raum: Führen Sie sich vor Augen, dass viele Menschen in der Bevölkerung sich aus Liebe zu ihren Nächsten freiwillige Ausgangsbeschränkungen auferlegen. Dadurch steigt bei potenziellen Gästen das Verlangen nach Abwechslung beim Essen, das nicht dem Standardkatalog aus dem eigenen Kühlschrank entspricht.

Da das Nachfrageverhalten im urbanen und ländlichen Raum sehr unterschiedlich ist, sollten Gastronomen sich mit der Umgebung und dem potenziellen Kundenkreis beschäftigen und das mobile Angebot entsprechend anpassen.

Ländliche Region – Wirtshaus "To Go"

dummy Lieblingsgerichte schmecken auch zuhause

Besonders gutbürgerliche Gerichte können eine gute Ergänzung zum Pizza-Lieferservice sein. Eine Kopie von Pizza und Pasta zu erstellen macht keinen Sinn, da hier die Glaubwürdigkeit des eigenen Betriebes verloren geht.

Im ländlichen Raum kann am Beispiel eines Gasthofes ein Lieferdienst bzw. Essen auf Rädern für das Mittag- und Abendessen eine machbare Option sein. Da eine gute Mund-zu-Mund-Propaganda häufig nicht ausreicht, sollten insbesondere treue Vereine und Stammgäste in die aktive Vermarktung einbezogen werden. Vor allem die Altersgruppe "70plus" kann eine sehr dankbare Zielgruppe sein. Eine kleine Wochenkarte, die in vollem Umfang lieferfähig ist, bietet gute Chancen für eine erfolgreiche Etablierung für den Liefer- und Mitnahmeservice.

Durch ein "Package" – die Speise zusammen mit einem Getränk – kann der Umsatz etwas gehoben werden. Der Prozess muss vor dem Start gut durchdacht und die Lieferkette vom Verpackungsmaterial über die Thermobox bis zum Fahrzeug schlüssig sein. Bei der Kalkulation muss beachtet werden, dass durch das "To Go"-Equipment zusätzliche Kosten entstehen.

Eine Flasche Wein dazu?

Egal ob als Geschenk dazu oder als nettes Angebot: Wie wäre es, wenn Sie Ihren Kunden eine Flasche Wein zu ihrer Bestellung anbieten? So kommen Ihre Gäste in den Genuss des "Restaurant-Gefühls" – getreu dem Motto: Gönnen Sie sich was Gutes und genießen Sie einen schönen Abend Zuhause! Ein feines Angebot an guten und günstigen Weinen halten wir für Sie bereit. Unsere Fachberater bieten Ihnen gerne eine Auswahl an!

Stadt – Pop Up – "Take away"

dummy Lieferdienste können mit einsteigen

Das Nobelhart & Schmutzig in Berlin gehörte zu den ersten Betrieben, die sich auf die neue Situation eingestellt haben und mit Nobelhart & DAHEIM ein To-Go-Konzept entwickelten.

Viele Einzelhandelsunternehmen geben uns Beispiele, wie ein Schutz für Kunden und Mitarbeiter operativ funktionieren kann: zum Beispiel durch eine Plexiglasscheibe im Kassenbereich als Schutz für beide Parteien. Beim Thema "Take away" können alle Gerichte auf der Karte zur Mitnahme angeboten werden. Der Gast kann diese z. B. beim täglichen Spaziergang oder Ausführen des Hundes abholen. Die Zustellung im urbanen Bereich kann auch über Lieferando oder Foodora abgebildet werden, falls die Ressourcen und das Equipment dafür nicht vorhanden sind.

Einsatz von High-Convenience

dummy Sushi zum Mitnehmen - ein Klassiker

Die Speisen können herkömmlich – siehe Nobelhart & DAHEIM – in der Küche zubereitet werden oder es kann alternativ auf High Convenience Produkte umgestellt werden, wie zum Beispiel auf:

  • Sushi
  • Bowls
  • Sandwiches & Wraps
  • Salate & Suppen
  • Smoothies & Handobst
  • Schokoladen- & Müsliriegel

Je nach Standort und Betriebstypus muss genau geprüft werden, wer die Zielgruppe in den Geschäftsfeldern Delivery oder Take-Away ist. Dies können auch öffentliche Einrichtungen wie z. B. Ämter sein, aber auch Firmen, die im produzierenden Gewerbe tätig sind und ihre Küche aus aktuellem Anlass geschlossen lassen. Wie schon erwähnt, zählen insbesondere ältere Menschen zu dieser Zielgruppe, da sie stark gefährdet sind, zu erkranken. Andererseits werden aber auch jüngere Generationen durch ein attraktives Take-away-Angebot angesprochen.

 

Kalkulation

Unter Betrachtung des lokalen Preisbildes sollte die Kalkulation so gestaltet werden, dass kurzfristig alle Kosten, also Personal-, Wareneinsatz- & sonstige Kosten, gedeckt sind. Bei der Kalkulation sind noch zusätzliche Komponenten zu beachten, wie: 

  • Verpackungskosten
  • Transportkosten / Provision

Auch wichtig: Die Verkaufskalkulation von Convenience-Produkten wird größtenteils unter falschen Annahmen getätigt, da meist einfach nur der Einkaufspreis herangezogen wird, nicht aber die entfallenden Kosten für den Garverlust sowie die Personal- & Sachkosten miteinbezogen werden. Die Zielwareneinsatzquote kann also im Bereich der Convenienceprodukte deutlich höher sein als bei Frischware. Hierüber lassen sich trotz zusätzlicher Kosten für die Verpackung und den Lieferdienst adäquate Preise erzielen.

Weitere Unterstützung bieten Ihnen die Verkaufsberater von CHEFS CULINAR oder auch Herr Tobias Scheibl aus der Consulting-Abteilung unter tobias.scheibl@chefsculinar.de.