Lebensmittel-Infos 

Mehl ist nicht gleich Mehl

Je höher die Type, desto größer die Menge an Ballaststoffen

Welches Mehl wird für welches Gebäck verwendet? Genau dieser Frage sind wir nachgegangen! Die Auswahl an Mehlsorten ist riesig – und jede hat ihr eigenes Spezialgebiet
Was haben Nudeln, Pizzateig und Plätzchen gemeinsam? Genau – bei allen Produkten steht Mehl auf der Zutatenliste. Das weiße Pulver kann aus verschiedenen Produkten hergestellt werden: Roggen, Dinkel, Gerste und andere Pflanzenarten verleihen der jeweiligen Sorte ihren Charakter. Doch heutzutage ist nicht mehr nur Weizenmehl & Co. beliebt, auch zu Amaranth- oder Kichererbsenmehl greifen Köche immer häufiger. Wir stellen die verschiedenen Sorten sowie Alternativen für Gäste mit Glutenintoleranz vor …
Weizenmehl wird gerne für Weißbrot, Ciabatta, Kuchen und feinen Backwaren verwendet.  Weizenmehl verleiht Kuchen und feinen Backwaren ihre typische Konsistenz

Weizenmehl

Weizenmehl hat die besten Backeigenschaften und steht in jeder Küche im Regal. Beim Type 405 werden die Randschichten des Korns nicht mitverarbeitet, wodurch es eine sehr helle, weiße Färbung hat. Es wird gerne für Kuchen, feine Backwaren und Weißbrot verwendet.

Für Weißbrot und Ciabatta wird gerne Type 550 verwendet. Das Mehl nimmt beim Backen die Flüssigkeit langsamer auf, wodurch der Teig stabiler wird. Eine beliebte Wahl bei der Herstellung von Nudelteigen, Strudelteigen und Hefegebäck.

Roggenmehl wird gerne für herzhafte Backwaren wie beispielsweise Brot oder Brötchen verwendet Roggenmehl gibt Gebäck einen kräftigen Eigengeschmack

Roggenmehl

Roggenmehl liegt im Ranking um die meisten Mineralstoffe ganz eindeutig vorne. Es enthält ein Enzym, das der Verkleisterung beim Backen entgegenwirkt. Roggenbrotgebäcke haben einen intensiven, kräftigen Eigengeschmack. Type 815 ist das hellste Roggenmehl und wird gerne zum Backen von herzhaften Waren wie Brot oder Brötchen verwendet. Die Typen 997 und 1150 sind deutlich dunkler und auch eine beliebte Wahl bei der Brotherstellung. Für Sauerteigbrot und Mischbrote eignen sich die Typen 1370 und 1740. Übrigens: Roggenmehl keinesfalls zum Plätzchenbacken verwenden!

Dinkelmehl verfeinert die Backkunstwerke mit einem nussigen Geschmack Wegen essentieller Eiweiße gehört Dinkelmehl zur gesündesten Mehl-Sorte

Dinkelmehl

Dinkel ist nah verwandt mit dem Weizen, zählt jedoch aufgrund einer höheren Dosis an essentiellen Eiweißen zu der gesünderen Variante. Dinkelmehl verfeinert die Backwerke mit einer nussigen Geschmacksnote. Type 630 ist genauso hell wie das Weizenmehl Type 405. Daher lassen sich mit dieser Mehlsorte gut Kuchen, Brote und Kleingebäck backen. Die Typen 812 und 1050 haben eine dunklere Färbung und verpassen Broten einen kernigen und herzhaften Geschmack. 

Glutenfreie Mehle

Gäste, die unter Zöliakie leiden, dürfen Produkte aus den obrigen Mehlsorten keinesfalls verspeisen. Hier greift ihr besser zu verschiedenen Sorten, die von Natur aus kein Gluten enthalten: 

Amaranth-Mehl

Amaranth-Mehl eignet sich gut für Brot, Pizza und Crepes Wird aus den kleinen Samen der Pflanze gewonnen: Amaranth-Mehl

Brot, Pizza, Crepes und Quiches lassen sich wunderbar mit Amaranth-Mehl herstellen. Es wird aus den winzigen Samen der Pflanze gewonnen und ist besonders reich an Proteinen, Ballaststoffen, Eisen und Kalzium.

Buchweizen-Mehl

Für glutenfreie Blinis eignet sich Buchweizen-Mehl besonders gut. Perfekt für Blinis: Buchweizen-Mehl

Dieses Mehl hat einen recht starken Eigengeschmack mit einem nussigen sowie leicht bitteren Aroma. Es eignet sich prima für Brote und Gebäcke. Besonders häufig werden aus diesem Mehl Blinis hergestellt.

Weißes Reismehl

Weißes Reismehl ist super für Gebäck, Kekse oder Muffins. Trägt die Farbe des Schnees: weißes Reismehl

Mit diesem Mehl lassen sich wunderbar Gebäck, Kekse oder Muffins herstellen. Es wird aus fein geschliffenem und poliertem Reis gemahlen und ist daher vielseitig einsetzbar und obendrein besonders nahrhaft.

Süßkartoffel-Mehl

Süßkartoffel Mehl veleiht ein leicht süßes Aroma und eignet sich daher für Kekse, Muffins und Crepes. Kekse mit Süßkartoffel-Mehl können auch Menschen, die unter Zöliakie leiden, genießen

Mit diesem Mehl erhalten Brote, Kekse, Muffins, Crepes, Kuchen & Co. ein leicht süßes Aroma. Es bindet die Feuchtigkeit in den Kunstwerken sehr gut – saftige Backwaren sind also garantiert!

Kichererbsen-Mehl

Kichererbsen-Mehl wird gerne zum Verdicken von Saucen und Eintöpfen verwendet. Optimal zum Verdicken von Saucen und Eintöpfen: Kichererbsen Mehl

Bei der Herstellung werden die Kichererbsen geschält und geröstet, um anschließend gemahlen zu werden. Das Mehl wird gerne als Verdickungsmittel bei der Herstellung von Saucen und Eintöpfen verwendet.

Wie kommt das Mehl an den Type?

Mehltypen

Jede Mehlsorte trägt eine bestimmte Typenzahl. Wovon das abhängt, erfahren Sie bei CHEFS CULINAR ... Die Typenzahl hängt von dem Grad der Mahlung ab

Jede Mehlart wird mit einer bestimmten Typenzahl versehen. Welche Zahl die jeweilige Sorte erhält, hängt von dem Grad der Mahlung ab. Denn: Bei Getreide tummeln sich die meisten Vitamine, Mineral- und Ballaststoffe in der Schale des Korns. Das heißt: Bei einer hohen Typenzahl wurden viele Bestandteile der äußeren Schale verarbeitet und das Mehl hat somit auch viele Vitamine, Ballaststoffe & Co.. Daher eignen sie sich besonders gut für Gerichte aus der vollwertigen, vegetarischen und veganen Küche.