Frohes Fest! God Jul! Feliz Navidad!

Weihnachtsmänner, Väterchen Frost und Co
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04.12.2017

Weihnachtsbräuche aus aller Welt

Julbock, Truthahnessen oder Turrón – jedes Land feiert anders

Weihnachtsbräuche weltweit Rund um die Welt gibt's die verschiedensten Weihnachtsbräuche
Hierzulande machen geschmückte Weihnachtsbäume, bunte Lichter und köstliche Menüs das Weihnachtsfest jedes Jahr zu etwas Besonderem. Aber wie wird Christi Geburt eigentlich in anderen Ländern gefeiert? Lassen Sie sich von den Bräuchen anderer inspirieren – hier versteckt sich vielleicht der ein oder andere Tipp für Ihre Speisekarte oder Dekoration ...
Weihnachtsbräuche aus aller Welt: In Schweden gehört der Julbock zum Fest Der Julbock in Schweden wird aus Stroh gemacht

In Schweden ...

... ist das "Julfest" das wichtigste Fest des Jahres. Allgegenwärtig ist der Julbock, ein aus Stroh gemachter Ziegenbock, der aus der nordischen Mythologie stammt. Im schwedischen Städtchen Gävle wird traditionell ein 13 Meter hoher Julbock auf dem Schlossplatz aufgestellt. Man kann ihn sogar über eine Webcam bestaunen!

Mit einem stimmungsvollen "God Jul" – "Fröhliche Weihachten" – wird das Weihnachtsfest eingeläutet: Am Morgen des 24. Dezembers besuchen schwedische Familien Bekannte und Freunde. Es werden Schüsseln mit Milchbrei vor die Tür oder auf die Fensterbank gestellt, um Kobolde davon abzuhalten, Schabernack zu treiben. Außerdem soll der Brei die 3 Weihnachtswichtel, die die Geschenke bringen, wohlgesonnen stimmen. Die Bescherung findet aber erst nach dem traditionellen Weihnachtsreigen um den festlich geschmückten Weihnachtsbaum statt: Dabei werden Weihnachtslieder gesungen und die Kinder tragen kleine Gedichte vor.

Weihnachtsbräuche weltweit: Väterchen Frost bringt in Russland die Geschenke Väterchen Frost aus Russland sieht dem bekannten Weihnachtsmann ähnlich

In Russland ...

... werden Feiertage nach dem julianischen Kalender festgelegt. Darum feiert man hier Weihnachten 13 Tage später als bei uns, also am 7. Januar. Die Geschenke bringt Väterchen Frost, allerdings schon in der Nacht zum 1. Januar – er gleicht mit seinem Mantel und dem weißen Pelz um den Hals dem amerikanischen Weihnachtsmann und wird begleitet von einem Mädchen, der Schneeflocke, und einem Jungen, Neujahr. Das Dreiergespann kommt direkt vom Nordpol im Pferdeschlitten, der mit Geschenken beladen ist. 3-mal wird laut "Väterchen Frost" gerufen, und wenn er kommt, stampft er zur Begrüßung mit einem Eiszapfen, der ihm als Wanderstab dient, fest auf den Boden auf.

Am russischen Heiligabend am 6. Januar gibt es dann keine Geschenke mehr; das wichtigste Ereignis des Abends ist ein stundenlanger Gottesdienst mit viel Gesang und schönen Lichter-Prozessionen.

Weihnachtsbrauch in England: Lange Socken werden an den Kamin gehängt In England steckt Father Christmas seine Geschenke in lange Socken am Kamin

In Großbritannien ...

... bringt der Weihnachtsmann auf seinem Rentierschlitten die Geschenke in der Nacht zum 25. Dezember. Allerdings wird er hier meist "Father Christmas" genannt, seltener "Santa Claus". Die typischen Weihnachtsstrümpfe am Kamin – "stockings" – sind relativ lang, weihnachtlich verziert und meistens mit dem Namen der Besitzer versehen.

Nach der Bescherung am Morgen des 25. Dezembers gehört das traditionelle Truthahnessen zu den Höhepunkten des Weihnachtsfestes in England. In vielen Familien kommt außerdem ein Plumpudding auf den Tisch, in dem nochmals kleine Geschenke für die Kinder versteckt sind.

Gegen Nachmittag versammeln sich die Familien dann vor dem Fernseher, um sich die alljährliche Ansprache der Queen bei einem Stück Weihnachtskuchen und einer Tasse Tee anzusehen.

Am "Boxing Day", also am 2. Weihnachtstag, bedanken sich die Briten bei all den Menschen, die im Alltag für einen reibungslosen Ablauf sorgen: Postboten und Müllmänner erhalten also z. B. kleine Geschenke. Auch Arme und Bedürftige werden an diesem Tag bedacht.

Traditionell wird in Spanien an Weihnachten das Mandelgebäck Turrón gegessen Das Mandelgebäck "Turrón" wird traditionell zu Weihnachten in Spanien gereicht

In Spanien ...

... gibt es am Heiligabend – "Noche Buena" – ein festliches Weihnachtsessen mit Truthahn. Nach dem Mahl darf jeder in die "Urne des Schicksals" greifen: Darin befinden sich Geschenke und Nieten; sie wird auf den Tisch gestellt und jeder darf so lange etwas herausziehen, bis er ein Geschenk in den Händen hält. Danach macht sich die ganze Familie auf den Weg zur Weihnachtsmesse "Misa del Gallo". Hier werden spanische Weihnachtslieder gesungen und traditionell das Jesuskind geküsst.

Damit die Kinder über die Feiertage mit ihren Geschenken spielen können, werden sie mittlerweile oft direkt am 24. Dezember beschenkt; aber eigentlich findet die Bescherung traditionell erst am 6. Januar statt: Die Heiligen Drei Könige überbringen dann ihre Gaben. Darum wird in vielen spanischen Orten deren Ankunft auch mit einem feierlichen Umzug und Aufführungen zelebriert.

Weihnachtliche Süßigkeiten dürfen natürlich auch in Spanien nicht fehlen: Jetzt wird vor allem das "Turrón" gereicht, ein Mandelgebäck aus Honig, Eiweiß, Puderzucker, Olivenöl und Mandeln, das es mittlerweile in den verschiedensten Varianten gibt.

Weihnachtsbräuche weltweit: Auch in Australien kommt der Weihnachtsmann Zum Christmas-Barbecue am Strand kommt der Weihnachtsmann in Badehose und Bademantel

In Australien ...

... feiert man das Weihnachtsfest bei 40 Grad im Schatten – denn hier ist jetzt Sommer. Darum wird natürlich meist draußen gefeiert, es gibt Weihnachts-Grillpartys am Strand oder in Parks und "Carols by Candlelight": Hunderttausende pilgern in den Städten ins Freie, zünden eine Kerze an und singen mit Symphonie-Orchestern, bekannten Sängern und Chören alte Weihnachtslieder.

Trotz des warmen Wetters gibt's überall Weihnachtsbeleuchtung und Weihnachtsbäume; die sind allerdings meist aus Plastik oder Aluminium, echte Tannenbäume wären zu teuer. Dafür dekoriert man sie mit viel Kunstschnee und Lichterketten.

Am 24. Dezember wird traditionell bei Putenbraten und Plumpudding gefeiert, die Bescherung findet am Morgen des 25. Dezembers statt. Die Geschenke bringt nämlich über Nacht "Santa Claus", der wie in England und den USA durch den Kamin rutscht und die Geschenke ins Wohnzimmer legt.

Hat auch Tradition: Schöne Deko zum Fest