12.01.2017

#FoodPorn

Das Auge isst mit

Der Freakshake erobert die Herzen optisch und geschmacklich #Freakshakes: ein beliebtes Motiv auf Instagram & Co.
Ein saftiger Burger, ein mit Leckereien überladener Milchshake oder ein Stapel Waffeln, von dem Sirup tropft. Mmmmh, wenn wir das sehen, läuft uns das Wasser im Mund zusammen. In den sozialen Netzwerken wimmelt es nur so von diesen Motiven. Unter dem Schlagwort #FoodPorn teilen Genießer Bilder ihrer Speisen im Internet. Für Gastronomen birgt der Trend die Chance, ihre Bekanntheit zu steigern. Wir haben einige Tipps gesammelt, wie Sie Ihre Gerichte fotogen in Szene setzen. Außerdem stellen wir Ihnen das Zeitgeistphänomen FoodPorn vor.

5 Tipps

Trendsetter

In New York geht der Trend zur Food-Fotografie auf Instagram & Co. schon so weit, dass Restaurants ihre Einrichtung anpassen, um den perfekten Hintergrund für Fotos zu liefern. Andere haben die komplette Anrichteweise ihrer Speisen überarbeitet, um das beste Motiv zu bieten. Frittierte Reisnudeln dienen z.B. als weißer Eyecatcher. In einem israelischen Restaurant werden Gerichte auf einem für Instagram optimierten Teller serviert. Diese Teller haben eine Handyhalterung und lassen sich für Videos um die eigene Achse drehen. Sogenannte Freakshakes – ins Deutsche übersetzt Monster-Milchmischgetränke – sind mit Süßigkeiten überladene Milchshakes. Sie sehen so herrlich opulent und zuckersüß aus, dass sie zum häufig geteilten Schnappschuss wurden. Daher bieten auch immer mehr Gastronomen die hübschen Kalorienbomben an.

Wollen Sie auch, dass Ihre Gerichte verstärkt im Internet Verbreitung finden? Dann laden Sie Ihre Gäste über Tischaufsteller im Restaurant oder Hinweise auf Ihrer eigenen Social-Media-Präsenz dazu ein, dies unter einem bestimmten Hashtag zu tun.

Zeitgeistphänomen

Du bist, was du isst – hört und liest man immer öfter. Nutzer von Twitter, Snapchat und anderen Portalen der sozialen Medien zeigen gern, was Sie essen. In einer Zeit, in der Mahlzeiten häufig alleine eingenommen werden, ist das Teilen seiner Gerichte somit ein Ersatz für die reale Tischgesellschaft – ein echtes Zeitgeistphänomen also.

Die österreichische Trendforscherin Hanni Rützler erklärte in einem Interview mit der DPA den Trend und wofür er steht: "FoodPorn beschreibt ein Phänomen, dass Menschen sich über das, was sie essen, darstellen und nach außen kommunizieren. Essen ist wirklich zu einem Phänomen geworden, mit dem man die eigenen Werte, Vorlieben und Orientierungsgrößen kommunizieren kann." In früheren Zeiten waren Modeauswahl oder Musikgeschmack Ausdruck von Charakter und Individualität, heute dienen auch Essen und Trinken dazu.

Tischgebet 2.0

Eine Studie von US-Forschern ergab, dass Speisen, die vorab fotografiert wurden, anschließend besser schmecken. Das kurze Innehalten steigert Appetit und Vorfreude und dann schmeckt es direkt besser.

Übrigens: Instagram-Profis empfehlen Speisen stets ohne Blitz zu fotografieren. So gelingen die Bilder und die anderen Gäste werden nicht gestört.

Kreative Gerichte werden fotografiert und online geteilt