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Nürnberger Rostbratwurst

Nürnberger Rostbratwürstchen sind besonders klein
Der Weg durch's Schlüsselloch

Klein, kleiner, Nürnberger Rostbratwurst

Nürnberger Rostbratwurst

Nürnberg's Lieblinge

Nürnberger Rostbratwürstchen sind kleine Miniatur-Würstchen

Die Nürnberger Rostbratwurst kennt jeder: Auf vielen Grill-Partys tanzen sie über die Roste. Aber auch am Morgen ist das Würstchen eine beliebte Frühstückskomponente. In Nürnberg wird das Miniatur-Würstchen als Aushängeschild der Stadt bezeichnet. Kaum einer, der in Nürnberg Urlaub macht, verlässt die Stadt ohne mindestens einmal diese Wurst gegessen zu haben. Auch beim Außer-Haus-Essen in Nürnberg führt kein Weg daran vorbei: Wenn Sie "Sechs auf Kraut" bestellen, erhalten Sie sechs Nürnberger Rostbratwürste mit Sauerkraut –  wenn Sie beim Bummeln durch die Straßen an einer der vielen Buden "Drei im Weggla" bestellen, erhalten Sie die kleinen Würstchen im Brötchen. Die Nürnberger können halt einfach nicht ohne ihre Rostbratwurst.

 
Man sagt der inhaftierte Ratsherr Hans Stromer bekam Bratwürstchen durch ein Schlüsselloch gereicht

So kam das Würstchen auf die Teller

Bereits im 15. Jahrhundert hatten sich viele Gaststätten in Nürnberg auf die Herstellung und Zubereitung von Bratwürsten spezialisiert. Stets wurden die Bratwürste von den ortsansässigen Metzgern weiter verfeinert und perfektioniert. Jedoch mussten die hergestellten Würste damals von den Marktmeistern abgenommen werden, damit die Fleischzusammensetzung, der Wassergehalt, die Rezeptureinhaltung und die Struktur richtig sind. Viele Würstchen wurden jedoch den kritischen Augen der Marktmeister nicht gerecht und daher einfach weggeschmissen. Damit nicht so viele Rohstoffe verschwendet wurden,  verkleinerten die Metzger ihre Bratwürste einfach.

Bei einem Stadtrundgang in der Stadt Nürnberg wird eine andere Geschichte erzählt. Sie handelt von dem Ratsherrn Hans Stromer, der wegen Geheimnisverrats und Veruntreuung zu lebenslanger Haft verurteilt worden ist. Seine Strafe sollte er im Schuldturm abhalten. Bevor er jedoch seine Strafe antrat hatte er  – so wollte der Brauch – noch einen Wunsch frei: Er wünschte sich jeden Tag zwei Bratwürste auf Kosten der Stadt serviert. Gesagt, getan: So bekam der Gefangene jeden Tag seine zwei Bratwürste. Jedoch hatte die Stadt extra kleine Würstchen kreiert, die einfach durchs Schlüsselloch an den Insassen gereichen werden konnten. Bei einem Aufenthalt von 33 Jahren vertilgte Hans Stromer sage und schreibe um die 28 000 Nürnberger Rostbratwürste.

Heute ist die Nürnberger Rostbratwurst geographisch geschützt. Die Würstchen dürfen ausschließlich aus Nürnberg kommen und mit einer festgelegten Rezeptur hergestellt werden. Auf der Verpackung findet man dann den Zusatz "g.g.A.", was für "geschützte geographische Angabe" steht.

Welche der Geschichten nun wirklich die wahre Erzählung ist, weiß keiner so genau. Wir sind jedenfalls froh, dass die Nürnberger Rostbratwurst den Weg auf unsere Teller gefunden hat und freuen uns, dass sie dem ein oder anderen Frühstücks- oder Grillbuffet ein knackiges Krönchen aufsetzt.