11.08.2015

Im Galopp zur Apfel-Saison

Das gesunde Obst läuft jetzt wieder zur Höchstform auf

Familie isst Äpfel
Der Apfel: Jeder kennt ihn, jeder mag ihn. Es gibt ihn in vielen verschiedenen Varianten – roh, gekocht, als Apfelkuchen, Apfelsaft, Apfelmus oder auch als Apfelpunsch.„A apple per day, keeps the doctor away“ ist nicht umsonst eine bekannte Redensart – das rote Kernobst schmeckt nicht nur lecker, sondern ist auch noch sehr gesund. 85% der Frucht besteht zwar aus Wasser, die restlichen 15% haben es aber in sich: Mit viel Vitamin A, C, und E ist der Apfel eine wahre Vitaminbombe. Die im Apfel enthaltene Säure soll Rheuma und Gicht bekämpfen und den Blutzuckerspiegel konstant halten. Außerdem sind die Deutschen im Apfelessen wahre Meister: In keinem anderen EU-Land werden so viele Äpfel verspeist wie in Deutschland – obwohl der größte Teil der Äpfel importiert wird.

Nicht nur in der Beliebtheitsskala ist der Apfel auf dem Siegertreppchen, auch in der weltweiten Produktionsliste liegt der Apfel an 4. Stelle: Das knackige Obst wird in allen Gebieten mit gemäßigten Klima angebaut – Hauptanbaugebiete sind China und USA.

Weltweit gibt es ca. 30.000 Apfelsorten, davon jedoch allein 2.000 in Deutschland. Das sind die gängisten:

Boskoop-Apfel

Boskoop

Er gehört zu den Größten seiner Art und wiegt über 200 g. Essen kann man ihn von Ende September bis Mitte Oktober. Seinen hohen Säureanteil macht den Apfel aus – und das schmeckt man auch. Der knackige Apfel wächst an einem stark wüchsigen Baum mit einer weit ausladende Krone. Am wohlsten fühlt er sich auf schwerem, feuchtem und kalkhaltigem Boden. Der Boskoop gehört zu den ältesten Apfelsorten: Er wurde bereits 1856 entdeckt.

Apfelsorte Cox-Orange

Cox Orange

Auch dieses Exemplar gehört zu den älteren Apfelsorten – bereits 1825 fiel er in die Hände von Richard Cox. Er ist mittelgroß und flachkugelig, das Fruchtfleisch ist mittelfest und saftig. Der Geschmack ist aromatisch, süß und würzig mit feiner Säure. Der Anbau dieser Sorte ist relativ schwierig, da er viel Wasser und einen sehr nährstoffreichen Boden braucht. Reif ist er Ende September. Oft wird der Apfel für die Saft- und Weinherstellung sowie zum Backen genutzt.

Apfelsorte Elstar

Elstar

Dieser mittelgroße, flachrunde Apfel hat ein fruchtiges, feinsäuerliches Aroma. Reif ist er von Mitte bis Ende September. Typisch für ihn ist seine orange bis kräftig rote Farbe. Der Elstar wächst an einem dicht beblätterten, stark bewachsenen Baum.

Apfelsorte Glostar

Gloster

Diese Sorte hat ein grünlich-weißes, saftiges Fruchtfleisch. Die Deckfarbe ist nahezu komplett dunkelrot. Die Erntezeit des Apfels ist von Ende September bis Anfang Oktober. Durch die vollständige rote Färbung eignet er sich gut als Winter- und Nikolausapfel. Er ist jedoch nicht für die Weiterverarbeitung oder Versaftung geeignet.

Apfelsorte Jonagold

Jonagold

Der fruchtig-süße Apfel freut sich über große Beliebtheit. Der Jonagold hat ein weiches Fruchtfleisch und eine feine Struktur. Da er ein sehr ausgewogenes Verhältnis zwischen Säure und Zucker hat, kann er vielseitig eingesetzt werden – ob zum Kochen, Backen oder als Tafelapfel. Man kann ihn während des Winters optimal als Vitamin-C-Lieferanten nutzen.

Apfelsorte Granny Smith

Granny Smith

Der aus Australien stammende grüne Apfel wurde bereits 1868 entdeckt. Da er sehr warme Termperaturen zum Wachsen benötigt, findet man ihn meistens in Australien und Neuseeland. Er hat ein knackiges, festes Fruchtfleisch und ist sehr sauer. Durch den hohen Säuregehalt eignet er sich hervorragend zum Backen und Kochen.

Durch Kreuzung verschiedener Apfelsorten entstehen immer wieder neue leckere Äpfel. Besonders im Trend liegt zurzeit beispielsweise der Delbar Estival:

Apfelsorte Delbarestivale

Delbar Estivale

Diese Frühsorte ist wenig säuerlich. Der Apfel hat einen leicht intensiven süßen Geschmack und eine rot-gelbe Färbung. Entdeckt wurde er im Jahre 1980. Den Delbar Estivale kann man bereits Mitte August ernten. Hauptsächlich wird diese Sorte als Tafelapfel, zum Backen, im Müsli oder im Salat verwendet.