Vom Kiosk zum Kult-Lokal

Seit fast 40 Jahren genießen Gäste das lockere Ambiente der Sansibar

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Was Deutschlands bekannteste Strandbude auf Sylt so besonders macht? Ein Konzept, das weit über den Tellerrand hinausgeht: Bezahlbare Gerichte mit hochwertigen Zutaten, eine täglich wechselnde Speisekarte, unzählige Werbeartikel und eine riesige Portion Freundlichkeit!

Die Sansibar auf Sylt Sonnenuntergang bei Sansibar

Kein Stern, dafür ganz viel Herz!

Urige Gemütlichkeit, schmackhafte Leckerbissen, die einen Stern verdient hätten, ein traumhafter Blick auf die Nordsee und natürlich ein bisschen Glamour – das alles ist "Sansibar". Kein Wunder, dass die Holzhütte in den Dünen von vielen Sylt-Urlaubern als das "Wohnzimmer im Urlaub" bezeichnet wird. Wer hier einkehrt, fühlt sich einfach wohl: Bunte Kissen auf den Holzbänken, große Kerzen wohin das Auge reicht und auf jedem Holzsparren stehen Wein- und Schnapsflaschen. Die Küche steht für Kulinarik, Frische und Tempo. Serviert wird in Jeans, Turnschuhen und immer mit einem Lächeln im Gesicht. Denn Freundlichkeit gehört zum Sansibar-Service dazu – und das seit fast 40 Jahren!

Herbert Seckler betreibt auch einen eigenen Weinhandel Das Sansibar-Logo prangt auf vielen Produkten

Neben hochwertigem Essen – das übrigens auch bezahlbar ist – gibt es ein vielseitiges Sortiment der Marke Sansibar zu kaufen. Unzählige Accessoires, eine Modekollektion, ein eigener Weinhandel und nicht zuletzt das Piraten-Logo mit den gekreuzten Säbeln, brachten dem Inhaber Herbert Seckler jede Menge Ruhm und Erfolg ein. 

Mittlerweile zählen insgesamt 7 Stores, eine Weinbar "Sansibar Wine" auf Mallorca und ein gemeinsam mit dem Warenhaus Breuninger entwickeltes Gastronomie-Konzept – die "Sansibar by Breuninger" – zur Markenpräsenz auf dem Festland. Nach dem erfolgreichen Auftakt in Düsseldorf eröffnet die "Sansibar by Breuninger" auch im Breuninger in Stuttgart. Doch das Original gibt’s nur auf der Nordseeinsel ...   

Gemütlichkeit des Sansibar Urige Gemütlichkeit im Gastraum

Einzigartig bodenständig

Wer das Restaurant auf Sylt nicht kennt, dem kommt vermutlich zunächst eine champagnertrinkende Bussi-Bussi-Gesellschaft, die den teuersten Fisch von der Karte bestellt, in den Sinn. Dabei verfolgt Herbert Seckler, der Gründer der Sansibar, ein wirklich bodenständiges Konzept. Jeder soll sich willkommen fühlen, egal ob Porsche-Fahrer oder Opel-Astra-Besitzer. Oft kommt der Gastronom selber an den Tisch und fragt interessiert: "Moin, alles gut?" Auch das Personal nimmt ganz unverkrampft und freundlich jede Bestellung entgegen. Frei nach dem Motto: Alle sind gleich!

Dieses Erfolgskonzept spiegelt sich auch im Essen werden. Ohne viel Chichi, aber trotzdem mit den besten Zutaten, gehen die Portionen raus zu den Gästen. Neben Wildwassergambas und Knoblauchspaghetti, darf natürlich die beliebte Sansibar-Currywurst oder der deftige Erbseneintopf nicht fehlen. Gerne wird dazu eine Flasche Wein aus dem Schatzkeller des Hauses gereicht: Sage und schreibe 30.000 Flaschen Wein im Wert von mehreren Millionen Euro lagern im Keller unter dem Strand. Bestellt werden kann alles, was das Herz begehrt. Das Beste: Egal ob es das Deluxe-Tröpfchen für 8.000 Euro sein soll oder ein Glas Weißburgunder für sparsame 8 Euro, ein ehrliches Lächeln von der Bedienung gibt es immer gratis dazu. 

Köstlichkeiten der Sansibar Die köstlichen Häppchen aus der Sanisbar-Küche sind wahre Gaumenfreuden für Feinschmecker
Die Sansibar ist immer ab 18 Uhr ausgebucht Im Sommer herrscht hier Hochbetrieb

Hinein in die gute Stube

Einen Tisch ohne Gäste in der Sansibar zu finden, ist so selten wie einen Schweinswal in der Nordsee zu entdecken. Aber mit etwas Glück, darf man sich sowohl über den Anblick des Tieres als auch über einen frei gewordenen Tisch freuen. Und das obwohl das Restaurant mit ca. 150 Plätzen im Außen- und und ca. 160 Plätzen im Innenbereich jede Menge Sitzgelegenheiten bietet. Wer kein Plätzchen mehr auf einer Bank oder im Strandkorb findet, nimmt im Sommer mit den Treppenstufen vorlieb oder setzt sich auf den Boden. Es kann so einfach sein!

Nur abends wird es schwierig. Spontan in der Sansibar aufzuschlagen, ist keine gute Idee. Gegen 18 Uhr einen Tisch zu bekommen, ist schier unmöglich. Ausschließlich Gäste, die reserviert haben und das bereits Monate im Voraus, dürfen sich an einen der begehrten Tische setzen. Nach zwei Stunden heißt es: "Auf Wiedersehen", denn dann stehen schon die nächsten hungrigen 20-Uhr-Gäste vor der Tür. An starken Tagen in der Saison verlassen an die 4.000 Gerichte unter der Leitung von Küchenchef Dietmar Priewe die Küche.

Wie man diesen Ansturm bewältigt? "Du brauchst viele Köche und du brauchst Menschen, die Spaß haben und gern zur Arbeit kommen", erklärt Priewe, der schon seit 2001 die 100 qm große Sansibar-Küche leitet. So kommen Seezunge, Sylter Galloway und Fischsuppe nach 18 Minuten servierfertig zum Gast. Und das ohne Monitore oder anderen technischen Schnickschnack. Insgesamt 35 Köche folgen dem Kommando von Dietmar Priewe. Steht der 42-Jährige Koch nicht gemeinsam mit seinen Kollegen in der Küche, schreibt er die Tages- & Abendkarte für den nächsten Tag. Zweimal täglich wechselt die Karte – über kulinarische Abwechslung dürfen sich die Gäste also immer freuen. 

Du brauchst Menschen, die Spaß haben und gern zur Arbeit kommen!

Dietmar Priewe
 
Die Sansibar ist nach dessen Strandabschnitt benannt Die gekreuzten Säbel sind das Markenzeichen

Kult am Meer, auf den Schienen und in der Luft

Mit dem ausgefallenen Namen "Sansibar" hat übrigens weder Herbert Seckler noch die gleichnamige ostafrikanische Insel was zu tun. So lautet einfach der Strandabschnitt, auf dem sich das Kult-Restaurant befindet.

Kultig ist der Laden allemal – und das weit über die Grenzen des Eilands hinaus. Unzufriedene Gäste beschwerten sich einmal unberechtigterweise, dass das Essen so teuer sei. Seckler konterte: "Ihr seid hier eben bei Piraten!" Damit war das Logo der Sansibar geboren.

Heute gibt es kaum ein Auto auf deutschen Straßen, dessen Heck nicht der Aufkleber mit den gekreuzten Säbeln ziert. Und das ist längst nicht alles. Ob Modekollektion, Weinzubehör, Spirituosen, Öle oder Accessoires  – es gibt wenig, was es von Sansibar nicht gibt. Selbst auf Zugfahrten oder in luftigen 10.000 Metern Höhe kann im Flieger das Piraten-Essen geordert werden. Und irgendwie hat man dabei das Gefühl, dass Herbert Seckler gleich aus dem Cockpit kommt und jeden Fluggast fragt: "Moin, alles gut?" Eben unkompliziert und immer freundlich!