Cupcake

Der Trend aus "Sex and the City"

Cupcakes in allen Farben wirken so appetitlich!

Mit Cremehäubchen und bunten Streuseln, mit Schoko-Frosting und süßen Früchten oder mit gefärbter Zuckerglasur und schönem Schriftzug – je hübscher der Cupcake, desto besser! An den kleinen Kuchen aus Biskuitteig mit süßem Topping kommt seit einigen Jahren keine Naschkatze mehr vorbei. Cafés, die sich auf Cupcakes spezialisiert haben, sprießen wie Pilze aus dem Boden, verliebte Paare wählen für ihre Hochzeit gerne eine Cupcake-Torte und auch als Mitbringsel kommen die Mini-Törtchen gut an.

 

Aber so neu, wie die bunten Kalorienbömbchen wirken, sind sie gar nicht: Schon 1796 formulierte Amelia Simmons im ersten amerikanischen Kochbuch ein Rezept für einen Cupcake – er hieß dort nur noch nicht so. Den Begriff verwendete die amerikanische Autorin Eliza Leslie erst 1828 in einem ihrer Kochbuch-Bestseller. Bis heute ist allerdings unklar, ob die kleinen Kuchen nun so heißen, weil sie in Tassen gebacken wurden, oder weil die Zutaten dafür in Tassen abgemessen wurden. Möglicherweise trifft sogar beides zu!

Bäckerin verziert Cupcakes mit einer rosafarbenen Creme Erst das Cremehäubchen macht Cupcakes so besonders

Was Sarah Jessica Parker schmeckt ...

Neue Rezepte für Cupcakes entstanden in den nächsten Jahren nur zögerlich – bis nach dem Ersten Weltkrieg die amerikanische Firma Hostess Brands einen in Plastik verpackten Schokoladen-Cupcake auf den Markt brachte. In den 1950er-Jahren gab es einige Nachahmer, Backmischungen für Cupcakes folgten.

1947 verpasste dann ein Mitarbeiter bei Hostess Brands dem Cupcake ein neues Outfit, um das Törtchen berühmter zu machen: Als Zeichen von Qualität setzte er die Creme, die vorher als Füllung im Teig integriert war, als Linie mit 7 kleinen Schleifen einfach obendrauf. Der Verkauf schnellte sofort in die Höhe – und die Grundform des heutigen Cupcakes war geboren.

So richtig berühmt wurden die süßen Törtchen aber erst zur Jahrtausendwende: Die New Yorker "Magnolia Bakery" begann 1996 damit, mit Buttercreme-Hauben verzierte Cupcakes zu verkaufen, wenn beim Backen von Geburtstagstorten Teigmasse übrig geblieben war. Vor allem bei Kindern kamen die kleinen Kuchen gut an, und auch Erwachsene standen bald Schlange, um einen davon zu ergattern.

Die "Magnolia Bakery" wurde daher öfter in der Presse erwähnt – und tauchte sogar in einer Folge der Serie "Sex and the City" auf. Die Darstellerinnen darin galten in Sachen Mode und Lifestyle als Trendsetter, und so ist es nicht verwunderlich, dass Cupcakes erst recht in aller Munde waren, nachdem Schauspielerin Sarah Jessica Parker in ihrer Rolle als Carrie in der Serie einen Cupcake isst. Die gesamte Szene dauert zwar nur 20 Sekunden, gilt aber als Beginn eines weltweiten Trends, der bis heute anhält ...