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Frankfurter Grüne Soße

Was hätte Goethe zur grünen Sauce gesagt
Was war Goethes Leibspeise?

Das Original aus Frankfurt

Frankfurter Grüne Soße

Man nennt sie auch Grie Soß

Die sieben Kräuter für die Frankfurter grüne Sauce

Die kalte Kräutersoße ist eine regionale Spezialität. Die Frankfurter setzten ihr sogar ein Denkmal.

Traditionell gehören diese 7 Kräuter in die säuerlich-frische Soße: Petersilie, Schnittlauch, Kerbel, Kresse, Pimpernelle, Sauerampfer und Borretsch. Außerdem kommen saure Sahne, Senf und zerhackte oder pürierte Eier dazu. Die Soße gibt es meist zu Kartoffeln und halben Eiern. Für Fleischliebhaber passt sie fantastisch zu Tafelspitz.

Die Saison der Frankfurter Grünen Soße beginnt traditionell am Gründonnerstag und endet mit dem ersten Frost. Für viele ist sie ein echtes Frühlingsgericht.

Die Reise der Soße

Grüne Soße ist schon seit über 2000 Jahren bekannt. Damals brachten die Römer dieses Rezept aus dem Orient mit. Fraglich ist jedoch, wie die Soße ihren Weg nach Deutschland und speziell Frankfurt am Main fand.

  • Eine Quelle behauptet, dass eine italienische Familie das Rezept um 1733 nach Frankfurt brachte und sie von dort aus ihren Siegeszug durch Deutschland antrat. Jedoch wird die ursprüngliche italienische Salsa Verde mit Olivenöl zubereitet, was bei der Frankfurter Version nicht der Fall ist.
  • Wahrscheinlicher ist, dass das Rezept durch die Hugenotten aus Frankreich ins heutige Hessen gekommen ist. Sie ließen sich Ende des 17. Jahrhundert in der Region nieder.
  • In Frankfurt ist eine andere Geschichte sehr populär. Die Legende besagt, dass Frau Aja, Goethes Mutter, die Grüne Soße erfunden hat. Angeblich soll sie Goethe so gemundet haben, dass er die Soße zu seinem Leibgericht erkoren hat. Die meisten Goethe-Kenner und Experten sehen das jedoch skeptisch, denn der Dichterfürst hat nie etwas über diese Soße erwähnt. 
 

Der ganze Stolz einer Stadt

Die Frankfurter sind stolz auf ihre Grüne Soße. Darum setzten Sie ihr ein Denkmal. Im Jahr 2007 baute man im Stadtteil Oberrad 7 Gewächshäuser. Ab der Dämmerung leuchten die Treibhäuser in verschieden Grüntönen – ein echter Augenschmaus!

Außerdem haben sich bereits 2006 verschiedene Kräutergärtner zusammengeschlossen und einen „Verein zum Schutz der Frankfurter Grünen Soße“ gegründet. 2011 hatten sie beim Deutschen Patent- und Markenamt einen Schutz der Herkunftsbezeichnung beantragt und damit bewirkt, dass mindestens 70 Prozent der Kräuter aus Frankfurt stammen müssen. 

Seit 2008 findet im Mai das Grüne-Soßen-Festival statt. Im Rahmen eines Festivals wird die beste Frankfurter Grüne Soße gekürt.