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Gewürzfenchel

Gewürzfenchel

Dt.: Fenchel; engl.: fennel; frz.: fenouil

Der Fenchel war Arzneipflanze des Jahres 2009. Kein Wunder: Fencheltee hilft bereits Säuglingen Bauchschmerzen zu mildern. Doch auch in der Küche sind Samen und Stiele beliebte Würzmittel und geben besonders Fischgerichte eine frische und lebhafte Note.

Geschichte

In der Antike wurde Fenchel bereits in ägyptischen Papyrus-Aufzeichnungen erwähnt und als Gewürz- und Heilpflanze geschätzt. Er half u.a. bei Blasen-, Nieren- und Frauenleiden sowie Verdauungsstörungen. Die Griechen nannten den Fenchel „marathon“ bzw. „marathron“. Er galt als Zeichen für Erfolg und wurde bei Spielen als Kranz getragen. Später brachten die Römer den Gewürzfenchel nach Mitteleuropa. Doch erst im Mittelalter gelang es den christlichen Mönchen, Fenchel in Mittel- und Nordeuropa einzubürgern. Als klassische Klostergartenpflanze schätzte man seinen gesundheitlichen Nutzen; man glaubte sogar, dass Fenchel gegen Irr- und Aberglauben jeder Art half.

Herkunft

Beheimatet ist der Fenchel im Mittelmeergebiet und in Vorderasien. Heute wird Fenchel in den Mittelmeerländern, in Bulgarien, China, Japan, Indien, Australien und Amerika angebaut.

Familie & Arten

Fenchel gehört zur Familie der Doldenblütler und ist mit Dill, Anis und Kümmel verwandt.

Merkmale

Der Gewürzfenchel schmeckt süß, kräftig-aromatisch und anisartig. Seine Geschmacksintensität ist zwischen Anis und Dill einzuordnen. Der Gehalt an ätherischem Öl, hauptsächlich Anethol, liegt zwischen 0,5 und 6%.

Die Fenchelpflanze wächst bis zu 2 m hoch, hat gefiederte, leuchtend grüne Blätter und doldenförmig angeordnete Blüten. Die reifen Früchte werden getrocknet und als Gewürz verwendet. Grundsätzlich gilt: Größere Früchte aus der Mitte der Dolde sind aromatischer als kleine.

Verwendung

Fenchel harmoniert generell hervorragend mit allen Fischgerichten. Die Samen eignen sich besonders als Gewürz für selbst gebackenes Brot oder andere Backwaren. Mit Fenchelöl werden Liköre, Hustensäfte oder Bonbons aromatisiert. In Indien kaut man nach dem Essen oft auf Fenchelsamen, um den Atem zu erfrischen.

Gewürzfenchel passt zu Chili, Dill, Kümmel, Thymian, Oregano, Petersilie und Salbei. Er lässt sich außerdem gut mit Knoblauch, Bockshornklee, Zimt, Minze und Zitronenmelisse kombinieren.

Nährwerte

Fenchel enthält viele ätherische Öle, die ihn zu einem anerkannten Heilkraut machen und für den intensiven Geschmack verantwortlich sind. Daneben beinhaltet Fenchel eine Vielzahl an Vitaminen, wie Vitamin C, A, E und Niacin.

Lagerung & Aufbewahrung

Getrocknete ganze Fenchelsamen in einem trockenen und luftdicht verschlossenen Gefäß aufbewahren. In gemahlener Form verliert der Fenchel schnell an Aroma und sollte daher nur in kleinen Mengen gelagert und schnell verbraucht werden.

Gesundheit & Wirkung

Fenchel hilft bei allen Problemen rund um die Verdauung. Er regt die Produktion von Verdauungssäften an, wirkt als Aufguss gegen Magenverstimmungen, Völlegefühl und Blähungen. Als Tee wird Fenchel als mildes Abführmittel eingesetzt und wirkt krampflösend. Bei Kindern wird ihm auch eine beruhigende Wirkung zugeschrieben.

Fenchel hilft außerdem bei Erkrankungen der Atemwege, weil ihm eine schleimlösende Wirkung zugesprochen wird. Weiterhin wird Fencheltee zum Spülen von entzündeter Augen, als Mundpflegemittel und für Gesichtskompressen bei fettiger Haut empfohlen.