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Himmel und Erde

Kartoffelacker
Einfach himmlisch!

Von faulen Bauern und kreativen Köchen

Himmel und Erde

Ein rheinisches Traditionsgericht

Himmlisches mit (Erd-)Äpfeln

Herrlich deftig und passend zur Herbstsaison

Himmel und Erde. Wer jetzt an biblische Geschichten denkt, irrt! Obwohl die Begriffe "himmlisch" und "göttlich" sehr wohl mit diesem deutschen Klassiker in Verbindung gebracht werden dürfen. Den Namen "Himmel und Erde" hat das Traditionsgericht jedoch eher seinen zwei Hauptzutaten zu verdanken. Denn hier trifft Erdapfel, also die Kartoffel, auf den fruchtigen Apfel, der an Ästen hoch am Baum wächst. Genauer gesagt: feiner Kartoffelstampf trifft auf fruchtiges Apfelmus. Beim rheinischen "Himmel un Äd" gesellen sich noch gebratener Speck und geröstete Zwiebeln dazu, serviert mit angebratener Blut- (Flönz) oder Leberwurst. Ein herrlich deftiger Klassiker, der besonders in traditionellen Brauhäusern zu finden ist.

Doch auch außerhalb des Rheinlands ist das Gericht in den unterschiedlichsten Varianten bekannt. So kocht der eine Kartoffeln und Äpfel zusammen, der andere nicht. Mal werden die Kartoffeln gestampft, mal die Äpfel zu Mus verarbeitet. Wie was serviert wird und mit welcher weiteren Fleischbeilage das Gericht gereicht wird, ist von Region zu Region unterschiedlich. 

 
Herbstbotschafter Echte Herbstbotschafter

Geschichte

So ganz genau ist nicht mehr nachzuvollziehen, wie das Gericht "Himmel und Erde" entstanden ist. Einer Legende nach, geht es jedoch auf einige Bauern zurück, die keine Lust hatten, auf dem Feld die heruntergefallenen Äpfel von den Kartoffeln zu trennen. Aus Faulheit sammelten sie alles gemeinsam ein und kochten es auch zusammen. Ob man das wirklich glauben möchte, bleibt jedem selbst überlassen. Fest steht aber, dass das Gericht im 18. Jahrhundert das erste Mal auf deutsche Teller kam und sein Ursprung wohl in Nordrhein-Westfalen liegt.

Seitdem hat sich das Rezept in Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, im Elsass, in Baden-Württemberg, Sachsen, Bayern und natürlich im Rheinland verbreitet. Jede Region schwört dabei auf ihre ganz eigene Interpretation von "Himmel und Erde". Eines haben jedoch alle gemeinsam: sie schmecken einfach himmlisch gut!