Irisch Moos ist eine essbare Rotalge, die an den felsigen Atlantikküsten wächst, und vor allem als Rohstoff für die Carrageen-Gewinnung wirtschaftlich bedeutend ist.
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Geschichte
Die wissenschaftliche Erstbeschreibung des irischen Mooses erfolgte im Jahr 1797 durch den englischen Botaniker John Stackhouse.
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Herkunft
Irisch Moos kommt überwiegend rund um die kalten bis gemäßigten Atlantikküsten Irlands, Großbritanniens und Nordamerikas vor.
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Herstellung
Die Ernte erfolgt in Handarbeit. Dabei wird die Alge mit Messern und Scheren direkt am Haftorgan vom Felsen gelöst. Die schonende Erntemethode trägt zur Qualitätssicherung der Algen bei.
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Familie & Arten
Irisch Moos gehört zur Familie der Rotalgen (Palmariaceae).
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Merkmale
Die Alge weist eine rötlich-braune bis dunkelrote Färbung auf und wächst flach und buschig. Im Vergleich zu anderen Algenarten, wie etwa Meersalat, besitzt Irisch Moos eine deutlich dickere und festere Struktur. Die Wuchshöhe liegt in der Regel zwischen 5 und 15 cm.
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Verwendung
Irisch Moos ist eine der historisch wichtigsten natürlichen Quellen für Carrageen und eignet sich somit als pflanzliche Alternative zu tierischer Gelatine, Die Alge ist häufig zu finden in Milchprodukten, Desserts und Saucen. Darüber hinaus wird Irisch Moos in der Kosmetikindustrie, der Fleischgewinnung sowie in pharmazeutischen Anwendungen eingesetzt.
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Nährwerte
Irisch Moos ist nährstoffreich: Pro 100 g getrockneter Ware liefert es etwa 130–200 kcal, enthält ca. 1–2 g Fett, 8–10 g Eiweiß und 10–28 g Kohlenhydrate. Zudem liefert es verschiedene Vitamine (A, B, C, D) sowie Mineralstoffe.
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Lagerung & Aufbewahrung
Im frischen Zustand ist Irisch Moos nur wenige Tage haltbar. Getrocknete Ware hingegen, bei luftdichter, trockener und lichtgeschützter Lagerung deutlich länger.
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Gesundheit & Wirkung
Irisch Moos wird aufgrund seines Nährstoffprofils geschätzt. Es kann zur Unterstützung des Immunsystems, des Stoffwechsels sowie der Haut- und Gelenkfunktion beitragen.