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Kaki

Kaki

Dt.: Kaki; engl.: kaki; frz.: kaki, plaqueminier

Wenn unsere heimischen Früchte in die Winterpause starten, schlägt die Stunde der Kaki. Die knallig orangefarbene Frucht sieht aus, als hätte sie die Kraft der Sonne in sich aufgesogen. Ihr aromatisches Fruchtfleisch versüßt uns die dunklen Monate – und sorgt dank Provitamin A für Durchblick!

Geschichte

Ursprünglich stammt die Kaki aus Asien - Experten vermuten ihre Wiege in China. Schon seit rund 2.000 Jahren schätzen die Chinesen das faszinierende Gewächs, das zu den ältesten Kulturpflanzen zählt. Die Kaki gilt ihnen als „Baum der 4 Tugenden“, denn sie hat 4 nützliche Eigenschaften: sie lebt lange, spendet Schatten, dient Vögeln als Nistplatz und hat sich Schädlingen gegenüber als äußerst robust erwiesen.

Auch in Japan ist die süße Kaki-Frucht eines der beliebtesten Geschenke von Mutter Natur. Man liebt sie nicht nur als delikaten Snack; Heilkundige nutzen die Kaki schon lange als Medizin. Zudem hat die köstliche „chinesische Pflaume“ seit jeher eine starke Symbolkraft: Ein Kaki-Kuchen, geschmückt mit einer Vase, einem Kiefernzweig und einer Orange, verspricht „großes Glück in 100 Angelegenheiten“.

In Europa ist der Kakibaum erst zu Beginn des 19. Jahrhunderts angekommen. Unter den ersten Liebhabern und Importeuren war angeblich auch der berühmte Komponist Giuseppe Verdi. In Italien, vor allem in der Emilia Romagna, schmücken die Bäume noch heute die Landschaft.

Herkunft

Die Wiege der Kaki liegt in Asien. Als Hauptlieferanten gelten neben Israel, Japan und China heute vor allem Italien, Spanien und Kalifornien.

Saison

Italienische Kakis sind von Oktober bis Dezember erhältlich, die israelische Sharonfrucht von November bis Februar. Ab März kommt amerikanische Ware in den Handel.

Familie & Arten

Der Kakibaum gehört zur Familie der Ebenholzgewächse. Die Frucht zählt zu den Beerenfrüchten. Sie wird auch Honigapfel, japanische Dattelpflaume, japanische Aprikose, Kakidattel, Kakiapfel oder chinesische Pflaume genannt. Der wissenschaftliche Name ist Diospyros kaki. Er lässt sich als „göttliches Feuer“ oder „göttliche Frucht“ bzw. „göttliche Speise“ übersetzen. Die Kaki umfasst mehrere 100 Arten verschiedener Gattungen.

Merkmale

Der Kakibaum kann in seiner Heimat bis zu 10 m hoch werden und ähnelt in seinem Aussehen unserem Apfelbaum. Seine dunkelgrünen, glänzenden Blätter haben eine elliptische bis ovale Form. In den Herbstmonaten nehmen sie eine intensive gelbe und orangefarbene Tönung an. Im Frühjahr schmückt sich der Baum mit gelblich-weißen Blüten. Je nach Sorte sind sie männlich, weiblich oder zweigeschlechtlich. In der Regel sind die Früchte erst dann reif, wenn der Baum schon seine meisten Blätter abgeworfen hat. Mit den farbenfrohen Kugeln sieht er dann ein wenig wie ein Christbaum aus!

Die gelbrote Kakifrucht hat in etwa die Form einer Tomate und wird bis zu 400 g schwer. Vier kegelförmige Blätter schmücken den eingebuchteten Stielansatz. Quer aufgeschnitten, zeigt die Kaki ein sternförmiges Muster. Ihre Schale präsentiert sich fest, glatt und glänzend. Das Fruchtfleisch hingegen ist weich und erinnert an Gelee, wenn es reif ist. Die meisten Früchte haben 4–8 Kerne; einige Sorten sind jedoch kernlos.

  • Unter dem Begriff Kaki versteht man meist alle Sorten, die durch Veredelung aus Diospyros kaki hervorgegangen sind. Häufig wird er als Synonym zur Sorte „Tipo“ verwendet.
  • Aus Israel stammt die Sharon, eine beliebte flachere Kaki-Sorte, die im Sharon-Tal angebaut wird. Ihre Schale ist weicher und dünner, das Fruchtfleisch enthält keine Kerne. Zudem hat die Sharon einen geringeren Tannin-Gehalt und schmeckt daher lieblicher. Sie kann schon gegessen werden, wenn sie noch hart ist, und bleibt auch reif schön fest. Zudem lässt sie sich monatelang lagern. So eignet sie sich gut als Exportware.
  • Gut zu wissen: Hin und wieder wird die Kaki auch als Persimone bezeichnet. Doch so ganz stimmt das nicht. Die Persimone, auch als „Amerikanische Persimone“ bekannt, stammt nämlich aus Nordamerika. Ihr wissenschaftlicher Name lautet Diospyros virginiana. Schon die Ureinwohner sammelten die kleinen, ovalen Früchte. Bei uns spielen sie im Handel keine große Rolle.
Verwendung

Die süße Kaki schmeckt überreif am besten. Unreif ist sie nicht zu empfehlen, denn dann ist ihr Gehalt an Tannin noch sehr hoch. Der pflanzliche Gerbstoff wirkt adstringierend – das bedeutet, er hinterlässt ein pelziges, taubes Gefühl auf der Zunge.

Geschmacklich erinnert die reife Kaki an einen Mix aus süßer Aprikose mit Birne und einem Hauch Vanille. Die Schale kann bei Sharonfrüchten mitgegessen werden; alternativ lässt sich die Frucht wie eine Kiwi auslöffeln.

Die Kaki verfeinert süß-saure Obstsalate und cremige Quarkspeisen. Auch in Kompott, Chutney und Marmelade schmeckt sie hervorragend. Pikante Partner setzt sie interessant in Szene: In exotischen Gerichten harmoniert ihre Süße perfekt mit den aromatischen Gewürzen. Besonders in indischen Rezepten wird sie daher öfter verwendet. Mit Chili und Limettensaft verfeinert, passt sie beispielsweise gut zu gebratenen Garnelen. Auch im Salat sorgt die knallige Frucht für Farbe – und ergänzt bittere Blätter wie beispielsweise Chicorée zu einem echten Gaumenschmaus.

Tipp: Kakis lassen sich hervorragend trocknen. Denn obwohl sie dabei schrumpelig und braun werden, bleiben sie süß und saftig. In Ostasien kommen sie so als „Kakifeigen“ in den Handel.

Nährwerte

100 g Kaki enthalten 69 Kalorien, 0,6 g Eiweiß, 0,3 g Fett, 16 g Kohlenhydrate und 2,5 g Ballaststoffe. Ähnlich wie Karotten enthalten Kakis viel Beta-Carotin, eine Vorstufe des Vitamins A. Doch auch B-Vitamine und Vitamin C, Kalium und Phosphor finden sich in den süßen Früchten.

Lagerung & Aufbewahrung

Die noch unreifen Kakis können bei Zimmertemperatur oder im Kühlschrank gelagert werden. Gekühlt halten sie sich noch rund 2 Wochen. Bei Zimmertemperatur reifen sie schneller nach – besonders, wenn man sie neben Äpfel legt. Reife Früchte sollte man ebenfalls gekühlt lagern. So überstehen sie noch 2–3 Tage.

Qualität & Einkauf

Verkauft werden meist nur unreife Kakis. Sie sollten beim Einkauf noch fest sein, aber unter sanftem Druck etwas nachgeben. Die Schale muss unbeschädigt sein. Unreife Kakis müssen nachreifen, denn sie hinterlassen ein unangenehmes Gefühl auf der Zunge. Die perfekte Reife haben sie, wenn sie so fest wie eine Tomate sind. Echte Feinschmecker beißen erst zu, wenn das Fruchtfleisch leicht durch die Schale schimmert.

Gesundheit & Wirkung

Die Kaki enthält bis zu 19 % Zucker und viele Ballaststoffe. Das macht sie zum perfekten und gesunden Snack, der die Energiereserven schnell wieder auffüllt. Ihre orange-rote Farbe verrät ihren größten Trumpf: Sie enthält große Mengen an Beta-Carotin. Unser Körper kann es in Vitamin A umwandeln. Dieses schützt unsere Zellen und erhält die Sehkraft.

In ihrer asiatischen Heimat schätzt man die Kaki als Heilmittel bei Fieber und Magenproblemen. Ein Sud aus getrockneten Fruchtstielen und Kelchen soll Husten lindern. Der Saft einer unreifen Frucht hingegen senkt den Blutdruck. In der Volksmedizin setzt man Kakis zudem zur Behandlung von Schilddrüsenerkrankungen ein.