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Kalb

Kalb

Dt.: Kalb; engl.: calf; frz.: veau

Kalbfleisch ist besonders zart und mild. Kein Wunder! Denn das junge Rind wird bereits im Alter von 3–4 Monaten geschlachtet und wiegt nicht mehr als 150 kg. Dementsprechend sind die Muskeln nicht vollständig ausgebildet und das Bindegewebe ist noch sehr weich.

Herkunft
Im Jahr werden ca. 800.000 Tonnen Kalbfleisch hergestellt. Den größten Anteil liefern dabei Frankreich und Italien, die auch den höchsten Verbrauch haben.
Herstellung
Als Kalbfleisch darf es laut EU-Vorschrift dann bezeichnet werden, wenn das Tier bei der Schlachtung nicht älter als 8 Monate war. In Deutschland werden die Kälber meistens im Alter von ca. 22 Wochen geschlachtet. Je nach Haltung variiert die Farbe des Fleisches.
Saison
Kalbfleisch kann man das ganze Jahr über kaufen.
Familie & Arten
  • Kalbsrücken eignet sich gut für ganze Braten – mit oder ohne Knochen. Aus dem Rücken werden Steaks und Koteletts geschnitten.
  • Kalbsfilet ist das zarteste Stück. Es wird nicht im Ganzen verwendet, sondern als Filetsteak, Medaillon der Geschnetzeltes zugeschnitten.
  • Kalbskeule besteht aus Oberschale für Schnitzel und Braten, Unterschale für feines Schmorfleisch, Nuss bzw. Kugel für Schnitzel, Steaks und Braten.
  • Schulter oder Bug verwendet man für Braten, Geschmortes oder Hackfleisch.
  • Kalbsbrust wird meist am Stück mit feiner Füllung gegart. Die fettigere Querrippe eignet sich für Ragouts oder Hackfleisch.
Merkmale
Im Gegensatz zu Rindfleisch sieht Kalbfleisch deutlich heller aus. Kalbfleisch ist generell sehr fettarm – das Fleisch von ganz jungen Kälbern und Milchkälbern enthält fast gar kein Fett.
Verwendung

Die bekanntesten Gerichte mit Kalbfleisch stammen aus Italien: Saltimbocca ist Kalbfleisch mit Schinken und Salbei umwickelt. Kalbsschnitzel in einer feinen Zitronensauce mit Süßwein ist bekannt als Scaloppine, geschmort mit Tomaten als Ossobuco und eingelegt in Thunfischsauce heißt es Vitello Tonnato. Zudem kennt man Kalb natürlich auch in unseren Landen: Ein beliebter Klassiker ist Kalbsleber „Berliner Art“ mit gebratenen Apfelscheiben und Zwiebelringen.

Nährwerte
In Kalbfleisch findet sich in beachtlicher Menge das Vitamin B12, das nur in tierischen Produkten vorkommt. Es hat aber noch mehr zu bieten: Neben einem hohen Eisenanteil findet man noch Zink, Kalium und Phosphor darin.
Lagerung & Aufbewahrung

Bevor Kalbfleisch in den Handel kommt, sollte es 2–3 Tage reifen. Lagern Sie es nach dem Kauf am besten in einer Schale mit Deckel, Folie oder einem feuchten Tuch bedeckt. Tipp: Vermeiden Sie, dass das Fleisch im eigenen Saft liegt. Tiefgekühlt ist Kalbfleisch 8–10 Monate haltbar.

Qualität & Einkauf

Achten Sie beim Kauf von Kalbfleisch auf die Farbe: Fleisch vom Milchkalb ist cremig-weiß bis zartrosa, anderes Kalbfleisch generell etwas dunkler. Außerdem glänzt frisches Kalbfleisch matt und fühlt sich elastisch, aber nicht zu fest an. Es hat eine feine Fettmarmorierung und duftet sehr frisch.

Gesundheit & Wirkung
Kalbfleisch entpuppt sich als wahrer Diätunterstützer: Es ist fettarm und für den Körper leicht verdaulich. Wer seine Blutbildung verbessern will, der kann gut auf dunkles Kalbfleisch zurückgreifen – denn die dunkle Färbung ist ein Zeichen für einen hohen Eisengehalt.