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Kiwi

Kiwi

Dt.: Kiwi; engl.: kiwi ; frz.: kiwi

Raue Schale, weicher Kern? Das trifft durchaus auf die Kiwi zu. Denn das grüne Fruchtfleisch ist sehr schmackhaft und steckt zudem voller Vitamine.

Geschichte

Bei Kiwis denkt jeder gleich an Neuseeland. Dabei liegt ihr Herkunftsort mehr als 10.000 km davon entfernt, in China. Angefangen hat die Geschichte der Kiwi 1904 mit der Lehrerin Isabel Fraser, die das Wanganui College in Neuseeland leitete und eine Missionsschule in China besuchte. In ihrem Reisegepäck brachte sie Samen des Mihou Tao Busches mit zurück. Diesen Samen pflanzte der Gärtner Alexander Allison 1906 ein. Im Jahre 1910 trugen die ersten Büsche Früchte. Sie sahen aus wie große Stachelbeeren. Damals nannte man die leckeren Früchtchen erst einmal chinesische Stachelbeeren, auch „chinese gooseberry“ genannt.

Erst im Jahre 1940 wurde die Kiwi kommerziell angebaut. Ihren heutigen Namen erhielt die Frucht im Jahr 1959 nach dem kleinen neuseeländischen Landvogel Kiwi. Und in der Tat: mit seinem prallen Bauch und den hellbraunen Federn ähnelt er ein bisschen der Kiwi.

Herkunft

Die Früchte der strauchartigen Kletterpflanze sind ursprünglich in China beheimatet. Heute ist Neuseeland führender Produzent von Kiwis, gefolgt von Frankreich, USA, Italien, Spanien und Japan.

Saison

Kiwis sind das ganze Jahr über erhältlich. Im April werden sie aus Chile geliefert. Ergänzt wird das Angebot von Juni bis November mit Früchten aus Neuseeland. Die europäische Saison beginnt im Oktober und geht bis etwa Ende Mai. Dann kommen die Früchte meistens aus Italien, Griechenland und Frankreich.

Familie & Arten

Die Kiwi wird auch als chinesische Stachelbeere oder chinesischer Strahlengriffel bezeichnet. Ihr wissenschaftlicher Name lautet Actinidia chinensis.

Die Sorte „Hayward“ mit ihren etwa 6 cm großen Früchten und ihrem smaragdgrünen Fruchtfleisch liefert dabei den Großteil der weltweit gehandelten Kiwis. Sie schmeckt süß-säuerlich und erinnert auch geschmacklich an eine Kombination aus Stachelbeere, Erdbeere und Melone.

Mittlerweile hat die Kiwi auch eine Schwester mit gelbem Fruchtfleisch – „Yellow River“ und „Golden Heart“ – bekommen, die nach Mango, Pfirsich, Melone und Honig schmeckt.

Merkmale

Warm und windgeschützt, so muss der Standort der Pflanze sein. Sie bildet meterlange Triebe, hat dichtes Laub und weiße bis rosafarbene Blüten. Die Kiwi ist zweihäusig, das heißt eine Pflanze trägt nur männliche oder nur weibliche Blüten. Für die Bestäubung der weiblichen Blüten müssen folglich Pflanzen mit männlichen Blüten in der Nähe wachsen und zeitgleich blühen. Wer hätte das gedacht? Eine einzelne Pflanze kann bis zu 1.000 Früchte tragen. Die Kiwi ist übrigens eine nachreifende Frucht. Sie wird in unreifem Zustand per Hand geerntet.

Verwendung

Die rohe Kiwi enthält eiweißspaltende Enzyme. Deshalb verträgt sie sich nicht mit Milchprodukten. Ihr Saft verhindert zudem, dass Gelatine fest wird. Abhilfe schafft da kurzes Dünsten mit etwas Zucker, Wasser oder Saft.

Kiwis sind eine prima Ergänzung zu eiweißreichen Speisen, zum Beispiel als Dessert. Denn das Enzym erleichtert in diesem Fall die Verdauung der Eiweiße. Kiwis können roh gegessen werden. Darüber hinaus eignen sie sich zum Garnieren von Salaten oder Desserts oder zum Verfeinern verschiedener Speisen.

Nährwerte

Eine Kiwi enthält etwa so viel Vitamin C wie ein Erwachsener täglich benötigt. Zudem ist sie reich an Vitamin A und D sowie Kalium und Eisen. Dabei enthalten 100 g Kiwi gerade einmal 50 kcal und nur 1 g Fett.

Lagerung & Aufbewahrung

Die Früchte werden hart geerntet, sofort kühl gelagert und reifen dann nach. Unreife Kiwis sollte man bei Zimmertemperatur nachreifen lassen. Gekühlt halten sich reife Kiwis noch zwei bis drei Tage. Danach verlieren sie jedoch schnell an Aroma.

Qualität & Einkauf

Die Qualität ist leider sehr unterschiedlich. Gibt die Kiwi auf leichten Druck etwas nach, so ist die Frucht reif. Wenn die Kiwi innen glasig aussieht und der weiße Stiel ziemlich hart ist, ist das ein Zeichen dafür, dass die Frucht zu früh geerntet wurde. Sie schmeckt dann meistens fade. Finger weg von allzu weichen Kiwis! Sie sind überlagert und schmecken meistens leicht vergoren.

Gesundheit & Wirkung

Eine Kiwi liefert nicht nur große Mengen an Vitamin C, sie ist auch reich an Bioaktivstoffen. Diese stärken das Immunsystem. Außerdem regt der Genuss von Kiwi die Verdauung an. Das in der Kiwi enthaltene Pektin schützt vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes. Die enthaltene Chlorogensäure besitzt die Fähigkeit, Krebstumoren vorzubeugen.