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Liebstöckel

Liebstöckel

Dt.: Liebstöckel; engl.: lovage; frz.: livèche

Dieses feine Gewürz ist auch als „Maggikraut“ bekannt. Von seinem Geschmack abgesehen hat es aber mit der Flüssigwürze wenig gemein.

Geschichte

Es wird angenommen, dass die Pflanze bereits in der Antike eine große Bedeutung gespielt hat. In alten Kräuterbüchern wurde Liebstöckel nämlich als Würz- und Heilkraut beschrieben. Der Pflanze wird auch eine aphrodisierende Wirkung nachgesagt. Durch die Verarbeitung der Wurzel in Speisen sollte früher dem Mann zu neuer Liebeskraft verholfen werden. Die Samen wurden außerdem in die Schuhe von Frau oder Mann gestreut. Sie sollten das „Liebesfeuer“ der angebeteten Person erhitzen und so die „fleischliche Lust“ fördern.

Herkunft

Botaniker vermuten als ursprüngliche Heimat von Liebstöckel den Iran. Die Römer brachten das Kraut dann vermutlich von ihren Eroberungsfeldzügen mit nach Europa. Dort gedeiht er jetzt ganz prächtig. In Deutschland liegen die Hauptanbaugebiete vor allem in Thüringen und Süddeutschland.

Saison

Die ersten, noch zarten Liebstöckelblätter sprießen im März und April. Später im Jahr werden die Blätter größer und kräftiger und noch bis in den Spätsommer hinein geerntet.

Familie & Arten

Liebstöckel heißt wissenschaftlich Levisticum officinale und ist eine Pflanzenart aus der Familie der Doldenblütler. Im Volksmund wird der Liebstöckel auch häufig als Maggikraut, Saukraut, Luststock oder Liebstengel bezeichnet.

Merkmale

Die bis zu 2 m hohe Staude hat dicke röhrige Stängel, dunkelgrüne, gefiederte, glänzende Blätter und dicke Dolden aus blassgelben Blüten. Alle Pflanzenteile enthalten Aromastoffe und können daher in der Küche verwendet werden.

Verwendung

Liebstöckel erinnert geschmacklich ein wenig an Sellerie und Suppengrün. Damit sich der Geschmack optimal entfaltet, werden die Blätter mitgekocht. Auch die Samen haben einen raffinierten Geschmack und geben Ihren Gerichten den gewissen Pfiff.

Das Gewürz passt perfekt zu deftigen und rustikalen Gerichten. Ein schöner Bauernsalat, eine Gemüsesuppe, Leber-Pastete oder eine Sauce zum Schweinebraten bekommen durch Liebstöckel eine besondere Note. Auch ein mit dem Gewürz frisch zubereiteter Kräuterquark schmeckt prima. Als blanchiertes Gemüse lassen sich die jungen Triebe verzehren und die Stängel schmecken besonders kandiert. Pfiffig: Aromatisieren Sie eine Flasche Essig mit Liebstöckel und Estragon.

Nährwerte

Neben ätherischem Öl enthält Liebstöckel außergewöhnlich viel Vitamin C, Vitamine der B-Gruppe sowie die Mineralstoffe Kalzium, Eisen und Kalium.

Lagerung & Aufbewahrung

Wer Geschmack und Inhaltsstoffe des Liebstöckels optimal bewahren will, sollte die frischen Blätter grob hacken, in eine Gefrierdose geben und kühlen. Getrocknete Blätter verlieren nach etwa 6 Monaten ihre Würzkraft. Da Liebstöckel schnell von Insekten befallen wird, sollte das Gewürz dunkel aufbewahrt werden.

Qualität & Einkauf

Meist auf Wochenmärkten ist das ganze Jahr über frischer Liebstöckel als Bund oder in Töpfen erhältlich. Auch getrocknet, gerebelt und gemahlen kommt er in den Handel.

Gesundheit & Wirkung

In der Naturmedizin wird die Pflanze in erster Linie bei Verdauungsbeschwerden eingesetzt. Liebstöckel kann die Verdauung fördern und gleichzeitig den Appetit anregen. Entweder wird aus den Blättern, den Samen oder der Wurzel ein Tee oder eine Tinktur hergestellt oder man würzt das Essen mit dem Samen oder den Blättern der Pflanze. Wegen seiner harntreibenden Wirkung wird Liebstöckel-Wurzeltee häufig zur Behandlung von Harnwegs-Infekten eingesetzt.