Martinsgans

Eine Gans – 3 Legenden

Martinsgans zu St. Martin oder Weihnachten ist Tradition

Bei vielen Familien ist es Tradition nach dem St. Martins-Umzug gemeinsam einen Gänsebraten zu essen – die sogenannte Martinsgans.

Etwa 10 Millionen Gänse werden in Deutschland jeden Herbst verspeist. Da fragen wir doch mal nach: Wie entstand die Tradition? Es gibt 3 Legenden, die versuchen den Brauch zu erklären.

 

Legende 1

Martin lebte um das Jahr 371 in dem kleinen, beschaulichen Ort Tours in Frankreich. Er teilte damals als Soldat seinen Mantel, um einen armen Mann vor dem Erfrieren zu retten. Dann wurde er gläubiger Mönch und daraufhin sollte er zum Bischof geweiht werden. Martin war ein bescheidener Mann und fühlte sich dem nicht würdig. In seiner Not versteckte er sich in einem Gänsestall. Die Gänse schreckten auf und machten durch ihr Geschnatter viel Lärm. So wurde der Bauer aufmerksam und Martin entdeckt. Er konnte also zum Bischof geweiht werden. Als Erinnerung daran wird traditionell am Martinstag Gans gegessen.

Legende 2

Die Begebenheit, die zur 2 Legende wurde, handelt als Martin bereits zum Bischof geweiht wurde. Er wollte vor seiner Gemeinde während der Messe seine Predigt halten. Da kam eine wie wild schnatternde Gans in die Kirche. Dieser Lärm hat natürlich die Messe gestört, darum wurde die Gans eingefangen. Später verspeiste man sie bei einem großen Festessen gemeinschaftlich.

Legende 3

Historiker halten diese 3. Variante für die glaubwürdigste. Am Jahresende wurden im Mittelalter die Löhne ausgegeben und Steuern eingezogen. Traditionell war der Martinstag der Stichtag für die Zahlungen. Da viele Leute Gänse hielten, wurden das Federvieh häufig zum Begleichen der Steuer verwendet. Meistens war am Stichtag auch eine Festlichkeit wie eine Kirmes oder ein Tanzabend. Zu dieser Gelegenheit bot es sich an, eine Gans zu schlachten.

Was mag stimmen?

Die Tradition der Martinsgans stammt also genauso wie die Geschichte des St. Martin ansich aus Frankreich. 

Welche der 3 Legenden auch stimmen mag – In geselliger Runde eine Gans zu verspeisen ist ein schönes Ritual. So wird der Herbst zur kulinarischen Jahreszeit.