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Mispel

Mispel

Dt.: Mispel, frz.: néflier, engl.: medlar

Die Mispel war lange Zeit in Vergessenheit geraten, feiert aber jetzt ihr Comeback: Gelees, Marmeladen & Co. bekommen mit dem kleinen Früchtchen eine ganz besondere Note.

Geschichte

Die Römer brachten die Mispel nach Europa. Ab jenem Zeitpunkt war sie aus Kloster- und Bauerngärten nicht mehr wegzudenken.

Darum kannte man dieses Obst bis vor ca. 100 Jahren in Deutschland noch überall, jedoch verlor sie dann mehr und mehr an Aufmerksamkeit. Mittlerweile finden wir die kleine Frucht wieder vermehrt im Angebot.

Herkunft

Die Mispel stammt aus Südosteuropa und Vorderasien. Dort wurde sie schon vor 3.000 Jahren angebaut. Sie ist aber schon seit Jahrtausenden in ganz Süd-, West- und Mitteleuropa bekannt.   

Saison

Die Mispel gibt's bei uns von August bis Anfang November.

Familie & Arten

Die Mispel gehört zu den Steinobstgewächsen und zur Familie der Rosengewächse. Sie ist eng verwandt mit den Zwergmispeln, den Felsenbirnen und dem Weißdorn.

Merkmale

Ausgereifte Mispelfrüchte haben eine rot-braune bis grünlich-braune Farbe. Die Größe ähnelt der einer Zwetschge. In der Regel sind sie sehr hart und sehen an einer Seite wie eingedrückt aus.

Sie haben eine aufklaffende Fruchtspitze, die 5 schmale Kelchblätter enthält.

Die Frucht ist erst im überreifen Zustand genießbar. Dann schmeckt sie herrlich süß mit einer angenehmen Note von Säure und einem fruchtig-frischen Aroma. Geschmacklich ähnelt die Mispel Aprikosen und Pfirsichen. Daher kennt man sie auch unter dem Namen "Brasilianische Aprikose".

Bei uns ist die Mispel nicht sehr bekannt. Ihr korrekter, eingetragener Name ist "japanische Wollmispel", da die Frucht ursprünglich aus Japan kommt und ihre Blätter an der Unterseite leicht behaart sind. Damit punktet sie auch bei Öko-Fans: In der "Wolle" bleiben Schädlinge, Spinnen usw. hängen und gelangen gar nicht erst zur Frucht. Daher lässt sich die Frucht theoretisch ohne Bedenken samt Schale essen.

Die rot-braune Frucht der Mispel wächst an einem sommergrünen Baum. Für optimales Wachstum benötigt er einen windgeschützten, sonnigen Platz. Er wird bis zu 6 m groß und hat eine ovale, ausladende Krone. Die Blätter sind bis zu 15 cm lang und an der Unterseite behaart. Ende Mai zeigt der Baum rund 5 cm große Blüten mit weißer Färbung.

Bei der Ernte sind die Früchte noch sehr hart. Nach ein paar Tagen in der Kühlung werden sie aber weich und aromatisch.

Verwendung

Mispeln schmecken roh und gegart sehr lecker. Meistens werden sie jedoch zu Marmelade, Mus, Püree, Kompott oder Saft verarbeitet.

Außerdem passt die Frucht wunderbar zu Äpfeln und anderen Wildfrüchten. Probieren Sie doch mal eingelegte Mispelfrüchte – ein wahrer Gaumenschmaus! 

Nährwerte

Die Frucht überzeugt mit gerade mal 44 Kalorien pro 100 g. Außerdem enthält sie auf 100 g 0,5 g Eiweiß, nur 0,2 g Fett und 10,6 g Kohlenhydrate. Sie kommt außerdem mit einem großen Anteil an Beta Carotin und Vitamin B2 daher. In ihr stecken auch eine Menge Kalium, Kalzium, Phosphor, Magnesium und Eisen.

Lagerung & Aufbewahrung

Mispeln lassen sich im weichen, reifen Zustand ca. 5 Tage lang lagern.

Qualität & Einkauf

Wenn Sie Mispeln aus Spanien oder aus der Türkei kaufen, haben sie oft braune Flecken. Dies zeigt aber keineswegs, dass die Früchte nicht mehr genießbar sind, sondern im Gegenteil: Dann sind sie zu 100 % reif. Weiches Fruchtfleisch deutet ebenfalls auf eine reife Frucht hin. 

Gesundheit & Wirkung

Gekochte Mispeln sollen stopfend wirken; daher verwendet man sie häufig gegen Durchfall. Dazu können sie bei entzündeten Darmschleimhäuten helfen. Außerdem sollen sie dank ihres Pektingehalts den Cholesterinspiegel senken.