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CHEFS Inspiration Genusswelt Gerichte mit Geschichte Osterlamm
Vom Passahlamm zum Ostergebäck

Ob klassisch mit Puderzucker bestäubt, aus feinem Rührteig gebacken oder mit einer kleinen Fahne geschmückt: Das Osterlamm gehört für viele ganz selbstverständlich zum Osterfest dazu. Kein Wunder, denn hinter dem beliebten Gebäck steckt eine lange Tradition. Es verbindet Osterbrauchtum, Symbolik und Backkunst auf besonders schöne Weise. 

Schon seit Jahrtausenden gilt das Schaf als Sinnbild für Leben und Versorgung. Es lieferte nicht nur Nahrung wie Fleisch, Milch und Käse, sondern auch Wolle für Kleidung. Gleichzeitig spielte das Lamm in vielen Kulturen eine wichtige Rolle als Opfertier. Auch im Judentum ist es eng mit dem Passahfest verbunden und hat dort eine besondere religiöse Bedeutung. 

 
Osterlamm mit Puderzucker

Symbol für Leben, Reinheit und Opferbereitschaft

Im Christentum wurde das Lamm zu einem der wichtigsten Ostersymbole. Jesus Christus wird im Neuen Testament als das „Lamm Gottes“ – Agnus Dei – bezeichnet. Damit steht das Lamm für Opfer, Erlösung, Reinheit und Frieden. Gerade an Ostern, wenn Tod und Auferstehung Jesu im Mittelpunkt stehen, ist dieses Bild bis heute besonders präsent. 

So fand das Lamm schließlich auch seinen Weg in die Backstube. Während es im Judentum fest zum Passahfest gehört, bereitete sich das Christentum in der Fastenzeit auf Ostern vor. Aus dieser Verbindung von religiöser Bedeutung und gelebtem Brauchtum entwickelte sich nach und nach der Brauch, ein Lamm aus Teig zu backen. Das Osterlamm wurde damit nicht nur zu einem festlichen Gebäck, sondern auch zu einem sichtbaren Zeichen für Ostern. 

Gelebte Tradition

Bereits Urkunden aus dem späten 16. Jahrhundert belegen, dass Osterlämmer damals schon gebacken wurden. Bis heute hat das Gebäck seinen festen Platz auf der Ostertafel und gehört für viele genauso zu Ostern wie Hefezopf und bunt gefärbte Eier. Gerade diese Mischung aus Geschichte, Tradition und Genuss macht das Osterlamm zu einem echten Klassiker der Osterzeit.