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GV-Rezepte

AbendbeilageAvocadocreme mit Focaccia

(0)

Portionsgröße: 155 g

 
  10 
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Avocadocreme

Portionsgröße: 50 g 
  • 720 g
    Avocados
  • 3,0 ml
    Zitronenöl
  • 3,0 ml
    Chiliöl
  • 15,0 ml
    Limettensaft
  • 2,0 g
    Meersalz
  • 1,0 g
    Pfeffer Cuvée

Die Avocado halbieren, entkernen und das Fleisch aus der Schale schaben. Öl, Limettensaft und Gewürze zugeben. Mit einer Gabel zerdrücken.

Paprikasalat

Portionsgröße: 20 g 
  • 250 g
    rote Paprikaschoten
  • 10,0 ml
    extra natives Olivenöl
  • 10,0 ml
    Limettensaft
  • 1,0 g
    Meersalz
  • 0,50 g
    Pfeffer Cuvée

Paprika putzen und waschen und in feine Streifen schneiden. Mit den restlichen Zutaten marinieren.

Focaccia

Portionsgröße: 80 g 
  • 28,0 g
    frische Hefe
  • 370 ml
    Wasser
  • 20,0 g
    Zucker
  • 535 g
    Weizenmehl (Type 405)
  • 17,0 g
    Meersalz
  • 170 ml
    extra natives Olivenöl

Die Hefe in der Hälfte des lauwarmen Wassers auflösen und den Zucker dazugeben. Die Hälfte des Mehls in eine Schüssel geben und eine Mulde hineindrücken. Die angerührte Hefe in diese Mulde gießen und mit etwas Mehl verrühren und bedecken. Den so entstandenen Vorteig für ca. 15 Minuten gehen lassen.

Anschließend das restliche Wasser zum Vorteig geben, den Rest Mehl unterheben und alles zu einem glatten Teig verkneten. Anschließend den Teig ca. 1 Stunde in einer Schüssel mit einem feuchten Tuch abgedeckt gehen lassen.

Nun den Teig in 80 g Portionen aufteilen und zu Fladen formen. Diese weitere 15 Minuten gehen lassen. Auf ein geöltes Backblech legen und mit Olivenöl bepinseln.

Nach Belieben noch einige Meersalzflocken und Kräuter darauf verteilen.

Den Focaccia-Teig im vorgeheizten Ofen ca. 15 Minuten bei 180 °C goldbraun backen.

Focaccia aus dem Ofen nehmen. Nach dem Backen das restliche Olivenöl auf die Fladen streichen.

Garnitur

Portionsgröße: 5 g 
  • 50,0 g
    Lauchzwiebeln
  • 20,0 g
    ungeröstete Erdnusskerne

Die Lauchzwiebeln in feine Ringe schneiden. Die Erdnüsse zerstoßen.

Profi-Tipp

Um die Creme zu lagern, den Kern der Avocado hineinlegen. Luftdicht und dunkel aufbewahren, so hält sie am besten und wird nicht braun.

Unsere Empfehlung zum Anrichten

Avocadocreme auf das Focaccia streichen und mit dem Paprikasalat, zerstoßenen Erdnusskernen und Frühlingslauch garnieren

 

Nährwerte für das gesamte Rezept

Nährwertepro 100 gpro Portion
Kilojoule (kJ)1.172,9 kJ1.818,0 kJ
Kilokalorien (kcal)281,9 kcal437,0 kcal
Fett (g)16,2 g25,1 g
... davon gesättigte Fettsäuren (g)0,9 g1,4 g
Kohlenhydrate (g)28,7 g44,5 g
... davon Zucker (g)3,0 g4,6 g
Eiweiß (g)4,8 g7,4 g
Salz (g)1,3 g1,9 g

Lebensmittelinformations-Verordnung – was ist zu beachten?

Seit Dezember 2014 sind Verpflegungsbetriebe verpflichtet, ihre Tischgäste über Zutaten zu informieren, die allergische Symptome oder Unverträglichkeitsreaktionen auslösen können. Erfahren Sie, welche das sind und was Sie zu beachten haben ...

Lebensmittelinformations-Verordnung

Allergene in den Rezept-Komponenten

Focaccia
Glutenhaltiges Getreide und -erzeugnisse
Weizen und Weizenerzeugnisse
Garnitur
Erdnüsse und -erzeugnisse
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Avocado 

Avocado

Produktname: Dt.: Avocado, engl.: avocado, frz.: avocat

Immer wieder zaubert die Avocado eine exotische Note in unsere Gerichte. Aber nicht nur ihr Geschmack peppt Speisen auf, auch beim Thema Gesundheit sammelt sie ordentlich Pluspunkte.

Geschichte

Die Avocado ist der Durchstarter des letzten Jahrhunderts: Vor knapp 40 Jahren kannte sie in Europa fast niemand. Heute erfreut sie sich an immer größerer Aufmerksamkeit.

Herkunft

Ihren Ursprung findet die Avocado in Südmexiko. Im tropischen und subtropischen Zentralamerika verspeisen die Einwohner die Avocado schon seit 10 000 Jahren. Im Laufe des 19. Jahrhunderts gelangte die Avocado dann über Spanien in die restliche Welt.

Familie & Arten

Die Avocado gehört zur Familie der Lorbeergewächse, wie beispielsweise auch Lorbeer, Kampferbaum und Zimtbaum. Auch wenn die Avocado bei der Verwendung wie Gemüse behandelt wird, gehört sie zum Obst.

Merkmale

Früher war die Avocado unter den Namen Butterfrucht, Butterbirne oder Alligatorbirne bekannt.

Es gibt um die 400 Sorten. Dabei sieht jede anders aus: Die Früchte variieren von 200 g bis 2 kg. In Deutschland sind hauptsächlich die Sorten "Fuerte" und "Hass" im Handel.

Die Schale der "Fuerte" ist glatt und grün. Die Frucht ist mittelgroß bis groß. Das Fruchtfleisch ist hellgrün und ihr Geschmack ist mild.

Die Sorte "Hass" schmeckt nussig. Die Schale ist dunkel und uneben.

Avocados wachsen an einem strauchigen Baum. Dieser kann bis zu 15 Meter hoch werden und ist immergrün. Die Blüten sind klein und gelbgrünlich.

Verwendung

Damit Sie das Fruchtfleisch der Avocado verarbeiten können, schneiden Sie die Frucht der Länge nach auf und somit um den Kern herum. Wenn Sie jetzt die beiden Hälften jeweils in die entgegengesetzte Richtung drehen, löst sich eine Seite vom Kern.

Wenn Sie nur eine Hälfte der Avocado verwenden wollen, sollten Sie die Seite ohne Kern verwenden. Die andere Hälfte bleibt aufgrund der Enzyme im Kern länger haltbar. Auch Zitronensaft macht das Fruchtfleisch länger haltbar. Dazu einfach etwas Saft auf das Fruchtfleisch tropfen lassen. So verhindern Sie, dass das Fruchtfleisch schwarze Flecken bekommt.

Avocados sind ein fester Bestandteil in der Zutatenliste von Guacamole – der pikante Dip schmeckt einfach köstlich zu Tacos, Gegrilltem oder Garnelen. Aber auch in Wraps machen Avocados immer wieder eine gute Figur.

Wenn Sie das Fruchtfleisch der Avocado mit einer Gabel zerdrücken und es mit Zitrone, Salz und Pfeffer abschmecken, zaubern Sie kinderleicht und blitzschnell einen köstlichen Brotaufstrich. Auch das Avocadoöl ist oft auf dem Markt zu finden: Es soll gegen trockene Haut helfen.

Gewürfeltes und in Spalten geschnittenes Fruchtfleisch peppt Salate auf. Besonders gut harmoniert Avocado zu Garnelen, Tomaten und Lachs. Probieren Sie es doch mal aus!

Nährwerte

Die Avocado enthält eine große Menge an Vitamin A, Alpha-Carotin, Beta-Carotin, Biotin und Vitamin E.

Bei 100 g enthält sie 130 Kilokalorien, 1,5 g Eiweiß, 12 g Fett und 3,6 g Kohlenhydrate.

Lagerung & Aufbewahrung

Beim Kauf sind die meisten Avocados noch nicht reif. Daher sollten Sie sie niemals im Kühlschrank aufbewahren, da sie sonst nicht nachreifen können. Bei Zimmertemperatur haben Avocados die perfekten Gegebenheiten, um den optimalen Reifegrad zu erreichen. Um den Reifungsprozess zu beschleunigen, wickeln Sie die Avocado zusammen mit einem Apfel in Papier ein. Der Apfel schüttet das Gas Ethylen in hohen Mengen aus, was zum vorzeitigen Reifen der Avocado führt.

Hat die Avocado dann den optimalen Reifegrad erreicht, können Sie sie problemlos im Kühlschrank aufbewahren.

Qualität & Einkauf

Nahezu jeder Großhandel hat Avocados im Angebot. Manchmal tragen die Früchte ein Etikett mit "verzehrfertig". Dann können Sie die Avocado ohne Probleme sofort verarbeiten und servieren. Vorsicht: Wenn das Fruchtfleisch braune und schwarze Stellen aufweist, sollten Sie die Avocado auf keinen Fall servieren, denn dann beginnt sie bereits zu verderben.

Die Schale von reifen Avocados geben bei leichtem Fingerdruck nach. Unreife Früchte sind steinhart, reifen aber bei Zimmertemperatur schnell nach.

Gesundheit & Wirkung

Die Avocado enthält viele einfach ungesättigte Fettsäuren. Diese spenden der Haut die nötige Feuchtigkeit. Die Omega-9 Fettsäuren tragen dazu bei, dass Rötungen und Reizungen gelindert werden. Daher wird Avocadoöl oftmals in Cremes und Lotions verarbeitet.

Die vielen ungesättigten Fettsäuren sollen sogar beim Fettabbau helfen. Außerdem trägt die Avocado zu einem gesunden Herz-Kreislauf-System bei. Sie soll auch positiv gegen die Entstehung von Diabetes und Arthritis wirken.

Pfeffer 

Pfeffer

Produktname: Dt.: Pfeffer; engl.: pepper ; frz.: poivre

Wussten Sie, dass Pfeffer heute das meist gehandelte Gewürz ist? Etwa 200.000 Tonnen werden jährlich umgeschlagen. Kein Wunder! Schließlich ist er aus fast keinem Gericht wegzudenken. Ob Profi oder Hobbykoch – jeder greift täglich zur Pfeffermühle.

Geschichte

Schon seit sehr langer Zeit spielt Pfeffer eine überragende Rolle: Wäre das Gewürz nicht gewesen, hätte Kolumbus vielleicht nie Amerika entdeckt!

Die Heimat der Pflanze ist nämlich Indien. Dort wurde Pfeffer vermutlich schon um 2000 v. Chr. als Gewürz verwendet. Alexander der Große brachte ihn im 4. Jahrhundert v. Chr. von seinen Indienfeldzügen mit nach Europa. Und so kamen schon die Menschen im Römischen Reich in den Genuss gepfefferter Speisen.

In den folgenden Jahrhunderten entwickelte sich ein reger Pfefferhandel: Das Gewürz kam auf dem Landweg über den Vorderen Orient nach Europa; wegen der langen Transportwege war es sehr teuer. Die zentralen Umschlagplätze für den Handel mit Pfeffer waren die südarabischen Küstenstriche und Alexandria in Ägypten. Darauf folgte zunächst Rom. Später, nach dem Zerfall des Römischen Reiches, übernahmen Venedig und Genua den Pfefferhandel. So kamen die Städte zu unermesslichem Reichtum.

Im Mittelalter wurden auch Augsburg und Nürnberg durch den Pfeffer berühmt. Die dortigen Kaufleute verkauften das Gewürz teilweise mit 600-prozentigem Aufschlag. Aus dieser Zeit kommt der Begriff „Pfeffersack“: So nannte man Menschen, die durch Pfeffer reich wurden.

Um den Wucherpreisen der Pfeffersäcke zu entgehen – und um selbst am kostbaren Gewürz zu verdienen – wollte man in Europa bald das „Land, wo der Pfeffer wächst“ finden. Und so brach auch Kolumbus auf, den Seeweg nach Indien zu erforschen.

Wirklich gefunden hat ihn erst 1498 der portugiesische Seefahrer Vasco da Gama. Von da an konnte man die arabischen Zwischenhändler umgehen. Später gelangte so der Gewürzhandel in die Hände der Engländer und Holländer. Die Bedeutung der orientalischen Häfen sank – und die einfacheren Transportwege machten den Pfeffer bald für jedermann erschwinglich.

Herkunft

Das Sprichwort, man solle dorthin gehen, wo der Pfeffer wächst, kommt nicht von ungefähr: Auch heute noch sind die Anbaugebiete von Pfeffer weit von Deutschland entfernt. Neben Indien gehören aber mittlerweile auch Indonesien, Brasilien, Malaysia, Thailand, Vietnam und China zu den größten Pfefferproduzenten.

Familie & Arten

Der Echte Pfeffer, wissenschaftlich Piper nigrum genannt, gehört zur Familie der Pfeffergewächse. Je nach Reifegrad der Pfefferbeeren gewinnt man unterschiedliche Pfeffersorten:

  • Für grünen Pfeffer werden unreife Pfefferbeeren entweder schnell getrocknet oder in Salzlake eingelegt. Manchmal werden sie auch gefriergetrocknet. Grüner Pfeffer schmeckt mild und frisch.
  • Für schwarzen Pfeffer erntet man noch grüne, ungeschälte Beeren, lässt sie zum Fermentieren liegen und trocknet sie danach in der Sonne. So werden sie schwarz und schrumpelig. Schwarzer Pfeffer ist sehr aromatisch und scharf.
  • Weißer Pfeffer entsteht, wenn reife, rote Pfefferbeeren etwa 1 Woche eingeweicht werden. Danach entfernt man das Fruchtfleisch. Das anschließende Trocknen gibt den Beeren ihre weißgelbe Farbe. Sie schmecken weniger aromatisch, sind dafür aber genauso scharf wie schwarzer Pfeffer.
  • Roter Pfeffer besteht aus vollreifen, ungeschälten Pfefferbeeren. Direkt nach der Ernte werden sie in Salzlake eingelegt. Roter Pfeffer hat eine süßlich-fruchtige Geschmacksnote und ist eher selten erhältlich.
Merkmale

Als mehrjährige, immergrüne Kletterpflanze wächst Pfeffer bis zu 10 m an Bäumen oder Rankhilfen empor. In Kultur wird er allerdings auf 3–4 m Höhe gehalten. Er zeigt große, herzförmige Blätter und unauffällige, winzige Blüten, die in 10 cm langen Ähren zusammenstehen. Daraus entstehen 2-mal im Jahr die Fruchtstände mit zahlreichen Pfefferbeeren.

Verwendung

Ohne Pfeffer wäre so ziemlich jedes Gericht fade. Doch welcher Pfeffer würzt welche Speisen am besten? Als Faustregel gilt: Weißer Pfeffer für helle Gerichte, schwarzer Pfeffer für dunkle.

So gibt letzterer gegrilltem und kurzgebratenem Fleisch, Wild, Eintöpfen, Suppen, Saucen, Marinaden und Pasta den richtigen Pfiff.

Weißer Pfeffer passt gut zu Fisch und Meeresfrüchten, Geflügel, hellen Saucen und Suppen sowie Kartoffelgerichten.

Grüner Pfeffer peppt Lamm, Schweinebraten, Rouladen, Brotaufstriche und sogar Erdbeeren auf.

Roten Pfeffer nehmen Sie am besten zum Marinieren und Dekorieren; aber auch Schokoladendesserts und Wildgerichte werden damit zu etwas ganz Besonderem.

Nährwerte

100 g Pfeffer haben ca. 285 Kalorien, 10 g Eiweiß, 3,3 g Fett, 52 g Kohlenhydrate und etwa 13 g Ballaststoffe. Außerdem kommen die Mineralstoffe Kalium, Natrium, Magnesium und Kalzium darin vor.

Lagerung & Aufbewahrung

Ganze Pfefferkörner sind – trocken, lichtgeschützt und luftdicht verpackt – mehrere Jahre haltbar. Gemahlener Pfeffer hält sich etwa 3 Monate.

Qualität & Einkauf

Weil sein Aroma so schnell verfliegt, kaufen Sie am besten immer ganze Körner und mahlen sie nur bei Bedarf.

Gesundheit & Wirkung

Das Piperin im Pfeffer gibt dem Gewürz nicht nur seine Schärfe. Es hilft auch bei Krämpfen, rheumatischen Schmerzen, regt die Verdauung an und lindert sogar Husten. Weil der Stoff im Hirn einen Schmerzreiz auslöst, schüttet unser Körper Endorphine aus – unser Wohlbefinden steigt. Und wie auch das Capsaicin in Chili hemmt Pfeffer das Wachstum schädlicher Bakterien.

2- bis 3-mal täglich getrunken, soll z. B. bei Halsschmerzen und Erkältungen eine heiße Milch mit Honig, gewürzt mit etwas gemahlenem Pfeffer, hervorragend helfen. Ein Teelöffel Pfeffer in Pfefferminz- oder Zitronenblättertee sorgt für Entspannung bei Verstopfung.

Paprikaschote 

Paprikaschote

Produktname: Dt.: Paprika; engl.: sweet pepper; frz.: poivron doux

Die bunten Schoten bringen nicht nur Farbe auf den Teller, sie sind auch echte Vitamin-C-Bomben! Kein Wunder, dass Paprika mit zu den beliebtesten Gemüsesorten der Deutschen zählt.

Geschichte

Die Paprika gelangte mit Kolumbus von Amerika nach Europa. Damals wurde sie jedoch nur zur Zierde angepflanzt. Später dienten die würzigen Früchte ärmeren Leuten als Pfefferersatz. Um 1950 gelang es einem Ungarn, erstmals Paprika ohne bzw. mit wenig Capsaicin zu züchten. Dieser Wirkstoff ist nämlich für die Schärfe der Paprika verantwortlich. Somit konnte man endlich eine milde Paprika – die Gemüsepaprika – auf den Markt bringen.

Herkunft
Gemüsepaprika stammt – wie seine Schwester, die Gewürzpaprika – ebenfalls aus Mittel- und Südamerika. Heute gibt es Paprika auf allen Kontinenten. Die größte Vielfalt existiert jedoch immer noch in Mexiko und in der Karibik. Der Name Paprika ist übrigens ein ungarisches Wort und heißt übersetzt „süßer Pfeffer“.
Familie & Arten
Die Gattung Paprika ist unter dem wissenschaftlichen Namen Capsicum bekannt. Sie gehört zur Familie der Nachtschattengewächse ebenso wie die Kartoffel und die Tomate. Weltweit kennt man etwa 30 Arten der Paprika. Sie unterscheiden sich hauptsächlich durch den Schärfegrad und das Aussehen.
Merkmale

Paprika ist eine 1-jährige Pflanze, die bis zu 70 cm hoch wird. Sie hat breite, grüne Blätter und gelblich-grüne Blüten. Aus diesen entwickeln sich längliche, oder kegelförmige, glatte, rote Beerenfrüchte, die zwischen 6 und 12 cm lang sind.

Es gibt viele Dutzend Sorten, die in Farbe und Form, in der Größe und auch im Geschmack unterschiedlich sind. Die Paprikafrüchte können rund, spitz, glockenförmig, kugelig oder dünn, langgezogen und runzelig sein. Außerdem sind sie in zahlreichen Farben erhältlich. Es gibt sie von grün über gelb bis rot.

Die grünen Gemüsepaprika werden unreif geerntet. Grüne Paprika sind besonders frisch und knackig und besitzen einen leichten Bittergeschmack. Lässt man die Paprika weiter am Strauch reifen, so nehmen die Schoten zunächst eine gelbe und schließlich eine rote Farbe an. Mit der Reifung werden sie aromatischer und auch süßlicher. Neben Paprika in den Ampelfarben gibt es auch jede Menge Neuzüchtungen mit orangefarbener, brauner, weißer, violetter und sogar schwarzer Färbung.

Verwendung
Ob gekocht, gebraten, gefüllt oder überbacken – Paprika ist immer eine wahre Köstlichkeit! Gemüsepaprika schmeckt auch prima roh, zum Beispiel zu einem leckeren Dip oder im Salat. In der Sauce zu Reisgerichten oder auf der Pizza ist sie sehr lecker. Außerdem gibt es jede Menge europäische National-Gerichte, die auf die Paprika nicht verzichten können, wie zum Beispiel Ratatouille, Piperade oder Lesco.
Nährwerte

Unglaublich aber war: Die Paprika hat den höchsten Vitamin-C-Gehalt überhaupt. Sie übertrifft sogar alle Obstsorten! Eine halbe rote Paprika, roh verzehrt, deckt den täglichen Bedarf an Vitamin C.

Der Vitamin-C-Gehalt hängt jedoch vom Reifezustand der Paprikafrucht ab. Unreife Früchte enthalten etwa 60 bis 100 mg Vitamin C pro 100 g. Reife dagegen etwa das Doppelte. Außerdem enthalten 100 g Paprika nur 35 Kalorien und viele wertvolle Inhaltsstoffe. So weist die Paprika einen hohen Gehalt an Vitamin E, Provitamin A, Folsäure, Eisen und Kalium auf.

Lagerung & Aufbewahrung
Die Paprika mag es nicht zu kalt und nicht zu warm. Zur Lagerung empfehlen sich Temperaturen zwischen 8 und 10 Grad. Die Früchte sollten aber nicht länger als 5 Tage aufbewahrt werden.
Qualität & Einkauf
Glatt, glänzend und fest muss Paprika sein. Außerdem sollte sie einen Stiel haben. Leicht schrumpelige und weiche Schoten sind nicht mehr frisch.
Gesundheit & Wirkung

Bereits die amerikanischen Ureinwohner nutzten Paprika als Heilmittel gegen Zahnschmerzen und Arthrose. Das Vitamin C in roter Paprika kann Herz-Kreislauferkrankungen, Augenkrankheiten und bestimmten Krebsarten vorbeugen. Zudem stimulieren Paprika die Darmtätigkeit. Der Stoff Capsaicin, der ganz besonders in der roten Paprika enthalten ist, wirkt auch gegen Erkältungen.

Olivenöl 

Olivenöl

Produktname: Dt.: Olivenöl; engl.: olive oil; frz.: huile d’olive

Olivenöl gehört zur mediterranen Esskultur wie der Löffel zur Suppe. Und kein anderes Lebensmittel verbindet kulinarischen Genuss so gut mit gesundheitlichen Aspekten wie das „grüne Gold“ des Mittelmeeres. Aber wussten Sie schon, dass es genaugenommen ein Fruchtsaft ist?
Geschichte

Griechen, Römer, Hebräer und Ägypter kannten schon in der Antike den Ölbaum, dessen Früchte die Oliven sind. Auf Kreta war die Olive z. B. bereits 6000 v. Chr. ein wichtiges Nahrungsmittel. Die Dichter des Altertums priesen die kleine Frucht und ihr Öl in ihren Schriften an – nicht nur als Lebensmittel, sondern auch als Grundstoff für Heilsalben sowie Kosmetik und sogar als Lichtquelle.

Den Siegern bei Olympia wurde ein Kranz aus Ölzweigen gewunden, und auch in der griechischen Mythologie spielte der Ölzweig eine Rolle. Einer Sage nach wurde die Stadt Athen nach der Göttin Athene benannt, weil sie den Einwohnern den Ölbaum schenkte. Woher der Olivenbaum aber ursprünglich kommt, ist nicht ganz geklärt. Manche sagen, er stamme aus dem Gebiet zwischen dem Iran und Syrien, andere meinen, er komme aus Asien, wieder andere glauben, die Olive war immer schon im Mittelmeerraum zu Hause.

Herkunft

Weltweit gibt es heute ca. 750 Millionen Olivenbäume – rund 473 Millionen davon finden sich am Mittelmeer, vor allem in Spanien, Portugal, Italien, Griechenland, Tunesien und Frankreich. Sie wachsen aber auch in Japan, Afrika, Südamerika, Australien, Indien und China. Wenn es ums Produzieren von Olivenöl geht, hat Spanien die Nase vorn, Italien ist allerdings der größte Exporteur.

Familie & Arten

Der immergrüne Olivenbaum mit seinen silbrig glänzenden, graugrünen Blättern wird auch Echter Ölbaum genannt und gehört zur Familie der Ölbaumgewächse. Olea europaea, so der wissenschaftliche Name, wächst als reich verzweigter, im Alter knorriger Baum; er kann 10–20 m groß und mehrere 100 Jahre alt werden. Seine Früchte zeigen sich unreif erst in einem zarten Grün, im reifen Zustand sind sie schwarz-violett gefärbt. Es gibt mehrere Unterarten und viele Sorten des Olivenbaums. Allein im Mittelmeerraum wachsen über 1.000 verschiedene Ölbaum-Sorten.

Merkmale

Öl von eher grünlicher Farbe stammt von unreifen Oliven und schmeckt in der Regel sehr intensiv. Werden reife, dunkle Oliven gepresst, entsteht ein deutlich milderes, hellgelbes Öl. Generell wird Olivenöl in 3 Geschmacksrichtungen eingeteilt:

  • Leicht, mild harmonisch
  • Fruchtig
  • Kräftig, intensiv

Die Olivensorte gibt dabei die Geschmacksrichtung vor; diese wird noch durch den Reifegrad beeinflusst: Je früher die Olive geerntet wird, desto kräftiger und grasiger schmeckt das Öl. Und wie beim Wein hängt auch beim Olivenöl der Geschmack zusätzlich vom Klima und vom Anbaugebiet ab.

Verwendung

Der Rauchpunkt von Olivenöl nativ extra liegt bei 180 °C, von einfachem Olivenöl sogar erst bei 210 °C. Es lässt sich also keineswegs nur für Vinaigretten verwenden, sondern eignet sich auch sehr gut zum Braten, Schmoren und Frittieren. So werden Fleisch- und Fischgerichte sowie frittierte Speisen bekömmlicher und gesünder, als wenn sie mit tierischen Fetten zubereitet werden.

Besonders zart schmecken z. B. Steaks oder Koteletts, wenn sie vor dem Braten einige Stunden mit Olivenöl, Kräutern, Knoblauch und Pfeffer mariniert wurden. Auch in Desserts ist Olivenöl eine tolle Alternative zu Butter: Biskuit- und Brandteige gelingen mit Olivenöl perfekt, Sandkuchen bleibt damit länger weich und saftig. Und natürlich gehört ein hochwertiges Olivenöl in jedes gute Pesto!

Nährwerte

Olivenöl besteht zu etwa 70 % aus einfach ungesättigten Fettsäuren. Dazu kommen 5–10 % gesättigte Fette und 20–25 % mehrfach ungesättigte Fette. 100 ml Olivenöl haben knapp 900 Kalorien, 13,2 mg Vitamin E und je 1 mg Kalzium und Natrium.

Lagerung & Aufbewahrung

Olivenöl sollte man kühl – bei Temperaturen zwischen 10–16° C – und dunkel, aber nicht im Kühlschrank lagern, da es dort trübe wird und ausflockt. Allerdings wird es wieder klar, wenn man es eine Zeit lang bei Raumtemperatur stehen lässt. Unabhängig von der Mindesthaltbarkeitsangabe gilt: Je frischer das Öl, desto besser schmeckt es. Angebrochene Flaschen sollten spätestens nach 2 Monaten aufgebraucht sein. 

Qualität & Einkauf

Ähnlich wie Wein ist Olivenöl ein Naturprodukt, dessen Herstellung viel Aufwand benötigt, wenn es hochwertig sein soll. Es kann daher nicht billig sein. Olivenöl wird in verschiedene Qualitätsstufen eingeteilt:

  • „Nativ extra“ oder „extra vergine“: So darf nur ein Olivenöl bezeichnet werden, das ausschließlich mit mechanischen Verfahren, kalt, bei höchstens 27° C und ohne Einsatz von Chemikalien aus frischen Oliven gewonnen wird. Es darf höchstens 0,5 % freie Fettsäuren pro 100 ml enthalten und gehört dann zur höchsten Qualitätsstufe.
  • „Nativ“: Dieses Öl wird auf die gleiche Weise wie Olivenöl nativ extra hergestellt, darf aber einen Säuregehalt von 0,5 bis 2 % haben.
  • „Raffiniert“: Das Öl wird chemisch aufbereitet.
  • „OIivenöl“: Die Mischung aus raffiniertem und nativem Olivenöl bekommt durch den nativen Teil zumindest teilweise seinen typischen Geschmack. Allerdings ist ein bestimmtes Mischungsverhältnis nicht vorgeschrieben; es kann sein, dass auch nur 1 % natives Öl darin vorhanden ist. Die meisten gesundheitlich positiven Eigenschaften des Olivenöls gehen durch das Mischen ebenso wie der Geschmack verloren.
Gesundheit & Wirkung

Weil die einfach ungesättigten Fettsäuren im Olivenöl zwar den schlechten LDL-, nicht aber den guten HDL-Wert des Cholesterins im Blut reduzieren, schützt es vor Herz- und Gefäßerkrankungen. Es ist außerdem leicht verdaulich und hilft dem Körper dabei, Vitamine und Mineralstoffe umzusetzen. Es schützt die Schleimhäute, regt die Galle an und soll sogar verhindern, dass sich Gallensteine bilden.

Zucker 

Zucker

Produktname: Dt.: Zucker; engl.: sugar; frz.: sucre

Das weiße Gold ist aus der Küche nicht mehr wegzudenken. Umso erstaunlicher, dass seine Karriere in Europa eigentlich erst von 200 Jahren begann ...

Geschichte

Bis Ende des 18. Jahrhunderts war Honig das einzig süßende Mittel in Mitteleuropa. In den arabischen Ländern kannte man den aus Zuckerrohr hergestellten Zucker aber bereits seit dem 7. Jahrhundert n. Chr.. Durch die Kreuzzüge gelangte er nach Europa.

Dieser Zucker war allerdings eine Kostbarkeit. Er wurde nur für medizinische Zwecke genutzt. Erst durch die Herstellung aus den in Europa heimischen Rüben gewann der Zucker auch in unseren Breitengraden an Bedeutung.

Heute ist das ehemalige Luxusgut Massenware: Weltweit werden jährlich über 120 Millionen Tonnen Zucker produziert. Davon stammen ca. 60% aus Zuckerrohr und 40% aus Zuckerrüben.

Übrigens: Das Wort Zucker kommt ursprünglich aus dem Sanskrit-Wort „sarkara“. Das bedeutet so viel wie „süß“. Im arabischen Sprachraum wurde es mit sukkar übersetzt und gelangte von dort aus als Zucker in den europäischen Sprachraum.

Herkunft

Der Ur-Rohzucker wuchs auf Borneo. Dort wurde das Rohr vor allem zum Bau von Hütten und Zäunen eingesetzt. Man kaute es aber auch schon. Zuckerrohranbau wird heute in Australien, Brasilien, China, Hawaii, Indien, Indonesien, Japan, Java, Kuba, Mauritius, Puerto Rico und Südafrika betrieben.

Familie & Arten

Zucker ist eigentlich nur ein Oberbegriff für süße Saccharide und die Handelbezeichnung für Saccharose. Als Hauptquellen zur Herstellung dienen Zuckerrohr – Saccharum officinarum – und Zuckerrübe – Beta vulgaris. Das Angebot an Haushaltszucker umfasst verschiedene Sorten, die sich nach Reinheit, Bearbeitungsverfahren, Form und Farbe unterscheiden:

  • Zucker oder Weißzucker
  • Raffinierter Zucker, raffinierter Weißzucker oder Raffinade
  • Brauner Zucker
  • Vollzucker/Vollrohrzucker
  • Würfelzucker
  • Kandiszucker
  • Puderzucker
  • Hagelzucker
  • Gelierzucker
  • Einmachzucker
  • Vanillezucker und Vanillinzucker

Neben dem Haushaltszucker werden im Einzelhandel auch andere Zuckerarten angeboten. Das sind beispielsweise:

  • Traubenzucker, auch Glukose oder Dextrose genannt
  • Fruchtzucker, Fruktose
  • Milchzucker, Laktose
  • Isomaltose, Zweifachzucker aus Rübenzucker

Daneben gibt es noch Ahornsirup, Läuterzucker, Malzextrakt, Melasse und Rübenkraut, das zum Süßen von Speisen gebraucht wird.

Merkmale

Zuckerrohr ist eine bis zu 4 m hoch wachsende Pflanze. Die einzelnen Halme erreichen einen Durchmesser von etwa 5 cm. Die harte Wand der Grashalme ist außen glatt und hellbraun gefärbt. In regelmäßigen Abständen ist der Halm von so genannten Knoten unterbrochen, die wie eine Naht aussehen. Im Inneren sind die Halme faserig, aber saftig. Der Rohrzuckergehalt liegt zwischen 7 und 20%.

Die Zuckerrübe hingegen ist eine 2-jährige Pflanze, die im ersten Jahr den Rübenkörper ausbildet und im zweiten Jahr blüht. Sie bildet eine Blattrosette, die Wurzel verdickt sich zu einer Rübe. Die Blätter werden bis zu 30 cm lang. Im zweiten Jahr bildet sie einen ca. 1,5 m hohen Blütenstand mit 5-zähligen Blüten aus. Der höchste Zuckergehalt konzentriert sich im Mittelstück der Rübe. Je kühler das Klima, in dem die Zuckerrübe angebaut wird, umso höher ist ihr Zuckergehalt. Er beträgt bei ausgereiften Rüben ca. 17–20%.

Verwendung

Ohne Zucker geht es einfach nicht! Ob in Kaffee, Tee oder in köstlichen Desserts und Kuchen – auf Zucker können und wollen wir nicht verzichten. Sogar raffinierten Suppen und Gemüsegerichten gibt das weiße Gold den letzten Pfiff. Das süße Einlegen mit zuckerhaltiger Marinade macht Fleisch wunderbar zart – eine wahre Freude für den Gaumen!

Nährwerte

100 g Zucker enthalten 405 Kalorien und 99,8 g Kohlenhydrate, dafür aber auch kein Fett.

Lagerung & Aufbewahrung

Zucker ist ewig haltbar. Aus diesem Grund hat er auch kein Mindesthaltbarkeitsdatum. Er sollte aber stets kühl und trocken in gut verschließbaren Behältern gelagert werden. Zucker nimmt nämlich gerne Fremdgerüche auf.

Qualität & Einkauf

Einwandfreier Zucker hat einen angenehmen, leicht sirupartigen Geschmack. Ist der Zucker feucht, riecht er muffig und neigt zur Bildung von Schimmel.

Gesundheit & Wirkung

Bis um 1500 n. Chr. galt Zucker bei uns vorwiegend als Arznei. Er wurde in Apotheken verkauft. Zucker aus Zuckerrohr gab es fast nur in den Küchen der Fürstenhäuser. Heute sollten wir Zucker wieder wie ein kostbares Gewürz in Maßen genießen und hinterher die Zähne putzen. Untergewichtige Menschen können durch Naschen zwischendurch manchmal leichter zunehmen, denn kleine Mengen Süßigkeiten wirken appetitanregend. Für alle, die empfindliche Knochen haben und an Osteoporose leiden, ist Zucker eher schädlich. Nach einer süßen Mahlzeit wird nämlich besonders viel Kalzium im Urin ausgeschieden.

Frühlingszwiebel 

Frühlingszwiebel

Produktname: Dt.: Frühlingszwiebeln; engl.: spring onions; frz.: oignons de printemps

In der Küche ist die Frühlingszwiebel ein echtes Multitalent. Das Würzgemüse verfeinert mal eben Suppe und Salate und passt auch prima zu Meeresfrüchten und leichten Fleischgerichten.

Geschichte

Es gibt Hinweise darauf, dass Frühlingszwiebeln schon etwa 2000 v. Chr. in China angebaut wurden. Wild wachsen sie in Sibirien am Altai und am Baikalsee. Von dort aus sind sie im 17. Jahrhundert wohl via Russland nach Europa gekommen. 1629 wurden sie jedenfalls offiziell in England eingeführt. Erst gegen Ende des 18. Jahrhunderts bauten Bauern Frühlingszwiebeln dann im Raum München in großen Mengen an.

Herkunft

Die Herkunft der Frühlingszwiebel wird in West- und Zentralchina vermutet. Heute finden sie meist aus Spanien, Südfrankreich und Italien den Weg zu unseren Märkten. Das milde winterliche Klima in den Mittelmeerländern macht es möglich, dass wir sie schon früh im Jahr in der Küche verwenden können. Den Sommer über und im Herbst wird der Bedarf von heimischen Bauern gedeckt. Innerhalb Deutschlands werden besonders in Rheinland-Pfalz, Westfalen und im Rheinland Frühlingszwiebeln angebaut.

Familie & Arten

Die Frühlingszwiebel ist eine Pflanzenart aus der Unterfamilie der Lauchgewächse. Für die Allium fistulosum – so ihre wissenschaftliche Bezeichnung – gibt es gleich eine ganze Reihe von verschiedenen Namen: Winterzwiebel, Jungzwiebel, Frühlingslauch, Zwiebelröhrchen, Röhrenlauch, Schluppenzwiebel, Ewige Zwiebel, Winterheckenzwiebel, Weiße Florentiner, Grober Schnittlauch, Jakobslauch, Johannislauch, Fleischlauch, Hohllauch oder Schnattra.

Merkmale

Frühlingszwiebeln sind ausdauernde krautige Pflanzen und erreichen eine Wuchshöhe von 30–100 cm. Die Blätter sind röhrenförmig, der Stängel aufgeblasen und im Querschnitt rund. Die zwischen Juni und August gebildeten Blüten sind weiß und etwa 1 cm groß. Am Lauchstängel sitzt die kleine silberweiße Zwiebel. Sie lässt sich übrigens über mehrere Jahre an derselben Stelle kultivieren.

Verwendung

Der Geschmack der Frühlingszwiebel ist im Gegensatz zur gemeinen Speisezwiebel sehr mild. Ihre Stängel besitzen ein feines Laucharoma. Dadurch macht sie sich besonders gut in frischen, leichten Salaten und Quarks. Aber auch Dips, Saucen, Suppen, Pilz- und Fleischgerichte oder Meeresfrüchte lassen sich damit super verfeinern. Ihren ganz großen Auftritt hat die kleine Schwester der Zwiebel aber in der asiatischen Küche.

Nährwerte

Für eine Diät sind Frühlingszwiebeln empfehlenswert, weil sie viel Geschmack ins Essen bringen, aber kaum Kalorien und fast kein Fett haben. So bringen es 100 g Frühlingszwiebeln auf nur 42 Kalorien und 0,4 g Fett. Die wichtigsten Inhaltsstoffe stellen die Vitamine A, B, C und E, sowie die Mineralien Kalium und Phosphor dar.

Lagerung & Aufbewahrung

Frühlingszwiebeln sind weitaus empfindlicher und kurzlebiger als ihre große Schwester, die Speisezwiebel. Im Kühlschrank sind sie rund 1 Woche haltbar. Allerdings ist es immer ratsam, Frühlingszwiebeln alsbald zu verbrauchen, um wirklich in den vollkommenen Genuss zu kommen.

Qualität & Einkauf

Frühlingszwiebeln bekommt man grundsätzlich im Bund. Ein wichtiges Merkmal für die Frische der Zwiebeln ist das satte Grün der Blätter. Die Blätter und die weiße Zwiebel sollten zudem noch fest sein.

Gesundheit & Wirkung

Die Frühlingszwiebel hat eine stärkende Wirkung auf die Gesundheit, vor allem auf die Verdauung. Sie wirkt antibakteriell, antibiotisch sowie appetitanregend und cholesterinsenkend. Aber auch eine entwurmende, fiebersenkende und harntreibende Wirkung wird ihr nachgesagt. So hilft das gesunde Gemüse bei Blutarmut, Darmkoliken, Erfrierungen, Halsentzündungen sowie bei Verbrennungen. Eine krebsvorbeugende Wirkung ist ebenfalls bekannt.

Erdnuss 

Erdnuss

Produktname: Dt.: Erdnuss; engl.: peanut; franz.: cacahuéte

Klar – gesalzen oder als Flip ist die Erdnuss der perfekte Partysnack. Aber sie kann auch anders: Aus der asiatischen Küche ist sie nicht mehr wegzudenken. In Wok-Gerichten zubereitet, schmeckt sie besonders mild.

Geschichte

Die älteste Erdnuss-Pflanze wird auf 7.600 Jahre geschätzt – man fand sie in Peru. Aber auch in Brasilien wurde sie schon vor 2.000 Jahren angebaut. Die Pflanze gelangte dann durch den Sklavenhandel nach Afrika. Die warmen Regionen Europas erreichte die Erdnuss im 19. Jahrhundert.

Herkunft

Die Erdnuss ist in Südamerika zuhause. Deutschland bezieht sie aus dem Sudan, Brasilien, Senegal, Argentinien und den USA. Die kleine Nuss wird auch in Indien und China in großen Mengen angebaut, jedoch benötigt man sie dort für den eigenen Bedarf. Allein 90 % der in Indien kultivierten Erdnüsse gehen in die Ölproduktion. Heutzutage spielt die Erdnuss auch in den Subtropen und den Tropen eine große Rolle als Ölfrucht.

Familie & Arten

Die Erdnuss gehört zur Familie der Hülsenfrüchtler. Der Handel bietet viele verschiedene Varianten an:

  •  Nüsse mit Schale
  •  Ungesalzene Nusskerne
  •  Gesalzene Nusskerne
  •  Fettarme Nusskerne
  •  Orientalisch gewürzte Wasabi-Nüsse
  •  Pikante Nüsse mit Chili
  •  Nüsse mit Limonengeschmack
  •  Nüsse mit Zucker oder Honig

"Virginia" und "Runner" sind die bekanntesten Sorten und haben eine rote Samenschale. Die Sorte "Spanish" dagegen kommt mit einer gelbbraunen Samenschale daher.

Merkmale

Botanisch gesehen ist die Erdnuss keine Nuss, sondern eine Verwandte von Erbsen und Bohnen. Damit gehört sie zu den Hülsenfrüchten. Allerdings bleibt die Hülle der Erdnuss im reifen Zustand geschlossen – im Gegensatz zu anderen Hülsenfrüchten. Trotz der Zuordnung zu den Hülsenfrüchten wird die Erdnuss bei uns als Nuss gehandelt.

Die Erdnuss wächst an einem 70 cm hohen Kraut. Nach der Selbstbestäubung wachsen die Stängel nach unten, um sich 5–8 cm tief im Boden zu vergraben. So schützen sie sich vor Sonne und Trockenheit. Daher kommt auch ihr Name.

Die bräunlich-rote Schale des Samens enthält 2–3 Kerne und besteht aus einer holzigen, netzartig überzogenen Hülle. Innen sind die Kerne von einer dünnen, rotbraunen Haut überzogen.

Erdnüsse werden mit Hilfe von Erntemaschinen geerntet. Danach müssen Kraut und Frucht 2–6 Wochen an der Luft trocknen, um den Feuchtigkeitsgehalt auf 10 % zu verringern. Anschließend werden die Nüsse mit der Hand vom Kraut gepflückt.

Übrigens: Während die Frucht trocknet, nimmt sie die Farbe des Bodens an. Daher haben Erdnüsse, die auf sandigem Boden reifen, eine hellere Färbung. Die Exemplare, die auf humusreichen Boden reifen, sind dagegen dunkler gefärbt.

Verwendung

Klassisch isst man die Erdnuss eigentlich roh. In den USA wird sie auch oft zu Erdnussbutter verarbeitet. Der perfekte Partysnack sind außerdem Erdnussflips. Sie schmeckt aber auch in Wok-Gerichten sehr lecker – dabei nimmt sie einen besonders milden Geschmack an. Die Erdnuss lässt sich zudem auch gekocht genießen. Das Öl der Nuss kann sehr hoch erhitzt werden, daher findet man es oft in asiatischen Küchen.

Nährwerte

Die Erdnuss hat einen recht hohen Anteil an Mineralstoffen, Eisen, Phosphor, Kalium, Kalzium und Magnesium. Außerdem gehört sie zu einen der proteinreichsten Nuss-Sorten. Sie bringt zudem Kupfer, Mangan, Zink und Fluor mit. Durch die vielen Öle, die in der Erdnuss enthalten sind, haben 100 g 570 Kalorien – mehr als eine ganze Tafel Schokolade ... Kleiner Trost: Unter den Hülsenfrüchten ist die Erdnuss die vitaminreichste.

Lagerung & Aufbewahrung

Da Erdnüsse schnell schimmeln, sollten sie zügig verbraucht werden. Am besten lagern Sie sie kühl und trocken.

Qualität & Einkauf

Beim Kauf von Erdnüssen mit Schale sollten Sie unbedingt auf das Haltbarkeitsdatum achten. Da rohe Erdnuss-Kerne leichter schimmeln, ziehen Sie am besten geröstete Exemplare vor. Diese sollten fest verschlossen und vakuumverpackt sein.

Gesundheit & Wirkung

Besonders geeignet sind Erdnüsse für Menschen, die Probleme mit dem Cholesterinspiegel und Bluthochdruck haben. Durch ihren hohen Magnesiumgehalt stärken die Hülsenfrüchte außerdem unsere Knochen und helfen gegen Muskelkrämpfe.

Geschirr & Co. für optischen Genuss

APS, Naturschieferplatte, GN 1/1, 53 x 32,5 cm, Materialstärke 5 - 8 mm

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Ansprechpartner

Frau Jacobs

Frau Lena Heisters

Tel.: +49 2837 80-344

lena.heisters@chefsculinar.de