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Grünkernbratlinge

Portionsgröße: 170 g 
  • 15,0 g
    konzentrierte Gemüsekraftbouillon
  • 750 ml
    Wasser
  • 300 g
    Grünkern
  • 100 g
    rote Zwiebeln
  • 10,0 g
    Knoblauch-Paste
  • 300 g
    Gemüsebrunoise, TK
  • 40,0 g
    mildes Olivenöl
  • 40,0 g
    glatte Petersilie
  • 195 g
    Eier (Gr. M)
  • 100 g
    Parmesan (32% Fett i. Tr.)
  • 20,0 g
    gelbe Thai-Curry-Paste

Gemüsebouillon mit Wasser anrühren und Grünkernschrot darin kochen. Ca. 15 Minuten bei kleiner Flamme quellen lassen, dabei immer wieder umrühren.

Zwiebeln in feine Würfel schneiden und mit Knoblauch-Paste und Gemüsewürfeln in Olivenöl glasig dünsten. Petersilie schneiden, alles zum Grünkern geben und mischen. Vollständig auskühlen lassen.

Eier, Parmesan und Curry-Paste dazugeben, pikant abschmecken, nach Bedarf Paniermehl untermischen. Mit feuchten Händen Bratlinge formen, auf ein gefettetes Blech legen. Mit etwas Öl 3 bis 4 Minuten von jeder Seite sautieren, bis beide Seiten schön gebräunt und die Bratlinge durchgegart sind. Aufpassen, dass die Bratlinge dabei nicht anbrennen!

Salat

Portionsgröße: 160 g 
  • 1,00 kg
    Radicchio
  • 40,0 g
    Akazienhonig
  • 50,0 g
    Kürbiskerne
  • 600 g
    Blutorangen in Scheiben
  • 80,0 g
    Datteln, getrocknet

Radicchio mit dem Honig beträufeln. Kürbiskerne rösten und mit den restlichen Zutaten zum Anrichten bereitstellen.

Dressing

Portionsgröße: 30 g 
  • 200 g
    mildes Olivenöl
  • 100 g
    Limettenpulver
  • 4,0 g
    Meersalz
  • 2,0 g
    Pfeffermix-Paste

Alle Zutaten für das Dressing miteinander gut verrühren.

Profi-Tipp

Ein vegetarischer, schmackhafter Eiweißlieferant, auch für Vegetarier!

 

Nährwerte für das gesamte Rezept

Nährwertepro 100 gpro Portion
Kilojoule (kJ)611,1 kJ2.200,0 kJ
Kilokalorien (kcal)146,7 kcal528,0 kcal
Fett (g)8,6 g31,0 g
... davon gesättigte Fettsäuren (g)0,3 g1,1 g
Kohlenhydrate (g)12,0 g43,3 g
... davon Zucker (g)1,4 g4,9 g
Eiweiß (g)3,8 g13,6 g
Salz (g)0,1 g0,5 g

Lebensmittelinformations-Verordnung – was ist zu beachten?

Seit Dezember 2014 sind Verpflegungsbetriebe verpflichtet, ihre Tischgäste über Zutaten zu informieren, die allergische Symptome oder Unverträglichkeitsreaktionen auslösen können. Erfahren Sie, welche das sind und was Sie zu beachten haben ...

Lebensmittelinformations-Verordnung

Allergene in den Rezept-Komponenten

Grünkernbratlinge
Glutenhaltiges Getreide und -erzeugnisse
Dinkel und Dinkelerzeugnisse
Sellerie und -erzeugnisse
Eier und -erzeugnisse
Milch und -erzeugnisse
Dressing
Soja und -erzeugnisse
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Grünkern 

Grünkern

Produktname: Dt.: Grünkern; engl.: unripe spelt grain; frz.: blé vert

Er ist noch ein wenig grün hinter den Ohren. Doch das nimmt dem Grünkern niemand übel – denn schließlich handelt es sich bei dem Getreide um unreif geernteten Dinkel. Was ihm an Erfahrung fehlt, macht der Grünkern mit seinem nussigen Aroma wieder wett!

Geschichte

Dinkel wurde in Asien schon vor rund 5.000 Jahren kultiviert. Archäologische Funde lassen vermuten, dass er auch in Mittel- und Nordeuropa ab 1700 v. Chr. angebaut wurde. Wahrscheinlich halfen die Pilgerväter, den Dinkel zu verbreiten: Sie nahmen das haltbare Getreide als wertvolle Wegzehrung mit auf ihre Wanderungen.

Der Grünkern wurde angeblich aus der Not heraus „erfunden“: Einst drohten Hagel und Regen im Frühjahr das angebaute Getreide zu vernichten. Aus Angst um ihre Lebensgrundlage ernteten die Bauern den Dinkel also vor seiner Zeit. In diesem Zustand hat das Korn jedoch noch einen hohen Wassergehalt und verdirbt schnell. Damit man ihn über den Winter lagern konnte, rösteten die Bauern die Körner. Das aromatische Ergebnis schmeckte den Hungrigen – daher beschlossen sie, nun regelmäßig einen Teil ihrer Ernte vor der Reife abzuernten. 1660 wurde Grünkern das erste Mal urkundlich erwähnt: Historiker fanden ihn auf der Kellereirechnung des Klosters Amorbach in Franken. Damals dienten die schmackhaften Körner vor allem als Suppeneinlage.

Dinkel und Grünkern sind heutzutage ein wenig aus der Mode geraten. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde das Getreide vom ertragreicheren Weizen zunehmend verdrängt. Doch nach und nach feiern Dinkel und Grünkern ihre Rückkehr in unsere Kochtöpfe.

Herkunft

Die Wiege des Dinkels liegt in Vorderasien. Wahrscheinlich fand die Verarbeitung zum Grünkern erstmals in Süddeutschland statt. Dort, genauer gesagt im nordbadischen Bauland – zwischen Heilbronn und Würzburg – wird Dinkel noch heute angebaut. Einige traditionelle Darren schmücken noch heute die Landschaft. Genutzt werden sie jedoch nur noch sehr selten. 

Familie & Arten

Grünkern ist unreif geernteter Dinkel, der zur Familie der Gräser gehört. Vielerorts wird der Jungspund auch Badischer Reis genannt. Der wissenschaftliche Name des Dinkels ist triticum aestivum subsp. Spelta. 

Merkmale

Die einjährig angebaute Dinkelpflanze wird bis zu 1,5 m hoch und hat vierkantige Ähren. Im Unterschied zum Weizenkorn ist das Dinkelkorn fest mit den Spelzen verwachsen. Für die Pflanze ist das von Vorteil: Die eng anliegende Spelzhülle schützt das Korn effektiv vor Schädlingen. Grünkern wird im Stadium der sogenannten Milchreife des Dinkels geerntet – also dann, wenn seine Stärke noch nicht vollständig ausgebildet ist. Dies ist rund 6 Wochen vor der eigentlichen Reife der Fall. Zu diesem Zeitpunkt sind die Körner saftig und weich.

Früher wurden sie auf Eisenpfannen über einem Buchenholzfeuer getrocknet. Heute verwendet man dafür in der Regel moderne Darranlagen, die eine Temperatur von rund 120 °C entwickeln. So verlieren die Körner zwar ihre Keimfähigkeit, werden aber lange haltbar. Auch ihr Geschmack profitiert von der Prozedur. Denn während des Trocknens bilden sich Röststoffe. Sie geben dem Grünkern sein typisches Aroma. In einer Schälmaschine werden die Körner hinterher von den Spelzen befreit. Hervor kommen Grünkern-Körner von olivgrüner Farbe. 

Verwendung

Liebhaber des Grünkerns schätzen sein nussiges, würziges Aroma. Die ganzen Körner lassen sich zu einem schmackhaften Getreidesalat oder Risotto verarbeiten. Sie munden auch als aparter Reisersatz und verfeinern das urgesunde Vollwertmüsli. Schrot, Grieß, Graupen und Flocken schmecken besonders gut in Bratlingen und Aufläufen.

Vor allem in der schwäbischen Küche hat Grünkern viele Fans. Bekannt ist das Getreide hier insbesondere als Hauptzutat einer herzhaften Grünkernsuppe. Zum Backen ist das Grünkernmehl solo jedoch nicht mehr geeignet: Durch das Darren verändert sich die Eiweißstruktur des Getreides, sodass der Teig nicht mehr „klebt“. Daher muss ihm bei der Verarbeitung zu Backwaren wie Brot und Keksen immer auch anderes Mehl, zum Beispiel Weizenmehl, beigemischt werden. 

Nährwerte

100 g Grünkern enthalten 320 Kalorien, 11,6 g Eiweiß, 2,7 g Fett, 65 g Kohlenhydrate und 8,8 g Ballaststoffe. Die Getreide-Spezialität enthält viel Kalium, Eisen, Magnesium und Phosphor. 

Lagerung & Aufbewahrung

Die ganzen Körner müssen trocken und luftdicht verschlossen aufgehoben werden. So halten sie sich etwa 2 Jahre. Flocken und Mehl sollten möglichst frisch verarbeitet werden. 

Qualität & Einkauf

Grünkern gibt es in ganzen Körnern, in Graupen, als Grieß, Flocken oder Mehl zu kaufen. Ware von guter Qualität hat eine olivgrüne Farbe. Braune Körner hingegen gelten als minderwertig. 

Gesundheit & Wirkung

Dinkel, die Ursprungspflanze des Grünkerns, hatte eine bekannte Verehrerin. „Dinkel führt zu einem rechten Blut und gibt ein fröhliches Gemüt“ lobte die heilkundige Äbtissin Hildegard von Bingen das Getreide. Auch heute schätzt man es wegen seines hochwertigen Eiweißes und wertvoller Vitamine und Mineralstoffe. Es steckt zum Beispiel voller Kieselsäure, die für starke Nägel und kraftvolles Haar sorgt. Zudem fördert es die Konzentrationsfähigkeit. Der hohe Ballaststoffanteil des Grünkerns sorgt für eine gute Verdauung und kann helfen, den Cholesterinspiegel zu senken. Gegenüber anderem Getreide hat der Jung-Dinkel einen entscheidenden Vorteil: Seine spezielle Röstprozedur macht ihn gut verdaulich. 

Olivenöl 

Olivenöl

Produktname: Dt.: Olivenöl; engl.: olive oil; frz.: huile d’olive

Olivenöl gehört zur mediterranen Esskultur wie der Löffel zur Suppe. Und kein anderes Lebensmittel verbindet kulinarischen Genuss so gut mit gesundheitlichen Aspekten wie das „grüne Gold“ des Mittelmeeres. Aber wussten Sie schon, dass es genaugenommen ein Fruchtsaft ist?
Geschichte

Griechen, Römer, Hebräer und Ägypter kannten schon in der Antike den Ölbaum, dessen Früchte die Oliven sind. Auf Kreta war die Olive z. B. bereits 6000 v. Chr. ein wichtiges Nahrungsmittel. Die Dichter des Altertums priesen die kleine Frucht und ihr Öl in ihren Schriften an – nicht nur als Lebensmittel, sondern auch als Grundstoff für Heilsalben sowie Kosmetik und sogar als Lichtquelle.

Den Siegern bei Olympia wurde ein Kranz aus Ölzweigen gewunden, und auch in der griechischen Mythologie spielte der Ölzweig eine Rolle. Einer Sage nach wurde die Stadt Athen nach der Göttin Athene benannt, weil sie den Einwohnern den Ölbaum schenkte. Woher der Olivenbaum aber ursprünglich kommt, ist nicht ganz geklärt. Manche sagen, er stamme aus dem Gebiet zwischen dem Iran und Syrien, andere meinen, er komme aus Asien, wieder andere glauben, die Olive war immer schon im Mittelmeerraum zu Hause.

Herkunft

Weltweit gibt es heute ca. 750 Millionen Olivenbäume – rund 473 Millionen davon finden sich am Mittelmeer, vor allem in Spanien, Portugal, Italien, Griechenland, Tunesien und Frankreich. Sie wachsen aber auch in Japan, Afrika, Südamerika, Australien, Indien und China. Wenn es ums Produzieren von Olivenöl geht, hat Spanien die Nase vorn, Italien ist allerdings der größte Exporteur.

Familie & Arten

Der immergrüne Olivenbaum mit seinen silbrig glänzenden, graugrünen Blättern wird auch Echter Ölbaum genannt und gehört zur Familie der Ölbaumgewächse. Olea europaea, so der wissenschaftliche Name, wächst als reich verzweigter, im Alter knorriger Baum; er kann 10–20 m groß und mehrere 100 Jahre alt werden. Seine Früchte zeigen sich unreif erst in einem zarten Grün, im reifen Zustand sind sie schwarz-violett gefärbt. Es gibt mehrere Unterarten und viele Sorten des Olivenbaums. Allein im Mittelmeerraum wachsen über 1.000 verschiedene Ölbaum-Sorten.

Merkmale

Öl von eher grünlicher Farbe stammt von unreifen Oliven und schmeckt in der Regel sehr intensiv. Werden reife, dunkle Oliven gepresst, entsteht ein deutlich milderes, hellgelbes Öl. Generell wird Olivenöl in 3 Geschmacksrichtungen eingeteilt:

  • Leicht, mild harmonisch
  • Fruchtig
  • Kräftig, intensiv

Die Olivensorte gibt dabei die Geschmacksrichtung vor; diese wird noch durch den Reifegrad beeinflusst: Je früher die Olive geerntet wird, desto kräftiger und grasiger schmeckt das Öl. Und wie beim Wein hängt auch beim Olivenöl der Geschmack zusätzlich vom Klima und vom Anbaugebiet ab.

Verwendung

Der Rauchpunkt von Olivenöl nativ extra liegt bei 180 °C, von einfachem Olivenöl sogar erst bei 210 °C. Es lässt sich also keineswegs nur für Vinaigretten verwenden, sondern eignet sich auch sehr gut zum Braten, Schmoren und Frittieren. So werden Fleisch- und Fischgerichte sowie frittierte Speisen bekömmlicher und gesünder, als wenn sie mit tierischen Fetten zubereitet werden.

Besonders zart schmecken z. B. Steaks oder Koteletts, wenn sie vor dem Braten einige Stunden mit Olivenöl, Kräutern, Knoblauch und Pfeffer mariniert wurden. Auch in Desserts ist Olivenöl eine tolle Alternative zu Butter: Biskuit- und Brandteige gelingen mit Olivenöl perfekt, Sandkuchen bleibt damit länger weich und saftig. Und natürlich gehört ein hochwertiges Olivenöl in jedes gute Pesto!

Nährwerte

Olivenöl besteht zu etwa 70 % aus einfach ungesättigten Fettsäuren. Dazu kommen 5–10 % gesättigte Fette und 20–25 % mehrfach ungesättigte Fette. 100 ml Olivenöl haben knapp 900 Kalorien, 13,2 mg Vitamin E und je 1 mg Kalzium und Natrium.

Lagerung & Aufbewahrung

Olivenöl sollte man kühl – bei Temperaturen zwischen 10–16° C – und dunkel, aber nicht im Kühlschrank lagern, da es dort trübe wird und ausflockt. Allerdings wird es wieder klar, wenn man es eine Zeit lang bei Raumtemperatur stehen lässt. Unabhängig von der Mindesthaltbarkeitsangabe gilt: Je frischer das Öl, desto besser schmeckt es. Angebrochene Flaschen sollten spätestens nach 2 Monaten aufgebraucht sein. 

Qualität & Einkauf

Ähnlich wie Wein ist Olivenöl ein Naturprodukt, dessen Herstellung viel Aufwand benötigt, wenn es hochwertig sein soll. Es kann daher nicht billig sein. Olivenöl wird in verschiedene Qualitätsstufen eingeteilt:

  • „Nativ extra“ oder „extra vergine“: So darf nur ein Olivenöl bezeichnet werden, das ausschließlich mit mechanischen Verfahren, kalt, bei höchstens 27° C und ohne Einsatz von Chemikalien aus frischen Oliven gewonnen wird. Es darf höchstens 0,5 % freie Fettsäuren pro 100 ml enthalten und gehört dann zur höchsten Qualitätsstufe.
  • „Nativ“: Dieses Öl wird auf die gleiche Weise wie Olivenöl nativ extra hergestellt, darf aber einen Säuregehalt von 0,5 bis 2 % haben.
  • „Raffiniert“: Das Öl wird chemisch aufbereitet.
  • „OIivenöl“: Die Mischung aus raffiniertem und nativem Olivenöl bekommt durch den nativen Teil zumindest teilweise seinen typischen Geschmack. Allerdings ist ein bestimmtes Mischungsverhältnis nicht vorgeschrieben; es kann sein, dass auch nur 1 % natives Öl darin vorhanden ist. Die meisten gesundheitlich positiven Eigenschaften des Olivenöls gehen durch das Mischen ebenso wie der Geschmack verloren.
Gesundheit & Wirkung

Weil die einfach ungesättigten Fettsäuren im Olivenöl zwar den schlechten LDL-, nicht aber den guten HDL-Wert des Cholesterins im Blut reduzieren, schützt es vor Herz- und Gefäßerkrankungen. Es ist außerdem leicht verdaulich und hilft dem Körper dabei, Vitamine und Mineralstoffe umzusetzen. Es schützt die Schleimhäute, regt die Galle an und soll sogar verhindern, dass sich Gallensteine bilden.

Petersilie 

Petersilie

Produktname: Dt.: Petersilie; engl.: parsley; frz.: persil

Die Petersilie ist aus deutschen Küchen nicht mehr wegzudenken. Ihr intensiv würziges Aroma verfeinert besonders Eintöpfe und Suppen. Besonders zu Fisch ist der grüne Kräuterling ein absolutes Muss.

Geschichte

Die Petersilie wurde bereits im antiken Griechenland als heilige Pflanze gesehen und galt als Symbol für Freude und Festlichkeit. So überreichte man Petersilienkränze bei Festspielen feierlich zur Siegerehrung.

Erst im Mittelalter verwendete man das Heilkraut Petersilie, das zu der Zeit meist in Klöstern angebaut wurde, als Kochzutat. Um eine Verwechslung mit der giftigen, aber ähnlich aussehenden „Hundspetersilie“ zu vermeiden, wurden Sorten mit krausen Blättern gezüchtet.

Außerdem wurde befürchtet, dass die Petersilie Unglück bringe. Die lange Keimdauer der Pflanzen wurde als Anlass für die Erklärung genommen, die Petersilie müsse 7-mal zum Teufel fahren, bevor sie keimt. Im 19. Jahrhundert war auch die Bezeichnung „Parselkraut“ gebräuchlich, die mittlerweile jedoch so gut wie ausgestorben ist.

Herkunft

Beheimatet ist die Petersilie im Mittelmeerraum. Doch das grüne Kraut wird heute vor allem in Deutschland angebaut.

Familie & Arten

Sie gehört botanisch zur Familie der Doldenblütler, entwickelt allerdings erst im zweiten Jahr Stängel mit Blütenständen.

Merkmale

Petersilie ist ein 2- bis mehrjähriges Kraut und wird – je nach Sorte – 30–120 cm hoch. Ob glatt oder kraus – das Aussehen ist vielen recht vertraut. Grundsätzlich unterscheidet man zwei Unterarten: Blatt- oder Krautpetersilie und Wurzelpetersilie. Der Geruch beider Kraut-Arten ähnelt sich – er ist unverkennbar und sehr aromatisch.

Der Geschmack beider Sorten ist jedoch unterschiedlich. Die Blätter der Blatt- bzw. Krautpetersilie schmecken würzig und etwas pfeffrig. Dabei gilt: die glatte Petersilie hat einen intensiveren Geschmack als die krause. Die Wurzelpetersilie schmeckt eher süßlich, ist aber auch etwas scharf. Ihr Aroma erinnert an Sellerie.

Verwendung

Ob in Suppen, Eintöpfen, Salaten, Saucen, zu Fisch- oder Fleischgerichten – die Petersilie wird in der Küche vielseitig verwendet. In Kombination mit Dill, Kerbel, Schnittlauch oder Melisse macht sie viele Gerichte perfekt. Die Petersilienwurzel kommt vor allem bei der Zubereitung von Eintöpfen, Ragouts und Röstgemüse zum Einsatz.

Weniger gut passt das kleine grüne Pflänzchen zu Reisgerichten, Desserts, Gebäck, Eingemachtem und zu Getränken. Auch in der internationalen Küche ist Petersilie oft zu finden. Viele asiatische, türkische und libanesische Spezialitäten werden mit dem Kraut verfeinert. 

Nährwerte

100 g Petersilie haben 52 Kalorien, 4 g Eiweiß und 7 g Kohlenhydrate. Der Fettanteil liegt unter 1 g. Zudem ist sie ein hervorragender Vitamin-C-Lieferant.

Lagerung & Aufbewahrung

Frische Petersilie lagern Sie am besten in einem Gefrierbeutel an einem kühlen, dunklen Ort oder im Kühlschrank. Das Kraut kann auch eingefroren werden. Dabei die Blätter unter fließendem Wasser waschen und anschließend gut trocken schütteln. Die Blätter von den Stängeln zupfen und in einen Gefrierbeutel geben. Mindestens 3 Stunden ins Gefrierfach legen.

Qualität & Einkauf

Frische Petersilie erkennen Sie an der hellgrünen Farbe der Blätter. Finger weg von verwelkten oder feuchten Exemplaren. Greifen Sie zu Petersilie, die wenige Stängel aufweist. Die Stängel sind hart und weniger aromatisch.

Gesundheit & Wirkung

Dank Ihrer ätherischen Öle, Vitamine und Mineralstoffe wirkt die Petersilie nicht nur entwässernd, sondern auch blutreinigend und antimikrobiell. Ihr hoher Gehalt an Vitamin C wirkt belebend und Erkältungskrankheiten entgegen. Außerdem wirkt sie harntreibend, krampflösend, schleimlösend und tonisierend. Sie findet unter anderem Verwendung in der Behandlung von Gicht, Verdauungsstörungen, Bluthochdruck, Mundgeruch, Hautkrankheiten und Frauenbeschwerden.

Hühnerei 

Hühnerei

Produktname: Dt.: Hühnerei; engl.: chicken egg, frz.: oeuf de poule

Eier zählen zu den besonders gefragten Grundnahrungsmitteln. Kein Wunder! Die runden Naturprodukte sind nicht nur reich an vielen Vitaminen und Nährstoffen, sondern finden auch vielseitige Verwendung in der täglichen Küche.

Geschichte

Betrachtet man die Geschichte vom Ei, so schaut man logischerweise auch auf die Entstehung des Huhns. Was von den beiden zuerst da war, ist bis heute recht umstritten.

Vor mehr als 5.000 Jahren hielt man in Indien Bankivahühner als Haustiere. Denn ihr kleines gelbschaliges Ei galt zu der Zeit als echter Leckerbissen. 3.000 Jahre später entwickelten die Griechen das kleine Ei weiter. Sie züchteten aus dem Ur-Huhn neue Arten, die Eier wurden größer und schmackhafter. Außerdem galt das Ei als heilig, denn man war sich sicher, dass das Universum aus dem „Weltei“ entstanden war.

Anschließend ging das Ei beziehungsweise Huhn auf Weltreise: Von Griechenland ging es über Gallien nach Rom und von dort schließlich nach Germanien, wo es nicht nur begehrtes Nahrungsmittel wurde, sondern auch ein Symbol der Fruchtbarkeit.

Herkunft

Pro Jahr legt eine Henne ca. 290 Eier. Unter welchen Bedingungen sie diese Eier gelegt hat, kann man anhand der Eierkennzeichnung erkennen. Auf jedem Ei ist ein Erzeugercode gestempelt. Die erste Ziffer des Stempels bedeutet:

0 = Ökologische Erzeugung

1 = Freilandhaltung

2 = Bodenhaltung

3 = Käfighaltung – seit 2012 verboten

Stalleinrichtungen, Besatzdichte und Auslauffläche je Huhn sind dabei genau geregelt. Bei der ökologischen Haltung ist u.a. das ökologisch erzeugte Futter vorgeschrieben. Bei der Freilandhaltung hat ein Huhn im Auslauf mindestens 4 qm Fläche zur Verfügung, bei der Bodenhaltung im Stall muss mindestens ein Drittel des Bodens eingestreut sein, damit die Hennen ihre natürlichen Verhaltensweisen wie Scharren, Staubbaden und Flügelschlagen ausüben können.

Merkmale
Hühnereier gibt es in den Farben weiß und braun. Eier von artgerecht gehaltenen und gefütterten Vögeln haben eine sehr feste Schale und Hagelschnur. Das Eiklar, häufiger bekannt als Eiweiß, löst sich fast komplett in einem Stück vom Eigelb. Das Eigelb hat eine kräftig gelbe Farbe und schmeckt herb-würzig, das Eiklar ist hellgelb.
Verwendung

Ob gekocht, gebraten, als Bindemittel oder Hauptzutat in Mehlspeisen – das Hühnerei ist der absolute Alleskönner in der Küche.

Nährwerte

Ein Hühnerei enthält gut 8 g Eiweiß, das entspricht 15 % des Tagesbedarfs eines Erwachsenen. Außerdem hat es viele Mineralstoffe, wie Eisen, Kalzium, Schwefel und Zink. Außerdem beinhalten sie die Vitamine A, E, D, Biotin und alle B-Vitamine.

Lagerung & Aufbewahrung

In der Regel sind Eier etwa 28 Tage ab Legedatum haltbar. Generell gilt: Für Gerichte, die mit rohen Eiern zubereitet werden, sollten nur ganz frische verwendet werden. 14 Tage alte Eier sollten vor dem Verzehr gekocht, gebraten oder im Kuchen gebacken werden.

Der Frischetest: Legen Sie das Ei in eine Schale mit kaltem Wasser. Schwimmt es oben, ist es alt. Die Luftkammer im Ei hat sich vergrößert. Sinkt es zu Boden, ist es frisch. Die Frische des Eis können Sie außerdem am Eigelb erkennen: Das Eigelb eines frisch aufgeschlagenen Eis wölbt sich hoch, während das Eigelb eines alten Eis abgeflacht ist.

Qualität & Einkauf

Eier sind in folgende Handelklassen eingeteilt:

  • Handelsklasse A
    Frische, hochwertige Eier mit unverletzter und sauberer Schale mit einer Luftkammerhöhe von bis zu 6 mm. Die Eier dürfen weder gewaschen noch anderweitig gereinigt, nicht haltbar gemacht oder gekühlt werden. Das Eiweiß ist klar, durchsichtig, gallertartig. Eiweiß und Eigelb sind frei von fremden Ein- oder Auflagerungen jeder Art. Der Keim ist nicht sichtbar entwickelt, das Ei weist keinen Fremdgeruch auf.

  • Handelsklasse A mit Zusatzbezeichnung EXTRA
    Gleiche Bedingungen wie bei der Handelsklasse A, jedoch darf die Luftkammer weniger als 4 mm hoch sein. Die Bezeichnung „EXTRA“ darf höchstens bis zum 9. Tag nach dem Legen bzw. höchstens bis zum 7. Tag nach der Verpackung verwendet werden.

  • Handelsklasse B – oder auch Eier „zweiter Qualität"
    Die Schale kann verunreinigt sein, die Luftkammerhöhe kann bis zu 9 mm betragen. Eier der Güteklasse B sind nur für zugelassene Unternehmen der Nahrungsmittelindustrie und Unternehmen der Nicht-Nahrungsmittelindustrie bestimmt und dürfen nicht im Handel verkauft werden.

Gesundheit & Wirkung

Hühnerei-Eiweiß kann der Körper besonders gut zum Aufbau von eigenen Proteinen nutzen. Von allen Nahrungsmitteln hat es die höchste biologische Wertigkeit: 100 %. Das bedeutet, dass aus 100 g Hühnereiweiß 100 g körpereigenes Protein gebildet werden können. Hühnerei enthält alle Vitamine bis auf Vitamin C. Das wichtigste Vitamin im Hühnerei ist das Vitamin A (Retinol) und seine Vorstufe, das Pro-Vitamin A (Carotin). Beide sorgen für die Elastizität des Auges, bewirken eine gute Hell-Dunkel-Anpassung der Iris und ein besseres Nachtsehen.

Parmesan 

Parmesan

Produktname: Dt.: Parmesan; engl.: parmesan; frz.: parmesan

In Deutschland kannte man Parmesan lange Zeit nur als geriebenen Käse über Nudelgerichten. Doch der würzige Hartkäse kann viel mehr. Er verfeinert Fleisch-, Fisch- und Gemüsegerichte. Und auch am Stück schmeckt er prima zu einem guten Dessertwein oder frischem Obst.

Geschichte

Parmesan hat eine lange Tradition: Der Name Parmesan wurde im 13. Jahrhundert zum ersten Mal erwähnt. Oberitalienische Milch war schon zu dieser Zeit für ihre hohe Qualität bekannt. Dies blieb natürlich dem Klerus in Rom nicht verborgen. Um die Milch länger haltbar zu machen, musste man sie allerdings verkäsen. Fleißige Mönche machten sich ans Werk – und schließlich war der Parmesan geboren ...

Herkunft

Hergestellt werden darf Parmesan nur in Teilen der italienischen Regionen Emilia-Romagna und Lombardei. Das wird vom „Consorzio del Formaggio Parmigiano-Reggiano“, einem Zusammenschluss von 512 Molkereien, streng überwacht. Heute werden jährlich an die 3 Millionen Laibe dieses Käses produziert. Davon gelangen ungefähr 18 % in den Export. Den Rest essen die Italiener lieber selbst.

Familie & Arten

Parmesan gehört zur Gruppe der Hartkäse. Der Parmigiano Reggiano, wie er sprachlich korrekt heißt, ist ein herkunftsgeschützter, extraharter, halbfetter Käse aus Kuhmilch mit 32 % Fett i.Tr. Die zylindrischen Laibe von mindestens 24 kg haben Reifezeiten von 18 Monaten bis zu 6 Jahren.

Merkmale

Der Käse hat eine strohgelbe Farbe und ist von feinkörniger Konsistenz. Die Rinde goldgelb und mit einem Brandsiegel an der Seite versehen. Im Geschmack ist der Käse würzig und pikant.

Verwendung

Was wäre Pasta oder ein Risotto ohne Parmesan? Zu den italienischen Gerichten gehört der Parmesankäse einfach dazu! Auch zu vielen Pizzen wird der leckere Käse gern gereicht. Parmesan ist ein Basisbestandteil für das klassische Pesto. Einfach etwas Parmesan mit Olivenöl, Pinienkernen, Basilikum, Knoblauch, Salz und Pfeffer im Mörser zu einer Paste verarbeiten – fertig ist das leckere Pesto alla genovese! Der Hartkäse schmeckt aber auch pur, beispielsweise in dünnen Scheiben auf ein Brot gelegt.

Nährwerte

100 g Parmesan haben ca. 375 Kalorien. Daneben enthält der Käse Vitamin A, D, E sowie sämtliche Vitamine der B-Gruppe. Hinzu kommen noch die Mineralstoffe Kalzium, Natrium, Magnesium, Phosphor und Eisen.

Lagerung & Aufbewahrung

Eingepackt in Pergamentpapier und gut gekühlt, hält sich der Würzkäse mehrere Wochen.

Qualität & Einkauf

Nach EU-Richtlinien ist der Parmigiano-Reggiano mit einem DOP-Siegel gekennzeichnet. Achten Sie also beim Einkauf des Parmesans auf den Parmigiano-Reggiano-Schriftzug mit den typischen Punkten! Dann erhalten Sie erstklassigen Käse. Im Idealfall können Sie den Würzkäse vor dem Kauf probieren. Oft wird Parmesan mit dem Hartkäse Grana Padano verwechselt. Parmesan ist jedoch viel würziger und kräftiger im Geschmack als sein italienischer Kollege.

Gesundheit & Wirkung

Parmesan hat einen hohen Kalzium-Gehalt. Eine Portion von 30 g enthält gut ein Drittel des Tagesbedarfs an Kalzium. Das enthaltene Vitamin D fördert zudem die Einlagerung von Kalzium in den Knochen. Das macht sie stark und widerstandsfähig. Italienische Forscher haben auch herausgefunden, dass Parmesan eine hohe Konzentration an Tripeptiden enthält. Und die wiederum senken Bluthochdruck.

Radicchio 

Radicchio

Produktname: Dt.: Radicchio ; engl.: radicchio; frz.: chicorée rouge

Frischem deutschen Blattsalat verleiht Radicchio fröhliche Farbtupfer und eine interessante Note. Doch echte Kenner machen es wie die Italiener – und verfeinern mit den bitteren Blättern auch warme Gerichte.

Geschichte

Der Stammbaum des Radicchio nimmt seinen Anfang mit der Gemeinen Wegwarte, auch Zichorie genannt. Bereits im Mittelalter wurde sie als Heilpflanze genutzt. Medizinkundige setzten sie bei Magen- und Darmbeschwerden ein – ebenso wie zur Behandlung von Hautkrankheiten.

Aus ihr gingen 2 Varietäten hervor: Die Wurzelzichorie musste in knappen Zeiten als Kaffeeersatz herhalten. Die Salat- bzw. Blattzichorie hingegen – der Name lässt es vermuten – nutzte man als knackiges Nahrungsmittel. Zu dieser Kategorie gehört auch der rötliche Radicchio. Das farbstarke Gemüse wird in Italien seit dem 16. Jahrhundert gezielt angebaut – und findet auch hierzulande immer mehr Fans.

Herkunft

Lange Zeit wurde Radicchio ausschließlich aus Italien importiert, denn nur hier fand die Pflanze das richtige Klima. Durch gezielte Züchtungen gelang es jedoch, den Radicchio an ein kühleres Klima zu gewöhnen. Auch in Deutschland findet man ihn daher heute auf den Feldern. Dennoch gilt Italien noch immer als Hauptanbaugebiet – vor Frankreich und Holland.

Familie & Arten

Botanisch gehört Radicchio zu den Korbblütlern. Das Zichoriengewächs wird auch Roter Chicorée, Rote Endivie oder Italienische Zichorie genannt. Radicchio ist mit dem hellen Chicorée verwandt. Doch im Gegensatz zum bleichen Vetter kann er sich mit kräftigen Farben – meist Weinrot – schmücken. Der wissenschaftliche Name lautet Cichorium intybus var. foliosum.

Merkmale

Radicchio ist eine zweijährige Pflanze, wird jedoch meist einjährig kultiviert. Die verschiedenen Sorten variieren im Aussehen. Die Form der Köpfe reicht von kugelrund bis länglich. Nicht alle Sorten leuchten im dunklen Weinrot: Einige haben hellgrüne oder beigefarbene Blätter mit roten Sprenkeln. Zur Unterscheidung der verschiedenen Radicchio-Sorten werden auch hierzulande die italienischen Namen genutzt. Meist weisen sie auf die Region hin, in der die Pflanze angebaut wird.

  • Die in Deutschland bekannteste Sorte ist der Radicchio Rosso di Chioggia. Denn diese Variante hat sich an die Klimaverhältnisse unserer Breitengrade angepasst. Bevor der Radicchio in den Handel kommt, werden seine äußeren Blätter entfernt. Übrig bleibt der typische runde und etwa faustgroße Kopf. Die weinroten Blätter mit den weißen Rippen liegen eng um das Herz.
  • Beim Rosso di Verona sind die weinroten Blätter locker bis fest angeordnet. Sie bilden einen offenen, zylindrischen Kopf.
  • Der Rosso di Treviso hat längliche weinrote Blätter. Im Vergleich zu den anderen Sorten schmeckt er recht bitter. Ihn gibt es als Frühernte – precoce, und Spätlese – tardivo. Die frühere Variante bildet lange, ovale Köpfe. Die Blätter haben ausgeprägte weiße Rippen. Bei dem Nachzügler sind die schmalen Blätter als lockere Rosette angelegt.
  • Der Radicchio Variegato di Lusia hat kugelige, sehr feste Köpfe. Seine Blätter sind beige-weiß mit weinroten Sprenkeln.
  • Beim kugeligen Kopf des Radicchio Variegato di Castelfranco sitzen die Blätter lockerer. Auch er hat beige-weiße, weinrot gesprenkelte Blätter.
  • Etwas aus der Art schlägt der Radicchio Bianca di Lusia. Denn seine runden, festen Köpfe bestehen aus hellgrünen Blättern.
  • Flexibel zeigt sich der Radicchio Grumolo: Ihn gibt es in roter und grüner Variante. Die mittelgrünen oder weinroten Blätter bilden Rosetten, die denen des Feldsalats ähneln. Die Blätter sind rund und stiellos.
Verwendung

Vom Radicchio nutzt man die Köpfe der Pflanze. Sie haben einen herb-bitteren Geschmack. Welke äußere Blätter sollten vor dem Verarbeiten entfernt werden. Der Stunk kann kleingeschnitten und mitgegessen werden. Er enthält jedoch die meisten Bitterstoffe und wird daher häufig entfernt. Legt man die Blätter des Radicchio kurz in warmes Wasser, sind sie nicht ganz so bitter.

Der kleine Italiener lässt sich bestens als Salat verwenden: In der Salatschüssel sorgt Radicchio nicht nur für farbliche Akzente, sondern auch für ein apartes Aroma. Am besten harmoniert er mit milderen Sorten. Serviert mit süßen Früchten, besticht der bittere Radicchio durch einen harmonischen geschmacklichen Kontrast. Für feine Häppchen lassen sich die rohen Blätter mit Krabbensalat oder Frischkäse füllen. Auch als Teller-Dekoration machen sie dank ihrer kräftigen Farbe eine gute Figur.

Was viele nicht wissen: Nicht nur die kalte Küche profitiert vom aparten Geschmack des Radicchios. Die Italiener schätzen seinen herben Charme auch in warmen Gerichten, beispielsweise in Pasta oder Risotto. Mit etwas Butter angedünstet, eignet sich das Zichoriengewächs zudem hervorragend als farbenfrohe Beilage. Zu lange sollte es jedoch nicht erhitzt werden, sonst leidet das hübsche Weinrot.

Nährwerte

100 g Radicchio enthalten 13 Kalorien, 1,2 Eiweiß, 0,2 g Fett, 1,5 g Kohlenhydrate und 1,5 g Ballaststoffe. Die roten Köpfe sind kleine Vitamin-C-Bomben: 100 g enthalten 28 mg des Fitmachers. Darüber hinaus steckt in ihnen Kalium und Kalzium.

Lagerung & Aufbewahrung

Wegen seiner kompakten Form lässt sich Radicchio 1–2 Wochen gekühlt lagern. Dazu sollte der Kopf locker in Papier eingewickelt werden. Sind die Blätter schon zerpflückt, halten sie sich in einer verschlossenen Plastiktüte rund 3–4 Tage.

Qualität & Einkauf

Die Blätter des Radicchios müssen prall und knackig sein. Frische Ware hat einen hellen Strunk. Hat sich dieser bereits bräunlich verfärbt, sollte man den Kopf besser liegen lassen.

Gesundheit & Wirkung

Die rote Farbe des Radicchio wird durch sogenannte Anthozyane verursacht. Diese Stoffe schützen unsere Zellen vor freien Radikalen – und wirken so verfrühter Hautalterung und verschiedenen Krankheiten entgegen.

Der herbe Geschmack der Blätter ist nicht jedermanns Sache. Schade, denn der Bitterstoff Intybin fördert die Verdauung und regt die Produktion von Gallensäften an. Unter Naturheilkundlern galt Radicchio früher als wirksames Mittel für einen gereizten Magen und Darm. Gerade im Winter sollte die Zichorie öfter mal auf dem Teller landen: Der hohe Gehalt an Vitamin C stärkt das Immunsystem.

Datteln 

Datteln

Produktname: Dt.: Datteln engl.: dates; frz.: dattes

Die honigsüßen Früchtchen sind wahre Alleskönner! Datteln schmecken nicht nur köstlich, sie versorgen uns im Handumdrehen mit wertvoller Energie und können sogar heilen.
Geschichte
In den Trockengebieten Nordafrikas sowie des Nahen und Mittleren Ostens sind Datteln für die Ernährung von Menschen und Tieren wegen ihres hohen Nährwertes von großer Bedeutung. Deswegen werden sie gerne auch als Brot der Wüste bezeichnet.
Herkunft
Die ursprüngliche Heimat der Datteln liegt in Afrika. Längst wachsen die Palmen mit den süßen Früchten aber auch in Israel, Iran, Irak, Griechenland, Australien sowie in den subtropischen Gegenden der USA, beispielsweise in Florida und Kalifornien.
Familie & Arten

Dattelpalmen gehören zur Gattung der Palmengewächse. Der botanische Name ihrer Früchte lautet Phoenix dactylifera. Von den etwa 1.500 Dattelsorten ist Medjool wohl die wichtigste und bekannteste Sorte. Sie ist im frischen Zustand vollkommen rot gefärbt und nimmt im getrockneten Zustand eine kastanienartige Farbe an.

Als frische Datteln wird meist die Sorte Bardhi angeboten, die sehr süß und saftig ist und auch kühl gelagert noch gut nachreift. Weitere bekannte Sorten sind Deglet-Noor mit ihrem nougatähnlichen Geschmack, die helleren Zahidi sowie die Khadrawi und Halawi Datteln.

Merkmale
Datteln sind die Früchte der Dattelpalme. Dieser Baum kann bis zu 200 Jahre alt werden und trägt erst nach etwa 5–6 Jahren Früchte. Das sind ca. 2–6 cm lange Beeren, die an Dolden wachsen. Im Inneren der Frucht befindet sich ein sehr schmaler Kern mit einer länglichen Einkerbung. Die Früchte schmecken süß, weich, saftig und sind hocharomatisch. Je nach Sorte haben sie eine gelbe, gelbbraune, braune bis schwarze Farbe, sind länglich oval und weisen ein hellbraunes oder weißes Fleisch auf.
Verwendung

Aufgrund ihrer Nähr- und Mineralstoffe eignen sich Datteln hervorragend als Snack für zwischendurch. Sie schmecken aber auch in Obstsalaten oder in orientalischen Gerichten. Interessant und exotisch schmeckt z. B. ein Zimt-Couscous mit honigsüßen Datteln. Auch ein grüner Salat mit Ziegenkäse und Datteln ist Genuss pur.

Aus dem Saft der Datteln lassen sich Dattelhonig und Palmwein produzieren. Darüberhinaus sind Saftkonzentrat und Dattelmark beliebte Süßungsmittel. Die gerösteten Samen der Datteln ergeben ein gutes Kaffee-Ersatzpulver. Beliebt ist auch die aromatische Dattelpaste Dilbis.

Nährwerte
100 g der sehr nährstoffreichen Früchte enthalten etwa 100 Kalorien, viel leicht verdaulichen Zucker, nämlich 65 g, aber kaum Fett. Hinzu kommt eine große Menge an Mineralstoffen, nämlich Kalium, Kalzium, Phosphor, Eisen und Kupfer sowie Vitamine, vor allem die der B-Gruppe.
Lagerung & Aufbewahrung
Getrocknete Datteln sind bei Zimmertemperatur unbegrenzt haltbar. Frische Früchte bleiben gut gekühlt etwa 2 Wochen genießbar. Sie können sie auch bis zu 6 Monate lang einfrieren.
Qualität & Einkauf
Als frische Datteln werden meistens nur Früchte angeboten, die direkt nach der Ernte schockgefroren und so lagerfähig gemacht wurden. Meist sind getrocknete Datteln im Handel erhältlich.
Gesundheit & Wirkung

Trotz ihres hohen Zuckergehaltes sind Datteln sehr gesund. Wertvolle B-Vitamine beruhigen die Nerven und können sogar den Blutdruck senken.

Die süßen Früchte sollen auch eine schlaffördernde Wirkung haben. Datteln enthalten nämlich das Hormon Tryptophan. Im Gehirn wird es in Melatonin umgewandelt. Das ist ein Hormon, das sich an die Nervenzellen bindet. Es dient als Beruhigungsmittel und beschert uns einen erholsamen Schlaf.

Ballaststoffe begünstigen zudem die Darmtätigkeit. Die wertvollen Mineralstoffe und Vitamine kräftigen die Herzmuskulatur, regen die Blutbildung an und sollen sogar vor Bauchspeicheldrüsenkrebs schützen.

Ansprechpartner

Frau Jacobs

Frau Natalia Loosen

Tel.: +49 2837-80-256

natalia.loosen@chefsculinar.de