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Thunfisch und Marinade

Portionsgröße: 260 g 
  • 1,80 kg
    Thunfisch-Loins
  • 100 g
    geschälte Schalotten
  • 300 g
    mildes Olivenöl
  • 300 ml
    Limettensaft
  • 50,0 g
    Kapern
  • 10,0 g
    rote Peperonischoten
  • 5,0 g
    glatte Petersilie
  • 5,0 g
    Estragon
  • 20,0 g
    Nussbutter

Das küchenfertige Thunfischfilet in ca. 180 g große Stücke portionieren.

Die Schalotten in feine Würfel schneiden, mit Olivenöl, Limettensaft und Kapern verrühren.
Die Peperonischoten längs halbieren, Kerngehäuse entfernen und in feine Würfel schneiden. Die Blattpetersilie mit Stängel und die Estragonblättchen fein schneiden. Anschließend zu den bereits gemischten Zutaten geben.

Vor dem Anrichten die Thunfischfilets mit der Butter bepinseln und auf einem heißen Grill auf beiden Seiten kurz zeichnen.

Mashua & Portulak

Portionsgröße: 120 g 
  • 1,10 kg
    Mashua
  • 15,0 ml
    kaltgepresstes Erdnussöl
  • 15,0 ml
    Limettensaft
  • 0,30 g
    Vadouvan-Gewürzzubereitung
  • 10,0 g
    Nussbutter
  • 150 g
    Winterportulak

Mashuas waschen, in einen Sous-vide-Beutel mit Erdnussöl, Limettensaft und Vadouvan geben und vakuumieren. Anschließend bei 85 °C im Dampf oder im Wasserbad ca. 20 Minuten, je nach Größe der Mashuas, garen. Die Mashuas sollten nach dem Garen noch einen leichten Biss haben.

Kurz vor dem Anrichten die Mashuas in der Nussbutter nachbraten und mit dem gewaschenen Winterportulak zum Anrichten bereitstellen

Unsere Empfehlung zum Anrichten

Nach Belieben den Winterportulak auf einer Platte anrichten, das Thunfischsteak anlegen, die Mashuas verteilen und die Schalotten-Kapern-Marinade über den Thunfisch verteilen.

 

Nährwerte für das gesamte Rezept

Nährwertepro 100 gpro Portion
Kilojoule (kJ)382,4 kJ1.453,0 kJ
Kilokalorien (kcal)92,6 kcal352,0 kcal
Fett (g)8,6 g32,6 g
... davon gesättigte Fettsäuren (g)0,5 g1,9 g
Kohlenhydrate (g)2,9 g11,2 g
... davon Zucker (g)2,8 g10,8 g
Eiweiß (g)0,5 g1,8 g
Salz (g)0,0 g0,1 g

Lebensmittelinformations-Verordnung – was ist zu beachten?

Seit Dezember 2014 sind Verpflegungsbetriebe verpflichtet, ihre Tischgäste über Zutaten zu informieren, die allergische Symptome oder Unverträglichkeitsreaktionen auslösen können. Erfahren Sie, welche das sind und was Sie zu beachten haben ...

Lebensmittelinformations-Verordnung

Allergene in den Rezept-Komponenten

Thunfisch und Marinade
Fisch und -erzeugnisse
Laktose
Milch und -erzeugnisse
Mashua & Portulak
Erdnüsse und -erzeugnisse
Senf und -erzeugnisse
Sesamsamen und -erzeugnisse
Laktose
Milch und -erzeugnisse
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Thunfisch 

Thunfisch

Produktname: Dt.: Thunfisch; engl.: tuna; frz.: thon

Thunfisch kennt man in Deutschland vor allem auf Pizza oder im Salat. Dabei hat der gesunde Eiweißlieferant in der Küche noch viel mehr zu bieten! Und das ist auch gut so: Schließlich tragen die Meeresbewohner einiges zu einer gesunden Ernährung bei …

Herkunft

Thunfische leben in Schwärmen in den oberen 500 m des Meeres, ernähren sich von kleineren Fischen – z. B. Hering und Makrele – und mögen es gerne warm: Mindestens 10 °C muss das Wasser haben, damit sich die Tiere darin wohlfühlen. Durch ihre Artenvielfalt sind sie in allen Meeren der tropischen und gemäßigten Breiten vertreten.

Familie & Arten

Thunfische gehören zur Familie der Makrelen. Es gibt 8 Arten:

  • Der Gelbflossen-Thunfisch wird bis zu 2,40 m lang und 200 kg schwer. Er lebt in allen subtropischen, tropischen und gemäßigten Meeren, aber nicht im Mittelmeer
  • Der Schwarzflossen-Thunfisch erreicht eine Länge von über 1 m und kann bis zu 21 kg auf die Waage bringen. Man findet ihn im subtropischen und tropischen westlichen Atlantik
  • Der Langschwanz-Thunfisch misst bis zu 1,45 m und wiegt bis zu 36 kg. Sein Verbreitungsgebiet liegt im Indopazifik und im Roten Meer
  • Der Großaugen-Thunfisch kann bis zu 2,50 m lang und 210 kg schwer werden. Er schwimmt in allen subtropischen, tropischen und gemäßigten Meeren, nur nicht im Mittelmeer
  • Der Weiße Thunfisch wird auch Langflossenthun genannt. Er kommt in allen tropischen, subtropischen und gemäßigten Meeren und auch im Mittelmeer vor. Bei bis zu 1,40 m Länge kann er ein Gewicht von bis zu 60 kg erreichen
  • Der Rote Thunfisch heißt auch Großer Thun oder Nordatlantischer Thun. Er wird bis zu 4,50 m lang, stattliche 684 kg schwer und lebt im tropischen, subtropischen und gemäßigten Atlantik sowie im Mittelmeer
  • Der Südliche Blauflossen-Thunfisch kommt, wie sein Name schon verrät, in allen Meeren der südlichen Hemisphäre in gemäßigten und kühlen Bereichen vor. Das größte Exemplar war 2,45 m lang und brachte 260 kg auf die Waage
  • Der Name des Nordpazifischen Blauflossen-Thunfisch wurde ebenfalls von seinem Lebensraum abgeleitet: Im nördlichen Pazifik ist er zu Hause, er schwimmt aber auch weiter südlich bis Neuseeland. Bis zu 3 m lang und 450 kg schwer kann diese Thunfisch-Art werden

Übrigens: Der Echte Bonito, wirtschaftlich der bedeutendste vermarktete Thunfisch, gehört zoologisch gar nicht zur Gattung der Thunfische. Er ist allerdings ein naher Verwandter, wird etwa 1 m lang und 20 kg schwer. Typisch für den Fisch sind die 7 dunklen Längsstreifen auf der silbrigen Bauchseite. Er lebt in subtropischen und tropischen Meeren, wird aber auch gelegentlich in der Nordsee gefangen.

Merkmale

Trotz der Artenvielfalt gleichen sich Thunfische: Sie haben alle einen langgestreckten, stromlinienförmigen, seitlich nur wenig abgeflachten Körper mit einem spitz zulaufenden Kopf und einer sichelartigen Schwanzflosse. Nur den Vorderkörper umgibt ein Korsett größerer Schuppen. Die Farbe der Tiere variiert je nach Art; meist schimmert ihre Haut aber bläulich, am Bauch grau oder silbrig. An den Körperseiten zeigen sie manchmal dunkle Flecken.

Durch ihre Körperform können sie weite Strecken mit hoher Geschwindigkeit schwimmen – bis zu 75 km/h werden sie schnell. Die meisten Thunfisch-Arten laichen im Sommer und begeben sich dazu in küstennahe Gebiete.

Verwendung

Ob frisch gebraten als Steak, auf Pizza oder im Salat – Thunfisch lässt sich in der Küche recht vielseitig einsetzen. Er schmeckt nicht nur roh in Sushi und Sashimi, er ist auch aus der mediterranen Küche nicht mehr wegzudenken: In Italien bereitet man mit Thunfisch z. B. die berühmte Vorspeise Vitello Tonnato zu.

In Deutschland dagegen liebt man einen aromatischen Thunfischsalat oder ein rosa gebratenes Thunfisch-Steak vom Grill. Auch ein Dip, zubereitet z. B. aus Thunfisch, Tomaten und Oregano, ist nicht zu verachten. Dazu können Sie Gemüsesticks oder Brot reichen. Oder Sie füllen Gemüse, wie beispielsweise Avocados, mit einer köstlichen Thunfischcreme …

Nährwerte

100 g Thunfisch haben um die 220 Kalorien, 21,5 g Eiweiß und 15,5 g Fett. Damit gehören die Meeresbewohner zwar zu den Fettfischen, dafür bringen sie aber auch wertvolle Mineralstoffe wie Kalium, Kalzium, Phosphor, Eisen, Zink und Magnesium mit. Mit den wichtigen Vitaminen A, C, D, E und B-Vitaminen kann der Thunfisch ebenfalls aufwarten.

Lagerung & Aufbewahrung

Frischer Thunfisch hält gekühlt maximal 2 Tage. Am besten wird er aber direkt nach dem Kauf verarbeitet.

Qualität & Einkauf

Wie jeder gute Fisch sollte auch der Thunfisch nach Meer duften, aber nicht fischig riechen. Seine Haut muss fest, die Augen klar und glänzend und die Kiemen hell- bis braunrot und feucht sein. Die Schuppen frischer Exemplare sitzen zudem fest, das Fleisch schnellt auf Fingerdruck sofort wieder in seine ursprüngliche Form zurück.

Gesundheit & Wirkung

Thunfisch enthält wichtige Omega-3-Fettsäuren, die nicht nur helfen, den Cholesterinspiegel zu senken, sondern auch das Herz stärken und das Immunsystem unterstützen. Eine finnische Studie belegt außerdem, dass der regelmäßige Verzehr von Omega-3-Fettsäuren dazu beiträgt, Hirnschäden zu vermeiden, die Schlaganfälle begünstigen können.

Thunfisch versorgt den Körper zudem mit wichtigen Nährstoffen, vor allem Jod. Allerdings sollten Kinder und Schwangere weitestgehend auf Thunfisch verzichten, weil gerade die Exemplare aus der Dose viel Quecksilber enthalten können. Zu viel davon kann zu Herz- und Gehirnschäden führen.

Schalotte 

Schalotte

Produktname: Dt.: Schalotte; engl.: shallot; frz.: échalote

Die auch als Edelzwiebel bekannte Knolle wird gerne in der gehobenen Küche eingesetzt. Und das nicht ohne Grund: Die Schalotte verfeinert mit ihrem feinen Aroma nicht nur die verschiedensten Gerichte, sie schmeckt selbst als Beilage richtig lecker!

Geschichte

Forscher vermuten, dass Schalotten ursprünglich aus Mittelasien stammen. Sie sollen einst vom Mittelmeerhafen Askalon, einer heute im Südbezirk Israels liegenden Stadt, mit den Kreuzfahrern nach Europa gekommen sein. Daher kommt auch ihr Name „Askalonzwiebel“ und die frühere wissenschaftliche Bezeichnung „Allium ascalonicum“.

Herkunft

Schalotten kommen heute vor allem aus Frankreich, Italien, Spanien und Ungarn zu uns. Auch in Deutschland werden die Knollen kultiviert. Ihr Hauptanbaugebiet liegt allerdings in Mexiko.

Familie & Arten

Die Schalotte galt früher mal als eigene Art und wurde wissenschaftlich als Allium ascalonicum bezeichnet. Mittlerweile wird sie aber der normalen Küchenzwiebel zugeordnet – und heißt Allium cepa var. aggregatum. Damit gehört sie zur Familie der Amaryllis- und zur Unterfamilie der Lauchgewächse. Man unterscheidet generell 3 Schalotten-Typen:

  • Die Schalotte von Jersey wird am häufigsten angebaut. Sie zeigt längliche, kupfer- bis rosafarbene Bulben.
  • Die Graue Schalotte ist klein, länglich, leicht grau mit einem kräftigen Aroma.
  • Die Gelbe Schalotte bzw. Schalotte von Holland wirkt relativ rund und kurz. Sie sieht der Küchenzwiebel recht ähnlich.
Merkmale

Die Pflanze ähnelt der Küchenzwiebel: Schalotten zeigen ebenso wie diese röhrige Blätter und bilden blattlose Blütenstängel mit kugeligen Blütenständen und rosa-violetten Blüten aus. An der Basis der Pflanze entstehen mehrere, dicht zusammenstehende Schalotten, die – ganz im Gegensatz zur Küchenzwiebel – aus einer Mutter- und mindestens einer Tochterzwiebel besteht. Sie ist nicht nur kleiner und ovaler als die Küchenzwiebel, ihr leicht rötliches Fleisch schmeckt auch dezenter und süßlich-würzig. Darum wird die kleine Knolle auch Edelzwiebel oder Askalonzwiebel genannt. Ihre Schale kann je nach Sorte braun, rötlich oder auch gelb sein.

Verwendung

Scharf anbraten sollten Sie die Schalotte lieber nicht – dadurch wird sie bitter. Weil die Knolle so mild schmeckt, eignet sie sich aber prima für die kalte Küche: Sie würzt z. B. Marinaden und Vinaigretten perfekt und verleiht frischen Salaten mehr Pep.

Die kleine Edelzwiebel passt aber auch sehr gut zu Fisch und Fleisch. Die Franzosen wissen das längst; in ihrer Küche kommt die Schalotte besonders gern zum Einsatz. Sie lässt sich nämlich auch – sanft – dünsten oder schmoren und wird so, z. B. in Rotwein oder Balsamico-Essig eingelegt, zur köstlichen Beilage. Nicht zu vergessen ist ihre Würzkraft auch in Suppen und Saucen.

Nährwerte

100 g Schalotten haben gerade mal 22 Kalorien und nur 0,2 g Fett. Außerdem kommen sie mit 1,5 g Eiweiß und 3,3 g Kohlenhydraten daher. Schalotten enthalten zudem wichtige Mineralstoffe wie Kalium, Kalzium und Magnesium sowie Vitamine – A, B und vor allem C –, Folsäure, Eisen und Zink.

Lagerung & Aufbewahrung

An einem dunklen, trockenen und kühlen Ort bleiben Schalotten mehrere Monate lang frisch.

Qualität & Einkauf

Frische Schalotten müssen eine papierdünne, trockene Haut haben und sich fest anfühlen. Von weichen, keimenden oder fleckigen Exemplaren sollten Sie die Finger lassen. Wer Schalotten mit mildem Aroma bevorzugt, wählt am besten die kleineren Knollen – größere schmecken meist kräftiger.

Gesundheit & Wirkung

Schalotten sind, wie alle Zwiebeln, ein bewährtes Haus- und Naturheilmittel: Vor allem ihre Schwefelverbindungen stimulieren das Immunsystem und wirken antibakteriell. Mit leicht gedünsteten Zwiebeln gefüllte Säckchen sollen bei Entzündungen helfen, wenn sie auf die entsprechende Körperstelle aufgelegt werden. Zwiebelsaft mit Honig und Zucker lindert Husten und Heiserkeit. Die meisten kennen die Wirkung der Knolle bei Insektenstichen: Reibt man diese mit einer aufgeschnittenen Zwiebel ein, verschwinden Schmerz und Schwellung recht schnell.

Zwiebeln stärken außerdem das Herz, schützen unsere Verdauung, regen den Appetit an und beugen Erkältungen vor. Ihr Farbstoff Quercetin gilt als krebshemmend und soll Bakterien sowie freie Radikale bekämpfen.

Olivenöl 

Olivenöl

Produktname: Dt.: Olivenöl; engl.: olive oil; frz.: huile d’olive

Olivenöl gehört zur mediterranen Esskultur wie der Löffel zur Suppe. Und kein anderes Lebensmittel verbindet kulinarischen Genuss so gut mit gesundheitlichen Aspekten wie das „grüne Gold“ des Mittelmeeres. Aber wussten Sie schon, dass es genaugenommen ein Fruchtsaft ist?
Geschichte

Griechen, Römer, Hebräer und Ägypter kannten schon in der Antike den Ölbaum, dessen Früchte die Oliven sind. Auf Kreta war die Olive z. B. bereits 6000 v. Chr. ein wichtiges Nahrungsmittel. Die Dichter des Altertums priesen die kleine Frucht und ihr Öl in ihren Schriften an – nicht nur als Lebensmittel, sondern auch als Grundstoff für Heilsalben sowie Kosmetik und sogar als Lichtquelle.

Den Siegern bei Olympia wurde ein Kranz aus Ölzweigen gewunden, und auch in der griechischen Mythologie spielte der Ölzweig eine Rolle. Einer Sage nach wurde die Stadt Athen nach der Göttin Athene benannt, weil sie den Einwohnern den Ölbaum schenkte. Woher der Olivenbaum aber ursprünglich kommt, ist nicht ganz geklärt. Manche sagen, er stamme aus dem Gebiet zwischen dem Iran und Syrien, andere meinen, er komme aus Asien, wieder andere glauben, die Olive war immer schon im Mittelmeerraum zu Hause.

Herkunft

Weltweit gibt es heute ca. 750 Millionen Olivenbäume – rund 473 Millionen davon finden sich am Mittelmeer, vor allem in Spanien, Portugal, Italien, Griechenland, Tunesien und Frankreich. Sie wachsen aber auch in Japan, Afrika, Südamerika, Australien, Indien und China. Wenn es ums Produzieren von Olivenöl geht, hat Spanien die Nase vorn, Italien ist allerdings der größte Exporteur.

Familie & Arten

Der immergrüne Olivenbaum mit seinen silbrig glänzenden, graugrünen Blättern wird auch Echter Ölbaum genannt und gehört zur Familie der Ölbaumgewächse. Olea europaea, so der wissenschaftliche Name, wächst als reich verzweigter, im Alter knorriger Baum; er kann 10–20 m groß und mehrere 100 Jahre alt werden. Seine Früchte zeigen sich unreif erst in einem zarten Grün, im reifen Zustand sind sie schwarz-violett gefärbt. Es gibt mehrere Unterarten und viele Sorten des Olivenbaums. Allein im Mittelmeerraum wachsen über 1.000 verschiedene Ölbaum-Sorten.

Merkmale

Öl von eher grünlicher Farbe stammt von unreifen Oliven und schmeckt in der Regel sehr intensiv. Werden reife, dunkle Oliven gepresst, entsteht ein deutlich milderes, hellgelbes Öl. Generell wird Olivenöl in 3 Geschmacksrichtungen eingeteilt:

  • Leicht, mild harmonisch
  • Fruchtig
  • Kräftig, intensiv

Die Olivensorte gibt dabei die Geschmacksrichtung vor; diese wird noch durch den Reifegrad beeinflusst: Je früher die Olive geerntet wird, desto kräftiger und grasiger schmeckt das Öl. Und wie beim Wein hängt auch beim Olivenöl der Geschmack zusätzlich vom Klima und vom Anbaugebiet ab.

Verwendung

Der Rauchpunkt von Olivenöl nativ extra liegt bei 180 °C, von einfachem Olivenöl sogar erst bei 210 °C. Es lässt sich also keineswegs nur für Vinaigretten verwenden, sondern eignet sich auch sehr gut zum Braten, Schmoren und Frittieren. So werden Fleisch- und Fischgerichte sowie frittierte Speisen bekömmlicher und gesünder, als wenn sie mit tierischen Fetten zubereitet werden.

Besonders zart schmecken z. B. Steaks oder Koteletts, wenn sie vor dem Braten einige Stunden mit Olivenöl, Kräutern, Knoblauch und Pfeffer mariniert wurden. Auch in Desserts ist Olivenöl eine tolle Alternative zu Butter: Biskuit- und Brandteige gelingen mit Olivenöl perfekt, Sandkuchen bleibt damit länger weich und saftig. Und natürlich gehört ein hochwertiges Olivenöl in jedes gute Pesto!

Nährwerte

Olivenöl besteht zu etwa 70 % aus einfach ungesättigten Fettsäuren. Dazu kommen 5–10 % gesättigte Fette und 20–25 % mehrfach ungesättigte Fette. 100 ml Olivenöl haben knapp 900 Kalorien, 13,2 mg Vitamin E und je 1 mg Kalzium und Natrium.

Lagerung & Aufbewahrung

Olivenöl sollte man kühl – bei Temperaturen zwischen 10–16° C – und dunkel, aber nicht im Kühlschrank lagern, da es dort trübe wird und ausflockt. Allerdings wird es wieder klar, wenn man es eine Zeit lang bei Raumtemperatur stehen lässt. Unabhängig von der Mindesthaltbarkeitsangabe gilt: Je frischer das Öl, desto besser schmeckt es. Angebrochene Flaschen sollten spätestens nach 2 Monaten aufgebraucht sein. 

Qualität & Einkauf

Ähnlich wie Wein ist Olivenöl ein Naturprodukt, dessen Herstellung viel Aufwand benötigt, wenn es hochwertig sein soll. Es kann daher nicht billig sein. Olivenöl wird in verschiedene Qualitätsstufen eingeteilt:

  • „Nativ extra“ oder „extra vergine“: So darf nur ein Olivenöl bezeichnet werden, das ausschließlich mit mechanischen Verfahren, kalt, bei höchstens 27° C und ohne Einsatz von Chemikalien aus frischen Oliven gewonnen wird. Es darf höchstens 0,5 % freie Fettsäuren pro 100 ml enthalten und gehört dann zur höchsten Qualitätsstufe.
  • „Nativ“: Dieses Öl wird auf die gleiche Weise wie Olivenöl nativ extra hergestellt, darf aber einen Säuregehalt von 0,5 bis 2 % haben.
  • „Raffiniert“: Das Öl wird chemisch aufbereitet.
  • „OIivenöl“: Die Mischung aus raffiniertem und nativem Olivenöl bekommt durch den nativen Teil zumindest teilweise seinen typischen Geschmack. Allerdings ist ein bestimmtes Mischungsverhältnis nicht vorgeschrieben; es kann sein, dass auch nur 1 % natives Öl darin vorhanden ist. Die meisten gesundheitlich positiven Eigenschaften des Olivenöls gehen durch das Mischen ebenso wie der Geschmack verloren.
Gesundheit & Wirkung

Weil die einfach ungesättigten Fettsäuren im Olivenöl zwar den schlechten LDL-, nicht aber den guten HDL-Wert des Cholesterins im Blut reduzieren, schützt es vor Herz- und Gefäßerkrankungen. Es ist außerdem leicht verdaulich und hilft dem Körper dabei, Vitamine und Mineralstoffe umzusetzen. Es schützt die Schleimhäute, regt die Galle an und soll sogar verhindern, dass sich Gallensteine bilden.

Kapern 

Produktname: dt.: Kaper, engl.: Caper, frz.: Câpre

Kapern geben den Gerichten Vitello tonnato und Königsberger Klopse die typische Note. In der Mittelmeerküche werden die grünen Würzlinge so häufig eingesetzt wie Salz und Pfeffer. Doch Kapern haben neben ihrer Würzkraft noch mehr zu bieten: Sie sind gesund und bringen Energie. Daher galten sie zeitweise sogar als Heilmittel und Aphrodisiakum.

Geschichte

Bereits seit etwa 3.000 Jahren ist die Kaper als Gewürz bekannt. Bei den Ägyptern fand sie Erwähnung und zu Zeiten der alten Römer wurde sie häufig in der Küche eingesetzt. Im Orient fand die Kaper nicht nur als Würzmittel, sondern auch als Heilmittel und Aphrodisiakum Gebrauch: Astarte, die orientalische Liebesgöttin, die auf Zypern zur Aphrodite wurde, war die Schutzherrin der Kapern. Somit waren die Kapern ein Aphrodisiakum, die nicht nur den erotischen Appetit zu steigern in der Lage waren, sondern sogar zur Wollust reizte. Daneben heilte man mit Kapern viele Krankheiten, wie Zahnschmerzen oder Milzbeschwerden.

Herkunft

Der Kapernstrauch wächst rund ums Mittelmeer – besonders in Marokko, Spanien, Südfrankreich, Italien, Griechenland und Zypern – sowohl wild als auch kultiviert.

Familie & Arten

Kapern gehören zur Familie der Kaperngewächse. Geerntet werden die noch ungeöffneten Blütenknospen vor Sonnenaufgang. Frische Kapern schmecken zunächst bitter. Daher werden sie über Nacht im sogenannten Welkvorgang angetrocknet und anschließend in Essig, Öl oder Salz eingelegt. Durch die Konservierung entwickeln Kapern Caprinsäure und Senfölglycosid, die ihnen den typischen säuerlich-scharfen Geschmack verleihen. Die fertigen Kapern riechen würzig, nehmen aber auch ein wenig von dem Duft der Lake an.

Merkmale

Der Geschmack der Kapern ist leicht scharf und herbwürzig. Kapern sollten geschlossen, oliv- bis bläulichgrün und möglichst klein sein. Denn kleine Kapern schmecken feiner als die größeren, sind wegen des geringeren Ernteertrages aber auch teurer. Die besten Kapern sollen aus Südfrankreich kommen, dort werden sie nach Größe eingeteilt:

  •  „Nonpareilles“ (klein)
  • „Surfines“
  •  „Fines“
  •  „Mifines“
  •  „Capucines“
  •  „Capotes“
  •  „Communes“ (groß)
Verwendung

Kapern verwendet man in erster Linie als Gewürz. Ein typisch deutsches Gericht, in dem Kapern nicht fehlen dürfen, sind zum Beispiel die "Königsberger Klopse". Kapern werden aber auch in Remouladen, Saucen, Salaten oder Tatar eingesetzt.

Lagerung & Aufbewahrung

Die Kapern halten sich in luftdicht verschlossenen Gläsern, mit Lake bedeckt, mindestens ein Jahr. Wichtig ist dabei, dass alle Kapern mit Flüssigkeit bedeckt sind. Achtung: Weder Essig noch Öl nachgießen!

Qualität & Einkauf

Eine gute Qualität haben die Kapern, deren Blütenknospen fest verschlossen sind und eine bläulichgrüne bis olive Färbung haben. Allgemein gilt: Je kleiner die Kapern, desto feiner und aromatischer sind sie und je größer, desto kräftiger im Geschmack.

Gesundheit & Wirkung

Kapern sind appetitanregend und fördern die Verdauung. Sie gelten als typischer „Stabilisator“, d.h. sie regen an und geben Energie. Sie können Hoffnungslosigkeit und Resignation mindern, aus Trägheit und Antriebslosigkeit heraushelfen. Kapernextrakte helfen vor allem bei Rheuma, Krampfadern, Kopfschmerzen, Hämorrhoiden, Skorbut (Vitamin C-Mangel), Leber- und Milzerkrankungen.

Petersilie 

Petersilie

Produktname: Dt.: Petersilie; engl.: parsley; frz.: persil

Die Petersilie ist aus deutschen Küchen nicht mehr wegzudenken. Ihr intensiv würziges Aroma verfeinert besonders Eintöpfe und Suppen. Besonders zu Fisch ist der grüne Kräuterling ein absolutes Muss.

Geschichte

Die Petersilie wurde bereits im antiken Griechenland als heilige Pflanze gesehen und galt als Symbol für Freude und Festlichkeit. So überreichte man Petersilienkränze bei Festspielen feierlich zur Siegerehrung.

Erst im Mittelalter verwendete man das Heilkraut Petersilie, das zu der Zeit meist in Klöstern angebaut wurde, als Kochzutat. Um eine Verwechslung mit der giftigen, aber ähnlich aussehenden „Hundspetersilie“ zu vermeiden, wurden Sorten mit krausen Blättern gezüchtet.

Außerdem wurde befürchtet, dass die Petersilie Unglück bringe. Die lange Keimdauer der Pflanzen wurde als Anlass für die Erklärung genommen, die Petersilie müsse 7-mal zum Teufel fahren, bevor sie keimt. Im 19. Jahrhundert war auch die Bezeichnung „Parselkraut“ gebräuchlich, die mittlerweile jedoch so gut wie ausgestorben ist.

Herkunft

Beheimatet ist die Petersilie im Mittelmeerraum. Doch das grüne Kraut wird heute vor allem in Deutschland angebaut.

Familie & Arten

Sie gehört botanisch zur Familie der Doldenblütler, entwickelt allerdings erst im zweiten Jahr Stängel mit Blütenständen.

Merkmale

Petersilie ist ein 2- bis mehrjähriges Kraut und wird – je nach Sorte – 30–120 cm hoch. Ob glatt oder kraus – das Aussehen ist vielen recht vertraut. Grundsätzlich unterscheidet man zwei Unterarten: Blatt- oder Krautpetersilie und Wurzelpetersilie. Der Geruch beider Kraut-Arten ähnelt sich – er ist unverkennbar und sehr aromatisch.

Der Geschmack beider Sorten ist jedoch unterschiedlich. Die Blätter der Blatt- bzw. Krautpetersilie schmecken würzig und etwas pfeffrig. Dabei gilt: die glatte Petersilie hat einen intensiveren Geschmack als die krause. Die Wurzelpetersilie schmeckt eher süßlich, ist aber auch etwas scharf. Ihr Aroma erinnert an Sellerie.

Verwendung

Ob in Suppen, Eintöpfen, Salaten, Saucen, zu Fisch- oder Fleischgerichten – die Petersilie wird in der Küche vielseitig verwendet. In Kombination mit Dill, Kerbel, Schnittlauch oder Melisse macht sie viele Gerichte perfekt. Die Petersilienwurzel kommt vor allem bei der Zubereitung von Eintöpfen, Ragouts und Röstgemüse zum Einsatz.

Weniger gut passt das kleine grüne Pflänzchen zu Reisgerichten, Desserts, Gebäck, Eingemachtem und zu Getränken. Auch in der internationalen Küche ist Petersilie oft zu finden. Viele asiatische, türkische und libanesische Spezialitäten werden mit dem Kraut verfeinert. 

Nährwerte

100 g Petersilie haben 52 Kalorien, 4 g Eiweiß und 7 g Kohlenhydrate. Der Fettanteil liegt unter 1 g. Zudem ist sie ein hervorragender Vitamin-C-Lieferant.

Lagerung & Aufbewahrung

Frische Petersilie lagern Sie am besten in einem Gefrierbeutel an einem kühlen, dunklen Ort oder im Kühlschrank. Das Kraut kann auch eingefroren werden. Dabei die Blätter unter fließendem Wasser waschen und anschließend gut trocken schütteln. Die Blätter von den Stängeln zupfen und in einen Gefrierbeutel geben. Mindestens 3 Stunden ins Gefrierfach legen.

Qualität & Einkauf

Frische Petersilie erkennen Sie an der hellgrünen Farbe der Blätter. Finger weg von verwelkten oder feuchten Exemplaren. Greifen Sie zu Petersilie, die wenige Stängel aufweist. Die Stängel sind hart und weniger aromatisch.

Gesundheit & Wirkung

Dank Ihrer ätherischen Öle, Vitamine und Mineralstoffe wirkt die Petersilie nicht nur entwässernd, sondern auch blutreinigend und antimikrobiell. Ihr hoher Gehalt an Vitamin C wirkt belebend und Erkältungskrankheiten entgegen. Außerdem wirkt sie harntreibend, krampflösend, schleimlösend und tonisierend. Sie findet unter anderem Verwendung in der Behandlung von Gicht, Verdauungsstörungen, Bluthochdruck, Mundgeruch, Hautkrankheiten und Frauenbeschwerden.

Estragon 

Estragon

Produktname: Dt.: Estragon; engl.: tarragon; frz.: estragon

Vor dem sogenannten Schlangenkraut braucht sich wirklich niemand zu fürchten. Im Gegenteil: Mit seinem frischen, bittersüßen Geschmack bringt Estragon ein unverwechselbares Aroma in die Küche.

Geschichte

Die ältesten Hinweise auf die Verwendung von Estragon stammen aus China aus dem Jahr 2000 vor Christus. Später würzten auch die Araber ihre Speisen mit den Blättern. Vermutlich waren es Kreuzritter, die den Estragon mit nach Europa brachten – im späten 13. Jahrhundert erwähnte man das Gewürz in abendländischen Schriften. Zunächst fühlte sich die Pflanze im Mittelmeergebiet heimisch. Hier bereicherte sie die Klostergärten. Unter Heilkundigen genoss sie einen guten Ruf: Zum Teil pries man Estragon sogar als Mittel gegen die Pest an. Auch kulinarisch konnte sich das Gewürz in Europa behaupten. Besonders in der französischen Küche hat es bis heute einen festen Platz.

Herkunft

Estragon stammt ursprünglich aus Asien – einige Experten vermuten seine Wiege in Russland, andere in China. Als Hauptanbaugebiete gelten heute Süd- und Osteuropa.

Familie & Arten

Estragon gehört zu den Korbblütlern und ist eng mit Beifuß und Wermut verwandt. Auch unter den Namen Bertram, Schlangenkraut, Dragon, Drachenkraut oder Kaiserkraut ist er bekannt. Wissenschaftler nennen ihn Artemisia dracunculus.

Merkmale

Die mehrjährige krautige Pflanze wird rund 1,50 m hoch. Ihre länglichen Blätter laufen spitz zu und duften leicht nach Anis. Zwischen Mai und Juli zeigen sich kleine, kugelförmige und gelbgrüne Blüten. Kurz vor der Blüte ist das Aroma des Estragons am intensivsten.

  • Der Französische und der Deutsche Estragon, beide auch Echter Estragon genannt, werden in der Küche vorzugsweise verwendet. Beide haben ein feines Aroma: Es erinnert an Anis, ist würzig und ein wenig herb-bitter mit einem leicht süßlichen Nachgeschmack. Die Blätter der kälteempfindlichen Pflanzen sind unbehaart.
  • Der Russische Estragon, auch Sibirischer Estragon genannt, hat schmalere und dickere sowie behaarte Blätter. Sein Vorteil: Die anspruchslose Pflanze kommt auch mit kälteren Temperaturen gut zurecht. Dafür ist ihr Geschmack weniger intensiv und etwas herber.
Verwendung

Die Blätter des Estragons lassen sich frisch, getrocknet oder in Essig eingelegt verwenden. Wegen ihres dominanten Aromas sollten sie sparsam eingesetzt werden. Marinaden, Mayonnaise, Kräuterbutter, Senf und Salatdressings verleiht Estragon einen würzigen Geschmack. Sein volles Potential entfaltet er jedoch beim Kochen: Eine echte Sauce béarnaise wäre ohne ihn undenkbar. Auch Pilzgerichte und Fisch profitieren von dem Gewürz. Ebenso wie Gemüse: Besonders Artischocken, Gurken und Erbsen harmonieren gut mit dem Kraut. Damit es sein Aroma nicht verliert, sollte man es erst gegen Ende der Garzeit hinzugeben. Gut passt es zu Dill und Petersilie. Auch in der Kräutermischung „Fines Herbes“ darf Estragon nicht fehlen. Gewürzgurken verleiht er das gewisse Etwas.

Nährwerte

100 g Estragon haben 49 Kalorien, 6,3 g Kohlenhydrate, 3,4 g Eiweiß, 1,1 g Fett und 5,3 g Ballaststoffe. Zudem liefert er Vitamin C und E sowie Kalium, Kalzium und Magnesium.

Lagerung & Aufbewahrung

Frischer Estragon sollte am besten direkt nach der Ernte verwendet werden. Denn kurz nach dem Abzupfen von der Pflanze beginnen die Blätter zu welken. Im Plastikbeutel hält sich das Gewürz im Kühlschrank einige Tage. Getrocknet verliert Estragon einen großen Teil seines Aromas, ist so jedoch mehrere Jahre haltbar. Besser ist es, ihn einzufrieren: So bleibt das Gewürz mehrere Monate frisch.

Qualität & Einkauf

Die Blätter des frischen Estragons sollten saftig aussehen und nicht schlapp wirken.

Gesundheit & Wirkung

Heilkundige setzen Estragon als harntreibendes Mittel ein. Zudem fördert das Gewürz die Verdauung: Ätherische Öle und Bitterstoffe regen die Magensäfte an und wirken krampflösend. Da Estragon Schmerzen stillt, kommt es auch bei Rheuma und Gicht zum Einsatz. Zudem wird dem Kraut eine beruhigende Wirkung zugeschrieben. Als Tee reicht man es daher auch gegen Schlaflosigkeit.

Geschirr & Co. für optischen Genuss

Seltmann, Serie Fine Dining, Coupteller  30 cm, M5380-30, Reflections

Seltmann, Serie Fine Dining, Coupteller 30 cm, M5380-30, Reflections

Ansprechpartner

Frau Jacobs

Frau Natalia Loosen

Tel.: +49 2837-80-256

natalia.loosen@chefsculinar.de