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Tiramisu

Portionsgröße: 160 g 
  • 150 g
    Eigelb
  • 150 g
    Zucker
  • 30,0 ml
    Amaretto (20% Vol.)
  • 300 ml
    Sahne (30% Fett)
  • 10,0 g
    weiße Blattgelatine
  • 400 g
    Mascarpone (81% Fett i. Tr.)
  • 200 g
    lösliches Kaffeepulver
  • 300 g
    Löffelbiskuit
  • 10,0 g
    Kakaopulver

Eigelb mit Zucker und Amaretto im warmen Wasserbad schaumig schlagen. Sahne steif schlagen, Gelatine in kaltem Wasser einweichen.

Gelatine fest ausdrücken, zur warmen Eigelbmasse geben und kräftig verrühren, bis sich die Gelatine komplett aufgelöst hat. Mascarpone und anschließend die steifgeschlagene Sahne unter die Eigelbmasse heben.

Starken Mokka herstellen und darin die Löffelbiskuits leicht einweichen. Nun die Creme abwechselnd mit den Löffelbiskuits in halbhohe GN-Bleche schichten. Mit Creme abdecken und kühl stellen. Vor dem Servieren mit Kakaopulver bestreuen.

Schokoladenschalen

Portionsgröße: 20 g 
  • 100 g
    weiße Kuvertüre
  • 20,0 g
    Himbeeren
  • 30,0 g
    Brombeeren
  • 20,0 g
    rote Johannisbeeren

Weiße Kuvertüre im Wasserbad schmelzen, anschließend in Kugelsilikonformen abfüllen. Die Ränder gleichmäßig ausgießen und kühl stellen.

Ausgekühlte Schokoladenschalen vorsichtig aus den Silikonformen nehmen und mit Früchten befüllen.

Garnitur

Portionsgröße: 10 g 
  • 50,0 g
    dunkle Kuvertüre-Callets
  • 10,0 g
    Minze

Dunkle Kuvertüre schmelzen, und mit einem Pinsel einen Strich auf dem Teller ziehen. Minze zupfen.

Unsere Empfehlung zum Anrichten

Tiramisu in Stücke schneiden. Portion Tiramisu auf den Schokoladenstrich setzen und mit der gefüllten Schokoladenschale und einem Minzblatt garnieren.

 

Nährwerte für das gesamte Rezept

Nährwertepro 100 gpro Portion
Kilojoule (kJ)1.413,7 kJ2.686,0 kJ
Kilokalorien (kcal)338,4 kcal643,0 kcal
Fett (g)19,5 g37,0 g
... davon gesättigte Fettsäuren (g)3,5 g6,7 g
Kohlenhydrate (g)32,6 g61,9 g
... davon Zucker (g)9,4 g17,9 g
Eiweiß (g)6,6 g12,5 g
Salz (g)0,0 g0,1 g

Lebensmittelinformations-Verordnung – was ist zu beachten?

Seit Dezember 2014 sind Verpflegungsbetriebe verpflichtet, ihre Tischgäste über Zutaten zu informieren, die allergische Symptome oder Unverträglichkeitsreaktionen auslösen können. Erfahren Sie, welche das sind und was Sie zu beachten haben ...

Lebensmittelinformations-Verordnung

Allergene in den Rezept-Komponenten

Tiramisu
Eier und -erzeugnisse
Laktose
Milch und -erzeugnisse
Glutenhaltiges Getreide und -erzeugnisse
Weizen und Weizenerzeugnisse
Schokoladenschalen
Laktose
Soja und -erzeugnisse
Milch und -erzeugnisse
Garnitur
Soja und -erzeugnisse
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Hühnerei 

Hühnerei

Produktname: Dt.: Hühnerei; engl.: chicken egg, frz.: oeuf de poule

Eier zählen zu den besonders gefragten Grundnahrungsmitteln. Kein Wunder! Die runden Naturprodukte sind nicht nur reich an vielen Vitaminen und Nährstoffen, sondern finden auch vielseitige Verwendung in der täglichen Küche.

Geschichte

Betrachtet man die Geschichte vom Ei, so schaut man logischerweise auch auf die Entstehung des Huhns. Was von den beiden zuerst da war, ist bis heute recht umstritten.

Vor mehr als 5.000 Jahren hielt man in Indien Bankivahühner als Haustiere. Denn ihr kleines gelbschaliges Ei galt zu der Zeit als echter Leckerbissen. 3.000 Jahre später entwickelten die Griechen das kleine Ei weiter. Sie züchteten aus dem Ur-Huhn neue Arten, die Eier wurden größer und schmackhafter. Außerdem galt das Ei als heilig, denn man war sich sicher, dass das Universum aus dem „Weltei“ entstanden war.

Anschließend ging das Ei beziehungsweise Huhn auf Weltreise: Von Griechenland ging es über Gallien nach Rom und von dort schließlich nach Germanien, wo es nicht nur begehrtes Nahrungsmittel wurde, sondern auch ein Symbol der Fruchtbarkeit.

Herkunft

Pro Jahr legt eine Henne ca. 290 Eier. Unter welchen Bedingungen sie diese Eier gelegt hat, kann man anhand der Eierkennzeichnung erkennen. Auf jedem Ei ist ein Erzeugercode gestempelt. Die erste Ziffer des Stempels bedeutet:

0 = Ökologische Erzeugung

1 = Freilandhaltung

2 = Bodenhaltung

3 = Käfighaltung – seit 2012 verboten

Stalleinrichtungen, Besatzdichte und Auslauffläche je Huhn sind dabei genau geregelt. Bei der ökologischen Haltung ist u.a. das ökologisch erzeugte Futter vorgeschrieben. Bei der Freilandhaltung hat ein Huhn im Auslauf mindestens 4 qm Fläche zur Verfügung, bei der Bodenhaltung im Stall muss mindestens ein Drittel des Bodens eingestreut sein, damit die Hennen ihre natürlichen Verhaltensweisen wie Scharren, Staubbaden und Flügelschlagen ausüben können.

Merkmale
Hühnereier gibt es in den Farben weiß und braun. Eier von artgerecht gehaltenen und gefütterten Vögeln haben eine sehr feste Schale und Hagelschnur. Das Eiklar, häufiger bekannt als Eiweiß, löst sich fast komplett in einem Stück vom Eigelb. Das Eigelb hat eine kräftig gelbe Farbe und schmeckt herb-würzig, das Eiklar ist hellgelb.
Verwendung

Ob gekocht, gebraten, als Bindemittel oder Hauptzutat in Mehlspeisen – das Hühnerei ist der absolute Alleskönner in der Küche.

Nährwerte

Ein Hühnerei enthält gut 8 g Eiweiß, das entspricht 15 % des Tagesbedarfs eines Erwachsenen. Außerdem hat es viele Mineralstoffe, wie Eisen, Kalzium, Schwefel und Zink. Außerdem beinhalten sie die Vitamine A, E, D, Biotin und alle B-Vitamine.

Lagerung & Aufbewahrung

In der Regel sind Eier etwa 28 Tage ab Legedatum haltbar. Generell gilt: Für Gerichte, die mit rohen Eiern zubereitet werden, sollten nur ganz frische verwendet werden. 14 Tage alte Eier sollten vor dem Verzehr gekocht, gebraten oder im Kuchen gebacken werden.

Der Frischetest: Legen Sie das Ei in eine Schale mit kaltem Wasser. Schwimmt es oben, ist es alt. Die Luftkammer im Ei hat sich vergrößert. Sinkt es zu Boden, ist es frisch. Die Frische des Eis können Sie außerdem am Eigelb erkennen: Das Eigelb eines frisch aufgeschlagenen Eis wölbt sich hoch, während das Eigelb eines alten Eis abgeflacht ist.

Qualität & Einkauf

Eier sind in folgende Handelklassen eingeteilt:

  • Handelsklasse A
    Frische, hochwertige Eier mit unverletzter und sauberer Schale mit einer Luftkammerhöhe von bis zu 6 mm. Die Eier dürfen weder gewaschen noch anderweitig gereinigt, nicht haltbar gemacht oder gekühlt werden. Das Eiweiß ist klar, durchsichtig, gallertartig. Eiweiß und Eigelb sind frei von fremden Ein- oder Auflagerungen jeder Art. Der Keim ist nicht sichtbar entwickelt, das Ei weist keinen Fremdgeruch auf.

  • Handelsklasse A mit Zusatzbezeichnung EXTRA
    Gleiche Bedingungen wie bei der Handelsklasse A, jedoch darf die Luftkammer weniger als 4 mm hoch sein. Die Bezeichnung „EXTRA“ darf höchstens bis zum 9. Tag nach dem Legen bzw. höchstens bis zum 7. Tag nach der Verpackung verwendet werden.

  • Handelsklasse B – oder auch Eier „zweiter Qualität"
    Die Schale kann verunreinigt sein, die Luftkammerhöhe kann bis zu 9 mm betragen. Eier der Güteklasse B sind nur für zugelassene Unternehmen der Nahrungsmittelindustrie und Unternehmen der Nicht-Nahrungsmittelindustrie bestimmt und dürfen nicht im Handel verkauft werden.

Gesundheit & Wirkung

Hühnerei-Eiweiß kann der Körper besonders gut zum Aufbau von eigenen Proteinen nutzen. Von allen Nahrungsmitteln hat es die höchste biologische Wertigkeit: 100 %. Das bedeutet, dass aus 100 g Hühnereiweiß 100 g körpereigenes Protein gebildet werden können. Hühnerei enthält alle Vitamine bis auf Vitamin C. Das wichtigste Vitamin im Hühnerei ist das Vitamin A (Retinol) und seine Vorstufe, das Pro-Vitamin A (Carotin). Beide sorgen für die Elastizität des Auges, bewirken eine gute Hell-Dunkel-Anpassung der Iris und ein besseres Nachtsehen.

Zucker 

Zucker

Produktname: Dt.: Zucker; engl.: sugar; frz.: sucre

Das weiße Gold ist aus der Küche nicht mehr wegzudenken. Umso erstaunlicher, dass seine Karriere in Europa eigentlich erst von 200 Jahren begann ...

Geschichte

Bis Ende des 18. Jahrhunderts war Honig das einzig süßende Mittel in Mitteleuropa. In den arabischen Ländern kannte man den aus Zuckerrohr hergestellten Zucker aber bereits seit dem 7. Jahrhundert n. Chr.. Durch die Kreuzzüge gelangte er nach Europa.

Dieser Zucker war allerdings eine Kostbarkeit. Er wurde nur für medizinische Zwecke genutzt. Erst durch die Herstellung aus den in Europa heimischen Rüben gewann der Zucker auch in unseren Breitengraden an Bedeutung.

Heute ist das ehemalige Luxusgut Massenware: Weltweit werden jährlich über 120 Millionen Tonnen Zucker produziert. Davon stammen ca. 60% aus Zuckerrohr und 40% aus Zuckerrüben.

Übrigens: Das Wort Zucker kommt ursprünglich aus dem Sanskrit-Wort „sarkara“. Das bedeutet so viel wie „süß“. Im arabischen Sprachraum wurde es mit sukkar übersetzt und gelangte von dort aus als Zucker in den europäischen Sprachraum.

Herkunft

Der Ur-Rohzucker wuchs auf Borneo. Dort wurde das Rohr vor allem zum Bau von Hütten und Zäunen eingesetzt. Man kaute es aber auch schon. Zuckerrohranbau wird heute in Australien, Brasilien, China, Hawaii, Indien, Indonesien, Japan, Java, Kuba, Mauritius, Puerto Rico und Südafrika betrieben.

Familie & Arten

Zucker ist eigentlich nur ein Oberbegriff für süße Saccharide und die Handelbezeichnung für Saccharose. Als Hauptquellen zur Herstellung dienen Zuckerrohr – Saccharum officinarum – und Zuckerrübe – Beta vulgaris. Das Angebot an Haushaltszucker umfasst verschiedene Sorten, die sich nach Reinheit, Bearbeitungsverfahren, Form und Farbe unterscheiden:

  • Zucker oder Weißzucker
  • Raffinierter Zucker, raffinierter Weißzucker oder Raffinade
  • Brauner Zucker
  • Vollzucker/Vollrohrzucker
  • Würfelzucker
  • Kandiszucker
  • Puderzucker
  • Hagelzucker
  • Gelierzucker
  • Einmachzucker
  • Vanillezucker und Vanillinzucker

Neben dem Haushaltszucker werden im Einzelhandel auch andere Zuckerarten angeboten. Das sind beispielsweise:

  • Traubenzucker, auch Glukose oder Dextrose genannt
  • Fruchtzucker, Fruktose
  • Milchzucker, Laktose
  • Isomaltose, Zweifachzucker aus Rübenzucker

Daneben gibt es noch Ahornsirup, Läuterzucker, Malzextrakt, Melasse und Rübenkraut, das zum Süßen von Speisen gebraucht wird.

Merkmale

Zuckerrohr ist eine bis zu 4 m hoch wachsende Pflanze. Die einzelnen Halme erreichen einen Durchmesser von etwa 5 cm. Die harte Wand der Grashalme ist außen glatt und hellbraun gefärbt. In regelmäßigen Abständen ist der Halm von so genannten Knoten unterbrochen, die wie eine Naht aussehen. Im Inneren sind die Halme faserig, aber saftig. Der Rohrzuckergehalt liegt zwischen 7 und 20%.

Die Zuckerrübe hingegen ist eine 2-jährige Pflanze, die im ersten Jahr den Rübenkörper ausbildet und im zweiten Jahr blüht. Sie bildet eine Blattrosette, die Wurzel verdickt sich zu einer Rübe. Die Blätter werden bis zu 30 cm lang. Im zweiten Jahr bildet sie einen ca. 1,5 m hohen Blütenstand mit 5-zähligen Blüten aus. Der höchste Zuckergehalt konzentriert sich im Mittelstück der Rübe. Je kühler das Klima, in dem die Zuckerrübe angebaut wird, umso höher ist ihr Zuckergehalt. Er beträgt bei ausgereiften Rüben ca. 17–20%.

Verwendung

Ohne Zucker geht es einfach nicht! Ob in Kaffee, Tee oder in köstlichen Desserts und Kuchen – auf Zucker können und wollen wir nicht verzichten. Sogar raffinierten Suppen und Gemüsegerichten gibt das weiße Gold den letzten Pfiff. Das süße Einlegen mit zuckerhaltiger Marinade macht Fleisch wunderbar zart – eine wahre Freude für den Gaumen!

Nährwerte

100 g Zucker enthalten 405 Kalorien und 99,8 g Kohlenhydrate, dafür aber auch kein Fett.

Lagerung & Aufbewahrung

Zucker ist ewig haltbar. Aus diesem Grund hat er auch kein Mindesthaltbarkeitsdatum. Er sollte aber stets kühl und trocken in gut verschließbaren Behältern gelagert werden. Zucker nimmt nämlich gerne Fremdgerüche auf.

Qualität & Einkauf

Einwandfreier Zucker hat einen angenehmen, leicht sirupartigen Geschmack. Ist der Zucker feucht, riecht er muffig und neigt zur Bildung von Schimmel.

Gesundheit & Wirkung

Bis um 1500 n. Chr. galt Zucker bei uns vorwiegend als Arznei. Er wurde in Apotheken verkauft. Zucker aus Zuckerrohr gab es fast nur in den Küchen der Fürstenhäuser. Heute sollten wir Zucker wieder wie ein kostbares Gewürz in Maßen genießen und hinterher die Zähne putzen. Untergewichtige Menschen können durch Naschen zwischendurch manchmal leichter zunehmen, denn kleine Mengen Süßigkeiten wirken appetitanregend. Für alle, die empfindliche Knochen haben und an Osteoporose leiden, ist Zucker eher schädlich. Nach einer süßen Mahlzeit wird nämlich besonders viel Kalzium im Urin ausgeschieden.

Sahne 

Sahne

Produktname: Dt.: Sahne/Rahm; engl.: cream; frz.: crème

Aber bitte mit Sahne! Was wären heiße Waffeln mit Kirschen, Obstkuchen oder Eiscreme ohne cremigen Rahm? Auch ungeschlagen ist Sahne ein Hit – im Kaffee, in Saucen oder warmen Hauptgerichten. So oder so gehört sie fest zur deutschen Küche wie die Sonne zum Sommer!

Merkmale

Rahm muss einen Fettgehalt von mindestens 10 % haben, um sich überhaupt Sahne nennen zu dürfen.
Man unterscheidet zwischen 2 Arten von Sahne:

  • Süße Sahne sagt der Volksmund. Er will damit nur den Unterschied zur sauren Sahne aufzeigen. Diese Sahne wurde, vom Haltbarmachen und Einteilen in verschiedene Fettstufen mal abgesehen, nicht weiter behandelt.
  • Saure Sahne bzw. Sauerrahm ist Sahne, die mit Milchsäurebakterien versetzt wurde. Sie bekommt dadurch nicht nur einen säuerlichen Geschmack, sondern auch eine cremigere Konsistenz.

Je nach Fettgehalt hat süße Sahne unterschiedliche Namen:

  • Kaffeesahne enthält mindestens 10 % Fett. Sie wird im Handel aber auch mit 12 % oder 15 % Fett angeboten. Meist macht man sie durch Ultrahocherhitzen und Sterilisieren lange haltbar.
  • Schlagsahne hat einen Fettanteil von mindestens 30 %. Dadurch lässt sie sich prima steif schlagen.
  • Schlagsahne extra bzw. Konditorsahne kommt mit einem Fettgehalt von bis zu 40 % daher. So wird gewährleistet, dass sie schön standfest bleibt, wenn sie geschlagen wurde.
  • Crème double heißt Sahne mit einem besonders hohen Fettanteil von mindestens 40 %. Sie hat eine löffelfeste Konsistenz

Saure Sahne wird ebenfalls unterteilt:

  • Normaler Sauerrahm hat einen Fettgehalt von mindestens 10 %.
  • Als Schmand wird eine fetthaltigere saure Sahne mit 20–29 % Fett bezeichnet.
  • Crème fraîche heißt saure Sahne mit mindestens 30 % Fett.
  • Crème légère ist eine fettärmere Variante der Crème fraîche – meistens liegt der Fettanteil bei 20 %.
Verwendung

Sahne gehört zu den kleinen Multitalenten in der Küche. Welche Sorte welches Gericht verfeinert, hängt allerdings von ihrem Fettgehalt ab. Als Faustregel gilt: Je mehr Fett in der Sahne, desto besser eignet sie sich für warme Speisen, weil sie nicht ausflockt.

Schlagsahne mit mindestens 30 % Fett und Crème double geben also Aufläufen, Gratins, Suppen, Gulasch und Geschnetzeltem den besonderen Pfiff. Natürlich gehört auch in die verschiedensten Saucen ein Schuss Sahne. Aber Achtung: Enthält die Sauce zu viel Säure, z. B. durch Wein, gerinnt die Sahne.

Süße Sahne ist außerdem aus so manchem Dessert einfach nicht wegzudenken. Was wäre z. B. das Tiramisu, die Mousse au Chocolat, die Crème brulée oder ein frischer Obstkuchen ohne Sahne?

Saure Sahne kommt vor allem in der kalten Küche gut an: Sie verfeinert z. B. Salatsaucen, Dips und kalte Suppen. Rettich oder Gurken in gesalzener saurer Sahne sind superlecker, ein Kartoffelsalat wird mit saurer Sahne zum Gedicht. Natürlich schmecken Schmand und Crème fraîche auch in Lasagne, Aufläufen, Saucen und als Garnitur. Sogar süße Desserts können mit saurer Sahne aufgepeppt werden.

Nährwerte

Sahne hat im Vergleich zu Milch weniger Milcheiweiß, dafür aber mehr Fett und fettlösliche Vitamine, vor allem Vitamin A und D. Je nach Fettgehalt variiert natürlich auch die Kalorienzahl. 100 g Schlagsahne haben etwa 309 Kalorien, 31,7 g Fett, 3,4 g Kohlenhydrate und 2,4 g Eiweiß. Sie bringt wichtige Mineralstoffe wie Kalium, Kalzium, Magnesium, Natrium und Phosphor mit.

Lagerung & Aufbewahrung

Sahne muss gekühlt aufbewahrt werden.

Qualität & Einkauf

Generell sollten Sie natürlich immer auf das Mindesthaltbarkeitsdatum achten. Wer auf Sahne mit zugesetzter Gelatine und Zucker verzichten möchte, greift zu Bio-Ware. Diese ist außerdem weder ultrahocherhitzt noch sterilisiert.

Gesundheit & Wirkung

In Maßen genossen, kann Sahne sehr wohl dazu beitragen, den Körper gesund zu halten. Sie enthält Kalzium für starke Knochen und wichtige fettlösliche Vitamine. Allerdings kommt Sahne auch mit ungünstig zusammengesetztem Milchfett daher: Es besteht zu 2/3 aus gesättigten Fettsäuren.

Von den nützlichen mehrfach ungesättigten Fettsäuren kann sie nur Spuren vorweisen; dafür hat sie umso mehr Cholesterin. Sahne sollte also nicht allzu oft auf dem Speiseplan stehen. Sorgen Sie zudem bei Ihren Gästen für gesunden Ausgleich – bieten Sie viel Gemüse und Salate an, bereiten Sie alles mit hochwertigem Pflanzenöl zu. Gäste mit einem gestörten Fettstoffwechsel sollten Sahne so gut wie möglich vermeiden.

Mascarpone 

Mascarpone

Produktname: Dt.: Mascarpone; engl.: mascarpone; frz.: mascarpone

Jeder kennt die italienische Käsespezialität aus Süßspeisen – vor allem vom klassischen Tiramisu. Aufgrund der Sahne und Frische von Mascarpone ist er sehr vielseitig und selbst für Figurbewusste schon fast unwiderstehlich.
Geschichte
Um 1600 wurde der italienische Frischkäse Mascarpone in der Stadt Lodi – die sich in der Lombardei Norditaliens befindet – erfunden. „Mascherpa“ bedeutet im Lombardischen „Ricotta“, daher erhielt der Mascarpone seinen Namen. In Italien ist Mascarpone auch als „Formaggio di lusso“ bekannt, was so viel wie „Luxuskäse“ bedeutet.
Herkunft
Früher wurde der beliebte Frischkäse vorwiegend im Winter zubereitet, da er nicht sehr lange haltbar war. Dank des Kühlschranks lässt er sich nun rund ums Jahr verzehren. Mascarpone wird heutzutage in ganz Italien produziert und auch in anderen Ländern, wie z.B. bei uns in Deutschland.
Merkmale

Mascarpone hat eine gut streichfähige, cremig-weiche Konsistenz und ist weiß bis leicht gelblich. Geschmacklich ist er mild und leicht säuerlich. Außerdem weist er einen Fettanteil von 80–90 % i. Tr. auf. Mittlerweile gibt es den italienischen Frischkäse auch mit einem geringeren Fettanteil.

Verwendung
Die wohl bekannteste italienische Süßspeise, die Mascarpone beinhaltet, ist das Tiramisu. Der köstliche Frischkäse verleiht auch Creme-Torten, Eis, Dessert-Cremes und leckeren Toppings eine besondere Geschmacksnote.
Neben den klassischen Süßspeisen gelingen dem milden Frischkäse auch herzhafte Gerichte wie z.B. die Füllung von Tortellini, pikante Pastasaucen und die Veredelung für Saucen und Suppen. Ein guter Weißwein dazu rundet das himmlische Gericht ab. Blauschimmelkäse mögen Gorgonzola-Liebhaber gerne mit Mascarpone als „Gorgonzola picante“.
Nährwerte
In 100 g der Käsespezialität stecken ca. 420 Kalorien, 4 g Protein, 3,6 g Kohlenhydrate, 4,6 g Eiweiß und 48 g Fett. An Mineralstoffen liefert er 0,1 mg Eisen, 6 mg Magnesium und ganze 101,6 g Salz.
Lagerung & Aufbewahrung
Mascarpone sollte im Kühlschrank aufbewahrt werden, da er leicht verderblich ist und man ihn somit schnell verbrauchen sollte. Ebenso nimmt er den Geschmack und fremde Gerüche anderer Lebensmittel an, daher ist Mascarpone in einem verschließbaren Behälter aufzubewahren. So hält sich die Käsespezialität 4–5 Tage.
Qualität & Einkauf
Mascarpone findet man bei jedem guten Lebensmittelhändler.
Gesundheit & Wirkung
Normalerweise sind alle Milchprodukte wegen seinem Eiweißgehalt gut für die Gesundheit. Allerdings ist Mascarpone wegen des hohen Fettanteils eine kleine Sünde. Auch der hohe Anteil an Cholesterin ist nicht gerade förderlich für gute Blutfettwerte. In Maßen können Sie Mascarpone jedoch sorglos genießen.

Kaffee 

Kaffee

Produktname: Kaffee

Kaffee ist Kult! Beinahe 165 Liter des Muntermachers trinkt jeder Bundesbürger jährlich im Durchschnitt. Der aromatische Kaffee gilt nicht ohne Grund als Lieblingsgetränk der Deutschen.
Geschichte

Die Wiege des Kaffees liegt in Äthiopien. Zumindest, wenn man einer alten Legende Glauben schenkt. Sie erzählt von einem Ziegenhirten aus der Region Kaffa. Er bemerkte, dass seine Tiere ungewöhnlich munter waren, nachdem sie rote Früchte von einem Strauch mit weißen Blüten gefressen hatten. Danach kostete der Hirte selbst von den Früchten und stellte dieselbe Wirkung fest. Zusammen mit einheimischen Mönchen stellte er daraufhin einen Aufguss aus den Früchten her – vermutlich den ersten Kaffee der Geschichte!

Durch den zunehmenden Sklavenhandel, gelangte der Kaffee im 14. Jahrhundert auch nach Arabien. Die Hafenstadt Mocha auch Mokka (heute al-Mukha) entwickelte sich später zu einem der wichtigsten Handelszentren für die besonderen Bohnen. So verbreitete sich der Kaffee über Persien und die heutige Türkei immer weiter. 1554 eröffnete das erste Kaffeehaus in Konstantinopel, dem heutigen Istanbul.

In Europa trank man den ersten Kaffee wohl erst im späten 16. Jahrhundert. Dort war er lediglich den elitären Schichten vorbehalten. Im Jahre 1766 sprach Friedrich der Große ein Verbot aus, Kaffee eigenständig zu handeln. Nur dem Staat oblag das Privileg des Kaffeehandels. Dieses Monopol hielt sich jedoch nur wenige Jahre. 1787 wurde der Kaffeehandel wieder frei und setzte seinen Siegeszug auch in anderen gesellschaftlichen Schichten unaufhaltsam fort.

Herkunft

Die Kaffeepflanze ist ein sehr sensibles Gewächs und fordert ein besonderes, frostfreies, feucht-trockenes Wechselklima. Kaffee wird daher nur in Ländern rund um den Äquator angebaut. Diesen Bereich bezeichnet man auch als Kaffeegürtel.

Die beiden Kaffee-Hauptsorten wachsen auf unterschiedlichen Höhenlagen. Arabica-Kaffee wächst zwischen 600 und 1200 m, Robusta-Kaffee zwischen 300 und 800 m über dem Meeresspiegel. Je höher, desto besser die Qualität!

Als größte Kaffeelieferanten der Welt gelten Brasilien, gefolgt von Vietnam, Indonesien, Kolumbien, Mexiko, Indien, Äthiopien, Guatemala, Honduras und Uganda.

Familie & Arten
Die Kaffeepflanze gehört zur Gattung Coffea in der Familie der Rubiaceae (Rötegewächse). Zu ihr gehören weltweit etwa 500 Gattungen und mehr als 6000 verschiedene Arten. Viele weitere Arten der Familie haben mit der uns bekannten Kaffeepflanze nicht viel gemeinsam. Wirklich bedeutend für den Handel sind lediglich 2 Arten: Coffea Arabica und Coffea Canephora; besser bekannt als Arabica und Robusta. Die Welternte verteilt sich auf 61 % Arabica- und 39 % Robusta-Bohnen.
Merkmale

Die Kaffeepflanze selbst ist ein Strauch mit weißen Blüten und roten, kirschenähnlichen Früchten. Sie kann eine Höhe von bis zu 4 Metern erreichen. Früchte trägt sie allerdings erst nach 3 – 4 Jahren.

Die Steinfrüchte, auch Kaffeekirschen genannt, verändern ihre Farbe je nach Reifestadium von Grün zu Rot. In den Früchten sind jeweils 2 Samen enthalten – die geschmackvollen Kaffeebohnen. Diese sind von der sogenannten Silberhaut und einer Pergamenthaut überzogen.

Verwendung

Wer bei Kaffee lediglich an Heiß- und Kaltgetränke denkt hat weit gefehlt! Denn die aromatische Bohne hat auch kulinarisch einiges zu bieten.

Eine Kaffeegewürzkruste beispielsweise bringt den richtigen Pfiff an delikate Wildgerichte. Aber auch zu Pasta passen die braunen Bohnen ganz hervorragend. Servieren Sie Ihren Gästen doch einmal „Spaghetti mit Bohnensoße“. Hier werden Espresso-Bohnen mit Pfeffer in einem Mörser zerstoßen und zusammen mit Pecorino zu einer wunderbaren Soße verarbeitet. Ebenfalls köstlich: Kaffee-Schoko-Crème-brûlée.

Nährwerte

Neben Koffein und über 800 Aromastoffen, enthalten die Muntermacher auch Säuren, Öle, Wasser, Mineralstoffe, Kalium, Kalzium, Magnesium und Phosphor.

Arabica-Kaffee enhält übrigens lediglich 1 bis 1,4 % Koffein, Robusta-Kaffee hingegen fast 3 %. 100 g der schwarzen Bohnen enthalten durchschnittlich 2 Kalorien, 0,1 g Eiweiß, 0,3 g Kohlenhydrate und kein Fett.

Lagerung & Aufbewahrung
Gerösteter Kaffee ist nur 2 bis 3 Wochen bei Raumtemperatur haltbar. Daher wird er für eine Verlängerung der Lagerzeit zumeist vakuumiert. Man kann ihn aber auch bedenkenlos einfrieren.
Qualität & Einkauf

Kauft man Kaffee in ganzen Bohnen ein, gilt generell: Je größer desto besser. Denn größeren Bohnen wird eine bessere Qualität zugesprochen als kleineren.

Auch der Mahlgrad lässt Rückschlüsse auf die Qualität zu. Er reicht von 1 (sehr fein) bis 7 (grob). Je feiner der Kaffee gemahlen ist, desto stärker ist das Aroma. Zudem sollte gemahlener Kaffee nach Möglichkeit nicht älter als 1 Monat sein.

Gesundheit & Wirkung

Früher verfemt, heute gelobt: Der Kaffe zeigt sich neuerdings von seiner guten Seite.

Die Wissenschaft lobt den positiven Effekt auf die menschliche Gesundheit. Man nimmt an, dass einige seiner Inhaltsstoffe sogar Krebs vorbeugen und das Herz schützen. Außerdem wird ihm eine verdauungsfördernde Wirkung zugesprochen.

Einem gemäßigten Kaffeegenuss steht also nichts im Wege.

Schokolade 

Schokolade

Produktname: Dt.: Schokolade; engl.: chocolate; frz.: chocolat

Zu Recht wird zart schmelzende Schokolade auch Gold der Götter genannt. Schließlich ist sie – in Maßen genossen – gesund und kann uns sogar richtig glücklich machen. Und in der Küche lassen sich so allerhand raffinierte Gerichte mit der süßen Versuchung aus Kakaobohnen und Zucker zaubern.

Geschichte

Ja, Schokolade ist ein wahres Göttergeschenk! Der gefiederte Quetzalcoatl, Gott der Erde, des Himmels und des Windes, soll das süße Glück nach aztekischem Glauben den Menschen gebracht haben. Schon vor rund 3.500 Jahren kultivierten die Völker Mittelamerikas den Kakaobaum. Sie brauten aus den zermahlenen und gerösteten Bohnen der Kakaofrucht ein Getränk und würzten es mit Vanille und scharfen Chilis. Das schmackhafte Gebräu nannten sie Xocoatl.

Daraus entstand unser Begriff Schokolade. Mit der Eroberung Amerikas erreichte die Kakaobohne Europa. Die Spanier mischten das leicht bitter schmeckende Kakaobohnenpulver mit Milch und Zucker. Und schon bald entwickelte sich der Kakao in wohlhabenden europäischen Kreisen zu einem beliebten Heißgetränk.

Mit der Entwicklung erster Maschinen zur Kakaoverarbeitung wurde das Luxusgut ab dem 19. Jahrhundert auch für die einfache Bevölkerung erschwinglich. Die erste feste Schokolade kam aber erst 1848 auf den Markt. Seither wurde das Produkt immer weiter verfeinert.

Herkunft

Ursprünglich stammen die Kakaobohnen aus Mittelamerika, aus dem Gebiet des heutigen Mexiko, aus Guatemala und Honduras. Schokolade mit hohen Ansprüchen an Reinheit und Qualität des verwendeten Kakaos wird heute von Herstellern in zahlreichen Ländern produziert.

Familie & Arten

Schokolade ist nicht gleich Schokolade – je nach Kakaoanteil schmeckt sie von kräftig-herb bis sehr süß. Was zählt, ist die gesamte Kakaomasse: mindestens 30 % bei Haushaltschokolade, ab 35 % ist es schlicht Schokolade, ab 43 % Zartbitter-, ab 50 % Halbbitter- und ab 60 % Bitter- oder Herrenschokolade. Hier geht die Skala von 70 % über 80 % bis zu 99 % und 100 % – das ist dann reine Kakaomasse. Im Handel gibt es verschiedene Sorten von Schokolade:

  • Milchschokolade enthält neben Milchpulver mehr Kakaobutter und weniger Kakaopulver. Haushalts-Milchschokolade heißt sie ab 20 % Kakaomasse. Ab 25 % wird sie Milchschokolade, ab 30 % Vollmilchschokolade genannt. Alpenmilchschokolade muss Milch aus den Alpen enthalten.
  • Edelschokolade enthält mindestens 40 % Bohnen des als besonders fein geltenden Criollo-Kakaos. Forastero heißt der Kakao, der für die meisten normalen Schokoladen verwendet wird.
  • Weiße Schokolade enthält keine Kakaomasse, sondern neben Milch, Zucker und weiteren Zutaten nur Kakaobutter.
  • Kuvertüre ist Schokolade zum Verarbeiten. Sie enthält Kakaobutter, damit sie geschmeidiger zu handhaben ist. So gibt sie erkalteten Cremes oder Glasuren einen guten Stand. Hier reicht das Spektrum von billiger Kochschokolade bis zu feinsten belgischen Produkten für die Sterneküche. Kuvertüre gibt es ebenfalls in Dunkel, Hell und Weiß.
Merkmale

Der etagenförmig wachsende Kakaobaum kann 4–15 m hoch werden. Er braucht gleichmäßig warmes Klima und die mittlere Jahrestemperatur darf 21 °C nicht unterschreiten.

5–7 Monate nach der Blüte sind die Früchte reif. In Bolivien können die meisten Kakaofrüchte z. B. zwischen Februar und März geerntet werden. Sie sind braun bis orange, je nach Sorte 10–25 cm lang und bis zu 500 g schwer. Jede Frucht hat 30–50 weiße Samen, die erst nach der anschließenden Fermentation braun werden. Ein Kakaobaum kann etwa 40 Jahre lang Früchte tragen.

Verwendung

Schokolade ist süß, zart und unglaublich vielseitig. Pur genossen oder als Praline ist sie ein wahres Gedicht. Als Kuvertüre gibt sie Kuchen, Torten und Plätzchen den richtigen Pfiff! Und ein Leben ohne Mousse au Chocolat oder Crêpes mit Schoko-Soße ist doch kaum vorstellbar, oder?

Schokolade passt sogar prima zu deftigeren Gerichten, beispielsweise Hühnchenfleisch mit edler dunkler Schoko-Chilisauce, Lachs mit weißer Schokolade oder gratinierter Ziegenkäse mit Balsamico-Essig und flüssiger Schokolade.

Nährwerte

100 g Vollmilchschokolade enthalten ca. 530 Kalorien, 58 g Kohlenhydrate und fast 30 g Fett. Allerdings enthält Schokolade auch 2 g Vitamin E sowie etwas Vitamin B1, 2 und 6, ordentlich Kalium, Kalzium und eine große Portion Magnesium.

Lagerung & Aufbewahrung

Schokolade und Kakaoprodukte sollten immer kühl und trocken gelagert werden. Sie haben in der Regel eine Haltbarkeit von mindestens 1 Jahr.

Qualität & Einkauf

Achtung, bei unsachgemäßer Lagerung kann sich weißlicher bis hellgrauer Belag auf dem Produkt absetzen! Er wird häufig mit Schimmel verwechselt. Es handelt sich hierbei aber um Zucker- oder Fettreif. Dieser ist auch aus gesundheitlicher Sicht unbedenklich und mindert auch nicht den Geschmack der Schokolade.

Gesundheit & Wirkung

Die Verwendung von Kakao und der Schokolade sowohl als Lebensmittel als auch als Medizin ist für Lateinamerika und Europa belegt. Schokolade wurde als generell kräftigend, leicht verdaulich und als Aphrodisiakum empfohlen. Noch bis ins 19. Jahrhundert wurde sie in Apotheken als Kräftigungsmittel verkauft. Wer von den gesundheitsfördernden Eigenschaften der Kakaobohnen profitieren möchte, wählt Bitterschokolade mit hohem Kakaoanteil. Sie liefert die meisten herzschützenden Substanzen. Ansonsten gilt: In kleinen Mengen ist Schokolade ein unproblematisches Genussmittel!

Himbeeren 

Himbeere

Produktname: Dt.: Himbeeren, engl.: raspberries; frz.: framboises

Himbeeren sind süß, aromatisch und ein besonderer Hingucker auf Desserts und Torten! Aber Vorsicht: Die pelzigen, leuchtend-roten Früchtchen sind auch sehr empfindlich und müssen daher mit Samthandschuhen angefasst werden.

Geschichte

Die Himbeere schaut auf eine lange Geschichte zurück: Schon in der Steinzeit sammelten die Menschen Himbeeren und aßen sie. Im Altertum verwendete und schätze man die samtige Beere als Heilpflanze. Doch erst im Mittelalter wurde sie in Klostergärten kultiviert. Im Jahre 1601 erwähnte Clusius die Himbeere zum ersten Mal – er entschied bereits zwischen roten und gelben Arten.

Herkunft

Das natürliche Verbreitungsgebiet der Himbeere ist riesig. Sie wächst wild in Mittel- und Nordeuropa, in Asien und im nordöstlichen Nordamerika. Fast überall dort wird sie auch erwerbsmäßig angebaut. Der größte Produzent ist heute Russland. Weitere bedeutende Anbauregionen sind die USA, Polen, Deutschland, Ungarn, die Ukraine, Kanada und Großbritannien. Die besonders aromatischen Waldhimbeeren werden im Bayrischen Wald, in Polen und in den Balkanländern gewerblich gesammelt.

Familie & Arten

Die Himbeere gehört zur Familie der Rosengewächse. Die bekannteste und wirtschaftlich wichtigste Art ist die Europäische Rote Himbeere. Generell unterscheidet man zwischen Sommer- von Herbsthimbeeren. Der Unterschied, neben dem Erntezeitpunkt, ist, dass Sommerhimbeeren an 2-jährigen, Herbsthimbeeren an 1-jährgen Ruten Beeren tragen. 

Merkmale

Himbeeren wachsen an hohen dornigen Halbsträuchern, die bis zu 2 m groß werden können. Von Mai bis Juni bilden sich traubenförmige Blütenstände, die sich später zu roten, eiförmigen Früchten entwickeln. Wussten Sie, dass die Himbeere keine Beere, sondern eine Sammelsteinfrucht ist? Denn die kleinen, behaarten Kerne sind zu Sammelfrüchten miteinander verwachsen. Himbeeren können einen Durchmesser von 2 cm erreichen, haben ein rundes bis kegelförmiges Aussehen und einen süß-säuerlichen Geschmack. Die Färbung kann je nach Züchtung rot, gelblich oder weiß sein. 

Verwendung

Himbeeren können zu leckerer Marmelade, Gelee, Saft, Sirup oder Likör verarbeitet werden. Ein bekannter Schnaps aus den Früchten ist der Himbeergeist, der besonders im Winter warm ums Herz macht. Aber nicht nur die Früchte, sondern auch die Blätter finden in Küche und Hausapotheke Verwendung. Gemischt mit anderen Blättern und Kräutern entsteht ein wohlschmeckender Tee.

Nährwerte

100 g Himbeeren haben lediglich 36 Kalorien und können somit ohne Reue verzehrt werden. Die Früchte stehen in ihrem Nährstoff- und Vitamingehalt den Zitrusfrüchten in nichts nach. Sie sind reich an Vitamin C, enthalten Kalium und Vitamin A. Der Magnesiumgehalt in 100 g Himbeeren deckt 10 % des Tagesbedarfs eines Erwachsenen.

Lagerung & Aufbewahrung

Himbeeren sind empfindlich und sehr leicht verderblich. Daher sollten sie am besten am gleichen Tag verarbeitet oder verzehrt werden. Grundsätzlich gilt: Himbeeren aus der Schale nehmen, nebeneinander auf einen Teller setzen und kühl stellen.

Qualität & Einkauf

Greifen Sie zu prall und glänzend aussehenden Himbeeren. Der Boden der Transportschale sollte nicht feucht sein. Das ist ein Zeichen dafür, dass die unteren Beeren schon matschig sind.

Gesundheit & Wirkung

Himbeeren helfen bei Nieren- und Blasenbeschwerden sowie bei Verstopfung. Das in den Himbeeren enthaltene Biotin sorgt für schöne Haut und Haare. Himbeersaft stärkt und erfrischt bei Fieber.

Außerdem unterstützt das enthaltene Vitamin C und die sekundären Pflanzenstoffe, die Flavanoide, die Immunabwehr. Asiatische Frauen nehmen Himbeeren auch als Mittel gegen starke Monatsblutungen ein. Auch die Blätter der Himbeere haben gesundheitliche Wirkung: Sie sind leicht antibakteriell und gewebestärkend. Der Tee aus den Himbeerblättern wurde früher traditionell zur Kräftigung des Zahnfleisches, zur Blutreinigung, gegen Magen- und Darmbeschwerden und bei Hautausschlägen angewandt.

Brombeere 

Brombeere

Produktname: Dt.: Brombeere; engl.: blackberry; franz.: meuron

Die kleinen schwarzen Früchtchen sind nicht nur pur eine echte Köstlichkeit – sie verfeinern auch Joghurt, Quark und Salat mit einer ganz besonderen Note.
Geschichte

1895 brachte der Gärtner Theodor Reimers die Brombeere aus den USA nach Europa. Deshalb gibt es bis heute die "Theodor-Reimers-Brombeere". Seit 1920 wird auch eine stachellose Brombeere gezüchtet.

Der Name der Frucht leitet sich vom Altdeutschen "bromberi" ab. Das bedeutet so viel wie "Dornbeere".

Herkunft

Ursprünglich stammen Brombeeren aus Nordamerika und Eurasien. Seit dem 19. Jahrhundert wachsen sie aber fast in ganz Europa, Asien, Süd- und Nordamerika.

In Deutschland findet man die Brombeere meistens in den wärmeren Regionen wie Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz oder Hessen.

Familie & Arten

Es gibt mehrere 100 verschiedene Brombeer-Arten.

Die bekanntesten Sorten sind:

  • Asterix: Diese Sorte hat sehr große und sehr süße Früchte. Man findet sie ab Mitte Juli.
  • Loch Ness: Die Sorte soll robust und sehr gesund sein. Sie hat sehr große Früchte.
  • Glen Cloe: Diese Pflanzen liefern eine reichhaltige Ernte von Juli bis September. Der Strauch hat keine Dornen. Seine Früchte sind dunkel-lila gefärbt und bringen ein außergewöhnliches Aroma mit.
  • Lubera Navaho: Diese Art hat keine Stacheln. Sie trägt sehr großfrüchtige und aromatische Brombeeren, ist außerdem sehr robust.
Merkmale

Wilde Brombeeren wachsen an einem sehr dornigen Strauch. Durch neu gezüchtete Kultursorten gibt es auch Sträucher ohne Dornen. Die Brombeere ist eine stark wachsende Kletterpflanze und trägt in der Regel erst im 2. Jahr Früchte. Der Strauch wird 0,5–3 m hoch, die Äste sind je nach Art und Sorte stachelig und verholzt. Die Stacheln dienen als Kletterhilfe und Schutz vor Schädlingen.

Die Blüten der Pflanze zeigen 5 kleine, weiße Blütenblätter. Daraus entwickeln sich dunkle Beeren, die zu den Sammelfrüchten gehören. Die Früchte werden im Reifeprozess erst grün und dann rot, später erreichen sie ihre dunkelblaue Färbung. Reife Brombeeren schmecken super-saftig und süß-säuerlich.

Brombeeren gehören zur Gruppe der Rosengewäsche. Im Volksmund wird die Frucht auch oft Feldschwarzbeere, Bramel, Hirschbollen oder Kroatzbeere genannt.

Verwendung

Frisch gepflückt sind Brombeeren ein echter Klassiker, in der Küche lassen sie sich vielfältig einsetzen – ob im fruchtigen Brombeershake, zu Eis oder als Konfitüre. Außerdem werden sie oft zu Saft, Fruchtwein oder Likör verarbeitet. Aber nicht nur das: Auch Salaten verleiht die Brombeere eine fruchtige Note, Wild oder Geflügel verfeinert sie prima.

Nährwerte

Brombeeren haben einen niedrigen Energiegehalt und auch wenige Kohlenhydrate. In 100 g von den kleinen Früchtchen sitzen gerade mal 44 Kalorien. Außerdem enthalten sie reichlich Vitamine und Mineralstoffe wie Eisen, Kalzium und Magnesium.

Übrigens: Brombeeren haben den höchsten Beta-Karotin-Gehalt unter den roh essbaren Beerenfrüchten!

Lagerung & Aufbewahrung

Da Brombeeren sehr empfindlich sind, sollten Sie sie innerhalb von 2–3 Tagen verbrauchen. Lange frisch bleiben die Früchte am besten nebeneinander ausgebreitet im Kühlschrank. In kleinen Kisten und Dosen werden sie meist zu sehr gequetscht.

Qualität & Einkauf

Beim Kauf unbedingt darauf achten, dass die Früchte ausgereift sind. Denn Brombeeren reifen nicht mehr nach. Sie sollten prall aussehen und dürfen auf keinen Fall platt und kantig sein. Wenn Sie die kleinen Früchtchen in Papp- oder Plastikschalen kaufen, breiten Sie sie kurz nach dem Kauf auf einem Teller aus, damit sie nicht schimmelig werden.

Gesundheit & Wirkung
Brombeeren verbessern die Fließfähigkeit des Blutes und hemmen Bakterien, Viren und Pilze. Außerdem lindern sie Entzündungen und helfen, den Cholesterinspiegel auf einem normalen Niveau zu halten. Besonders nützlich sind Brombeeren für das Immunsystem: Durch die wenigen Kalorien ist das kleine dunkle Früchtchen besonders für Leute, die eine Diät machen, geeignet.

Johannisbeere 

Produktname: Dt.: Johannisbeeren; engl.: currants, red currants, black currants; frz.: groseilles, groseilles noire oder cassis

Traditionell läuten die leuchtenden Früchte der roten Johannisbeere jedes Jahr aufs Neue den Hochsommer ein. Ihr säuerliches Aroma eignet sich hervorragend für erfrischende Süßspeisen. Die schwarze Johannisbeere kann pur nicht ganz so überzeugen – punktet dafür aber mit urgesunden Inhaltsstoffen!

Geschichte

Die Geschichte der Johannisbeere ist vergleichsweise jung – denn in der Antike war die Pflanze noch unbekannt. Erst im Mittelalter nahmen die Rote und die Schwarze Johannisbeere als Nutzpflanzen offiziell ihren Anfang. Ihren Namen verdanken die Sträucher Johannes dem Täufer. Denn ihre Früchte reifen rund um seinen Gedenktag, dem Johannitag, am 24. Juni. Heilkundige waren vor allem von der Schwarzen Johannisbeere angetan.

Hildegard von Bingen gehörte zu den Ersten, die die Vorzüge der Frucht schriftlich festhielten – sie schätzte die Pflanze beispielsweise als Mittel gegen Rheuma und als wohltuende Auflage bei Insektenstichen. Im 16. Jahrhundert fand man kultivierte Sträucher in vielen Klostergärten. Die Nonnen und Mönche setzten sie gegen Gicht und Rheuma ebenso wie gegen Skorbut ein.

Der französische Abt Pierre Bailly de Montaran empfahl die dunkle Frucht 1712 als Garant für ein langes und gesundes Leben. Doch seine weltlichen Landsmänner wussten die Schwarze Johannisbeere nicht nur wegen ihrer medizinischen Talente zu schätzen: Sie erfanden 1841 bei Dijon den berühmten Likör Crème de Cassis, der noch heute Cocktails veredelt. In Großbritannien hingegen nutzte man die Beeren, um den beliebten Apfelwein zu verfeinern. Das Getränk nannten die Feinschmecker dann „Cider and Black“.

Herkunft

Die Urform der Roten Johannisbeere stammt vermutlich aus Nordosteuropa; die der Schwarzen verorten einige Experten in Nordasien. Heute findet man die Johannisbeere fast überall in den gemäßigten Klimazonen der Nordhalbkugel.

Familie & Arten

Johannisbeeren gehören zur Familie der Stachelbeerengewächse. Zu der Gattung zählen rund 150 Arten. Die Schwarze Johannisbeere nennt man auch Gichtbeere, Ahlbeere oder Bocksbeere. Die Rote Johannisbeere ist als Ribisl und Kostbeere bekannt. Der wissenschaftliche Name der Johannisbeere ist Ribes.

Merkmale

1–2 m schießen die Sträucher der Johannisbeere in die Höhe. Die wechselständigen Blätter sind 3- bis 5-fach gelappt, auf der Oberseite glatt und auf der Unterseite behaart. Tragen die Sträucher gerade keine Früchte, kann man die Rote und Schwarze Johannisbeere mit einem einfachen Trick unterscheiden: Man reibt die Blätter zwischen den Fingern. Während die der roten Variante geruchlos sind, verströmen die der dunklen einen leichten Duft. Darüber hinaus hat die Rinde der Schwarzen Johannisbeere ein Aroma, das viele als unangenehm empfinden.

Zwischen April und Mai blüht die Johannisbeere. In Trauben sitzen dabei die gelblich-grünen Blüten an kurzen Stielen aneinander. Rund und glatt präsentieren sich dann bald die 4–10 mm großen Früchte. In ihnen befinden sich kleine gelbbraune Samenkörner.

  • Die Rote Johannisbeere ist hierzulande die bekannteste. Ihr säuerlicher, aber erfrischender Geschmack macht sie zur beliebten Sommerfrucht. Der wissenschaftliche Name ist Ribes rubrum.
  • Die Weiße Johannisbeere ist ebenso wie die gelbe und rosafarbene Variante eine Zuchtform der Roten Johannisbeere. Sie schmecken etwas milder als die rote Schwester.
  • Die Schwarze Johannisbeere gilt als die gesündeste. Denn sie steckt voller Vitalstoffe, die Krankheiten vorbeugen. Allerdings ist sie nicht jedermanns Sache: Sie hat einen hohen Gehalt an Fruchtsäure und schmeckt daher herb-säuerlich. Wissenschaftler nennen sie Ribes nigrum.
  • Die Jostabeere ist übrigens eine Kreuzung aus der Schwarzen Johannisbeere und der Stachelbeere. Ihre schwarzen Früchte sind wesentlich größer als die der Johannisbeere.
Verwendung

Selbst im reifen Zustand gehören Johannisbeeren noch zu den säurereichsten heimischen Früchten. Doch gerade ihr säuerliches, erfrischendes Aroma macht vor allem die rote Variante zur idealen Frucht für heiße Monate. Sie findet sich in allerlei Süßspeisen wieder. Im Blechkuchen schmeckt sie ebenso lecker wie im Cremequark. Ihren großen Auftritt hat sie allerdings in der traditionellen Roten Grütze: Perfekt harmoniert sie hier mit den anderen Zutaten, die durch eine süße Vanillesoße oder zartschmelzendes Eis perfekt ergänzt werden. Auch als Gelee, Konfitüre oder Saft erfreuen sich die Beeren großer Beliebtheit.

In der herzhaften Küche ist die Rote Johannisbeere seltener zu finden. Allerdings darf sie hin und wieder Saucen und Chutneys veredeln. Unverzichtbar ist ihr Gelee zum Beispiel als Zutat der Cumberland-Sauce. Diese wird gerne zu Rind und Wild gereicht.

Aus den schwarzen Beeren stellt man vor allem den Likör Crème de Cassis her. Der gelangte im „Kir Royal“ zu Berühmtheit: Für den ebenso einfachen wie köstlichen Cocktail wird ein Schluck der aromatischen Crème de Cassis mit Sekt oder Champagner aufgegossen. Auch in Konfitüren sorgen die schwarzen Beeren für ein apartes Aroma. Feinschmecker kochen ein Chutney aus den dunklen Früchten – und krönen damit pikante Käsesorten oder Fleischspezialitäten.

Nährwerte

100 g Johannisbeeren haben in etwa 42 Kalorien, 1,1 g Protein, 8 g Kohlenhydrate, 0,2 g Fett und 5,5 g Ballaststoffe. Wenn es um Vitamin C geht, lassen Schwarze Johannisbeeren jede Zitrone alt aussehen: Sie enthalten auf 100 g rund 3-mal so viel wie die Zitrusfrucht. Auch B-Vitamine, Kalium sowie Eisen stecken in den kleinen Kugeln.

Lagerung & Aufbewahrung

Johannisbeeren sind nur wenige Tage haltbar. Daher sollten sie nach dem Pflücken schnell verarbeitet oder eingefroren werden. Die empfindlichen Beeren dürfen erst kurz vor dem Verzehr bzw. der Zubereitung von den Rispen getrennt werden. Denn durch die entstandenen Wunden beim Abreißen verlieren sie sonst viele Vitalstoffe. Am einfachsten geht das Abtrennen dann mit einer Gabel.

Qualität & Einkauf

Die Beeren – ob rot, weiß oder schwarz – sollten prall und saftig aussehen, aber nicht matschig sein. Denn dann bildet sich schnell Schimmel. Nur wenn die Farben kräftig und ausgeprägt leuchten, sind die Früchte reif und haben das richtige Aroma.

Gesundheit & Wirkung

Johannisbeeren sollten nur reif verzehrt werden. Denn im unreifen Zustand enthalten sie viel Säure, die die Schleimhäute angreifen kann. Wer zu Nierensteinen neigt, sollte auch beim Verzehr reifer Beeren zurückhaltend sein.

Für alle anderen sind Johannisbeeren echte Fitmacher: Mit Phenolsäuren und Flavonoiden beugen sie der Ablagerung von Cholesterin an den Arterienwänden vor und reduzieren somit das Risiko für Herzinfarkte. Dank ihres hohen Anteils von Ballaststoffen fördern sie zudem die Verdauung.

Geschmacklich geben viele Frucht-Freunde den Roten Johannisbeeren den Vorzug gegenüber der dunklen Variante. Doch in Sachen Gesundheit stellt das „schwarze Schaf“ seine knallige Verwandte ganz mühelos in den Schatten. So enthalten Schwarze Johannisbeeren zum Beispiel fast 5-mal so viel Vitamin C wie die Roten Johannisbeeren. Schon eine Handvoll deckt die Hälfte des Tagesbedarfs. Zudem steckt in ihnen mehr Eisen, das für die Blutbildung wichtig ist. Ihre wertvollen Inhaltsstoffe sollen darüber hinaus gegen Rheuma und Gicht helfen. Gerne wird zur Behandlung dieser Beschwerden ein Tee aus den Blättern gebraut.

Der Saft der Schwarzen Johannisbeere hat eine antibakterielle Wirkung und ist ein altes Hausmittel bei Halsentzündungen. Anthocyane, natürliche Farbstoffe, schützen unsere Zellen vor Entartungen.
Doch selbstverständlich hat auch die Rote Johannisbeere ihre Vorzüge: Ihr hoher Kalium-Gehalt hilft dem Körper beim Entwässern und wirkt einem hohen Blutdruck entgegen. Gerbstoffe helfen zudem bei Entzündungen des Zahnfleisches.

Minze 

Minze

Produktname: Dt.: Minze; engl.: Mentha; frz.: menthe

Der frische Minzgeschmack begleitet uns seit Kindheitstagen in Form von Kaugummis, Zahncremes oder Tees. Doch nicht nur als Genuss- und Heilmittel ist die Minze begehrt, sondern auch als Würzkraut in der internationalen Küche.

Geschichte

Zur Geschichte der Minze gibt es viele Überlieferungen. Bereits vor 3.000 Jahren verwendeten die alten Ägypter Minze als Heilmittel. Sogar in altägyptischen Gräbern fand man Überreste der Pfefferminze. Es wird vermutet, dass das Kraut den Toten in ihrer neuen Welt helfen sollte.

Laut einer griechischen Sage verliebte sich Hades, der Herrscher der Unterwelt, in die Nymphe Minthe. Als Hades Gattin Persephone von der Schwärmerei ihres Mannes erfuhr, verwandelte sie Minthe kurzerhand in eine Pflanze, die heutzutage als Minze bekannt ist.

Die Pfefferminze war früher bei den Seeleuten sehr beliebt, denn auf langen Reisen wurde abgestandenes Wasser gerne mit dem erfrischenden Kraut verfeinert und wieder genießbar gemacht.

Eine weitere Sage ist, dass Hexen angeblich Poleiminze zu einem Getränk verarbeiteten. Die Wirkung hatte sichtbare Folgen: Menschen, die dieses Gebräu tranken, schielten anschließend.

Herkunft

Die Pfefferminze hat ihren Ursprung im Mittelmeerraum. Dank eines Engländers, der die Pflanze im 17. Jahrhundert durch Kreuzungen aus Wasserminze und Grüner Minze kultivierte, kam die Pflanze nach Europa. Heutzutage wächst sie fast überall.

Familie & Arten

Die Minze gehört zur Familie der Lippenblütler. Es gibt bis zu 600 Minzearten, deren Blätter ei- bis lanzettförmig sein können – entweder mit gesägten oder gezackten Rändern. Die Pflanze wird 50–80 cm hoch. Die Blüten sind – je nach Sorte – weiß, rosa oder violett.

Merkmale

Verantwortlich für den kühlen Geschmack der Minze ist das Menthol, das schmerzlindernd, krampflösend, durchblutungsfördernd und kühlend wirkt. Menthol steckt vor allem in den Blättern der Pflanze und findet, als ätherisches Öl inhaliert oder als äußere Anwendung, häufig Verwendung.

Verwendung

Die Minze wird durch ihr kühles und frisches Aroma gern getrocknet als Tee und frisch in Desserts oder Drinks verwendet. In Gerichten ist sie international vertreten: Als grüne Minzsauce in England oder in Couscous-Salat im Orient. Sehr raffinierte Rezept-Ideen findet man auch in der türkischen und iranischen Küche. Rund um das östliche Mittelmeer und im arabischen Raum bevorzugt man Minze in getrockneter Form. Als Heilmittel hilft sie u. a. gegen Magen-Darm-Beschwerden oder Kopfschmerzen.

Lagerung & Aufbewahrung

Allgemein gilt: Minze sollte man luft- und lichtgeschützt lagern – egal ob es sich um frische oder getrocknete Blätter handelt. Frische Minzeblätter verwelken schnell, Getrocknete verlieren schnell ihr Aroma. Bei richtiger Lagerung hält getrocknete Minze mehrere Monate.

Gesundheit & Wirkung

Das in den Minzeblättern enthaltene ätherische Öl hilft gegen Kopfschmerzen, Erkältung und bei neuralgischen Beschwerden, also Nervenschmerzen.

Pfefferminztee wirkt zudem magenberuhigend und galletreibend. Achtung: Aufgrund des hohen Mentholgehalts kann es bei übermäßigem Verzehr zu Magenreizungen kommen. Weiterhin findet Menthol Verwendung in der Süßwarenindustrie und wird zur Herstellung von Kosmetika und Parfum genutzt.

Geschirr & Co. für optischen Genuss

Schönwald, Form 98, Salatschale eckig , 12,5 x 12,5 cm, 0,27 l

Schönwald, Form 98, Salatschale eckig , 12,5 x 12,5 cm, 0,27 l

Schönwald, Form 98, Teller flach, Fahne, 23 cm

Schönwald, Form 98, Teller flach, Fahne, 23 cm

Bauscher, Serie Christin, Systemschale, rechteckig, 11,4 x 8,2 cm, H 3,5 cm

Bauscher, Serie Christin, Systemschale, rechteckig, 11,4 x 8,2 cm, H 3,5 cm

Ansprechpartner

Frau Jacobs

Frau Natalia Loosen

Tel.: +49 2837-80-256

natalia.loosen@chefsculinar.de