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Wassermelone

Wassermelone

Dt.: Wassermelone; engl.: watermelon; frz.: pastèque

Mmmh, Wassermelonen sind genau das Richtige an heißen Sommertagen! Die saftigen Riesen können aber nicht nur als Durstlöscher überzeugen – sie schmecken zu herzhaften Gerichten genauso wie als süße Versuchung. Und: Für unsere Gesundheit tun sie auch noch eine ganze Menge ...

Geschichte

Ursprünglich kommen Wassermelonen aus Afrika. Vermutlich wurden die Früchte zuerst wegen ihrer recht nahrhaften Samen gesammelt – das Fruchtfleisch der Wildformen schmeckt nämlich bitter.

Erste Nachweise von angebauten Wassermelonen gibt es aus der Zeit um 2000 v. Chr. im alten Ägypten und Westasien. Von dort aus kamen die saftigen Riesen nach Zentralasien und Indien. Um 1000 v. Chr. baute man sie auch in Südrussland und China an.

Heute ist die Wassermelone auf der ganzen Welt als Durstlöscher beliebt. Aber erst durch Importe kommen wir hierzulande in den Genuss der Frucht – zum Glück. Weil die Pflanzen in heißem, sonnigem und trockenem Klima am besten gedeihen, werden sie nämlich vor allem in tropischen und subtropischen Gebieten angepflanzt.

Herkunft

Zu den wichtigsten Anbauländern gehören heute China, die Türkei, die USA, der Iran, Brasilien und Spanien.

Saison

Von Juni bis September liegen Wassermelonen in den Obstregalen der Händler – damit zählt sie in Deutschland zum echten Sommerobst. Grundsätzlich ist sie wegen ihres großen Verbreitungsgebietes aber auch im Rest des Jahres erhältlich.

Familie & Arten

Wassermelonen gehören, wie die Zuckermelonen auch, zur Familie der Kürbisgewächse. Sie sind also eigentlich gar kein Obst, sondern ein Gemüse. Man unterscheidet zwischen der kultivierten und der wilden Form der Wassermelone. Die Wildform wird auch Tsamma-Melone genannt.

Merkmale

Wassermelonen sind einjährige Kletterpflanzen mit verzweigten Ranken und großen, gefiederten, behaarten Blättern. Aus hellgelben, manchmal grün geaderten Blüten entstehen die beliebten Panzerbeeren, die mal rund, mal oval, mal hell-, mal dunkelgrün, mal einfarbig, mal gestreift oder marmoriert daherkommen.

Die saftigen Riesen können bis zu 100 kg wiegen – aber keine Sorge, in den Handel kommen nur die Exemplare mit 4–25 kg Gewicht. Mittlerweile gibt es sogar besondere „Kühlschrank“-Sorten, die nur etwa 1 kg auf die Waage bringen – die Früchte, z. B. die der Sorte „Sugar Baby“, sind gerade mal so groß, dass sie noch in einen normalen Haushaltskühlschrank passen.

Die meisten Sorten zeigen ein schönes, rotes Fruchtfleisch. Es gibt aber auch solche mit grünem, gelbem, orangefarbenem oder weißem Inneren. Auch die Farbe der Samen kann variieren; manche sind schwarz, andere braun, rot, grün oder weiß. Eines haben sie aber alle gemeinsam: Sie verteilen sich, anders als bei Zuckermelonen, im gesamten Fruchtfleisch. Mittlerweile werden aber auch völlig kernlose Sorten gezüchtet.

Verwendung

An einem heißen Sommertag schmeckt die Wassermelone natürlich einfach pur, weil sie prima den Durst löscht. Sie macht sich aber auch gut in Obstsalaten, als Konfitüre oder in der Bowle. Ein Sorbet aus den Früchten macht ihre Gäste garantiert glücklich. Oder wie wäre es mit einem erfrischenden Wassermelonen-Drink? Dazu müssen Sie das Fruchtfleisch nur pürieren. So lässt es sich übrigens auch bestens für Cocktails einsetzen. Mit Joghurt, Milch und Puderzucker wird aus dem Fruchtfleisch ein köstlicher Smoothie.
Wassermelonen ergänzen auch sehr gut herzhafte Gerichte: Versuchen Sie mal einen Kartoffelsalat mit Räucherlachs und Wassermelone. Zu Geflügel, Garnelen und Spargel schmecken die Früchte ebenfalls richtig lecker.

Nährwerte

Nicht umsonst tragen Wassermelonen das erfrischende Nass in ihrem Namen: Das Fruchtfleisch besteht bis zu 95% aus Wasser. Entsprechend hat die Panzerbeere auch wenige Kalorien. 100 g Frucht können gerade mal mit ca. 30 Kalorien aufwarten; außerdem kommen darin 0,2 g Fett, 0,6 g Eiweiß und ca. 8 g Kohlenhydrate vor. Abgesehen davon stecken in ihren Fasern viele A- und C-Vitamine sowie ein nennenswerter Eisen-Gehalt.

Lagerung & Aufbewahrung

Eine ganze Wassermelone kann gekühlt bis zu 3 Wochen aufbewahrt werden. Aufgeschnittene und mit Frischhaltefolie bedeckte Exemplare bleiben, ebenfalls gekühlt, etwa 3 Tage frisch.

Qualität & Einkauf

Wassermelonen reifen nach der Ernte nicht nach – darum sollten Sie immer nur zu wirklich reifen Exemplaren greifen. Eine reife Frucht zu erkennen, ist aber nicht so leicht – an ihrer Schale lässt sich der Reifegrad zumindest nicht festmachen. Fachleute klopfen auf die Frucht und hören an der Vibration, wie genießbar sie ist. Klingt der Ton dumpf und voll, ist die Wassermelone reif. Unreife Früchte klingen dagegen eher hohl und sehr leise.

Übrigens: Eine überreife Wassermelone zeigt meist einen bräunlichen oder feuchten Stielansatz.

Gesundheit & Wirkung

Wer glaubt, Wassermelonen enthalten nur Wasser und können sonst nicht viel, irrt. Sie spülen durch ihren hohen Wasser- und niedrigen Natriumgehalt überschüssige Salze aus dem Körper, reinigen Nieren und Blut. Zudem regen sie die Verdauung an. Der rote Farbstoff Lycopin in den Früchten soll vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen schützen und Krebs vorbeugen. Die Aminosäure Citrullin in den saftigen Riesen erweitert die Gefäße und erleichtert so den Blutfluss – das kann den Blutdruck verbessern und soll sogar die männliche Potenz steigern.