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Zuckermelone

Zuckermelone

Dt.: Zuckermelone; engl.: musk melon/sugar melon; frz.: le melon

Streng genommen sind Zuckermelonen gar kein Obst – sondern ein Gemüse. Die eng mit den Gurken verwandten Früchte schmecken aber so herrlich süß, dass sie vor allem im Sommer Genießerherzen höher schlagen lassen und auch den größten Durst löschen …

Geschichte

Die ursprüngliche Heimat der wilden Melonen liegt, so vermuten Wissenschaftler, wohl in Afrika im heutigen Sudan. Angebaut wurden die Früchte aber schon um 2000 v. Chr. in Ägypten. Von dort aus gelangten sie in den Mittelmeerraum – archäologische Funde aus dem 3. Jahrhundert v. Chr. belegen das. Der Ort Cantalupo in der Nähe von Rom wird als ursprüngliches Zentrum des gärtnerischen Melonenanbaus bezeichnet; vielleicht benannte man darum gleich die ganze Sortengruppe danach.

Im Mittelalter soll die Melone zumindest in Europa wieder für einige Zeit vom Speisezettel verschwunden sein. Erst im 16./17. Jahrhundert entdeckte man das süße Aroma der überdimensionierten Frucht. Spanische Siedler brachten die Melonen schließlich auch in die Neue Welt. Heute kennt und liebt man die saftigen Früchte auf der ganzen Welt.

Herkunft

Zuckermelonen wachsen überall da, wo es warm, aber nicht zu heiß ist. Vor allem Spanien, Italien, Griechenland, Israel, die Türkei, die USA und Mexiko beliefern Deutschland. Auch hierzulande werden die Riesenfrüchte in kleinen Mengen angebaut – z. B. in der Pfalz und im südlichen Rheintal. Der größte Teil der weltweit produzierten Melonen stammt aus Asien, vor allem aus China.

Saison

Die Hauptsaison für Zuckermelonen liegt eigentlich im Sommer zwischen Juni und September oder Oktober. Trotzdem sind die Früchte bei uns das ganze Jahr erhältlich; der Bedarf wird in den übrigen Monaten aus Übersee gedeckt.

Familie & Arten

Zuckermelonen gehören zur Familie der Kürbisgewächse und zur Gattung der Gurken. Sie sind daher – am Rande bemerkt – näher mit den Gurken als mit den Wassermelonen verwandt. Es gibt zahlreiche Zuckermelonensorten; allein in der EU sind über 500 zum Anbau zugelassen. In Europa werden die Früchte in 3 große Gruppen unterteilt:

  • Die recht großen Wintermelonen wiegen zwischen 1,5–3 kg, reifen spät und schmecken sehr süß. Zu ihnen zählen Sorten wie Gelbe Kanarische, Amarillo liso oder Tendral. Wintermelonen sind lange haltbar.
  • Netzmelonen duften aromatisch und halten ebenfalls lange. Sorten wie Honey Dew, Galia und Wester Shipper gehören zu dieser Gruppe.
  • Cantaloupe-Melonen duften ebenfalls, halten aber nicht sehr lange. Hierzu zählen die Charentais und die Ogen.

Übrigens: In Indien gibt’s noch zahlreiche nicht süße Zuckermelonensorten – sie werden dort ähnlich wie die Gurke als Gemüse zubereitet. Gut zu wissen: Im deutschen Sprachgebrauch wird, wenn Zuckermelonen gemeint sind, generell von Honigmelonen gesprochen.

Merkmale

Zuckermelonen sind einjährige Pflanzen mit leicht herzförmigen, gezähnten Blättern. Sie bilden 1–5 m lange, rankende Sprosse aus. Ihre zartgelben Blüten sind 2–3 cm groß. Die Pflanze trägt, je nach Sorte, ovale bis runde Früchte, die auch Panzerbeeren genannt werden und so groß wie ein menschlicher Kopf werden können. Sind die Früchte groß, bildet die Pflanze auch nicht mehr als 2 davon aus.

Ebenfalls abhängig von der Zuckermelonensorte ist das Aussehen der Früchte:

  • Wintermelonen sind glatt.
  • Netzmelonen haben, wie der Name schon verrät, eine netzartige, korkähnliche Oberfläche.
  • Cantaloupe-Melonen zeigen eine warzig-wulstige Haut mit Längsrillen.

Generell gilt: Unreife Früchte sind behaart, reife kahl. Das Fruchtfleisch kann grün bis gelb, orange, weiß oder pink sein. In der Mitte der Früchte befinden sich zahlreiche längliche Samen, die sich leicht mit einem Löffel herausschaben lassen.

Verwendung

In Würfel geschnitten, macht das Fruchtfleisch der Zuckermelone nicht nur pur eine gute Figur – mit einem Kugelausstecher in Form gebracht, schmeckt es hervorragend in Obstsalaten, Müsli, Quarkspeisen oder Bowlen. Eingefroren ersetzen Melonenkugeln in sommerlichen Drinks prima die Eiswürfel. Milchshakes, Smoothies und Sorbets aus Melone kommen bei Ihren Gästen bestimmt ebenso gut an.

Klassischerweise wird das Fruchtfleisch der saftigen Riesen mit Koch- oder Parmaschinken serviert. Zu Krabben- oder Geflügelsalat sind sie ebenso ein Gedicht wie als Konfitüre, auf Torten oder Kuchen. An heißen Sommertagen erfrischt eine kalte Melonensuppe bestens – sie lässt sich asiatisch mit Ingwer und Kokosmilch oder mediterran mit Gurke und geräuchertem Schinken zubereiten. Oder Sie versuchen mal etwas Besonderes: Wie wäre es mit einem Chutney aus Honigmelone und Mango, gewürzt mit Knoblauch und Ingwer, verfeinert mit einem Hauch Cayennepfeffer?

Generell lässt sich sagen: Zuckermelonen harmonieren sehr gut mit Weichkäse, Geflügel, Blattsalaten, weißem und grünem Pfeffer sowie mit Minze, Weinbrand und Obstbränden.

Nährwerte

Je nach Sorte bestehen Zuckermelonen ungefähr zu 90% aus Wasser. Darum sind sie auch recht figurfreundlich: 100 g Zuckermelone haben ca. 30–50 Kalorien, 0,2 g Fett, 0,8 g Eiweiß und 8 g Kohlenhydrate. Wichtige Mineralstoffe wie Natrium, Kalium, Kalzium, Magnesium, Phosphor und Chlor finden sich in den Riesenfrüchten ebenso wie die Vitamine E, K sowie die Vitamine der B-Gruppe. Mit bis zu 36 mg Vitamin C in 100 g Melone ist die Frucht eine echte Vitamin-C-Bombe. So manche Zuckermelonensorte ist zudem reich an Beta-Carotin.

Lagerung & Aufbewahrung

Zuckermelonen sollten nach höchstens 3 Tagen verzehrt werden. Dabei sollten Sie beachten, dass die süßen Exoten im der Kühlung schnell ihr Aroma verlieren und den Geschmack anderer Lebensmittel annehmen. Die Aufschnittfläche immer mit Klarsichtfolie abdecken.

Qualität & Einkauf

Reife Zuckermelonen erkennt man – abgesehen von den nicht duftenden Wintermelonen – am aromatischen Geruch. Auf Druck gibt die Schale am Blütenboden außerdem leicht nach. Die Schale sollte aber keine Druckstellen oder Risse haben.

Gesundheit & Wirkung

Zuckermelonen sind, wegen ihres hohen Wassergehalts, im Sommer ein leckerer Durstlöscher. Aber nicht nur das: Durch ihren hohen Provitamin-A-Anteil unterstützen sie das Zellwachstum und die Sehfähigkeit. Ihr Vitamin C macht unser Immunsystem stark, hellt die Stimmung auf und fördert die Konzentration. Durch ihren Kalium-Gehalt wirken sie entwässernd. Weil Zuckermelonen mit Eisen und B-Vitaminen aufwarten können, sollen sie auch gegen Haarausfall helfen. Das Beta-Carotin in den Früchten schützt vor schädlicher UV-Strahlung und freien Radikalen. Es wirkt sich außerdem positiv auf Zellalterung, Haut und Haare aus.