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Amaranth

Amaranth

Dt.: Amaranth; engl.: amaranth; frz.: amarante

Die Körnchen mit dem nussigen Geschmack sind eine Bereicherung für jeden Speiseplan. In ihnen stecken nämlich viele gesunde Nährstoffe!

Geschichte

Amaranth gehört zu den ältesten Nutzpflanzen der Welt: Forscher konnten die Samen sogar in 9.000 Jahre alten, mexikanischen Gräbern nachweisen. Neben Bohnen und Kartoffeln zählten die Samen über Jahrtausende hinweg zu den Grundnahrungsmitteln in den Ländern der Westküste Südamerikas.

Die Azteken, Mayas und Inkas betrachteten sie als Wundermittel, die für Gesundheit und Kraft sorgten. Die Samen waren daher auch Teil religiöser Zeremonien. Im 16. Jahrhundert sahen die spanischen Eroberer der Neuen Welt das allerdings als Gotteslästerung an – sie verboten den Amaranth-Anbau unter Androhung der Todesstrafe. Nur der heimliche Anbau durch Indianer konnte das Aussterben der Pflanze verhindern. Auch nachdem das Verbot aufgehoben wurde, war der Nutzen der Pflanze für Jahrhunderte in Vergessenheit geraten.

Herkunft

Der Garten-Fuchsschwanz, dessen Samen die Amaranth-Körner sind, kommt mit wenig Wasser aus und stellt auch sonst keine hohen Ansprüche an den Boden. Darum wächst er heute vor allem in Mittel- und Südamerika, Indien und anderen asiatischen Ländern. Auch in Deutschland und Österreich wird Amaranth gezüchtet.

Saison

Amaranth ist bei uns das ganze Jahr über erhältlich.

Familie & Arten

Amaranth werden die Samen des Garten-Fuchsschwanzes genannt, der zur Familie der Fuchsschwanzgewächse gehört. Amaranthus caudatus, so der wissenschaftliche Name, ist in der Andenregion bis heute unter dem Namen Kiwicha bekannt. Weltweit kennt man über 60 verschiedene Amaranth-Sorten.

Merkmale

Die 1-jährige Pflanze wird 30 bis 80 cm hoch, wächst verzweigt, krautig und zeigt hängende, bis zu 1 m lange, dunkelviolette Blütenstände. Eine Pflanze kann bis zu 50.000 kleine, hirseähnliche Samen enthalten, die nussig schmecken, von Hand geerntet werden und sehr leicht sind: Ca. 1.500 Stück ergeben 1 g.

Sie werden in der Küche wie ein Getreide verwendet, gehören biologisch gesehen allerdings nicht dazu. Darum wird Amaranth auch Pseudogetreide genannt. Neben den Samen kann man übrigens von manchen Sorten auch die Blätter essen – sie werden wie Spinat zubereitet.

Verwendung

Amaranth ist glutenfrei und eignet sich daher bestens als Getreideersatz für Gäste mit Glutenunverträglichkeit. Brot oder herzhaftes und süßes Gebäck lassen sich damit prima zubereiten, allerdings muss Amaranthmehl immer mit einem Getreidemehl gemischt werden, weil das Klebereiweiß fehlt.

Die kleinen Körner schmecken als Pops auch im Müsli oder als Topping auf Obstsalaten und Omeletts: Einfach eine Pfanne ohne Fett stark erhitzen und die Körner hineingeben – sie poppen auf wie Popcorn-Mais. Gemüseaufläufen und Salaten gibt knuspriger Amaranth besonderen Pep und auch als Suppeneinlage ist er ein Hit. Als Beilage zu Fleischgerichten wird Amaranth mit der dreifachen Menge Wasser aufgesetzt und ca. 30 Minuten bei mittlerer Hitze gegart.

Nährwerte

Im Vergleich zu anderen Getreidesorten hat Amaranth einen 3-mal so hohen Lysin-Gehalt. 100 g des Pseudogetreides haben etwa 370 Kalorien, 57 g Kohlenhydrate, 15 g Eiweiß und 9 g Fett. Außerdem enthalten die Körner neben 9 mg Eisen und 25 mg Natrium reichlich andere wichtige Mineralstoffe: 214 mg Kalzium, 484 mg Kalium, 308 mg Magnesium und 582 mg Phosphor machen den Amaranth sehr gesund. Vitamin E und Niacin kommen ebenfalls in nennenswerten Mengen darin vor.

Lagerung & Aufbewahrung

Wie Getreide sollte Amaranth kühl, dunkel und trocken aufbewahrt werden. Am besten aufgehoben sind die Körner in gut verschlossenen Behältern. Amaranthmehl sollten Sie möglichst zügig verbrauchen, weil es schnell oxidiert.

Qualität & Einkauf

Amaranth gibt’s abgepackt als ganze Körner oder gemahlen. Am wenigsten mit Schadstoffen belastet sind die Sorten aus ökologischem oder kontrolliertem Anbau.

Gesundheit & Wirkung

Wegen seines hohen Eisengehalts ist Amaranth in der Schwangerschaft und bei Eisenmangel ein gutes Nahrungsmittel. Säuglinge und Kleinkinder sollten die Körner aber besser nicht essen, weil sie Stoffe enthalten, die die Aufnahme von Proteinen, Spurenelementen und Vitaminen hemmen.

Amaranth soll zudem bei chronischen Kopfschmerzen und Migräne helfen und die Atemwege stärken. Sein Lysin fördert das Wachstum der Knochen, regt die Zellteilung an und soll sich positiv auf die geistige Entwicklung auswirken. Die Linolsäure im Pseudogetreide senkt den Cholesterinspiegel und beugt so Arteriosklerose vor.