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Noriblätter

Dt.: Noriblätter; engl.: nori; frz.: nori

Die würzigen Algenblättchen aus Asien eignen sich nicht nur als Hülle für Maki-Sushi. Auch Nudeln und Suppen verleihen sie Würze. Nebenbei sind sie auch noch supergesund.

Geschichte

Algen sind seit vielen Jahrhunderten ein fester Bestandteil der asiatischen Küche, doch erst zwischen dem 17. Und 18. Jahrhundert begannen die Japaner, Noriblätter in ihrer heutigen Form zu produzieren. Nachdem der Sushi-Trend im 20. Jahrhundert in die USA und etwas später nach Europa überschwappte, hielten auch die Noriblätter Einzug in die deutschen Supermärkte.

Herkunft

Nori stammen ursprünglich aus Japan, China und Korea. Auch heute noch werden die meisten Nori von dort bezogen. Allerdings bauen auch die USA und Europa Nori an.

Herstellung

Nach der Ernte werden die Algen erst einmal in Süßwasser gespült und danach zerkleinert. Dann presst man sie zwischen Bambusmatten zu hauchdünnen Blättchen und trocknet sie in speziellen Trockenkammern. Hochwertige Noriblätter werden auch in der Sonne getrocknet. Anschließend werden die Blätter auf unterschiedliche Arten verfeinert: Sollen sie beispielsweise für Sushi verwendet werden, röstet man sie. Sie werden dann als "Yaki-Nori" bezeichnet. Zusätzlich mit Sojasauce gewürzte Blätter nennt man "Ajitsuke-Nori".

Saison

Getrocknete Noriblätter gibt es das ganze Jahr über im Supermarkt zu kaufen. Geerntet werden die Blätter meistens im Herbst.

Familie & Arten

"Nori" ist ein Oberbegriff für verschiedene Rot- und Grünalgen, zu denen rund 30 Arten zählen. Diese Süßwasseralgen wachsen vor allem an Flussmündungen.

Merkmale

Noriblätter haben einen leicht süßlichen Geschmack, der durch das Süßwasser entsteht. Die knusprigen Blätter sind in verschiedenen Farben im Handel erhältlich. Rote Blätter sind ungeröstet – erst durch Erhitzung entsteht der grünliche Farbton.

Verwendung

In Deutschland sind Nori vor allem als Zutat von Sushi bekannt. Beim klassischen Maki rollt man Reis und Fisch oder Gemüse in den grünen gerösteten Nori ein. Auch ganze Reisbällchen werden in Noriblätter eingerollt. Die raue Seite sollte dabei innen liegen. Wer die Blätter zerbröselt, kann damit auch Suppen, Salate oder Nudeln würzen.

Nährwerte

Ein Noriblatt (etwa 5 Gramm) enthält 8 Kalorien, 1 Gramm Eiweiß und 1 Gramm Kohlenhydrate. Fett und Ballaststoffe sind nicht enthalten.

Lagerung & Aufbewahrung

Bewahren Sie Noriblätter luftdicht verpackt auf und lagern Sie sie dunkel und trocken. Nur so erhalten sie ihr Aroma, ihre Farbe und die knusprige Konsistenz. Es ist empfehlenswert, angebrochene Packungen innerhalb einer Woche aufzubrauchen.

Qualität & Einkauf

Algen nehmen Schwermetalle und andere Schadstoffe aus dem Wasser auf. Achten Sie daher darauf, dass die Blätter aus kontrolliertem Anbau stammen. Japanische und koreanische Nori unterscheiden sich nicht nur im Preis: Die günstigeren koreanischen Blätter haben meistens eine zähere Konsistenz.

Gesundheit & Wirkung

Algen sind nicht nur gesunde Mineralstofflieferanten, sondern auch echte Schlankmacher. Sie liefern Jod und reichlich Vitamin A, B1, B2, Vitamin C und Niacin – Fett hingegen gar nicht. Im Gegensatz zu anderen Algenarten ist die Jod-Konzentration in Noriblättern bei maßvollem Konsum völlig unbedenklich. In China gelten Nori schon seit etwa 5000 Jahren als Mittel gegen zu hohen Blutdruck. Außerdem werden sie wegen ihres positiven Einflusses auf Magen und Darm geschätzt.