01.07.2016

Pastrami

Viel mehr als ein einfacher Sandwichbelag

pastrami
Der kultige Sandwichbelag hat es über den großen Teich geschafft und schlägt nun auch hierzulande große Wellen. Zurecht! Denn die würzigen Rindfleischscheiben werden in einer sehr aufwendigen Prozedur hergestellt, die ihnen einen außergewöhnlich guten Geschmack verleiht.

Was macht den amerikanischen Snackbelag also aus und wie wird er hergestellt?

Pastrami hat in den USA bereits eine lange Tradition, doch ein waschechter Amerikaner ist Pastrami nicht: Seinen Ursprung hat das Rezept nämlich in Rumänien. Die Wortherkunft "pastramâ" oder "pastra" bedeutet soviel wie haltbar machen oder einmachen. Die Verlängerung der Haltbarkeit war in Zeiten ohne Kühlung auch das eigentliche Ziel bei der Herstellung von Pastrami. Um den charakteristischen Geschmack aber auch heute genauso zu erhalten, erfordert es noch denselben aufwendigen Herstellungsprozess.

Das Rindfleisch, meist Brust, Schulter oder auch Tafelspitz, wird zunächst gepökelt. Dazu wird eine Salzlake mit vielerlei Kräutern verwendet. Danach wird es im Räucherofen für 2 bis 12 Stunden geräuchert. Im letzten Schritt wird das Fleisch nach Belieben mit oder ohne eine zusätzliche Marinade noch einmal für mehrere Stunden auf Niedrigtemperatur gegart. So verbinden sich alle eingesetzten Aromen mit dem Fleisch und es wird herrlich zart.

Nach dieser aufwendigen Prozedur findet die beliebte Fleischspezialität meist als Sandwichbelag ihren Weg auf die Teller. Die Amerikaner schwören dabei auf zwei Varianten:

  • New York Style – scharfe Pfeffer und Korianderwürzung
  • American Style – etwas milder, mit deutlich weniger Schärfe

Im Big Apple reicht man zu den Pastrami-Sandwiches meist Cole-Slaw. Dazu wird gerne ein scharfes Tomatendressing gegessen.

Natürlich lässt sich Pastrami auch ganz wunderbar abwandeln und neu kreieren. Durch den Einsatz verschiedenster Gewürze und Marinaden sind der Fantasie hier keine Grenzen gesetzt! Damit ist Pastrami auch ein gern gesehener Gast auf Street-Food-Festivals. Einfach mal ausprobieren!