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Pekannuss

Pekannuss

Dt.: Pekannuss; engl.: pecan; frz.: noix de pécan

In Nordamerika kennt sie jedes Kind, bei uns muss sich die Verwandte der Walnuss ihren Stammplatz in der Küche erst noch erobern. Also nichts wie ran an die Pekannuss! Denn sie verfeinert sowohl pikante Gerichte als auch Süßspeisen.

Geschichte

Der Pekannussbaum ist der wichtigste Nussbaum in Nordamerika. In Texas wurde er sogar zum offiziellen Staatsbaum erklärt. Denn er verträgt bis zu –20 °C Kälte und sicherte den dortigen Indianern das Überleben. Durch den Verzehr der nahrhaften Früchte überstanden sie früher auch eisige Winterzeiten. Die Indianer tauften die leckeren Nüsse auf den Namen „Pakan". Das bedeutet übersetzt „krachende Nuss".

Nach Ankunft der weißen Siedler dienten die vielfach geschätzten Nüsse dann als Tauschware. Erst um 1761 wurden Pekannüsse nach England exportiert. Bis Mitte des 18. Jahrhunderts ließ man die Bäume wild wachsen oder hielt einzelne in Gärten. Ab 1870 wurde der Pekannussbaum kultiviert.

Herkunft

Hauptsächlich wird die „amerikanische Walnuss“ im Süden der USA und in Mexiko angebaut. Mittlerweile kultiviert man die Nuss aber auch in Australien und Südafrika.

Saison

Pekannüsse sind ein typisch herbstlicher Genuss. Ihre Erntezeit startet im Oktober und reicht bis in den Dezember. Entsprechend bekommt man bis etwa Februar oder März frische Nüsse.

Familie & Arten

Der Pekannussbaum gehört zur Familie der Walnussgewächse. Sein Samen, also die Pekannuss, zeigt sowohl geschmacklich als auch im Aussehen eine große Ähnlichkeit mit der in Europa heimischen Walnuss auf. Lediglich anhand der Schale lässt sich dies nicht sofort erkennen, da die Pekannuss glatt und länglich, die Walnuss rund und rau ist. Es gibt ca. 500 verschiedene Arten der Carya illinoiensis, die sich sowohl in Aussehen und Größe als auch im Geschmack unterscheiden.

Merkmale

Pekannüsse sind echte Riesen! Die Pekannussbäume wachsen bis zu 30 m in die Höhe und haben eine ausladende Baumkrone. Neu gezüchtete Baumsorten tragen schon im ersten Jahr Früchte. Normalerweise dauert das 4–6 Jahre. Alle 2 Jahre fällt die Ernte besonders reichhaltig aus.

Ausgereift platzt die fleischig-grüne, stachelige Hülle auf, sodass die eigentliche braune Pekannuss herausfällt. Die herunterfallenden Nüsse werden aufgesammelt und bei kontrolliert biologischem Anbau auf Planen direkt unter den Bäumen getrocknet. Danach werden die Pekannüsse in einem technischen Verfahren aufgeknackt, nach Größe sortiert, gesäubert und getrocknet.

Im Inneren der Schale verbergen sich 2 längliche Nusskerne. Diese besitzen eine sehr große Ähnlichkeit mit Walnüssen. Die hellen Nusshälften sind von einer feinen, braunen und essbaren Haut umgeben. Sie können eine Länge von 2–4 cm erreichen.

Verwendung

In Amerika hat die Pekannuss eine lange Tradition. Unzählige Leckereien von der Füllung für den Thanksgiving-Puter über Cremes und Desserts bis hin zu Eiscreme und Salaten werden damit zubereitet.

Besonders gut eignen sich Pekannüsse zum Backen. Ein Klassiker der US-Küche ist zum Beispiel der Pecan Pie. Aber man kann mit den Kernen auch wunderbar Köstlichkeiten wie Zimtschnecken oder Hefezöpfe zubereiten.

Die schmackhafte Nuss harmoniert vortrefflich mit den meisten Käsesorten und passt ebenso hervorragend zu pikanten Gerichten wie Truthahn, Huhn und Gans. Für Freunde von pflanzlichen Fetten und Ölen ist das Pekannussöl sehr zu empfehlen. Dieses hat ein intensives Walnussaroma und passt wunderbar zu Salaten, Fleisch und Fisch.

Nährwerte

Die Pekannuss ist extrem nahrhaft. 100 g Nüsse entsprechen etwa 700 Kalorien. Die ungesättigten Fettsäuren betragen über 70 %. Hinzu kommen 12 g Kohlenhydrate. Außerdem sind Kalzium, Kalium, Eisen, Magnesium, Phosphor enthalten sowie die Vitamine B1, B2 und E.

Lagerung & Aufbewahrung

Frische und ungeschälte Pekannüsse sind bei kühler und trockener Lagerung bis zu 1 Jahr haltbar. Gut gekühlt bleiben geschälte Kerne bis zu 6 Monate frisch. Abgepackte Pekannüsse halten sich in der verschlossenen Originalverpackung ebenfalls lange.

Qualität & Einkauf

Im Herbst und Winter kann man Pekannüsse frisch mit Schale oder als schon geknackte Ware kaufen. In den übrigen Jahreszeiten haben Sie die Wahl zwischen gehobelten, gehackten und gemahlenen Pekannüssen, die es in Weißblechdosen oder Cellophanbeuteln vakuumverpackt zu kaufen gibt.

Achten Sie beim Einkauf darauf, dass die Kerne trocken sind und keine gelblichen oder dunklen Verfärbungen aufweisen.

Gesundheit & Wirkung

Ein regelmäßiger Verzehr von Pekannüssen wirkt sich positiv auf die Darmtätigkeit und den Blutdruck aus. Ärzte empfehlen den Genuss der Kerne auch unterstützend zur Bekämpfung der Zuckerkrankheit Diabetes.