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Scholle

Scholle

Dt.: Scholle; engl.: plaice; frz.: plie

Das Chamäleon des Meeres kommt den Deutschen am liebsten auf den Tisch. Schließlich zergeht sein feines, weißes Fleisch nur so auf der Zunge. Am allerbesten schmeckt aber nicht etwa die beliebte Mai-Scholle – sondern die Juli-Scholle!

Herkunft

Schollen mögen besonders salzhaltiges, nicht zu warmes Wasser und schwimmen am liebsten am Meeresboden in ca. 200–400 m Tiefe. Sie leben in Schwärmen an allen europäischen Küsten: im Nordatlantik, in Nord- und westlicher Ostsee, im Schwarzen Meer und im westlichen Mittelmeer.

Saison

Die sogenannte Mai-Scholle wird im Frühling jung gefangen und ist als Speisefisch so beliebt, weil ihr Fleisch als besonders zart gilt. Im Juni und Juli sind die Tiere aber eigentlich leckerer, weil sie sich dann vom Laichen zwischen Januar und Anfang April vollständig erholt haben. Das Gerücht um die Mai-Schollen rührt daher, dass sie früher das Erste waren, was Fischer nach den Frühjahrsstürmen nach Hause brachten.

Familie & Arten

Die Scholle gehört zur Ordnung der Plattfische und zur Familie der Schollen. Ihr Name kommt wahrscheinlich von ihrer Ähnlichkeit zu flachen Erd- oder Eisschollen.

Merkmale

Wenn Schollen erwachsen werden, wandert ihr linkes Auge auf die rechte Körperseite. Sie „kippen“ außerdem um. Die Augenseite, also die Oberseite, der fast tellerbreiten Tiere ist graubraun gefärbt und mit rötlich bis gelblichen Punkten gesprenkelt. Darum nennt man sie übrigens auch Goldbutt – obwohl sie nicht zur Familie der Butte gehören.

Die untere, sogenannte Blindseite ist weiß und hat manchmal dunkle Flecken. Die fächerartigen Flossen sind mit der Schwanzflosse verwachsen. Clevere Natur: Der Fisch kann seine pigmentierte Seite zur Tarnung dem Meeresgrund anpassen. Und: Mit dem einen Auge kann er nach vorn, mit dem anderen nach hinten sehen. So hat er seine Umgebung immer bestens im Blick. Bei Gefahr gräbt er sich zum Teil in den Sand ein. Ausgewachsene Schollen werden 40–70 cm lang und können bis zu 7 kg wiegen. Der Plattfisch wird bis zu 50 Jahre alt.

Verwendung

Berühmt ist der norddeutsche Klassiker „Scholle Finkenwerder Art“ mit Speckwürfeln und Krabben. Die Scholle ist aber auch sonst vielseitig in der Küche einsetzbar: Als fettarmer Fisch ist sie ein ideales Gericht für eine Diät. Sie lässt sich räuchern, einlegen oder in Butter dünsten und macht sich auf dem Grill ebenso gut wie in der Bratpfanne oder im Backofen.

Beim Würzen des Plattfischs ist allerdings Vorsicht geboten, weil das Schollenfleisch den Geschmack leicht annimmt. Ideal sind Salz, weißer Pfeffer, Thymian, Zitrone, Kerbel und Knoblauch. Als Beilage zur Scholle schmecken Brat- oder junge Kartoffeln und ein frischer Salat.

Nährwerte

100 g Scholle haben etwa 86 Kalorien, 17 g Eiweiß und 1,9 g Fett. Wichtige Mineralstoffe wie Kalzium, Magnesium und Natrium sowie die Vitamine A, C, D und E bringt das kleine Kraftpaket aus dem Meer ebenfalls mit.

Lagerung & Aufbewahrung

Scholle muss nach dem Kauf selbstverständlich gleich gekühlt werden. Maximal 1 Tag bleibt sie so frisch.

Qualität & Einkauf

Wie jeder andere Fisch sollte auch die Scholle nicht fischig, sondern frisch nach Meer riechen. Zudem muss das Tier eine feste Haut, hell- bis braunrote, feuchte Kiemen und festsitzende Schuppen haben. Das Fleisch muss nach Daumendruck sofort wieder in seine ursprüngliche Form zurückgehen und weiß sein. Bei gelblichen Verfärbungen hat der Fisch die beste Zeit bereits hinter sich. Achten Sie außerdem darauf, dass die Augen klar sind.

Gesundheit & Wirkung

Die Scholle enthält viel Eiweiß, das unser Körper sehr gut verwerten kann. Ihr Vitamin D sorgt für starke Knochen, die Omega-3-Fettsäuren im Fisch sollen vor Herzinfarkt schützen. Jod beugt Schilddrüsenerkrankungen vor und B-Vitamine können die Leistungsfähigkeit steigern. Durch ihren niedrigen Kalorien- und Fettgehalt ist die Scholle zudem ideal für eine Diät.