Das Tiramisu ist eines der bekanntesten und beliebtesten Desserts aus Italien. Kein Wunder, dass sein Absatz in der Gastronomie steigt. Vor allem beim Weihnachtsessen ist Tiramisu ein gern gewählter Nachtisch. Übrigens: Wussten Sie schon, dass es sogar einen sogenannten „Tiramisù World Cup“ gibt? Dazu später mehr.
Ein vielschichtiges Dessert
Das Dessert besteht aus abwechselnden Schichten von Löffelbiskuit und einer Creme aus Mascarpone, Eigelb und Zucker oder Eischnee. Kalter Espresso und ein alkoholisches Getränk, wie Amaretto oder Weinbrand, verleihen dem Biskuit ihr spezielles Aroma. Zum Schluss streut man Kakaopulver auf die oberste Schicht. Neben der klassischen Variante gibt es noch Rezepte mit z.B. Erdnussbutter oder Erdbeeren. In Japan gibt es sogar eine Variante mit Matcha.
Streit um die Herkunft
Es ist eindeutig belegt, dass das beliebte Dessert aus Italien kommt. Jedoch tragen verschiedene Regionen ihre eigene Geschichte zur Entstehung bei. Die einen sagen, es kommt aus Venetien bzw. Treviso, die anderen sind der Meinung, es komme aus dem Friaul. Die Auseinandersetzung über die Herkunft zwischen den beiden Regionen hat hier die Überhand. Im Jahr 2017 beanspruchte das Friaul durch einen Eintrag in die Liste der traditionsreichsten Speisen das Dessert für sich. Ein schwerer Schlag für Venetien und die Stadt Treviso, die bislang als Erfinder galt. Luca Zaia, der Präsident Venetiens, behauptete, dass die Tiramisu-Industrie ein eindeutiger Beweis dafür sei, dass das Dessert aus Venetien stamme. Für die Bewohner des Friaul hingegen war die Eintragung endlich eine Bestätigung der Herkunft. Schließlich gibt es gleich zwei Originalrezepte aus der Region.
Tiramisù World Cup
Dem Tiramisu zu ehren gibt es sogar eine eigene Weltmeisterschaft. Der „Tiramisù World Cup“ ist ein kulinarischer Wettbewerb, bei dem Menschen aus der ganzen Welt die Möglichkeit haben, ihr eigenes Tiramisu-Rezept vor Experten zu präsentieren. Veranstaltet wird die Weltmeisterschaft jährlich im Herbst in Treviso und gibt es seit 2017.