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Trüffel

Trüffel

Dt.: Trüffel; engl.: truffles; frz.: truffes

Pilz-Liebhaber, Gourmets, Köche – alle stehen auf die faustdicken, hässlichen Knollen. Trüffel kommen in der Natur nämlich recht selten vor und sind schwer zu finden. Sie bieten aber ein unvergleichlich würziges Geschmackserlebnis. Kein Wunder, dass da schon einmal ein Kilo weiße Trüffel für 200.000 Euro versteigert wurde ...

Geschichte

Man nimmt heute an, dass schon die Babylonier um 3000 v. Chr. erfolgreich nach Trüffeln suchten – und fündig wurden. Sie entdeckten wohl „tarfezia leonis“. Diese eher minderwertige Trüffelart gedeiht heute noch in den sandigen Böden Kleinasiens. Auch der Pharao Cheops soll in Gänseschmalz geschwenkte Trüffel geliebt haben. Viele Ärzte glaubten damals, dass Trüffel nicht nur nahrhaft seien, sondern auch das Liebesleben ordentlich in Schwung bringen. Die Römer glaubten ebenfalls an Trüffel als Aphrodisiakum. Und so weihten sie die tolle Knolle der Liebesgöttin Venus. Übrigens: Schon damals konnte Trüffel nur genießen, wer über das nötige Kleingeld verfügte.

Herkunft

Die Fruchtkörper der unterirdischen Pilze bevorzugen zum Gedeihen die Wurzeln von Eiche, Kastanie und Buche. Trüffel werden heutzutage immer mehr von dressierten Hunden mit ihren feinen Nasen aufgespürt. Es gibt auch Schweine, die Trüffel aufstöbern. Allerdings lieben sie sie so sehr, dass sie die Köstlichkeit gleich auffressen wollen.

Saison

Die Saison der weißen Trüffel beginnt im Oktober und endet Silvester. Schwarze Trüffel findet man von Anfang Dezember bis Mitte März. Da es schwarze Trüffel jedoch auch in Australien gibt und die Jahreszeiten dort um sechs Monate verschoben sind, gibt es noch eine zweite Schwarze-Trüffel-Saison. Die dauert von Juli bis September. Beste Qualität wird aus Frankreich geliefert. Auch in Italien, Spanien und Bulgarien werden Trüffel gesucht und vermarktet.

Familie & Arten

Trüffel sind Erdpilze aus der Gattung der Schlauchpilze. Die Familie der Trüffel ist sehr groß. Es gibt mehr als 70 Arten weltweit. Als Trüffel dürfen folgende Pilze der Gattung Tuber bezeichnet werden:

  • Frühlingstrüffel
  • Schwarze oder Perigord-Trüffel
  • Sommertrüffel
  • Burgund- oder Herbsttrüffel
  • Weiße Albatrüffel
  • Schwarze chinesische Wintertrüffel
  • Wintertrüffel
  • Himalayatrüffel
  • Weiße chinesische Trüffel
  • Bagnoli- oder Teertrüffel

Übrigens: Die afrikanischen Trüffel haben mit der Gattung Tuber eigentlich nichts zu tun. Sie werden aber auf Märkten im Mittelmeerraum in betrügerischer Absicht als echte Trüffel verkauft.

Merkmale

Bei bloßer Betrachtung erscheinen Trüffel nicht besonders kostbar. Ihr Aussehen ist das einer kompakten, häufig mit dicken Warzen übersäten, unförmigen Knolle. Wie jeder Pilz verfügen auch die Trüffel über ein feines Wurzelnetz, das so genannte Mycel, das den eigentlichen Pilz ausmacht. Das, was wir als Trüffel ernten, ist der Fruchtkörper dieses Pilzes. Da das Mycel kaum wahrnehmbar ist, erscheint es, als ob die Trüffel einzeln und unabhängig voneinander in der Erde wachsen. Der Fruchtkörper der Trüffel besteht aus einer Rinde, die runzlig oder glatt ist. Das Fruchtinnere ist fleischig.

Verwendung

Vor der Verwendung sollten Sie Trüffel mit einer weichen Bürste sorgfältig von Erdresten befreien. Dann werden sie gehobelt, am besten mit einem speziellen Trüffelhobel. Damit kann man die Dicke der Späne nach Wunsch einstellen. Und dann steht dem Genuss nichts mehr im Wege: Schon ein paar Trüffelscheiben auf einem Pasta- oder Reisgericht, aber auch auf gebratenem Fleisch entfalten ein unwiderstehliches Aroma. Weiße Trüffel passen prima zu Spiegel- oder Rührei, zu Risotto, Polenta und Tartar. Schwarze Trüffel lassen sich gut mit Geflügel, Cremesuppen auf Sellerie- und Kartoffelbasis oder Schmorbraten kombinieren.

Nährwerte

100 g Trüffel enthalten nur 25 Kalorien, 5,5 g Eiweiß, 0,5 g Fett, dafür aber 75 g Wasser. Hinzu kommen noch jede Menge Mineralstoffe: Eisen, Kalium, Kalzium, Magnesium und Phosphor.

Lagerung & Aufbewahrung

Trüffel sollten so bestellt werden, dass sie nur einen Tag vor dem Essen oder am Tag des Essens geliefert werden. Sie verlieren nämlich jeden Tag ein wenig Aroma. Frische Trüffel halten sich gut einige Tage in einer Schüssel mit Sand oder in weiches Papier eingewickelt und gut gekühlt. Man kann sie aber auch luftdicht verpackt einfrieren und so bis zu 1 Jahr lagern.

Qualität & Einkauf

Ob eine Trüffel schmeckt oder nicht, sieht man ihr leider nicht an. Man sollte deshalb die guten Stücke beim Händler seines Vertrauens kaufen. Achten Sie beim Kauf darauf, dass die Trüffel frisch und sauber aussieht und möglichst keine defekten Stellen aufweist. Auch der Duft kann viel verraten: Ein stechender, unangenehmer Geruch ist eindeutig ein Hinweis auf zu alte und nicht mehr genießbare Trüffel.

Gesundheit & Wirkung

Ganz ehrlich: Bei Trüffel denken wir mehr an Genuss als an unsere Gesundheit. Dennoch haben die hässlichen Knollen jede Menge wertvolle Nährstoffe zu bieten. Ein Plus für Nerven, Haut, Haare ist der hohe Anteil von verschiedenen Vitaminen der B-Gruppe. Zudem punktet der Trüffel mit einem hohen Anteil an Eisen, nämlich 3,5 g pro 100 g. Der Mineralstoff wiederum wirkt gegen Konzentrationsschwäche und Müdigkeit und senkt auch die Infektanfälligkeit des Körpers. Allerdings wird Trüffel in der Regel nur als fein dosiertes Würzmittel verwendet. Die Mengen an den zugeführten Nährstoffen sind also so gering, dass sie kaum ins Gewicht fallen.