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Bärlauch

Bärlauch

Dt.: Bärlauch; engl.: broad-leaved garlic ; frz.: ail des ours

Das Kraut hat seinen Dornröschen-Schlaf beendet und feiert als Heilpflanze und in der Küche ein Riesen-Comeback!

Geschichte

Bärlauch ist eine sehr alte Heilpflanze. Schon die Germanen, Kelten und Römer schätzen den Bärlauch als Heilpflanze mit magischen Kräften. Später fand man die Pflanze häufig in Hof- und Klostergärten. Damals wurde das Kraut zur Heilung von Akne sowie zur Blut- und Darmreinigung eingesetzt. Bei Epidemien sollte es gegen Infektionskrankheiten schützen.

Dem deutschen Namen nach hat der Bärlauch eine enge Verbindung zum Bären. Nach einer Volkslegende frisst der Bär nach dem Winterschlaf Bärlauch. So bekommt das Tier einen ordentlichen Vitamin- und Nährstoffschub. Auch in Amerika hat der Bärlauch eine lange Geschichte als Heilpflanze. Die Indianer benutzten ihn zum Kochen oder gemahlen mit Tierfett als antiseptische Salbe. Im Zauberglauben sollte Bärlauch – wie auch der Knoblauch – Vampire vertreiben und Hexen und Schlangen abwehren. Als Liebestrank war das Kraut ebenfalls geschätzt.

Herkunft

Seine Heimat liegt in Europa und Nordasien. In Deutschland findet man das Kraut häufig in den Mittelgebirgen, in Süd- und Mitteldeutschland. In heißen oder sehr trockenen Gegenden kann er nicht gedeihen, denn das zarte Pflänzchen braucht sehr viel Feuchtigkeit.

Saison

Bärlauch ist ein typischer Frühlingsbote. Die Saison für das Kraut dauert nämlich nur von März bis Mai.

Familie & Arten

Das Kraut zählt zur Familie der Lauchgewächse, wissenschaftlich Alliaceae. Im Volksmund wird das Kraut auch Bärenkraut oder Bärenlauch, Wald-Knoblauch oder Hexenzwiebel genannt. Diese Pflanzenart ist ein Wildgemüse. Verschiedene Arten sind daher nicht bekannt. Es gibt allerdings eine ganze Reihe ähnlicher Allium-Gewächse wie Knoblauch, Zwiebel, Lauch oder Schnittlauch.

Merkmale

In schattigen Wäldern und auf feuchten Böden gedeiht Bärlauch besonders gut. Das krautige Pflänzchen erreicht eine Wuchshöhe von 20–50 cm. Es sieht dem giftigen Maiglöckchen sehr ähnlich. Das Kraut besteht aus einer unterirdischen Zwiebel, zwei bis drei Laubblättern und kugelförmigen, weißen Blütendolden, die an langen Stängeln wachsen. Hier bilden sich später die Bärlauch-Samen. Weiterhin ist der durchdringende Geruch nach Knoblauch charakteristisch für Bärlauch. 

Verwendung

Wie für viele frische Kräuter gilt auch bei Bärlauch: Bitte nicht mitkochen, denn dabei verliert das Kraut wertvolle Geschmacks- und Inhaltsstoffe! Am besten schmeckt es roh, zum Beispiel in Kräuterquark oder in einem Salat. Besonders schmackhaft: ein feines Pesto mit Bärlauch und Mandeln, das prima zu Nudeln und Kartoffeln schmeckt. Bärlauch-Schaum gibt Wildgerichten den gewissen Pfiff. 

Nährwerte

Bärlauch enthält viel Vitamin C, Eisen, Schwefel, Magnesium, Mangan und andere Mineralien sowie Senfölglykoside und ätherische Öle. 

Lagerung & Aufbewahrung

Am besten wird das Kraut noch am Tag des Einkaufs verarbeitet. Sie können die Blätter auch kräftig salzen, mit Olivenöl bedecken und in ein verschließbares Glas geben. Dann halten sie sich gekühlt bis zu 6 Monate. Eine weitere Möglichkeit: Sie frieren die gehackten Blätter ein. 

Qualität & Einkauf

Achten Sie beim Einkauf auf makellose, frische und knackig wirkende Blätter ohne Blüten. 

Gesundheit & Wirkung

Heutzutage wird Bärlauch bei Verdauungsstörungen, Arteriosklerose, Bluthochdruck, zur Stärkung des Immunsystems sowie zur Blutzucker- und Cholesterinsenkung eingesetzt. Auch gegen Hautausschläge soll das Kraut wirksam sein. Bei Bronchitis wird es zur Schleimlösung genutzt. Wegen seines Schwefelgehaltes dient der Bärlauch außerdem der Entgiftung und Entschlackung des Körpers.