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Feldsalat

Dt.: Feldsalat; engl.: lamb‘s lettuce; frz.: la mâche

Der wegen seiner typischen Form auch liebevoll „Mäuseöhrchen“ genannte Feldsalat kann nicht nur mit feinnussigem Aroma punkten. Vor allem in der kalten Jahreszeit machen seine gesunden Inhaltsstoffe ihn zu einem besonders wertvollen Teil auf unserem Speiseplan.

Geschichte

Die ursprüngliche Heimat des Feldsalats liegt wohl im nördlichen Eurasien. Forscher fanden seine Samen schon bei den jungsteinzeitlichen Pfahlbauern am Bodensee und an anderen Seen des Alpenvorlandes. Man geht davon aus, dass das wild wachsende Blattgemüse früher von Wiesen und Feldern gesammelt wurde. Seine unterschiedlichen Namen – wie Feldsalat oder Ackersalat – weisen auch darauf hin, dass es als Ackerunkraut mit dem Wintergetreide geerntet wurde. Als Kulturpflanze kennt man Feldsalat erst seit ca. 200 Jahren.

Herkunft

Neben Deutschland wird Feldsalat heute vor allem in Frankreich, der Schweiz, England, Italien und den Niederlanden kultiviert. Die Hauptanbaugebiete in der BRD liegen vor allem in Baden-Württemberg, NRW und Rheinland-Pfalz.

Saison

Vom Freiland kommt Feldsalat zwischen Oktober und März/April. Aber auch den Rest des Jahres gibt es das aromatische Blattgemüse aus dem Treibhaus.

Familie & Arten

Der Gewöhnliche Feldsalat gehört zur Familie der Geißblatt- und zur Unterfamilie der Baldriangewächse. In Deutschland kennt man ihn unter vielen Namen: In Schwaben z. B. nennt man ihn Ackersalat, in der Eifel, im Hunsrück und im Saarland hat man ihn liebevoll Mäuseöhrchensalat getauft und in Thüringen und Sachsen sagt man Rapunzel. Diesen Namen kennen Sie sicher aus dem gleichnamigen Märchen der Gebrüder Grimm: Weil Rapunzels leibliche Mutter dem Feldsalat nicht widerstehen konnte, nahm die böse Fee ihr ihre Tochter …

Es gibt viele verschiedene Sorten von Feldsalat, die unterschiedlich große Blätter und Grüntöne haben. Je dunkler die Blätter, desto intensiver und herzhafter ist ihr Geschmack.

Merkmale

Der einjährige, winterharte Feldsalat verträgt Temperaturen bis –15 °C und kann 5–15 cm groß werden. Seine Blätter wachsen als Rosette und sind je nach Art mal breit, mal schmal, mal rund, mal spitz und zeigen verschiedene Grüntöne. Ab April treibt ein zierlicher Blütenstängel mit kleinen, blassblauen bis hellvioletten Blüten aus. Im Juni oder Juli bilden sich die Samen – danach stirbt die Pflanze ab. Die Blattrosetten werden vorher mit Wurzel geerntet.

Verwendung

Sein nussiger, manchmal schon pfeffriger Geschmack harmoniert sehr gut mit allem, was Würze hat: Kräftige Essigsorten, Nussöl, Speck, Zwiebeln Knoblauch, Pilze und Schafskäse ergänzen den Feldsalat perfekt. Auch mit Meeresfrüchten lässt er sich prima kombinieren. Mit Putenbruststreifen und einer Sherry-Marinade wird er zu einer winterlichen Köstlichkeit. Und wegen seines besonderen Aromas serviert man ihn gerne mit Nüssen.

Tipp: Erde und Sand lösen sich von den Blättern am besten in einem kurzen, aber gründlichen, eiskalten Wasserbad. Danach sollte der Feldsalat gut trocken geschleudert und erst kurz vor dem Anrichten mit Dressing angemacht werden – sonst fällt er sofort zusammen.

Nährwerte

Vegetarier und Veganer sollten Feldsalat so oft wie möglich vorgesetzt bekommen; dieser hat nämlich mit 2 mg pro 100 g nach Petersilie den höchsten Eisengehalt von allen Blattgemüsepflanzen. Außerdem ist das Grün perfekt für eine Diät: 100 g Feldsalat haben gerade mal 14 Kalorien. Auch der Vitamin-Gehalt kann sich sehen lassen – in 100 g Salat kommen 35 mg Vitamin C und 663 µg Provitamin A vor. Zudem punkten die „Mäuseöhrchen“ mit einer ordentlichen Portion Kalium, Kalzium, Magnesium und Phosphor.

Lagerung & Aufbewahrung

Nach der Ernte welkt Feldsalat relativ schnell. Im Idealfall verarbeiten Sie ihn gleich nach dem Kauf. Ansonsten putzen und waschen Sie ihn direkt und legen ihn feucht in einen Gefrierbeutel. Gekühlt bleibt Feldsalat darin 2–3 Tage lang frisch.

Qualität & Einkauf

Frischer Feldsalat hat knackige Blätter mit einer leuchtend grünen Farbe. Sehen sie gelb oder welk aus, sollten Sie lieber nicht mehr zugreifen.

Gesundheit & Wirkung

Schon die alte Klosterheilkunde wusste: Feldsalat tut dem Magen gut und regt den Appetit an. Seine Mineralstoffe stärken zudem die Nerven und Muskeln, die ätherischen Baldrianöle wirken beruhigend auf den Magen und fördern den Schlaf.

Das Vitamin C im Gemüse unterstützt die Abwehrkräfte. Sein Provitamin A wird im Körper zu Vitamin A umgewandelt, das wichtig für die Schleimhäute im Mund, in der Lunge und in den Nieren ist. Es schützt vor Umweltschäden und Infektionen, fördert zudem das Hell-Dunkel-Sehen. Für Schwangere ist Feldsalat besonders wertvoll, weil er viel Folsäure enthält – schon 50 g Salat können ¼ des Tagesbedarfs decken.