Ratatouille ist nicht nur ein bekannter Film, sondern auch ein provenzalisches Gericht aus Nizza. Die klassische Variante des kunterbunten Eintopfes setzt sich aus Auberginen, Zucchini, Tomaten, Paprika, Zwiebeln, Knoblauch und Kräutern der Provence zusammen. Das Gericht wird warm, kalt, als Vorspeise, Beilage und als Hauptspeise gegessen. Übrigens: Mitte des 19. Jahrhunderts wurde das Gericht als „Suppe für Ratten“ bezeichnet, weshalb vermutlich eine Ratte die Hauptrolle im Film spielt.
Woher das Gericht kommt
Das Gericht hat seinen Ursprung in Nizza in der Provence Südfrankreichs und ist dort auf jeder Speisekarte zu finden. Bis zum 19. Jahrhundert war der Eintopf dort ein rein lokales Gericht. Im letzten Jahrhundert wurde es über Südfrankreich hinaus international populär. Es ist und bleibt aber als typisches provenzalisches Gericht bekannt.
Ursprünglich war die Ratatouille eine Mahlzeit für die ärmere Bevölkerung und wurde aus Gemüseresten gekocht. Das erste gedruckte Rezept findet man im Kochbuch „La Cuisine à Nice“ von Henri Heyraud aus dem Jahr 1920. Heyraud bezeichnet das Gericht als „Ragout aus Auberginen mit Tomaten, Zucchini und Paprikaschoten“. Die Zutaten lassen jedoch darauf schließen, dass das Gericht schon etwas älter ist.
Was bedeutet eigentlich der Name?
Der Name „Ratatouille“ wurde seit dem 18. Jahrhundert in Frankreich allgemein für Eintopfgerichte verwendet. Er setzt sich aus „rat“ (Fraß) und „touiller“ (rühren, umrühren) zusammen. Übersetzt ist Ratatouille also ein „gerührter Fraß“.
Ein Gericht mit verschiedenen Varianten
So wie fast jedes Gericht gibt es auch die Ratatouille in verschiedenen Varianten. Je nach regionaler Verfügbarkeit werden die verschiedensten Gemüsesorten und Kräutermischungen verwendet. Im Herbst und Winter kann das Sommergemüse beispielsweise auch ganz einfach durch Kürbis ersetzt werden. Zudem kann das Gericht mit Brot, Reis, Nudeln, Fleisch und Fisch serviert werden.