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Keime k.o. – aber sicher!

Auf das richtige Hände waschen kommt es an
So haben Keime keine Cance
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Reinigung & Desinfektion

Keime k.o. – aber sicher!

Die Hände richtig zu reinigen und desinfizieren ist das A und O

Mindestens 20 Sekunden Hände waschen

Egal ob in Küchen oder beim täglichen Kontakt zu Bewohnern und Patienten – überall sind unsere Hände im Spiel. Bei Tätigkeiten aller Art gelangen Bakterien und Viren schnell mit der Haut in Kontakt. Hygiene hat also oberste Priorität. Vor allem in Küchen haben pathogene – also krankheitserregende – Bakterien und Viren nichts zu suchen. Daher ist es wichtig, dass Ihre Mitarbeiter ihre Hände richtig desinfizieren.

Händewaschen mindestens 20 Sekunden

Händewaschen schützt vor Bakterien – das ist klar. Laut der Weltgesundheitsorganisation werden 80% der Krankheitserreger über die Hände weitergetragen. Das liegt mitunter daran, dass jeder Dritte seine Hände falsch wäscht. Dabei ist Händehygiene eine einfache Maßnahme, um das Risiko für Erkältungen, Grippe oder Magen-Darm-Infektionen erheblich zu verringern. Unterschieden wird zwischen Händewaschen und Händedesinfektion: Ersteres sollte mindestens 20 Sekunden dauern, denn so werden Keime an Händen auf ein Tausendstel minimiert. Für die Händedesinfektion liegt die Dauer in der Regel bei 30 Sekunden; bei den sogenannten Noroviren, die Magen-Darm-Erkrankungen auslösen, dauert der Vorgang je nach verwendetem Händedesinfektionsmittel sogar bis zu 2 Minuten. In der Praxis hält der Prozess meistens deutlich kürzer an, wodurch die Hände nur für wenige Sekunden desinfiziert und schlussendlich nicht keimfrei sind.

Die Basis

Ringe, Armbänder, Armbanduhren und Piercings sind in Küchen verboten, denn sie sind beliebte Bakterienfänger. Außerdem sollten Sie kurze Fingernägel haben und auf Nagellack und künstliche Fingernägel verzichten. Zur Reinigung der Hände müssen Sie dann noch das richtige Produkt verwenden, denn Wasser allein tötet keine Keime ab.

Händehygiene mit Desinfektionsmittel

Händehygiene – aber wie?

Es gibt mehrere Möglichkeiten, um Keime erfolgreich zu reduzieren:

  1. Händewaschen: Mit Seife und Wasser werden Schmutz entfernt und auf der Haut liegende Keime reduziert. Für den Privathaushalt vollkommen ausreichend – für die Großküche und im pflegerischen Bereich jedoch nicht.
  2. Hygienische Händewaschung bzw. Händedekontamination: Mit einem antimikrobiellen Waschpräparat führen Sie diesen Vorgang in einem Arbeitssschritt durch. Mit dieser Methode sparen Sie Zeit, jedoch reizen diese Mittel durch das häufige Händewaschen oftmals die Haut.
  3. Hygienische Händedesinfektion: Nach vorherigem Waschen und Trocknen der Hände entfernt ein alkoholisches Händedesinfektionsmittel die transienten – also vorübergehend auf der Haut lebenden – Bakterien. In der Pflege ist die Reihenfolge umgekehrt: Hier erfolgt das Händewaschen nach der Händedesinfektion, da Fett und Schmutzpartikel die Hände dort nicht verunreinigen.
  4. Chirurgische Händedesinfektion: Neben transienten Bakterien werden hier auch residente – also Bakterien, die dauerhaft auf der Haut leben – entfernt. Die Dauer der Händedesinfektion beträgt hier 3–5 Minuten.
Die Pflege der Haut ist sehr wichtig

Hautschutz und Hautpflege nicht vergessen!

Damit durch das häufige Händewaschen und Desinfizieren die Haut nicht beschädigt wird, gibt es spezielle Produkte, die in keinen Küchen fehlen dürfen.

  • Um die Haut zu schützen, legen Sie eine Hautschutz-Creme bereit. Sie zieht schnell in die Haut ein und sollte vor der Arbeit und in Pausen verwendet werden.
  • Für die Hautpflege verwenden Sie eine Hautpflege-Creme mit einem deutlich höheren Fettgehalt. Sie zieht zwar langsamer ein, wirkt jedoch besser. Dieses Produkt wird nach Beendigung der Arbeit angewendet.
DIN Normen 1499 und 1500 beschreiben die richtige Händewaschung

Step by Step

Es gibt 2 DIN-Normen, die Schritt für Schritt den Ablauf festlegen: Die DIN 1499 für die hygienische Händewaschung bzw. Händedekontamination und die DIN 1500 für hygienische Händedesinfektion. Beide Regelwerke sehen 6 Schritte vor. Neben Schulungen weisen auch Schritt-für-Schritt Arbeitsanweisungen Ihre Mitarbeiter auf dieses Thema hin. Wir haben ein Dokument für Sie vorbereitet, das Sie einlaminiert am Waschbecken platzieren können.

Musterbeispiel Händedesinfektion zum Drucken

Händewaschen pausenlos?

Besonders nach folgenden Tätigkeiten ist richtiges Händewaschen unerlässlich:

  • Nach der Verarbeitung von rohen Produkten wie beispielsweise Fisch, Eier, Geflügel, Fleisch, Gemüse und Kräuter sollten Sie Ihre Hände gründlich desinfizieren.
  • Vor der Verarbeitung von Speisen, die nicht mehr erhitzt werden, beispielsweise Salate und Desserts.
  • Wenn Sie Handschuhe getragen haben, ist eine Desinfektion der Hände auch empfehlenswert: Oftmals sind sie unbemerkt undicht. Untersuchungen zeigen, dass Handschuhe in der Praxis bereits nach 5 Minuten stark mit Bakterien befallen sind. Außerdem werden die Hände beim Ausziehen mit den Keimen der Handschuhe kontaminiert.
  • Vor Arbeitsbeginn und nach Pausen
  • Beim Wechsel von unreinen zu reinen Tätigkeiten
  • Nach Niesen, Husten und Naseputzen
  • Nach Reinigungs- und Entsorgungsarbeiten
  • Nach der Toilettenbenutzung ist eine Handdesinfektion natürlich selbstverständlich.

Händehygiene ist eine wichtige Maßnahme, um das Risiko für Krankheitserreger deutlich zu senken. Sichern Sie sich rechtlich ab, machen Sie die Händehygiene zu einer verbindlichen Vorgabe und weisen Ihr Personal auf ihre Mitverantwortung hin!